Zwei Dioden in Reihe verschaltet, was ist die Ursache?

Gast #3834969
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#3835000
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Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:
> ok, aber warum nehm ich dann zwei Dioden in Reihe und nicht einfach eine
> Zenerdiode, um Überspannung wegzumachen?

Wenn du willst, das die Lämpchen unabhängig von der variablen 
Fahrspannung immer gleich hell leuchten sollen, dann hilft es wenig, von 
der variablen Spannung eine feste Spannung abzuziehen. Im Gegenteil.

Ausserdem sind die Lämpchen in Reihe zum Motor, und der soll sich drehen 
und nicht nur träge zugucken, wie die Lämpchen beim Umschalten 
durchbrennen.
Gast #3835016
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A. K. schrieb:
> Wenn du willst, das die Lämpchen unabhängig von der variablen
> Fahrspannung immer gleich hell leuchten sollen, dann hilft es wenig, von
> der variablen Spannung eine feste Spannung abzuziehen. Im Gegenteil.

mag sein, aber ich dachte, dafür sind die Zenerdioden gedacht, die ab 
einer gewissen Spannung ihren Widerstand verändern und dann der größere 
Teil der Spannung dort abfließen kann und nicht die Lampe schrottet.
Gast #3835023
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Den ganzen Schaltplan müßte man vllt. erst mal verstehen, dann kommt man 
auch auf die Funktion der 4 Dioden?
Die sich mir auch noch nicht so recht erschließt.
Wozu ist in Reihe zum Motor noch jeweils eine RelaisSpule, oder was sind 
die beiden 4eckigen Teile mit Schrägstrich drinnen davor?
Wie sollen die Lampen denn jemals leuchten können, so sie dazu da sind, 
wenn da zwei Dioden parallel dazu geschaltet sind? Lampen mit ca. 1 V 
habe ich noch nicht so recht gefunden. Also haben die eine ganz andere 
Funktion?
Modellbahn-Elo-Technik ist auch ein Steckenpferd für sich?
Gast #3835024
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also hab ich das jetzt so richtig verstanden - wenn ich zwei Dioden in 
Reihe schalte, dann kann ich damit eine große Spannung (16 Volt +x) auf 
1,2 Volt reduzieren, damit die Lampe nicht kaputt geht. Aber ich habe 
immer gedacht, dass man die Dioden dazu benutzt, dass der Strom nur in 
eine Richtung fließen kann und nicht andersrum. Es fällt mir deshalb 
etwas schwer, dass zu verstehen, dass man diesen 
Spannungsreduktionseffekt durch Reihenschaltung von diesen Dioden 
erreichen kann.
Gast #3835025
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Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:
> mag sein, aber ich dachte, dafür sind die Zenerdioden gedacht,

Eine 1,4V Z-Diode würde intern genau so sein - zwei in Reihe liegende 
Dioden in Flussrichtung.

Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:
> Könnte man nicht auch einfach die Lampe parallel zum Relais schalten mit
> Vorwiderstand?

Und wie soll da eine gleichmäßige Lichtstärke gewährleistet werden?
#3835030
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Elo schrieb:
> Den ganzen Schaltplan müßte man vllt. erst mal verstehen, dann kommt man
> auch auf die Funktion der 4 Dioden?

Könnte helfen. ;-)

Es könnte auch helfen, etwas über die Technik der Märklin Bahnen zu 
verstehen. Ich weiss recht wenig davon, meine aber, mich erinnern zu 
können dass sie mit Wechselspannung arbeiten und eine etwas 
eigentümliche Richtungsumschaltung haben.

> Lampen mit ca. 1 V habe ich noch nicht so recht gefunden.

Glühlampen sind vom Arbeitsprinzip her in recht weitem Spannungsbereich 
herstellbar.
#3835043
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mhh schrieb:
> Eine 1,4V Z-Diode würde intern genau so sein - zwei in Reihe liegende
> Dioden in Flussrichtung.

Ich bin mal Datasheets solcher Z-Dioden begegnet, mit 2 und 3 internen 
Dioden. Da gibts 2 Denkweisen, wie man die Polarität markieren kann. 
Macht man es wie Z-Dioden, dann ist das genau umgekehrt wie die internen 
Dioden arbeiten. Bei denen wars meiner Erinnerung nach deshalb 
andersrum, wie normale Dioden, also umgekehrt als bei Z-Dioden. Was dank 
der Einordnung in eine Z-Dioden-Reihe garantiert nicht nur mich 
verwirrte.
Gast #3835046
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Dennis S. schrieb:
> Si-Dioden brauchen in Durchflussrichtung eine Spannung von ca. 0,7 V
> damit sie leitend werden (sieh dir mal eine Kennlinie dazu an!).

