Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:> Warum schaltet man zwei Dioden in Reihe? Ich verstehe das einfach nicht.
damit man eine Spannung von 1,2V hat und die Lampe leuchtet.
Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:> Oder ich könnte doch auch vor die Lampe einfach einen Vorwiderstand> setzen - dann könnte ich damit auch die Stromspannung reduzieren?
Und das Relais? Das braucht Kraft und Kraft kommmt von Magnetfeld und
Magnetfeld kommt von Strom. Reduzieren ist da kontraproduktiv-
Schaffner schrieb:> Damit das jeweilige Relais schnell genug (nicht schleichend)anziehen> kann.
Ach so - und wenn das Relais dann angezogen ist, dann wird die Spannung
reduziert, damit die Lampe nicht kaputt geht?
Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:> ok, aber warum nehm ich dann zwei Dioden in Reihe und nicht einfach eine> Zenerdiode, um Überspannung wegzumachen?
Wenn du willst, das die Lämpchen unabhängig von der variablen
Fahrspannung immer gleich hell leuchten sollen, dann hilft es wenig, von
der variablen Spannung eine feste Spannung abzuziehen. Im Gegenteil.
Ausserdem sind die Lämpchen in Reihe zum Motor, und der soll sich drehen
und nicht nur träge zugucken, wie die Lämpchen beim Umschalten
durchbrennen.
A. K. schrieb:> Wenn du willst, das die Lämpchen unabhängig von der variablen> Fahrspannung immer gleich hell leuchten sollen, dann hilft es wenig, von> der variablen Spannung eine feste Spannung abzuziehen. Im Gegenteil.
mag sein, aber ich dachte, dafür sind die Zenerdioden gedacht, die ab
einer gewissen Spannung ihren Widerstand verändern und dann der größere
Teil der Spannung dort abfließen kann und nicht die Lampe schrottet.
Dann hatte ich dich falsch verstanden. Denn wann hast du das letzte Mal
eine Z-Diode mit grad mal ~1,5V gesehen? Also eine echte Zener-Diode,
nicht eines jener Exemplare, die intern auch bloss aus 2 in Reihe
geschalteten normalen Dioden bestehen. ;-)
Den ganzen Schaltplan müßte man vllt. erst mal verstehen, dann kommt man
auch auf die Funktion der 4 Dioden?
Die sich mir auch noch nicht so recht erschließt.
Wozu ist in Reihe zum Motor noch jeweils eine RelaisSpule, oder was sind
die beiden 4eckigen Teile mit Schrägstrich drinnen davor?
Wie sollen die Lampen denn jemals leuchten können, so sie dazu da sind,
wenn da zwei Dioden parallel dazu geschaltet sind? Lampen mit ca. 1 V
habe ich noch nicht so recht gefunden. Also haben die eine ganz andere
Funktion?
Modellbahn-Elo-Technik ist auch ein Steckenpferd für sich?
also hab ich das jetzt so richtig verstanden - wenn ich zwei Dioden in
Reihe schalte, dann kann ich damit eine große Spannung (16 Volt +x) auf
1,2 Volt reduzieren, damit die Lampe nicht kaputt geht. Aber ich habe
immer gedacht, dass man die Dioden dazu benutzt, dass der Strom nur in
eine Richtung fließen kann und nicht andersrum. Es fällt mir deshalb
etwas schwer, dass zu verstehen, dass man diesen
Spannungsreduktionseffekt durch Reihenschaltung von diesen Dioden
erreichen kann.
Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:> mag sein, aber ich dachte, dafür sind die Zenerdioden gedacht,
Eine 1,4V Z-Diode würde intern genau so sein - zwei in Reihe liegende
Dioden in Flussrichtung.
Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:> Könnte man nicht auch einfach die Lampe parallel zum Relais schalten mit> Vorwiderstand?
Und wie soll da eine gleichmäßige Lichtstärke gewährleistet werden?
Elo schrieb:> Den ganzen Schaltplan müßte man vllt. erst mal verstehen, dann kommt man> auch auf die Funktion der 4 Dioden?
Könnte helfen. ;-)
Es könnte auch helfen, etwas über die Technik der Märklin Bahnen zu
verstehen. Ich weiss recht wenig davon, meine aber, mich erinnern zu
können dass sie mit Wechselspannung arbeiten und eine etwas
eigentümliche Richtungsumschaltung haben.
> Lampen mit ca. 1 V habe ich noch nicht so recht gefunden.
Glühlampen sind vom Arbeitsprinzip her in recht weitem Spannungsbereich
herstellbar.
Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:> Es fällt mir deshalb> etwas schwer, dass zu verstehen, dass man diesen> Spannungsreduktionseffekt durch Reihenschaltung von diesen Dioden> erreichen kann.
Si-Dioden brauchen in Durchflussrichtung eine Spannung von ca. 0,7 V
damit sie leitend werden (sieh dir mal eine Kennlinie dazu an!).
Gruß
Dennis
> Lampen mit ca. 1 V habe ich noch nicht so recht gefunden.
Der hier schon:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=97197&p=1054262> für die Stirnbeleuchtung ( es sind dann 1,5V Lampen eingebaut auf isolierten> Lampensockeln mit 2 Kabeln ) dadurch leuchten die Lampen mit konstanter> Helligkeit .
mhh schrieb:> Eine 1,4V Z-Diode würde intern genau so sein - zwei in Reihe liegende> Dioden in Flussrichtung.
Ich bin mal Datasheets solcher Z-Dioden begegnet, mit 2 und 3 internen
Dioden. Da gibts 2 Denkweisen, wie man die Polarität markieren kann.
