einfacher Preselector Nachbau

#3827928
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guten Morgen allerseits,

als Wochenendprojekt für einen DVBT Stick mit Konverter aber auch 
vielleicht für mein IC 706 (nur rx) wollte ich mir einen Preselektor 
nach diesem Vorschlag bauen.....

http://www.vfo-magazin.de/2008/03/preselektor-mit-wenig-aufwand-viel-erreichen/


Bei L4 und L5 komm ich allerdings nicht so recht weiter bezüglich
der Auswahl der Ferrit Kerne, weil ich speziell auch im Bereich Funkuhr
hören möchte. Ich brauch die Induktivität 270 und 3100 uH.
Frage also, welcher Kern wäre wohl am besten dafür geeignet unter 
Berücksichtigung der nötigen Windungszahl?

Dankeschön

Klaus
Gast #3828351
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Ein bewährter Preselector ist der BCC Preselektor" :

www.bavarian-contest-club.de/projects/presel/presel.pdf

Die Besonderheit: als Selektionsmittel werden für 5 Ohm berechnete 
Serienkreise verwendet. Am Ein- und Ausgang ist deshalb ein 1:10 Trafo, 
der auf die 5 Ohm Umgebung transformiert.

Die Schaltung ist schon tausendfach nachgebaut und bringt hervorragende 
Selektion bei hoher Großsignalfesigkeit. Das vereinfachte 
Prinzipschaltbild hängt an.
Angehängte Dateien:
Gast #3828866
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R. Freitag schrieb:
> Zu welchem Zweck transformiert man das herunter?
> Und warum nimmt man nicht einen Paralellkreis?

Das ist eine Frage der Kreisgüte, die wiedrum die Banbreite bestimmt.

Die 5-Ohm-Umgebung macht es möglich, daß man in einem Serienkreis mit 
der von ihm verwendeten Drehkokapazität und den dazu gehörigen Spulen 
eine genügende Trennschärfe erreicht! Denn die 5 Ohm bedämpfen den 
Serienkreis! Wollte man so etwas direkt in einem 50-Ohm-Weg bauen, 
müßten die Spule und auch der Drehko im Blindwiderstand ebenfalls um den 
Faktor 10 höher sein. Die Beämpfung des Serienkreises ist in einer 50 
Ohm Umgebung 10 Mal höher als in der 5 Ohm Umgebung. Die Selektion auch 
entsprechend besser.

Das kann man auch gut in einer Simulation sehen,wenn man die Selektion 
einmal mit 50 Ohm und zum Vergleich mit 5 Ohm anschaut.
Angehängte Dateien:
Gast #3829394
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R. Freitag schrieb:
> Analog dazu müsste bei einem Paralellkreis hochtransformiert
> werden? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
>
> Gruss
>
> Robert

Das hasr du im Prinzip richtig verstanden. Es geht darum, den belasteten 
Kreis wenig zu bedaempfen. Nur verhält sich ein hochohmiger 
Parallelkreis viel ungünstiger,  wenn man ihn auf 50 Ohm anpassen muss.
Gast #3831041
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Klaus B. schrieb:
> kann ich dann nicht mit einer Drahtstärke auskommen? Es gibt ja keine
> Leistungen zu transformieren?

Sicher kann man das. Größere Drahtdurchmesser sind bei höheren 
Frequenzen wegen des Skin-Effektes allerdings etwas vorteilhafter als 
dünne Drähte.
Um beste Güten auf einem Ringkern zu erreichen sollte man den Ringkern 
gleichmäßig zu 90% bzw. über 320 Grad bewickeln:

http://www.kitsandparts.com/howtowindtoroidswithoutpain.php

Als Ein- und Ausgangstrafos kann man auch einen industriellen Übertrager 
von Minicircuits verwenden. Z.B. den T-622:

http://217.34.103.131/pdfs/T-622.pdf

Grüße
#3844798
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moin moinsen,

so, der BBC Presel ist in der fertigungs Phase.
Macht Spass, insbesondere das Wickeln der Kerne.
Erinnert ein bischen ans Häkeln.

Die Stufenschalter sind ja noch bequem zu haben, aber beim Folientrimmer 
siehts schon mager aus. Wo bekomme ich so ein passendes Exemplar?
Nach 2 Tagen Suche, habe ich nichts finden können....
#3844904
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hmmmm,

da war ich wohl zu naiv, anzunehmen ich könnte genau den dort 
(tausendfach) verbauten bekommen. Jetzt muss ich wohl tatsächlich 
"irgend einen" nehmen.
Schade, denn die Frontplatte lässt ja zumindest mechanisch nicht jeden 
beliebigen zu.
Wenn man nur noch teure Vintage Drehkos bekommt, dann wäre zu prüfen ob 
der  Einsatz von Kapazitätsdioden eine Option wäre.
Aber ich glaube Oppermann hat gerade was im Angebot.....
Gast #3844944
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Klaus B. schrieb:

> Wenn man nur noch teure Vintage Drehkos bekommt, dann wäre zu prüfen ob
> der  Einsatz von Kapazitätsdioden eine Option wäre.
> Aber ich glaube Oppermann hat gerade was im Angebot.....

Kapazitätsdioden sind für einen hochwetigen Preselektor vollkommen 
ungeeignet. Damit versaust du dir genau den Effekt, den du mit dem 
Preselector erreichen willst, nämlich die Verbesserung des 
Grosssignalverhaltens eines Empfängers.