Ach so, dass heisst also, dass 0,7 Volt dort "abfallen" an einer Diode, 
bei zwei Dioden in Reihe fallen also 1,4 Volt ab und da Spannungen im 
Parallelspannungsbereich konstant sind, ist die Spannung dann bei der 
Lampe auch 1,4 Volt? Und bräuchte ich jetzt eine Spannung von z.B. 3 
Volt für eine Lampe, dann könnte ich "theoretisch" 4 Dioden in Reihe 
schalten, damit ich dann 4x0,7V = 2,8 Volt habe und dann parallel dazu 
eine Lampe mit ca. 3 Volt betreiben könnte?
#3835048
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Diodenreihenschaltungsfragender schrieb:
> Dennis S. schrieb:
>> Si-Dioden brauchen in Durchflussrichtung eine Spannung von ca. 0,7 V
>> damit sie leitend werden (sieh dir mal eine Kennlinie dazu an!).
>
> Ach so, dass heisst also, dass 0,7 Volt dort "abfallen" an einer Diode,
> bei zwei Dioden in Reihe fallen also 1,4 Volt ab und da Spannungen im
> Parallelspannungsbereich konstant sind, ist die Spannung dann bei der
> Lampe auch 1,4 Volt? Und bräuchte ich jetzt eine Spannung von z.B. 3
> Volt für eine Lampe, dann könnte ich "theoretisch" 4 Dioden in Reihe
> schalten, damit ich dann 4x0,7V = 2,8 Volt habe und dann parallel dazu
> eine Lampe mit ca. 3 Volt betreiben könnte?

Prinzipiell ja.. aber irgendein Spezialist hier wird sicher noch 
irgendeine Ausnahme finden! Thermische Effekte, Bauteilstreuung, ... ;-)
Gast #3835050
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Dennis S. schrieb:
> Prinzipiell ja.. aber irgendein Spezialist hier wird sicher noch
> irgendeine Ausnahme finden! Thermische Effekte, Bauteilstreuung, ... ;-)

Hmm ok, aber so eine Lok bewegt sich ja und dann müsste durch den 
Fartwind eine Kühlung stattfinden, also könnte doch die Thermik 
vernachlässigt werden? Was sind denn Bauteilstreuungen?
Gast #3835059
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@ A. K. (prx) die Schaltung hat eine Grätzbrücke davor, also alles läuft 
mit U- darin ab,
die Richtungsumschaltung kann eigentl. nur mit dem U~ Hub realisiert 
werden, da ist einen Z-Diode mit ca. 24V als Steuerelement drin, welche 
T1 öffnet und der dann wieder das Relais SM schaltet und dazu auch T2 
noch mit bedient, der Motor muß dann wohl mit zusätzl. 
Erregerwicklungen, wahrscheinlich die nach jeder Lampe, zur 
Richtungsumkehr bestückt sein, sonst ergäbe das Ganze keinen Sinn. Die 
beiden Lampen bekommen demnach nie mehr als 1,2 V ab und müssen damit 
auskommen zu leuchten!
Also als U-Begrenzung, der gesamte Strom muß sich dann also durch beide 
Zweige drängeln dann ergibt das mit deiner Erklärung der Lampen-U schon 
Sinn.
Es sind ja nur zwei Leiter > Gleise zur Lok vorhanden, nix digital und 
nix Funk, also alles mit dem Bezug der U~ Größe.
Gast #3835060
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... ich denke, die beiden "Relaisspulen" vor dem Motor, könnten die 
Feldspulen sein (mit Mittelanzapfung) ... hier sind die Märklin Motoren 
erklärt und Seite 4 in den Dokument zeigt die Verkabelung.

http://www.hpw-modellbahn.de/forum1/bilder/lokdigitalisierung/maerklinmotor.pdf

Über die thermischen Probleme (Streuung etc.) der Dioden braucht sich 
hier nicht wirklich gedanken machen - solange der maximale Strom nicht 
dauerhaft Überschritten wird. ;-)
Gast #3835063
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Axel R. schrieb:
> Du müsstest dann ja ACHT Dioden der Marke 1N4001 in eine H0 Lok
> einbauen. Das wird langsam kanapp vom Platz her und die Spannung fehlt
> Dir dann natürlich an den Feldwicklungen des Motors.

Das mit den vier Dioden war ja auch nur eine Art Transfairaufgabe. So 
hab ich nun wenigstens verstandenkapiert, warum die zwei Dioden in Reihe 
geschaltet sind. Ich frag mich nur noch was passiert, wenn man die 
Dioden in die andere Richtung umgepolt einbauen würde. Dann müssten sie 
ja ihre Sperrwirkung entfalten und es fließt dann keine Energie weiter. 
Oder der gesamte Strom fließt dann parallel dazu über die Lampe ab und 
die Lampe schmort kaputt?

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