Wo gibt es eigentlich Arbeitsplätze, die für die klassischen
Klischee-Nerds geeignet sind?
Ich meine damit:
* Unbefristet und geeignet für Nerds die weder mobil noch flexibel sind.
* Viele studentische Freiheiten, Telearbeit möglich, freie
Zeiteinteilung und relative freie thematische Gestaltung, hauptsächlich
Innovations- und Forschungsbezogen.
* Lange Haare, Tatoos, Jogginghosen sind kein Problem
* Kein direkter Kundenkontakt
* Viele Gleichgesinnte
* Bezahlung sollte halbwegs passen. (mehr als Hartz 4)
Hi Nerd!
was ich weiss, frag mal DrTech in Wien, der ist dort im Management einer
solchen Firma. Der lässt den Jungs viele Freiheiten, solange ihre Arbeit
stimmt.
Ist irgendwas mit Optimierung von Industrieprozessen (Stahl/Energie/auch
Finanzbranche)...
Wen man seinen Namen erwähnt, erscheint er normalerweise zeitnah (wie
der Teufel ;-)
Alternative:
..oder frag Zuckerle (auch Zocker mit einer Nr. >30) der hat IBN Jobs zu
vergeben. Da ist egal wie du aussiehst, Hauptsache die Leistung passt.
Freiheiten und Zeiteinteilung gibts da leider nicht. Da wird gerödelt
von früh bis spät, bis die Maschinerie läuft. So einfach ist das.
Nerd schrieb:> Wo gibt es eigentlich Arbeitsplätze, die für die klassischen> Klischee-Nerds geeignet sind?
Webentwicklung!
> Ich meine damit:> * Unbefristet und geeignet für Nerds die weder mobil noch flexibel sind.> * Viele studentische Freiheiten, Telearbeit möglich, freie> Zeiteinteilung und relative freie thematische Gestaltung, hauptsächlich> Innovations- und Forschungsbezogen.> * Lange Haare, Tatoos, Jogginghosen sind kein Problem
Ich sitze gerade in den Unterhosen am Rechner, vom Bett raus via Klo,
Kaffeemaschine ran an das Gerät.
> * Kein direkter Kundenkontakt
Nur per Mail und Telefon, alle paar Monate mal vor Ort, ist aber sehr
selten und vermeide ich wo es nur geht.
> * Viele Gleichgesinnte
One Man Show ist das einzig Wahre. Keiner quatscht dir rein und
kassierst 100% der Kohle vom Auftraggeber und bekommst nicht nur ein
paar Brosamen wie als Praktikant oder Werkstudent, da biste nur der
Arsch vom Dienst.
Manches gebe ich an Kollegen weiter wenn ich nicht alles alleine machen
kann, man weiss auch nicht alles und die Zeit reicht nicht um sich darin
einzuarbeiten, das gibt man dann halt ab.
Ich habe mich erst kürzlich wieder auf eine Werkstudentenstelle
beworben,
dachte da reisse ich meine Stunden runter und habe dann Ruhe, muss mich
nicht mit den Kunden rumärgern, spare mir den Papierkram (Rechnungen
schreiben, Steuern,...) Aber schon die Anfahrt ging mir auf die Eier, da
gehen jeden Tag fast 2h drauf, sind zwar nur 30km aber zu Stosszeiten
sind die Strassen dicht, Parkplatz auch Mangelware und dann noch die
lächerliche Bezahlung - LOL.
Die Krönung ist ja, dass die Typen (Webentwicklerbuden geführt von
Designer/Künstlerdeppen) meist selber keinen Plan von der Materie haben,
nen billigen Erfahrenen suchen der es als
Praktikanten/Werkstudentenwilly für einen Sack Erdnüsse macht.
> * Bezahlung sollte halbwegs passen. (mehr als Hartz 4)
Reine Verhandlungssache.
Arbeite nur noch von zu Hause aus, Aufträge deutschlandweit +
deutschsprachiges Ausland (Ösiland, Auswanderer in Spanien,...).
webentwickler schrieb:> Arbeite nur noch von zu Hause aus, Aufträge deutschlandweit +> deutschsprachiges Ausland (Ösiland, Auswanderer in Spanien,...).
Und du meinst Webentwicklung ist noch so lukrativ heutzutage?? Kann sich
ja fast jeder Depp sein Zeug selbst zusammen klicken und die meisten
Firmen verwenden ein CMS...
macht ja auch keiner mehr ne private Homepage oder so Sachen..
klausi schrieb:> Und du meinst Webentwicklung ist noch so lukrativ heutzutage??
Der Eine, der es wirklich kann, den sollte man fürstlich entlohnen.
Denn 99 Prozent der WebSeiten sind absolut kaputter kundenvergraulender
Murks.
Das betrifft auch grosse Namen die Google und eBay.
Bei eBay geht seit neuestem PayPal nicht im ersten Anlauf: Die Eingabe
des Kennworts in IE11 führt reproduzierbar zu einem Fehlschlag, erst der
zweite Versuch klappt (dann aber auch zuverlässig). In einem so
sensiblen Bereich ist das ein totales No-Go, aber Standard bei
WebEntwicklern.
Von druckbaren WebSeiten, speicherbar, verlinkbar (auch morgen noch
gefunden bei der hunderten Site-Reorganisation die ja letztlich nur sagt
daß die bisherige Struktur schlecht war) konsistent (hier auch eBay ein
totales No-Go, neueste Kosmetik findet sich nicht auf weiter hinten
liegenden Seiten) reden wir erst gar nicht und zur Abwechslung wäre es
schön wenn mal alle Seiten da sind und nicht 404 bei einem internen Link
(auch eBay) auftritt.