Kapazitätsdioden bergen im Frontend immer die Gefahr von 
Intermodulationsprodukten. Das ist doch gerade der Grund, warum man in 
dem BCC-Preselector einen passiven Drehkondensator und großzügig 
dimensionierte Ringkernspulen nimmt.

Bei Pollin gibt es für 4,95 Euro einen RFT-Tuner mit Doppeldrehko. Tuner 
wegwerfen und Drehko verwenden. Schnell zugreifen, solange Vorrat 
reicht, billiger kommt man an keinen Drehkondensator.

http://www.pollin.de/shop/dt/Mzc5ODkzOTk-/HiFi_Car_HiFi_Video_TV/HiFi/Ersatzteile/FM_Tuner_RFT_4413_13_02.html
Gast #3845015
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> Kapazitätsdioden sind für einen hochwetigen Preselektor vollkommen
> ungeeignet. Damit versaust du dir genau den Effekt, den du mit dem
> Preselector erreichen willst, nämlich die Verbesserung des
> Grosssignalverhaltens eines Empfängers.


ok, Kelvin...das ist genau die Info die ich (nicht) hören wollte.  ;-)
Von der dazu nötigen Spannungsversorgung ganz zu schweigen.

Ausserdem, ich hab ja einen mit 500pF aber weiß nicht wo....gerade 
umgezogen..
Gast #3845198
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sven schrieb:
> Vor einem DAB Stick oder einem IC706 sind Varicaps im Preselektor doch
> OK.

Wie begründest du diese Annahme?

Was der Preselector verkraften können muss, bestimmt doch die Antenne 
und nicht der nachgeschaltete Empfänger? Maßgeblich sind doch die 
Summenpegel von der Antenne am Preselector, die selektiert werde müssen. 
Und mit einigen Metern Draht kann da Einiges zusammenkommen.

Was nützt daher Preselector, der wegen Varicaps selber anfällig gegen 
Intermodulation ist - nichts!
Gast #3847115
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sven schrieb:
> Wenn der Drehko abweichen Werte hat ist auch nicht tragisch, dann passt
> Du die Spulen an.

Von derartigen Ratschlägen ist dringend abzuraten!
Denn für die korrekte Impedanz des 5 Ohm Filters ist das L/C Verhältnis 
maßgeblich. Und das kann ich nicht verändern, ohne die 
Selektionseigenschaften und die Anpassung des gesamten Preselectors zu 
verändern.

Was ich bei diversen Nachbauten des BCC Preselectors festgestellt habe 
ist, dass man je nach Bauart der Ein- und Ausgangstrafos erforderlich 
werden kann, die Kompensations Cs etwas zu variieren, um bestmögliche 
Anpassung und Selektion zu erreichen.

viel Erfolg
Gast #3849870
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foo schrieb:
> Wohl eher ein 1:3 Trafo um von ca. 5 Ohm auf annähernd 50 Ohm zu
> kommen...

Um auch die Krämerseelen zu befriedigen, kann man sich ja darauf 
einigen, dass es sich vorn um einen 9:1 und hinten um einen  1:9 
Impedanztrafo handelt, die die Selektionsumgebung von 50 Ohm auf 
5,555555555555555555.... Ohm und zurück transformieren.

Für die Funktion simd die Kommastellen eh wurscht.
#3850101
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foo schrieb:
> Wohl eher ein 1:3 Trafo um von ca. 5 Ohm auf annähernd 50 Ohm zu
> kommen...

Um auch die Krämerseelen zu befriedigen, kann man sich ja darauf
einigen, dass es sich vorn um einen 9:1 und hinten um einen  1:9



moin Kelvin,

1:3   9:1  1:9     ???

.....von Minicircuits verwenden. Z.B. den T-622:

weiter oben hattest Du die 1:1:1  Übertrager von Minicircuits empfohlen.
wie kommen die denn von 50 auf 5 Ohm und wieder zurück?
Gast #3850150
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Klaus B. schrieb:
> weiter oben hattest Du die 1:1:1  Übertrager von Minicircuits empfohlen.
> wie kommen die denn von 50 auf 5 Ohm und wieder zurück?

Klaus B. schrieb:
> 1:3   9:1  1:9     ???
>
> .....von Minicircuits verwenden. Z.B. den T-622:
>
> weiter oben hattest Du die 1:1:1  Übertrager von Minicircuits empfohlen.
> wie kommen die denn von 50 auf 5 Ohm und wieder zurück?


Einfach zur Erinnerung das Prinzipschaltbild nochmal vor Augen halten:
Beitrag "Re: einfacher Preselector Nachbau"

Dann Grundlagen HF-Auto-Trafo verinnerlichen:
http://217.34.103.131/app/AN20-001.pdf

Ein Trafo mit dem Windungsverhältnis 3:1 tranformiert die Impedanz im 
quadratischen Verhältnis der Windungszahl, also 9:1

dadurch:
T1 im Schaltbild transformiert 50 auf 5,555.... Ohm
T2 im Schaltbild transformiert 5,5555... Ohm auf 50 Ohm
Der Serienkreis C1/L1 dazwischen ist vom L/C Verhältnis auf 5,5 Ohm 
optimiert.

Die Kondensatoren C2 und C3 kompensieren die Wicklungsinduktivität

Zu deiner zweiten Frage:
Der T-622 Trafo von Mini-Circuits besteht aus drei Trifilar gewickelten 
Wicklungen, die ich je nach äußerer Verschaltung zu einem 1:9 bzw. 9:1 
(Impedanz) Trafo wie im Prinzipschaltbild zusammenschalten kann.

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