Flachdichtung - welcher minimale Anpressdruck für welchen Innendruck nötig?

Gast #3824215
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Möchte eine Flachdichtung (EPDM) zwischen zwei planen Metallflanschen 
nutzen, und frage mich nun, welcher Anpressdruck theoretisch minimal 
nötig ist. Die Dichtung hat ca. 10x mehr Auflagefläche, als 
druckbelastete Fläche. Kann man zumindest in der Theorie von 1/10 des 
Innendrucks als Anpressdruck ausgehen, mal dem Reibungskoeffizienten 
(Stahl/Gummi)? Oder muss der Anpressdruck auch theoretisch höher sein. 
Daß man praktisch mit deutlich höherem Anpressdruck arbeiten wird ist 
klar, möchte das theoretische Minimum wissen. Bitte also keine 
pauschalen Antworten nach der Art "immer bombenfest anziehen!" ;-)

Beispiel wäre 10 bar Innendruck, wirkend auf 1mm Dichtungshöhe, gegen 1 
bar Anpressdruck, wirkend auf 10mm Dichtungsbreite. Wobei der 
Reibungskoeff. natürlich noch mit einspielt. Reicht das theoretisch?
Gast #3824257
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Lötpunkt schrieb:
> im
> Prinzip sind da ja auch flache Dichtungen zwischen planen Metallflächen
> verbaut.

Interessant ist der Artikel zwar, aber es geht dort um übliche 
Dichtungswerkstoffe. Die sind ja doch ganz anders als EPDM. Vor allem 
aber sind das übliche Richtwerte, und die sind gut und gern 10 oder 100x 
höher als theoretisch benötigt. Auf EPDM kann man solche Drücke kaum 
ausüben, das zerbröselt. Dafür hat dieses material deutlich höhere 
Reibung auf Stahl.
Im geplanten Anwendungsfall sollen die Bolzen möglichst von Hand 
angezogen werden (Sterngriffe), weil der entsprechende Flansch oft 
geöffnet werden soll.
Die Frage zielt echt auf die theoretisch nötigen Minimalkräfte ab, um 
einschätzen zu können, ob das Ganze unter idealen Bedingungen überhaupt 
funktionieren kann.
Sicherheit spielt keine Rolle, nur die Machbarkeit.
Gast #3824350
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Also daß die Anpresskraft der Dichtung höher sein (und bleiben) muss, 
als die Schubkraft des Drucks im Innenraum, das ist klar. Das wäre aber 
bei angenommenem Größenverhältnis 1:10 zwischen Dichtungsfläche und 
Dichtungshöhen-Fläche schon bei 1/10 Anpressdruck der Fall 
(Reibungskoeffizienten mal noch ausgenommen). Das wäre dann das absolute 
Minimum, darunter funktioniert logischerweise keine Dichtung.

Mal angenommen, das Medium übt auf die Innensete der Dichtung eine 
Gesamtkraft von 10N aus, und die Anzugskraft auf den Dichtungsring 
beträgt 12N, dann könnte das theoretisch doch schon halten (aufgrund der 
hohen Reibung von Gummi auf Stahl evtl. sogar schon früher). Bei einem 
Verhältnis Dichtungshöhe zu Dichtungsbreite von 1:10 bräuchte man also 
tatsächlich schon nur ca. 1/10 des Drucks des Mediums als Anpressdruck. 
Fragt sich nun aber, was passiert an der inneren Fläche der Dichtung? 
Hier liegt ja ggf. der 10fache Druck an (nicht aber die 10fache Kraft). 
Bahnt dieser Druck sich zwangsläufig einen Weg zwischen Flansch und 
Dichtung, oder nicht?
Selbstverständlich ist das ein Extremfall, und nur ein Rechenbeispiel.
Praktisch würde ich von dieser theoretischen Rechnung so weit wie 
möglich Abstand halten.

Werde wohl um einen realen Test nicht herumkommen?

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