edelstahlrohr magnetisch

Gast #3821312
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Hallo zusammen,

bin auf der Suche nach magnetischen Edelstahlrohren. Kennt jemand 
magnetische Edelstahlsorten, die in der Rohrfertigung gängig sind. Ich 
habe bisher 1.4462 und 1.4521 gefunden. Über weitere wäre ich dankbar.

Grüße,

Holger
Gast #3821387
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... schrieb:
> Ich hab seit der Schule damals nicht kapiert was der unterschied
> zuwischen Eisen und Stahl ist. Wegen den paar verunreinigungen ists doch
> immernoch alles Eisen.

Eisen ist eben Eisen und Stahl eine Eisenlegierung. Man will die 
Materialeigenschaften von Eisen bewußt verändern indem man es gezielt 
verunreiningt. Bei Stahl ist das vornehmlich Kohhlenstoff.

Der eine oder andere kann sich sicherlich noch an den Begriff 
Eisen-Kohlenstoff-Diagramm erinnern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eisen-Kohlenstoff-Diagramm
Gast #3821390
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... schrieb:
> Ich hab seit der Schule damals nicht kapiert was der unterschied
> zuwischen Eisen und Stahl ist. Wegen den paar verunreinigungen ists doch
> immernoch alles Eisen.
Reines Eisen (Fe) ist kaum zu gebrauchen. Das kann man mit der Hand 
zerbröseln. Durch Anreicherung mit Kohlenstoff wird daraus Stahl. 
Weitere Zusätze wie Chrom, Mangan oder Molypdän beeinflussen die 
Eigenschaften des Stahls in Hinblick auf Härte, Festigkeit oder 
Schmiedbarkeit uva. Mehr.
Moderator Persönliche Seite #3821412
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0815 schrieb:

> Also man lernt nie aus ;-) Auch das hier bezüglich Waschtrommeln ist mir
> neu:
>
> Torsten Schwalm schrieb:
>> Die sind auch nicht aus Edelstahl, sondern nur verchromt.

Das ist auch nicht neu sondern falsch :-)

Ich hatte schon einige Trommeln aus alten Waschmaschinen für 
Feuertonnen/Drumsmoker in der Hand - da war das definitiv Edelstahlblech 
und problemlos schweißbar/schleifbar, ohne irgendwelche abplatzenden 
Beschichtungen.

Bei der Belastung erscheint mir eine Beschichtung auch wenig sinnvoll - 
und preiswerter in der Herstellung wohl kaum.

Auch Edelstahl kann rosten - das ist also kein Indiz gegen Edelstahl.
Gast #3821427
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0815 schrieb:
> netdieter schrieb:
>> Reines Eisen (Fe) ist kaum zu gebrauchen. Das kann man mit der Hand
>> zerbröseln.
>
> Also man lernt nie aus ;-) Auch das hier bezüglich Waschtrommeln ist mir
> neu:
>
> Torsten Schwalm schrieb:
>> Die sind auch nicht aus Edelstahl, sondern nur verchromt.

Aber netdieter hatte trotzdem Recht. Vielleicht ein klein wenig 
übertrieben ("in der Hand zerbröseln"), aber im Prinzip richtig. Reines 
Eisen ist sehr spröde, es zerspringt sehr schnell bei Stößen, beim 
runterfallen usw. Deswegen gibts ja auch die vielen verschiedenen 
Legierungen namens "Stahl", weil durch die Beimischungen die 
Eigenschaften des Eisens so verändert (verbessert) werden, daß das 
Produkt dann bestimmte Voraussetzungen erfüllt.
Gast #3821467
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Hallo,
naja ich würde sagen weils wir ja nicht brauchen.
Meinst du aus Bronze oder aus der Gesamtheit der Materiallien?
Man könnte natürlich jetzt mit modernen Systemen und zu viel Geld für 
ein  Hobby eine "moderne" Sperrspitze entwickeln.

Was wurde länger verwendet Eisen-basierte Legierungen für Sperrspitzen 
oder Bronze Legierungen?
MfG
ich
Gast #3821469
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0815 schrieb:
> npn schrieb:
>> Vielleicht ein klein wenig
>> übertrieben ("in der Hand zerbröseln"), aber im Prinzip richtig.
>
> Weil Eisen soo brüchig ist, haben die Leute am Anfang der Eisenzeit auch
> ihre Meissel aus Kupfer weggeschmissen ;-)

Du verwechselst Eisen mit dem damals verwendeten "Schmiedeeisen". Das 
war aber kein reines Eisen, sondern wurde schon durch Erhitzung und 
Schmieden, wie der Name sagt, im Kohlenstoffgehalt gesenkt. Nur dadurch 
konnte man damals Werkzeuge herstellen.
Wenn du einen Meißel aus reinem Eisen hättest, dann möchte ich den nicht 
in der Hand halten, wenn du mit dem Hammer draufhaust :-)
#3821643
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Klarstellung (auch wenn es teilweise schon erwähnt wurde):

1. Die Definition für Stahl variiert im Laufe der Zeit etwas, derzeit 
wird damit i.W. jede Eisenlegierung bezeichnet, die unterhalb des 
Schmelzpunkts umgeformt werden kann (z.B. durch Schmieden, Walzen, ...).
Häufig ist auch die Definition "Eisenlegierung mit weniger als 2.06% 
Kohlenstoff", was meist aus Gleiche rausläuft.

2. Edelstahl ist Stahl mit einem besonderen Reinheitsgrad - was 
manchmal, aber nicht immer mit Korrosionsfreiheit einhergeht, und die 
wiederum auch von der Umgebung abhängt.