Macht man es wie Z-Dioden, dann ist das genau umgekehrt wie die internen
Dioden arbeiten. Bei denen wars meiner Erinnerung nach deshalb
andersrum, wie normale Dioden, also umgekehrt als bei Z-Dioden. Was dank
der Einordnung in eine Z-Dioden-Reihe garantiert nicht nur mich
verwirrte.
Dennis S. schrieb:> Si-Dioden brauchen in Durchflussrichtung eine Spannung von ca. 0,7 V> damit sie leitend werden (sieh dir mal eine Kennlinie dazu an!).
Ach so, dass heisst also, dass 0,7 Volt dort "abfallen" an einer Diode,
bei zwei Dioden in Reihe fallen also 1,4 Volt ab und da Spannungen im
Parallelspannungsbereich konstant sind, ist die Spannung dann bei der
Lampe auch 1,4 Volt? Und bräuchte ich jetzt eine Spannung von z.B. 3
Volt für eine Lampe, dann könnte ich "theoretisch" 4 Dioden in Reihe
schalten, damit ich dann 4x0,7V = 2,8 Volt habe und dann parallel dazu
eine Lampe mit ca. 3 Volt betreiben könnte?
Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:> Dennis S. schrieb:>> Si-Dioden brauchen in Durchflussrichtung eine Spannung von ca. 0,7 V>> damit sie leitend werden (sieh dir mal eine Kennlinie dazu an!).>> Ach so, dass heisst also, dass 0,7 Volt dort "abfallen" an einer Diode,> bei zwei Dioden in Reihe fallen also 1,4 Volt ab und da Spannungen im> Parallelspannungsbereich konstant sind, ist die Spannung dann bei der> Lampe auch 1,4 Volt? Und bräuchte ich jetzt eine Spannung von z.B. 3> Volt für eine Lampe, dann könnte ich "theoretisch" 4 Dioden in Reihe> schalten, damit ich dann 4x0,7V = 2,8 Volt habe und dann parallel dazu> eine Lampe mit ca. 3 Volt betreiben könnte?
Prinzipiell ja.. aber irgendein Spezialist hier wird sicher noch
irgendeine Ausnahme finden! Thermische Effekte, Bauteilstreuung, ... ;-)
Dennis S. schrieb:> Prinzipiell ja.. aber irgendein Spezialist hier wird sicher noch> irgendeine Ausnahme finden! Thermische Effekte, Bauteilstreuung, ... ;-)
Hmm ok, aber so eine Lok bewegt sich ja und dann müsste durch den
Fartwind eine Kühlung stattfinden, also könnte doch die Thermik
vernachlässigt werden? Was sind denn Bauteilstreuungen?
Du müsstest dann ja ACHT Dioden der Marke 1N4001 in eine H0 Lok
einbauen. Das wird langsam kanapp vom Platz her und die Spannung fehlt
Dir dann natürlich an den Feldwicklungen des Motors.
@ A. K. (prx) die Schaltung hat eine Grätzbrücke davor, also alles läuft
mit U- darin ab,
die Richtungsumschaltung kann eigentl. nur mit dem U~ Hub realisiert
werden, da ist einen Z-Diode mit ca. 24V als Steuerelement drin, welche
T1 öffnet und der dann wieder das Relais SM schaltet und dazu auch T2
noch mit bedient, der Motor muß dann wohl mit zusätzl.
Erregerwicklungen, wahrscheinlich die nach jeder Lampe, zur
Richtungsumkehr bestückt sein, sonst ergäbe das Ganze keinen Sinn. Die
beiden Lampen bekommen demnach nie mehr als 1,2 V ab und müssen damit
auskommen zu leuchten!
Also als U-Begrenzung, der gesamte Strom muß sich dann also durch beide
Zweige drängeln dann ergibt das mit deiner Erklärung der Lampen-U schon
Sinn.
Es sind ja nur zwei Leiter > Gleise zur Lok vorhanden, nix digital und
nix Funk, also alles mit dem Bezug der U~ Größe.
... ich denke, die beiden "Relaisspulen" vor dem Motor, könnten die
Feldspulen sein (mit Mittelanzapfung) ... hier sind die Märklin Motoren
erklärt und Seite 4 in den Dokument zeigt die Verkabelung.
http://www.hpw-modellbahn.de/forum1/bilder/lokdigitalisierung/maerklinmotor.pdf
Über die thermischen Probleme (Streuung etc.) der Dioden braucht sich
hier nicht wirklich gedanken machen - solange der maximale Strom nicht
dauerhaft Überschritten wird. ;-)
Axel R. schrieb:> Du müsstest dann ja ACHT Dioden der Marke 1N4001 in eine H0 Lok> einbauen. Das wird langsam kanapp vom Platz her und die Spannung fehlt> Dir dann natürlich an den Feldwicklungen des Motors.
Das mit den vier Dioden war ja auch nur eine Art Transfairaufgabe. So
hab ich nun wenigstens verstandenkapiert, warum die zwei Dioden in Reihe
geschaltet sind. Ich frag mich nur noch was passiert, wenn man die
Dioden in die andere Richtung umgepolt einbauen würde. Dann müssten sie
ja ihre Sperrwirkung entfalten und es fließt dann keine Energie weiter.
Oder der gesamte Strom fließt dann parallel dazu über die Lampe ab und
die Lampe schmort kaputt?
Elo schrieb:> T1 öffnet und der dann wieder das Relais SM schaltet
Ich tippe auf Stromstoss-Relais zur Richtungsumkehr, geschaltet durch
kurze Überspannung.
> der Motor muß dann wohl mit zusätzl.> Erregerwicklungen, wahrscheinlich die nach jeder Lampe,
Sehe ich auch so.