ich habe mehrere (ältere) Statron-Netzteile und bin von dem
Kundenservice von Statron immer wieder beeindruckt. Von denen würde ich
jederzeit wiederkaufen.
Schöne Grüße
Flolix
Statron ist solide Markenware. Das Teil bekommste direkt beim Hersteller
sogar günstiger:
http://www.statron.de/details/330/?add=1
Die anderen Geräte sind irgendwelche Chinakisten. Werden auch
funktionieren, ist aber halt eine andere Qualitätsklasse.
Erfahrungswerte sind da mit Vorsicht zu genießen, da die Hersteller da
schnell mal etwas ändern. Sprich, das selbe Modell von vor drei Monaten
kann durchaus anders aufgebaut sein als das aktuelle. Ein paar mehr
Geräte dieser Art bekommste u.a. bei Komerci:
http://www.komerci.de/shop/index.php?cPath=30
tk schrieb:> Statron ist solide Markenware. Das Teil bekommste direkt beim Hersteller> sogar günstiger:> http://www.statron.de/details/330/?add=1
Leider finde ich keine Versandkosten auf der Homepage von Statron, und
ich hab noch einen Gutschein von Pollin, denn ich mal einlösen sollte ;)
Kann man sich auf die technischen Daten der Chinateile verlassen?
Gibt es zum Statron den Schaltplan dazu, oder irgendwo zu sehen?
Das Statron ist sicher qualitativ hochwertig, aber: "Einstellung über
präzise Mehrgang-Potis." ist bei einem Netzteil echt nervig. Du willst
nicht erst 6 mal das Poti rumdrehen, bis Du von 24 auf 5V runtergeregelt
hast.
Ich hab 2x DF1730 von Pollin, sind vielleicht vergleichbar (nur je 1
Ausgang). Sind soweit ok, erreichen die max. Spannungen / Ströme gerade
so, laufen aber auch mit Last zuverlässig. Man muss halt ihre Macken
kennen:
- Am Ausgang ein sehr großer Elko. Macht man eigentlich nicht, und im
CC-Mode lädt der sich auf, also Vorsicht beim Anschließen von LEDs im
Konstantstrombetrieb.
- Je nach verbauter Abzeige ist die sehr unruhig und springt beim
Einschalten erstmal.
- Die Buchsen sind billig, die habe ich ausgetauscht.
- Die Potis werde ich wohl jetzt nach 5 Jahren mal austauschen müssen.
- Die Grob/Fein-Einstellung ist super, die möchte ich nicht missen.
Der Preis ist kein Kriterium für ein brauchbares Netzteil. Ich durfte
bei nem Kunden mit einem Superteil mit digitaler Einstellung arbeiten.
Das hat sicher so 1.5 bis 2kEur gekostet. Die Bedienung war grottig,
umständlich, unsicher. Die falsche Taste gedrückt und Du hattest
plötzlich 24 statt 5V auf dem Ausgang. Ewig rumtippern, um die Spannung
zu ändern. Wer denkt sich sowas nur aus...
Timm Thaler schrieb:> Du willst> nicht erst 6 mal das Poti rumdrehen, bis Du von 24 auf 5V runtergeregelt> hast.
Oh doch, zehnmal lieber wie an grob fein rumzudrehen und nach 5 Minuten
stimmt die Spannung wegen dem beschissenen TK der Billigpotis nicht
mehr.
Es geht (fast) nichts über ein hochwertiges 10Gang Wendelpoti.
Doch, ein noch hochwertigerer Drehencoder, dessen Auswertungssoftware
eine dynamische Kennlinie hat.
Timm Thaler schrieb:> Das Statron ist sicher qualitativ hochwertig, aber: "Einstellung über> präzise Mehrgang-Potis." ist bei einem Netzteil echt nervig. Du willst> nicht erst 6 mal das Poti rumdrehen, bis Du von 24 auf 5V runtergeregelt> hast.
Das solltest du aber in der ersten Person schreiben. Damit stehst du
nämlich ziemlich alleine da.