Nein, der durchschnittliche WebEntwickler ist absolut katastrophal und
sicher kein Geld wert. Die Trottel glauben auch noch, das wäre ok so.
MaWin schrieb:> Nein, der durchschnittliche WebEntwickler ist absolut katastrophal und> sicher kein Geld wert.
Dort dürfen sich auch getrost 99% der Browserentwickler einreihen -
hauptsächlich die bezahlten. Die werkeln seit Jahren munter an Standards
vorbei, um sich mit proprietären Erweiterungen von der Konkurenz
abzuheben.
MaWin schrieb:> Die Eingabe> des Kennworts in IE11 führt reproduzierbar zu einem Fehlschlag
Dann nimmt man halt einen anderen Browser. Zum Glück leben wir ja in der
freien Welt. :-)
Natürlich kann es sein, dass der Arbeitgeber die Softwareausstattung und
damit den zu verwendnden Browser vorschreibt -- aber ebay at work zu
benutzen ist wohl eher ein no-go. :-)
Ansonsten zum Thema:
ich hatte in meinem ersten Arbeitsverhältnis die Chance, genau die
genannten Cliches ausleben zu dürfen: nettes, verrücktes Team, kaum
Kontrolle und Vorgaben "von oben" und den ganzen Tag lang liefen
komische Webradiosender mit Metal oder 80s Darkwave bzw. je nachdem wer
gerade das Radioprogramm bestimmen durfte. :-) Klar waren die
Anforderungen von oben unterirdisch und konnten sich innerhalb eines
Tages (oder nach 3 Wochen Arbeit) um 180° drehen, aber dadurch dass man
eher konzeptionell gearbeitet hat, also die Grundlagen geschaffen, damit
die anderen Entwickler (hauptsächlich in Fernost) damit ihre Anwendungen
entwickeln konnten, bzw. Prototypenentwicklung und Evaluierung neuer
Technologien, waren die exakten Anforderungen nebensächlich. Man hat
einfach gemacht - oder halt irgendeinen Unsinn, ist von Büro zu Büro
gelaufen, hat sich mit den Kollegen (auch aus anderen Abteilungen,
Gesellschaften) unterhalten und über deren Projekte und Bedürfnisse
ausgetauscht. Viel gelästert über "die da oben" und ihre fetten
Dienstwagen. War spaßig. .... bis dem Konzern das Geld ausging, weil
"die da oben" mal wieder irgendwie das Geld verpulvert und sich
verkalkuliert hatten.
Jetzt ist es genau das Gegenteil: beim Kunden wird entwickelt und dort
muss man ordentlich gekleidet sein und irgenwelche obskuren Prozesse
einhalten, an die sich eigentlich niemand halten will.
klausi schrieb:> Hi Nerd!>> was ich weiss, frag mal DrTech in Wien, der ist dort im Management einer> solchen Firma. Der lässt den Jungs viele Freiheiten, solange ihre Arbeit> stimmt.
Hallo!
Ja dann würde ich mich bei DrTech melden. Hast du seinen Kontakt oder
Adresse?
Ist halt in Wien? Was verdient man da, ist wahrscheinlich auch teuer?
klausi schrieb:> Und du meinst Webentwicklung ist noch so lukrativ heutzutage?? Kann sich> ja fast jeder Depp sein Zeug selbst zusammen klicken und die meisten> Firmen verwenden ein CMS...
Heute habe ich wieder zwei Anfragen ablehnen müssen, weil ich schon
ausgelastet bin, von so "Deppen" die mit einfach zusammenklicken nicht
mehr weiterkamen. Dachten auch das wäre so easy und nen fähigen
Entwickler gäbe es für ein Butterbrot. Ist halt doch nicht so einfach
wenn man was angepasst haben will.
Das ist wie wenn ich sagen würde: "Lohnt sich MC Entwicklung überhaupt
noch? Jetzt hat doch jeder den Arduino, das ist doch so easy, da kann
jedes Kind Steuerungen für Atomkraftwerke mit der bunten Arduino IDE
zusammenstöpseln, eine LED zum blinken hat er auch schon dabei! Und mit
dem RaspberryPi gehts noch einfacher, der spielt dabei noch Videos
ab!!eins1elf!!"
Ausserdem tummeln sich in dem Bereich viele Stümper die nur
Defaultkonfigs tweaken können, hier und da ein paar Werte ändern aber
von richtiger Entwicklung keine Ahnung haben.
* Portierung von Altanwendungen.
* Entwicklung spezieller Module die es nicht von der Stange gibt und
massgenschneidert an Kundenbedürfnisse angepasst sind.
* Daten aus einem alten DB-Schema in ein Neues unfallfrei
transferieren,...
* Daten aus Exotenquellen extrahieren und aufbereiten.
* Anbindungen an externe Services, eigene Services entwickeln, ....
* Kaputtkonfigurierte Server 'retten': "Wir kommen nicht mehr an unsere
Daten, Hilfe! Sofort! Der letzte Entwickler hat da was verstellt und ist
nicht erreichbar!"
* Performancetuning und allgemeine Beratung spielt auch eine grosse
Rolle.
etc, etc, etc
Dort gibts Arbeit ohne Ende, wenn man programmieren kann und nicht nur
Dreizeiler in jQuery per Copy und Paste übernimmt ohne zu verstehn was
man da macht oder meint man ist der Held weil man nen Glow-Effekt in CSS
hinbekommt. Mit solchen Fähigkeiten bekommt man keine Aufträge.
> macht ja auch keiner mehr ne private Homepage oder so Sachen..
Man macht "Sachen" mit denen man Geld verdient.