Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR erst flashen und danach löten


von Rapid (Gast)


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Hallo,
ich möchte gerne mit kleine Tiny AVRs, dezentrale intelligenten I²C 
Bausteine
realisieren und z.B. mit Bascom programmieren. Das Problem ist, daß dann 
die programmierschnittstelle zu viel Platz und Ports wegnimmt.
Meine Lösung wäre es zuerst zu flashen und danach zu löten (SMD).
Hat jemand Erfahrung damit wie Stabil dann das Programm im Chip ist?
Da kein Sockel vorhanden ist, kann man nicht ohne weiteres die Chips neu 
Programmiern.
Ich habe keine Informationen darüber gefunden.

von Georg G. (df2au)


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Rapid schrieb:
> zuerst zu flashen und danach zu löten

Das wird täglich zig-tausendfach auf der ganzen Welt gemacht.

> programmierschnittstelle zu viel Platz und Ports wegnimmt
eigentlich finden sich immer Punkte, die auch auf der fertigen Platine 
noch mit Fliegenbeinen erreichbar sind. Die Ports lassen sich (fast 
immer) auch so ausführen, dass sie sowohl zum Flashen als auch zum 
normalen Betrieb nutzbar sind. Von Atmel gibt es entsprechende AppNotes.

von Walter Tarpan (Gast)


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Rapid schrieb:
> Hat jemand Erfahrung damit wie Stabil dann das Programm im Chip ist?

Habe ich nie Probleme mit feststellen können (ATmega 328, ca. 200 
Stück).
Damit ging es allerdings nicht darum, den Sockel zu sparen, sondern 
Bausätze zusammenstellen zu können.

Rapid schrieb:
> Da kein Sockel vorhanden ist, kann man nicht ohne weiteres die Chips neu
> Programmiern.

Das wird aber trotzdem keinen Spaß machen. Du wirst Firmwareänderungen 
machen. Nimm Dir den Platz für den ISP-Sockel (es muß ja nicht 
2,54mm-Raster sein). Du wirst Dich irgendwann darüber freuen.

von Jo (Gast)


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Ich habe leider den Link nicht mehr; ich hatte aber gesehen, dass sich 
jemand aus 2 Buchsenleisten mit 1,27mm einen Adapter geklebt hatte, der 
auf die Kontakte des ICs gesetzt wurde.
Was natürlich darauf hinausläuft, dass eine Hand die Buchse auf das IC 
presst und die andere die Programmierung startet....

Vielleicht hilft Dir das bei den ersten Prototypen; wie Walter schon 
richtig bemerkte, wirst Du mit Sicherheit (nachdem natürlich die 
Platinen fertig sind und das IC drauf liegt) feststellen, dass irgendwo 
ein blöder Fehler einprogrammiert ist

von Julian B. (julinho)


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Du kannst natürlich auch einen Bootloader flashen und dann auf dem Board 
über einen Pin die Firmware einspielen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Wobei man im Lauf der Zeit den Platz für den bootloader irgendwann gerne 
für die die eigentliche Software hat.
Ich plane eigentlich immer rel. grosszügig, aber wie das nun mal so ist: 
noch dieses rein, noch jenes rein, könnte man nicht noch...

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