Timm Thaler schrieb:> - Am Ausgang ein sehr großer Elko. Macht man eigentlich nicht, und im> CC-Mode lädt der sich auf, also Vorsicht beim Anschließen von LEDs im> Konstantstrombetrieb.> - Je nach verbauter Abzeige ist die sehr unruhig und springt beim> Einschalten erstmal.> - Die Buchsen sind billig, die habe ich ausgetauscht.> - Die Potis werde ich wohl jetzt nach 5 Jahren mal austauschen müssen.> - Die Grob/Fein-Einstellung ist super, die möchte ich nicht missen.
Scheint ja eine ganz schöne Schrottkiste zu sein.
netzteilsucher schrieb:> http://www.pollin.de/shop/dt/Njk2OTQ2OTk-/Stromversorgung/Netzgeraete/Regelbare_Netzgeraete/Labor_Netzgeraet_STATRON_2224_9.html
Damit wirst du sicherlich nichts verkehrt machen.
mfg.
Thomas Eckmann schrieb:> Damit stehst du> nämlich ziemlich alleine da.
Nachdem ich letztens erst 4 "hochwertige" 10-Gang-Potis entsorgt habe,
weil die keinen zuverlässigen Kontakt mehr gegeben haben, hält sich
meine Begeisterung darüber in Grenzen.
Und nein, wenn Du eine Schaltung in Betrieb nehmen willst, willst Du
nicht erst 8 Umdrehungen am Poti schrauben, um auf Deine 24V
hochzufahren.
Das kannst Du machen, wenn Du eine hochgenaue Spannungs- oder
Stromquelle brauchst, die Du nur selten mal einstellst. Das ist unsinnig
bei einem Labornetzteil, welches Du regelmäßig auf verschiedene
Spannungen einstellst.
Thomas Eckmann schrieb:> Scheint ja eine ganz schöne Schrottkiste zu sein.
Es sind sogar zwei Schrottkisten. Heute würde ich mir zwei
Schaltnetzteile kaufen. Aber sie sind für den täglichen Einsatz
brauchbar.
Die beschriebenen Probleme kannst Du mit anderen Netzteilen auch haben.
das weisst Du erst, wenn Du es gekauft hast. Für die LCD verwenden die
alle die ICL-Wandler, und je nach Hersteller zeigen die beim Einschalten
1--- oder 000, ersteres irritiert halt etwas.
Thomas Eckmann schrieb:> Damit wirst du sicherlich nichts verkehrt machen.
Dafür bekommst Du woanders 2 Ausgangsspannungen bei kleinerem
Platzbedarf und weniger Gewicht. Schaltnetzteil!
Timm Thaler schrieb:> Und nein, wenn Du eine Schaltung in Betrieb nehmen willst, willst Du> nicht erst 8 Umdrehungen am Poti schrauben, um auf Deine 24V> hochzufahren.
Das ist ja interessant, dass du weist, was ich will. Woher stammt diese
Erkenntnis?
Timm Thaler schrieb:> Schaltnetzteil!
Das oberste Ausschlusskriterium.
mfg.
Timm Thaler schrieb:> Thomas Eckmann schrieb:>> Damit stehst du>> nämlich ziemlich alleine da.>> Nachdem ich letztens erst 4 "hochwertige" 10-Gang-Potis entsorgt habe,> weil die keinen zuverlässigen Kontakt mehr gegeben haben, hält sich> meine Begeisterung darüber in Grenzen.
Wenn dein Problem darin besteht, daß nur "hochwertige" statt wirklich
hochwertiger Wendelpotis verbaut waren, dann solltest du das auch
schreiben.
Mein Eigenbau verwendet auch 10-Gang Wendelpotis aus der verflossenenen
TäTäRä. Und die sind jetzt nach gut 15 Jahren zwar nicht mehr wie neu
aber immer noch zuverlässig. Und ich schließe mich einem Vorredner an:
das einzige was so ein Wendelpoti von der Ergonomie her toppen würde,
wäre ein Drehgeber mit Dynamik.
> Und nein, wenn Du eine Schaltung in Betrieb nehmen willst, willst Du> nicht erst 8 Umdrehungen am Poti schrauben, um auf Deine 24V> hochzufahren.
Wie gesagt: schreib das in der ersten Person. Ich stelle es mir viel
nerviger vor, erst an der Grobverstellung zu drehen, dabei den Zielwert
gleich mal zu überfahren. Schließlich zum Feinregler zu greifen, nur um
festzustellen, daß der schon am Anschlag steht und ich gerade nur in die
falsche Richtung korrigieren kann. Also Feinregler auf Mitte, nochmal
Grobregler, nochmal Feinregler. Mit dem Wendelpoti habe ich jetzt schon
meine Schaltung in Betrieb genommen und fertig gemessen ;)
Tastatur zur Spannungseingabe ist natürlich vollkommen indiskutabel.
