Nachdem ich mein ENC28J60-Ethernet-Breakout mit der
UIPEthernet-Bibliothek am Laufen hatte, dachte ich über kreative
Spielereien damit nach.
Dabei erinnerte ich mich daran, daß vor vielen Jahren einmal ein falsch
programmiertes Netzwerkgerät das gesamte Netzwerk(segment) meines
damaligen Arbeitgebers lahmlegte.
Das Gerät antwortete einfach auf alle ARP-Requests mit der eigenen
MAC-Adresse, sodaß bald alle Ethernet-Pakete nur noch an dieses Gerät
gesendet wurden.
Mit dem angehängten Sketch und dem gepatchten uip_arp.c in der
Bibliothek könnt auch Ihr Eurem lokalen Netzwerk beim Zusammenbrechen
zusehen.
Viel Spaß dabei!
Wenn man nur kleine Switches (=nicht managebar) hat, reicht eigentlich
auch ein ARP-Beschleuniger. Dazu einfach zwei Ports miteinander
verbinden. Broadcasts (typischerweise ARPs) bringen dann das Loopkabel
zum (virtuellen) Glühen...
Das muß ich mal probieren. Ob sich ein Switch dagegen schützen kann und
ob das von der Eigenschaft "managed" (außer über den Preis) abhängt, ist
mir gar nicht klar. Auf Ethernet-Ebene gibt es ja kein Time-To-Live...
Manche werben ja mit "Broadcast-Storm-Detection".
Eine andere Anwendung für Ethernet am Arduino könnte eine MAC-Overflow
Attack sein, damit man mit EtherReal oder tcpdump mehr zu sehen bekommt.
Ich werde versuchen, die ARP-Bombe per Interrupt zu treiben, damit ich
auch mit 10MBit schneller bin als die meisten anderen Geräte, falls
UIPEthernet das zuläßt.
MAC-Overflow muß ich aber auch noch probieren...
Ich stelle mir sowas in sehr klein vor, d.h. maximal in der Größe eines
USB-Sticks. Wenn man das bei einer Besprechung beim Kunden unauffällig
in einer Dose im Bodentank hinterlässt ... Auweia, mein etwas devianter
Humor erzeugt gerade Kopfkino.
Einen Arduino Mini mit hübsch klein integriertem ENC28J60 gibts bei Ebay
für 10 bis 12 Euro...
Wird dann wahrscheinlich die 3.3V-Variante mit 8MHz sein.
Wie lange das wohl mit 3 AAA-Batterien läuft?
>Ich stelle mir sowas in sehr klein vor, d.h. maximal in der Größe eines>USB-Sticks. Wenn man das bei einer Besprechung beim Kunden unauffällig>in einer Dose im Bodentank hinterlässt ... Auweia, mein etwas devianter>Humor erzeugt gerade Kopfkino.
komischer Humor.
@Bernd: Ich bin mit den Georgen nicht verwandt oder verschwägert, und
meinen Arduino behalte ich. :)
@Schorsch: Ich erwähnte meine Devianz ja schon und ?!?, nein, eine halbe
Stunde ist bei mir ganz sicher nicht genug.
> Ob sich ein Switch dagegen schützen kann und ob das von der Eigenschaft> "managed" (außer über den Preis) abhängt, ist mir gar nicht klar.
Die Managed Switches haben eigentlich immer Spanning Tree (STP)
aktiviert (bzw. aktivierbar), das sowas wirkungsvoll verhindert.
> Manche werben ja mit "Broadcast-Storm-Detection".
Bei einem Switch, den ich damit gesehen habe, war das Netzwerk dann
trotzdem seeehr zäh. Er hat wohl nur ein paar der Broadcasts
weggeworfen...
GANZISCH schrieb im Beitrag #3815167:
> nur für den fall, dass inhalte hier gelöscht werden - was hier stand> offizell - ich habs als pdfs diese seitenbeiträge. also mod, gib dir> keine mühe-die inhalte kommen wieder -wetten dass??? und scheinbar gibts> soviele trottel hier im Forum, dass sie sich das auch downloaden-- naja> - soviel zum thema internetforum..
Kannst du mal aufklären, was du meinst? Und warum dieser Agro-Ton?
Dieser Unfug hier ist Kinderkacke. Wer sabotieren möchte, erreicht mit
weniger mehr. Zusätzlich wird das in den meisten ernst zunehmenden
Firmennetzwerken auch nicht funktionieren, da der Switch den Port
sperrt. Firmen, die mit 9,95 DLink-Schrott arbeiten, ist ehe nicht mehr
zu helfen.
Jemand der sich wirklich mit der Protokollebene beschäftigen möchte,
installiert sich Nemesis und ihm steht damit die Power aller Protokolle
zur Verfügung.
http://insecurety.net/?p=54
Gab es früher auch in Debian Repo.
Vorausgesetzt, er ist intellektuell in der Lage diese Power zu begreifen
und umzusetzen. Dann hat er damit eine potentielle Waffe in der Hand.
Für vieles andere stehen auch Module für Phyton zur Verfügung.
Marek Walther schrieb:> Kannst du mal aufklären, was du meinst? Und warum dieser Agro-Ton?
ABomBastisch = SuperCool = GANZISCH ist einer unserer Forentrolle. Er
regt sich leicht auf...
bei meinen Cisco Kisten verhindert man solche Broadcast Stürme z.B. so
(am Access Interface)
storm-control broadcast level 4.00
storm-control action shutdown
Übersteigen die Broadcasts 4 % des Netzwerkverkehrs, wird das Interface
automtisch disabled
Grüße,
egberto
> Übersteigen die Broadcasts 4 % des Netzwerkverkehrs, wird das Interface> automtisch disabled
Dann ist der Port bis zum naechsten Switchreboot oder einer manuellen
Konfiguration tot.