3. Von einem Magneten werden Stahlteile (ebenso wie Eisenteile) 
angezogen, wenn sie intern eine ferritische Struktur haben.
Reines Eisen hat das, die meisten Stähle auch.
Nicht dagegen austenitische Stähle.
Die gängigsten Edelstähle sind austenitisch wegen des enthaltenen 
Nickels (z.B. 1.4301 (X5CrNi18-10), früher V2A, mit ca. 18% Cr und 10% 
Nickel).
Es gibt aber auch ferritische, die haben dann weniger Nickel und kleben 
entsprechend an einem Magneten.

Steht auch alles bei Wikipedia und anderswo...
http://de.wikipedia.org/wiki/Edelstahl
Gast #3822169
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Wir hier sollten uns hier hüten, Definitionen zu erstellen.
Stahl ist der Oberbegriff für jede Art legiertes Eisen.
Es gibt tausende Sorten und die Übergänge sind fließend.
Im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm ist vor allem die Stelle interessant, wo 
drei Linien aufeinandertreffen und da noch einmal ein kleines Dreieck 
bilden.
In manchen Darstellungen ist das in einer art Lupe herausgezoomt.
Da spielt sich fast alles ab.
Edelstahl - ist ein landläufiger Begriff für Stahl der nicht rostet.
Technisch und wissenschaftlich hat er keine Bedeutung.
Und ich kenne auch Schrott-Buben, die nur etwas als Edelstahl annehmen, 
wenn es nicht magnetisch ist. Sie wissen es einfach nicht besser.
#3822327
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Michael_ schrieb:
> Wir hier sollten uns hier hüten, Definitionen zu erstellen.

tja, wäre in diesem Fall besser gewesen.

> Stahl ist der Oberbegriff für jede Art legiertes Eisen.

Nein.

> Es gibt tausende Sorten und die Übergänge sind fließend.

ach was!

> Im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm ist vor allem die Stelle interessant, wo
> drei Linien aufeinandertreffen und da noch einmal ein kleines Dreieck
> bilden.

Wenn man nur Eisen unf Kohlenstoff hat, ja.
In der Praxis nicht immer der Fall.

> In manchen Darstellungen ist das in einer art Lupe herausgezoomt.
> Da spielt sich fast alles ab.

Naja...

> Edelstahl - ist ein landläufiger Begriff für Stahl der nicht rostet.

Im Hausfrauendeutsch: ja.
Sonst nicht.

> Technisch und wissenschaftlich hat er keine Bedeutung.

Gut zu wissen, dann schmeisse ich meine Vorräte besser weg?
Gast #3822349
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netdieter schrieb:
> Reines Eisen (Fe) ist kaum zu gebrauchen. Das kann man mit der Hand
> zerbröseln. Durch Anreicherung mit Kohlenstoff wird daraus Stahl.

Das ist falsch!

Reines Eisen ist weich und biegsam, nicht zu verwechseln mit Roheisen, 
denn das hat ca. 6% Kohlenstoffanteil und ist spröde und bricht schnell. 
Gusseisen besitzt einen Kohlenstoffanteil von ca. 2-3% mit wenigen 
Zusatzelementen wie Mangan.
#3823272
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Eisen gibt es in der Apotheke.

Ansonsten Gusseisen oder Stahl.

Zum Magnetismus bei rostfreien Stählen: Komplexe Sache,
ich war mal in einem Betrieb, da wurden Vakuumkammern für
Neutronenbeschleuniger aus Blechen geschweißt.
( Rechteckiger Querschnitt, Ringförmig. )

Unmagnetisches Material, dennoch war jedes fünfte oder sechste
Fertigteil dann doch magnetisch und damit unbrauchbar.
Die Ursache konnte nie ermittelt werden.
( Selbst Bleche aus der gleichen Charge zeigten unterschiedliche
Ergebnisse. )

Grüße Bernd
Gast #3823743
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Um mein altes Wissen von vor 40 Jahren wieder aufzufrischen, hab ich 
mein Lehrbuch, den Racho/Krause hervorgekramt. Stand 1972.
- Reineisenwerkstoffe --- Weicheisen
- Eisenknetwerkstoffe --- Stahl
- Eisengußwerkstoffe  --- Gußeisen, Gußstahl

Harald Wilhelms schrieb:
>> Stahl ist der Oberbegriff für jede Art legiertes Eisen.
>
> Aha, also ist Gusseisen auch Stahl?
Gut, die Grenze ist bei 2,06% für Stahl. Bei weniger ist es Gußstahl.

Bernd Funk schrieb:
> Unmagnetisches Material, dennoch war jedes fünfte oder sechste
> Fertigteil dann doch magnetisch und damit unbrauchbar.
> Die Ursache konnte nie ermittelt werden.
> ( Selbst Bleche aus der gleichen Charge zeigten unterschiedliche
> Ergebnisse. )

Das hat sicher etwas mit der Curier-Temperatur zu tun gehabt.

Das Buch Racho/Krause Werkstoffe der Elektrotechnik ist lesenswert. Ich 
hab gar nicht geglaubt, was ich alles vergessen habe :-(
An den Grundlagen hat sich nichts geändert.
#3823788
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Bernd Funk schrieb:
> Unmagnetisches Material, dennoch war jedes fünfte oder sechste
> Fertigteil dann doch magnetisch und damit unbrauchbar.
> Die Ursache konnte nie ermittelt werden.
> ( Selbst Bleche aus der gleichen Charge zeigten unterschiedliche
> Ergebnisse. )

Kaltverfestigung?
Siehe z.B. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Edelstahl#WNr._1.4310_.28X10CrNi18-8.2C_fr.C3.BCher_X12_CrNi17_7.29.2C_AISI_301

Das unterschiedliche Verhalten könnte von der Temperatur oder Verformung 
längs oder quer zur Walzrichtung kommen.

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