XL
Axel Schwenke schrieb:> Wenn dein Problem darin besteht, daß nur "hochwertige" statt wirklich> hochwertiger Wendelpotis verbaut waren
Hab den Namen vergessen, die teuren halt.
Axel Schwenke schrieb:> das einzige was so ein Wendelpoti von der Ergonomie her toppen würde,> wäre ein Drehgeber mit Dynamik
Dann hast Du das Problem, dass Du nicht weisst, wo der steht. Drehe ich
alle Potis nach links, weiss ich, dass beim Einschalten Spannung und
Strom Null sind.
Beim Drehgeber hast Du zwei Möglichkeiten: Die Elektronik merkt sich den
Wert, dann weisst Du nicht, welche Spannung beim Einschalten anliegt.
Oder die Elektronik startet immer bei Null, dann muss Du nach dem
Einschalten immer wieder neu einstellen. Nur sinnvoll bedienbar mit
einem extra Schalter, um den Ausgang zuzuschalten.
Axel Schwenke schrieb:> Ich stelle es mir viel> nerviger vor, erst an der Grobverstellung zu drehen, dabei den Zielwert> gleich mal zu überfahren.
Man stelle natürlich beide am Anfang nach links, stellt den Grobregler 1
bis 0.5V unter die Zielspannung und regelt den Rest mit dem Feinregler
aus. Sind maximal 4 x 270° Drehwinkel. Du brauchst dagegen maximal 2 x
10 x 360° Drehwinkel. Erzähl mir was vom Wolf...
Thomas Eckmann schrieb:>> Schaltnetzteil!> Das oberste Ausschlusskriterium.
Ich hab noch ein paar EC360, unbenutzt, brauchst Du? Transistor ist doch
bestimmt auch schon zu modern...
Timm Thaler schrieb:> Ich hab noch ein paar EC360, unbenutzt, brauchst Du? Transistor ist doch> bestimmt auch schon zu modern...
Blablabla...
Ein Schaltnetzteil ist nicht modern, sondern billig.
mfg.
Timm Thaler schrieb:> Nachdem ich letztens erst 4 "hochwertige" 10-Gang-Potis entsorgt habe,> weil die keinen zuverlässigen Kontakt mehr gegeben haben, hält sich> meine Begeisterung darüber in Grenzen.
Solche Mehrgangpotis habe ich an vielen Meßgeräten über Jahrzehnte
benutzt, insgesamt sicher über 100 Stück. Einen Ausfall habe ich
da nie erlebt.
> Und nein, wenn Du eine Schaltung in Betrieb nehmen willst, willst Du> nicht erst 8 Umdrehungen am Poti schrauben, um auf Deine 24V> hochzufahren.
Mit etwas Übung macht man das in wenigen Sekunden.
> Das ist unsinnig bei einem Labornetzteil, welches Du regelmäßig> auf verschiedene Spannungen einstellst.
Ich habe sogar verschiedene Geräte extra auf Mehrgangpotis umgerüstet;
wegen der besseren Einstellbarkeit.
> Heute würde ich mir zwei Schaltnetzteile kaufen. Aber sie sind> für den täglichen Einsatz brauchbar.
Wenn ich eine neue Schaltung teste, muß ich bei Nichtfunktion dann
immer erst überlegen, ob es wohl am Schaltnetzteil oder an meiner
Schaltung liegt. Ausserdem stört mich der bei Schaltnetzteilen
übliche, grosse Elko am Ausgang.
> Dafür bekommst Du woanders 2 Ausgangsspannungen bei kleinerem> Platzbedarf und weniger Gewicht. Schaltnetzteil!
Für viele, einfache Anwendungen mag ein Schaltnetzteil ausreichend
sein, als Universalgerät auch zum Testen von OV-Schaltungen sicher
nicht!
Gruss
Harald
Timm Thaler schrieb:> Axel Schwenke schrieb:>> das einzige was so ein Wendelpoti von der Ergonomie her toppen würde,>> wäre ein Drehgeber mit Dynamik>> Dann hast Du das Problem, dass Du nicht weisst, wo der steht.
