Hallo alle miteinander, ich wollte mich hier bei euch mal schlau machen über Glasfasertechnik. Fals das nicht hier her gehört bitte ich einen der Mods es zu verschieben. Um mal kurz die Situation zu schildern: Es geht darum von einem Haupthaus zu einem kleinen Nebengebäude eine Verbindung aufzubauen. Übertragen werden sollten Telefon, Internet, TV, Türsprechanlage und Videosignale von zwei Überwachungskammeras. Da ich im Netz nicht gerade fündig geworden bin erhoffe ich mir hier ein paar Infos zu benötigten Komponenten und Adernzahl Internetlinks sind auch gerne gesehen :D Freu mich auf Eure Antworten Gruß Alex
Dann besorg die Ethernet-Switches mit optischem Port, sowas ist Standard. IP-Telephon, IP-TV, Webcam, alles per Ethernet. Fertig.
Naja, grob kannst Du sagen, wenn die Entfernung <100m ist, nimm Kupfer, da ist das alles billig und einfach. Wenn sie größer ist brauchst Du Glas. Bei Glas gibts für all die Techniken unterschiedliche Lösungen, die sind halt spezifisch für die Technik die Du brauchst. Zum Beispiel für Sat-ZF: http://www.reicheltpedia.de/index.php/Fibre-Sat Bei Kupfer musst Du das mal nachrechnen. Es gibt auch frühe Lösungen für das per Ethernet... das taugt aber wahrscheinlich noch nicht viel. Bei Ethernet gibts Normen für verschiedene Wellenlängen und Reichweiten. In aller Regel kann man da in die Switche optische Module reinstecken. http://en.wikipedia.org/wiki/Gigabit_Ethernet#Varieties Als Notlösung gibts für Ethernet auch WLAN, das ist aber ziemlich langsam. Selbst die neuesten Systeme schaffen unter Laborbedingungen kein reales Gigabit. Telefon sollte kein Problem sein, pass aber beim S0 auf, dass Du da einen dedizierten Bus verwendest, bei dem Du dann nur ein Telefon (oder eine Anlage) dahinter hast. Telefonie kannst Du aber mit Fritz!Boxen auch gut auf Ethernet abbilden. Türsprechanlagen sollten auch bei Kupfer kein Problem sein, es gibt auch welche mit Ethernet. Bei Überwachungskameras würde ich anstelle des billigen RG-58 einfach normales Antennenkabel 75 Ohm verwenden. Das sollte weniger Dämpfung haben. Bei Neuanschaffung gibts das aber auch per Ethernet.
Christian Berger schrieb: > Naja, grob kannst Du sagen, wenn die Entfernung <100m ist, nimm Kupfer, > da ist das alles billig und einfach. Wenn sie größer ist brauchst Du > Glas. So einfach ist das nicht. Wenn Du 2 verschiedene Häuser, jeweils mit eigenem Erder hast, solltest Du die nicht mit einem Kupferkabel verbinden weil Du sonst evtl. Ausgleichsströme in Dein Kabel bekommst. Da ist Glasfaser schon klar die bessere Lösung. Es gibt spezielles Glasfaser Erdkabel. Das muß längswasserdicht, geschützt gegen Annagen durch Ratten etc. sein. Wenn ich mich richtig erinnere war das aber leichter brennbar, und sollte das dann nicht innerhalb des Hauses führen. Daher entweder den Umsetzer direkt an die Hauseinführung oder eben einen Spleiß setzen und mit einem Innenraumkabel weiterführen. Umsetzer von Kupfer-Ethernet auf Glasfaser gibt es günstig, genauso die Glasfaser-Module für größere Switches. Für 1GBit ist das der SFP-Standard, die Teile sind zwischen quasi allen Herstellern kompatibel (bis auf ein paar wenige High-End-Hersteller wie Cisco, die haben in die eigentlich identischen Module noch so nen Lockchip eingebaut, kann man aber auch entsprechend flashen daß es wieder geht). Das SFP-Modul hat eine LC-Buchse. Man geht von da aus dann normal mit einem Patchkabel in das Glasfaser-Patchfeld. Moderne Patchfelder verwenden da auch LC-Stecker. Um so ein modernes LC-Patchfeld mit dem Glasfaserkabel zu verbinden braucht man aber ein Fusionsspleißgerät (sehr teuer). Daher findet man hin und wieder auch noch die eigentlich veralteten ST-Stecker. Die kann man auch von Hand mit günstigerem Werkzeug verarbeiten, dauert aber und braucht Übung. Ich würde das Kabel etc. alles vorbereiten und dann eine Firma kommen lassen die die paar Spleiße mit dem Fusionsspleißgerät setzt. Das können entweder bessere Elektriker sein oder Firmen die sich auf sowas spezialisiert haben.
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