Audio Übertrager

Gast #3856691
Hallo,
ich habe ein Audiosignal (5Veff und 20Watt@3ohm, 20Hz...10kHz), das 
mittels eines 1:1 Überträgers v. Lautsprecher getrennt werden soll.

Leider finde ich bei den meisten Datenblätter keine Angaben über
den max. Strom durch die Spule o.ä. (max. Leistungsübertragung, etc.)

Die Leistungsübertragung ist abhängig von Kernmaterial und Größe ?!
Aber für mein Verständnis muss der gewickelte Kupferdraht auch den
Strom "aushalten" (in meinen Fall 4A)

Ich würde mich auf Antworten freuen

Mit freundlichen Grüßen
Jack
Gast
Audioübertrager werden typischerweise nicht für Leistungssignale 
verwendet sondern für kleinere Signale. Dort spielt der Strom keine 
Rolle. Normalerweise ist es auch nicht nötig, einen Lautsprecher 
galvanisch zu entkoppeln.
Gast
Der Strom hängt auch und vor allem davon ab, was du dem Trafo entnehmen 
willst.

AUch 20W, oder bloss ein line in Signel ?

Bei 20W wirst du einen ELA TRfao benötigen, wie er bei 100V Anlagen doer 
Röhrenverstärkern üblich war, bloss 1:1

Bei line Pegel Signal reicht der normale Audiotrenntrafo. Zwar hat der 
auch eine Maximalspannung primär, doch 5V geht immer.
Gast
ollib. schrieb:

> Audioübertrager werden typischerweise nicht für Leistungssignale
> verwendet

Heute nicht mehr, zumindest nicht mehr in großem Umfang. Aber 
jahrzehntelang war genau das die Standardtechnik.

> Normalerweise ist es auch nicht nötig, einen Lautsprecher
> galvanisch zu entkoppeln.

Doch, natürlich. Außer bei Brückenschaltungen wird immer galvanisch 
entkoppelt. Nur heute halt meist nicht mittels Übertrager sondern per 
Elko.
Gast
Jack schrieb:
> Die Leistungsübertragung ist abhängig von Kernmaterial und Größe ?!

Nicht nur davon, sondern auch von der zugelassenen magnetischen 
Belastung des Kerns und der unteren zu übertragenden Grenzfrequenz.

Hier ein Beispiel für eines solchen Übertrager allerdings für deinen 
Bedarf mega oversized ;-) 
http://welter-electronic.de/bauteile/trafos/uebertrager/sondertypen/sondertypen_uebertrager.htm

Jack schrieb:
> für mein Verständnis muss der gewickelte Kupferdraht auch den
> Strom "aushalten" (in meinen Fall 4A)

Die max. Stromstärke ist deshalb nicht angegeben, weil sie in diesem 
Zusammenhang irrelevant ist. Sie ergibt sich implizit aus der max. 
übertragbaren Leistung.

Jack schrieb:
> (5Veff und 20Watt@3ohm, 20Hz...10kHz) ... (in meinen Fall 4A)
Mit dem ohmschen Gesetz noch ein wenig Schwierigkeiten?
N = U²/R mit deinen Angaben 8,33W
I = N/U mit deinen Angaben 1,67A

Die geforderte untere Grenzfrequenz wird tatsächlich benötigt? Sie macht 
den Kern groß. 50Hz sind oft vollauf genügend.
Gast
Hallo,
danke für die schnellen Antworten :)

Ja, die Zahlen passen nicht ganz zusammen (war auch spät abends)
Das Signal ist 5,5Veff -> ca. 10W @ 3ohm und die Frequenz liegt zw.
200Hz und 6500Hz.

Die Ela-Technik (100V-Technik) hat immer ein Verhältnis ungleich 1:1
für meinem Fall also nicht zu gebrauchen

Aber Sekundär "schafft" der Ela-Übertrager die für den nieder-ohmigen 
Lautsprecher (hoher Strom) benötigte Leistung zu übertragen.
Gibt es das denn nicht für 1:1 Übertrager ?