Ach was.
> Beim Drehgeber hast Du zwei Möglichkeiten: Die Elektronik merkt sich den> Wert, dann weisst Du nicht, welche Spannung beim Einschalten anliegt.
Aha. Ich kann also nach dem Einschalten des Netzteiles nicht auf die
Anzeige schauen, welche Spannung eingestellt ist? Das mach ich sowieso
immer so. Beim Wendelpoti weiß ich ja auch nicht, wo das gerade steht.
Mal ernsthaft: schließt du wirklich erst eine Schaltung dein Labornetz-
teil an und schaltest dann das Netzteil ein?
>> Ich stelle es mir viel>> nerviger vor, erst an der Grobverstellung zu drehen, dabei den Zielwert>> gleich mal zu überfahren.>> Man stelle natürlich beide am Anfang nach links, stellt den Grobregler 1> bis 0.5V unter die Zielspannung und regelt den Rest mit dem Feinregler> aus. Sind maximal 4 x 270° Drehwinkel. Du brauchst dagegen maximal 2 x> 10 x 360° Drehwinkel. Erzähl mir was vom Wolf...
Der Unterschied ist, daß ich beim Durchkurbeln der ersten X Umdrehungen
nicht auf die Anzeige schauen muß. Oder langsam drehen.
Aber laß uns das Thema einfach abhaken. Du magst 10-Gang Potis nicht.
Das ist doch ok. Nur solltest du daraus nicht schließen, daß keiner
10-Gang Potis mögen kann.
XL
Nachtrag:
Timm Thaler schrieb:> Beim Drehgeber ...> Nur sinnvoll bedienbar mit> einem extra Schalter, um den Ausgang zuzuschalten.
Nun, einen solchen Schalter will man sowieso haben. Genauso wie einen
Schalter, der die beiden Quellen eines Dual-Netzteils in Reihe schaltet,
zu einer +/- Versorgung.
Aber bei Verwendung eines Drehgebers gibt es noch ganz andere
Möglichkeiten. Zum einen muß die Ausgangsspannung der Drehung jetzt gar
nicht direkt folgen. Statt dessen kann die Anzeige von "Istwert" auf
"Sollwert" umschalten. Jetzt dreht man so lange am Drehgeber bis man den
neuen Sollwert erreicht hat. Und erst mit dem Drücken auf den Drehgeber
(oder extra Knopf) wird der neue Sollwert übernommen und die Anzeige
springt zurück. Natürlich würde man eine solche Mimik abschaltbar haben
wollen, für die Fälle wo man die Ausgangsspannung langsam interaktiv
ändern will.
XL
Zurück zum Thema bitte!
Mir geht es um diese drei Netzteile, oder was ähnlichem in diesem
Preisbereich.
Wahrscheinlich wird es das Stratron werden.
Wie wird sich das Stratron Verhalten, wenn man damit einen Motortreiber
mit 4A-25V-PWM mit MCU-Schaltung und ADC betreiben will?
netzteilsucher schrieb:> Mir geht es um diese drei Netzteile, oder was ähnlichem in diesem> Preisbereich.
Weil es noch keiner so explizit gesagt hat: Schaltnetzteile haben zwar
den Vorteil daß sie klein und leicht sind. Dafür haben sie (für ein
Labornetzteil) suboptimale Regeleigenschaften. Sie produzieren bei
Lastsprüngen prinzipbedingt größere Aussetzer (und schlimmer:
Überschwinger) als ein guter Linearregler. Der notwendige Ausgangselko
kann zur Gefahr werden, wenn man das Netzteil als CC Quelle verwendet,
weil der Elko seine Ladung unter Umgehung der Stromregelung in die Last
abgibt.
In manchen (womöglich den meisten) Anwendungen kann man damit leben und
profitiert von den Vorteilen eines Schaltnetzteils.
> Wahrscheinlich wird es das Stratron werden.> Wie wird sich das Stratron Verhalten, wenn man damit einen Motortreiber> mit 4A-25V-PWM mit MCU-Schaltung und ADC betreiben will?
Gemäß dem Datenblatt. Siehe Ausregelung der Ausgangsspannung in
Abhängigkeit von der Last.
XL