Klingt auch lustik...
Mit einem kleinen Taschenstoepsel der Reihe nach die Wanddosen
beackern...
Ich werd das wohl mal auf einen von meinen (Hitek-)Comsticks tun
und mit zum $KUNDEN nehmen :-)
... schrieb:> Mit einem kleinen Taschenstoepsel der Reihe nach die Wanddosen> beackern...
Klar. Aber ohne diese Massnahme ist das ganze Netz tot. Mit dieser
Massnahme ein Port nach dem anderen. Du kannst auch mit einer
Schusswaffe durch die Gänge gehen, und deine Kollegen erledigen. Geht
alles, letzteres ist besonders nachhaltig. Strafbar ist beides.
Das geht auch ohne Intelligenz. Brauchst nur ein kurzes Patchkabel. Und
verbindest 2 Ports miteinander. Wenns ein Cisco Switch ist, dann ist
einer der Ports anschliessend genauso tot, weil er bei eigehenden BPDUs
abschaltet.
Man kann diese Massnahmen alle abschalten. Nur löst das kein Problem
sondern verlagert es, macht es schlechter identifizierbar.
egberto schrieb:> bei meinen Cisco Kisten verhindert man solche Broadcast Stürme z.B. so> (am Access Interface)>> storm-control broadcast level 4.00> storm-control action shutdown
Das Programm von oben "ARP-Bombe" sollte sich damit nicht beeinflussen
lassen. Es wird ja kein broadcast storm ausgelöst. Er beantwortet nur
alles anfragen und das ist mehr oder weniger normal.
Man müsste einstellen, das an den Port nur eine MAC zugelassen ist.
Peter II schrieb:> Man müsste einstellen, das an den Port nur eine MAC zugelassen ist.
Geht ja auch, zumindest bei besseren Switches. Nur hat man es dann
solchen Idioten zu verdanken, wenn der Verwaltungsaufwand steigt, der IT
Betrieb teurer wird und die Anwender für jeden Kleinscheiss einen Admin
brauchen, weil sie ohne den ihren PC nicht mal in die Anschlussdose
daneben stecken können.
An mögliche Nachahmer: Wenn die betroffene IT-Abteilung etwas taugt,
dann habt ihr recht bald einen Admin an der Backe, mit rechtlichen
Folgen. Mit Netzmanagement fliegt das nämlich schnell auf. Also macht
das lieber beim Freund oder zu Hause. Das gibt dann bloss Haue.
... schrieb:> Mit einem kleinen Taschenstoepsel der Reihe nach die Wanddosen> beackern...>> Ich werd das wohl mal auf einen von meinen (Hitek-)Comsticks tun> und mit zum $KUNDEN nehmen :-)
Dann nimm noch das Ding auf dem angehängten Foto mit und mach die
Schuko-Dosen auch gleich aus. Dann können wir wetten ob der Admin
schneller ist oder der Hausmeister...
(das Bild ist von Conrad Electronic)
A. K. schrieb:> An mögliche Nachahmer: Wenn die betroffene IT-Abteilung etwas taugt,> dann habt ihr recht bald einen Admin an der Backe, mit rechtlichen> Folgen.
wie so rechtliche folgen, es war einfach ein Software fehler - kann ja
mal passieren ...
> Mit Netzmanagement fliegt das nämlich schnell auf.
Auch ohne Netzmanagement merkt man das, dann es geht ja nichts mehr.
Es gibt verschiedene Lösungen für das Problem. Man muss dabei allerdings
immer bedenken, dass die Kanonen für die Spatzen auch groß genug sind.
In kleinen Firmen werden von mir meistens einfache 1G Switche mit
Looperkennung eingesetzt. Die bieten für solch einen Angriff sicherlich
keinen Schutz, dafür werden immer nur die Dosen gepatcht, die auch
extern beschaltet sind. Also muss der Angreifer immer schön unter den
Tischen der Damen rumkrabbel und für den Angriff einen PC abziehen. Ist
zwar nicht perfekt, aber günstig und effektiv.
Dann gibt es in größeren Unternehmen halt HP Procurve oder Cisco
Switche, die auch solche Angriffe auf Layer 1 und 2 erkennen und
betroffene Ports deaktivieren. Auch solches ARP-Response-Flodding kann
von manchen Switchen erkannt werden, da diese i.d.R lernen wer an
welchem Port hängt oder das sinnlose Fluten und Spoofing generell
unterbinden. Das die Ports dann nacheinander aussteigen ist i.d.R auch
kein Problem, da der Switch das mittels SNMP an seinen Admin vom Dienst
petzt. Mit einer aktuelle Netzwerkkarte(Plan) und der Reihenfolge der
ausgefallenen Dosen sollte sich dann auch der Weg des Angreifers
nachverfolgen lassen. Die Ports müssten sich auch per CLI, SNMP oder
Webinterface wieder aktivieren lassen.
Die nächste Eskallierungsstufe wäre dann die Switche mit Radius zu
betreiben und nur Clients die sich authentifizieren konnten den Zugriff
auf das Netzwerk zu erlauben. Klappt aber wohl nur mit Windows Clients
und der Switch muss dann auch ein DHCP-Relay bereitstellen.