So ein Übertrager gibts vielleicht nicht von der Stange und müsste
selbt gewickelt werden ?!

Dank im voraus,
der Jack
Gast
Jack schrieb:
> So ein Übertrager gibts vielleicht nicht von der Stange und müsste
> selbt gewickelt werden ?!

Über den bereits gennaten Linkhinaus sind mir keine weiteren Anbieter 
bekannt, es bleibt in der Tat das selber wickeln, oder wickeln lassen. 
Die Grundsätzlichen Schritte kannst du hier entnehmen: 
http://www.jogis-roehrenbude.de/Verstaerker/AUe-EL84PP/Uebertrager.htm

Wozu benötigst du solch einen 1:1 Ausgangsübertrager?
(Firma: matzetronics)
Fremder schrieb:
> ... und den Nachteil von doppelten Preis, doppelten Eisenverlusten,
> doppelten Kupferverlusten und steileren Abfällen an den Bereichsenden
> ...

Ich bitte dich - bei

Jack schrieb:
> 10W @ 3ohm und die Frequenz liegt zw.
> 200Hz und 6500Hz.

ist das alles überhaupt kein Thema. Ist immer noch billiger, als wickeln 
zu lassen oder selber zu wickeln. 100V Technik ist seit Jahrzehnten 
bewährt und läuft prima.
(Firma: matzetronics)
Fremder schrieb:
> So ein Trafochen hat vieleicht eine Wirkungsgrad von ~80%, dann kommen
> wir auf 0,64% resultierendem Wirkungsgrad

Ein unbedeutender Rundungsfehler - du meinst vermutlich 64%. Die 
Wirkungsgrade sind aber wesentlich höher, du wirst mit etwa 90-95% 
rechnen dürfen.
Der 10W Übertrager kostet bei Monacor etwa 18 Euro:
http://www.monacor.de/produkte/ela-technik/lautstaerkeregelung-und-zubehoer/audio-transformatoren/tr-1010lc/
Gast
Jepp, minimaler Rundungsfehler ;-)

Die Monacor sind damit 4 EUR / Stk teurer also 36 EUR je Kanal.

Der Wirkungsgrad kommt schon hin bei so winzigen Trafos. Genaue Daten 
für diesen Typ habe ich leider nicht zur Hand. Der wird aber schwerlich 
höher liegen als bei hochwertigen Trafos mit größerem Kernen und 
größeren Drahtdurchmessern, wie z.B. hier durchschnittlich ~85%: 
http://www.roehrentechnik.de/html/au_daten_.html#DatenEintakt 
Erschwerend kommen die 3Ohm Last hinzu, die Kupferverluste eher noch 
erhöhen.
Gast
@ Fremder
Ich habe eine alte Verstärkerstufe (Fremdbau) erneuert (Selbstbau) und 
möchte sie galvanisch zu den Lautsprecher trennen. Der alte Übertrager 
(Typ nicht ermittelbar) macht es nicht mehr (Rost).

Die Entfernung zu den Lautsprechern ist ca. 10m.

Gruß Jack
Gast
Es handelt sich also um eine Reparatur und der Trafo ist bereits im 
Verstärker enthalten aber er ist defekt, habe ich das so richtig 
verstanden?
Und wie kommst du eigentlich darauf, wenn der Trafo bereits defekt ist, 
das er einen Übersetzungsfaktor von 1:1 hat und nicht von z.B. 2:1 oder 
10:1 hat?
Mach doch mal ein Bild von der Kiste vielleicht sehen wir dann klarer.
Wenn es tatsächlich am Rost liegen sollte, was sehr ungewöhnlich wäre, 
dann a) ist der Trafo offensichtlich nicht vergossen, b) dann sollte es 
möglich sein ihn zu demontieren und c) die Bleche zu entrosten und falls 
erforderlich neu zu isolieren oder d) die Kernbleche zu ersetzen.
Gast
Darius, mit dem Lesen mag ja klappen, mit der interlektuellen 
Verabeitung hapert es noch. Einfach immer dabei bleiben und feste übeb, 
üben und nochmal üben. Du schaffst das!












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