Energie aus einem Dauermagneten herausholen

Gast #3830383
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Hallo zusammen,

Hab auf Youtube etwas gefunden was ich mir nicht so ganz erklären kann.
Da wird anscheinend aus dem Magnetfeld eines Neodym-Magneten Strom 
erzeugt.

Wie soll das genau funktionieren?

Im Videotitel steht was von "freier Energie", womit bestimmt die 
gebundene Energie in dem Magneten gemeint ist.
http://www.youtube.com/watch?v=cTowOHDeB5Y

Ist sowas überhaupt möglich ohne bewegliche Teile zu verwenden?
Oder alles nur fake und esoterischer Blödsinn?

Leider habe ich keinen alten Trafo den ich für den Versuch opfern 
könnte.

Gruß
Gast #3830391
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Eine der elementarsten Erkenntnisse in der Elektrotechnik ist:
Bewegt sich ein el. Leiter durch ein Magnetfeld, wird eine Spannung 
induziert. Das ganze folgt demokratischen Gesetzmäßigkeiten:
Also es ist dem Leiter egal, ob das Magnetfeld von einem Elektromagneten 
oder einem Festmagneten notfalls auch von der Erdkugel generiert wurde. 
Also auch von einem XYZ-Magneten.
Gast #3830442
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> Da wird anscheinend aus dem Magnetfeld eines Neodym-Magneten Strom
> erzeugt.
Man könnte aus Trafo und Kondensatoren einen Schwingkreis aufbauen,
 der Neodym-magnet hat jedoch nur esotherische bedeutung(eventuel als 
abstandshalter um den Schwingkreis abzugleichen). Mit dem Schwarzen 
Kasten (in dem dann eine Akku drin ist) Gibt man einen impuls in den 
Schwingkreis.
Ich könnte mir vorstellen daß man damit ne LED nen paar Sekunden 
leuchten lassen kann, ne Glühlampe wohl eher nicht.
Hab mir die Schaltung jetzt aber auch nicht angekuckt, ist aber auf 
jedenfall Dummenfängerei.
#3830609
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Wir hatten mal folgenden Erfinder am Tisch sitzen:

Man hat 2 supraleitende Magnetspulen, die sich koaxial gegenüberstehen. 
In einer Magnetspule befindet sich ein Eisenkern.

Zu Beginn wird die Spule hochgefahren, in der der Eisenkern NICHT ist, 
die andere Spule ist feldfrei.

Folge: Der Eisenkern wird in die Spule mit dem ansteuigenden Magnetfeld 
gezogen.

Danach wird der Strom in dieser Spule runtergefahren und dafür wieder in 
der anderen Spule hoch.

So wandert der Eisenkern hin- und her und über eine Pleuelkonstruktion 
kann man die mechanische Energie herausholen....

Was sagt IHR dazu?

Da die Magnetspulen supraleitend sind, treten ja keine ohmschen Verluste 
bei der Magnetfelderzeugung auf - so war das Argument...
#3830623
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Icke ®. schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>> kann man die mechanische Energie herausholen...
>
> ...die somit dem System entzogen wird. Der Energieerhaltungssatz läßt
> sich auch von Supraleitern nicht austricksen. Von Reibungsverlusten in
> der Mechanik reden wir gar nicht erst.

Schon klar, das Problem war, dies dem honorigen Erfinder zu erklären. 
Die Frage, die kam, war dann "Wo entziehe ich Energie, wenn ich doch nur 
den Strom umpole?"
#3831206
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J. Ad. schrieb:

> So wandert der Eisenkern hin- und her und über eine Pleuelkonstruktion
> kann man die mechanische Energie herausholen....
>
> Was sagt IHR dazu?
>
> Da die Magnetspulen supraleitend sind, treten ja keine ohmschen Verluste
> bei der Magnetfelderzeugung auf - so war das Argument...

Den Strom umpolen bedarf Energie. Und auch Supraleitende Magneten haben 
Streufeld-verluste.
Was die da gebaut haben ist letztlich ein Motor um Strom in 
Pendelbewegung umzuwandeln..
#3831262
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Fabian F. schrieb:

> Was die da gebaut haben ist letztlich ein Motor um Strom in
> Pendelbewegung umzuwandeln..

Ja, sowas habe ich in meiner elektronischen Uhr auch. Der Strom-
verbrauch ist anscheinend wirklich sehr gering, da eine Batterie
ein bis zwei Jahre hält. Das Funktionsprinzip beruht übrigens auch
auf "Energie aus einem Dauermagneten herausholen". :-)
Gruss
Harald
#3832356
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Fabian F. schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>
>> So wandert der Eisenkern hin- und her und über eine Pleuelkonstruktion
>> kann man die mechanische Energie herausholen....
>>
>> Was sagt IHR dazu?
>>
>> Da die Magnetspulen supraleitend sind, treten ja keine ohmschen Verluste
>> bei der Magnetfelderzeugung auf - so war das Argument...
>
> Den Strom umpolen bedarf Energie. Und auch Supraleitende Magneten haben
> Streufeld-verluste.
> Was die da gebaut haben ist letztlich ein Motor um Strom in
> Pendelbewegung umzuwandeln..

...das sind aber Randeffekte!
#3833225
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Fabian F. schrieb:
> Randeffekte von was? Welchen Sinn soll den die Konstuktion haben
> außer
> das das Pleul hin und her bewegt wird?

Das Pleul soll dann ein Rad drehen, welches Arbeit verrichet.

So soll aus dem System endlos Energie entnommen werden.

Randeffekte: Effekte, die zwar auch eine Rolle spielen, aber nicht das 
Prinzip als fehlgedacht entlarven.
#3834166
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Das ist ein ähnliches Gedankenmodell wie "einfach das Feld eines 
Permanentmagneten z.B. mittels einer rotierenden, teilweise magnetisch 
abschirmenden Blende modulieren und mittels Spule den Wechselstrom 
ernten". Wird nicht funktionieren weil besagte Blende sich eben nicht 
in einem Magnetfeld drehen lässt ohne dass man zusätzliche Kraft 
aufwenden muss.

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