Hallo,
die Auswahl von Induktivitäten ist tatsächlich nicht immer ganz einfach.
Deshalb ein paar Hinweise zur Auswahl.
Je nach Anwendung gibt es 2 Arten von Indutivitäten
1) Zur Entstörung, als EMI-Filter gegen hohe Frequenzen.
Diese haben eine eher geringe Güte und damit rel. hohe Kernverluste.
Das Ziel ist es, hohe Frequenzen im Kern durch Ummagnetisierungsverluste
in Wärme zu verbraten. Solche Drosseln eigenen sich nicht als
Speicherdrosseln.
2) Speicherdrosseln und Filterinduktivitäten
Diese haben bevorzugt eine hohe Güte und entsprechend geringe Verluste.
Bei Speicherdrosseln ist außerdem die Strombelastbarkeit zu beachten.
Dazu wurde ja schon was geschrieben.
Der Strom darf nicht zu hoch werden, weil sonst das Kernmaterial in
Sättigung geht und damit die Induktivität und auch die Güte stark
absinken.
Damit geht der Wirkungsgrad des Schaltwandlers flöten.
Bezüglich des Kerns muß man bei Speicherdrosseln prüfen, das dieser für
die verwendeten Nutzfrequenzen geeigent ist.
Wenn der Kern nur für Frequenzen bis 250KHz gedacht ist, sollte man es
nicht für Schaltungen mit Frequenzen im MHz-Bereich benutzen.
Die angebenen Induktivitäten von Regler-Chips sind meist als Mindestwert
zu verstehen. Höhere Induktivitäten sind in der Regel von Vorteil.
Damit hat man am Ausgang z.B. weniger Rippel.
Bezüglich der Bauform sind Ringkerne als Speicherdrossel vorteilhaft,
weil diese wegen ihrer Bauform das geringste Steufeld haben und somit am
wenigsten auf auf andere Schaltungsteile einwirken. Es gibt zwar auch
noch spezielle magnetisch geschirmte Drosseln, aber die sind eher nicht
Standard.
Du kannst dir auch eine Drossel aus einem passenden Ringkern selber
wickeln, falls keine passende fertige Drossel zur Verfügung steht.
Die Induktivität ergibt sich aus dem AL-wert des Kerns und der
http://de.wikipedia.org/wiki/Induktivit%C3%A4t#Bestimmung_der_Induktivit.C3.A4t_mittels_AL-Wert
Wicklungszahl. Der Drahtdurchmesser sollte natürlich dem Strom angeüast
sein.
Gruß Öletronika