Folgendes:
ich wollte ab Hauptverteilung zur Zapfstelle undgefähr 40m 32er PE-Rohr
legen. Nun werde ich vorraussichtlich gezwungen sein, zwischendrin auf
ca 2m Länge auf 25er PE-Rohr zu verjüngen. Kann jemand grob die Folgen
einer solchen Maßnahme gegenüber der Verwendung von durchgehend 32mm
(Außendurchmesser) einschätzen?
Oder wird sich das auf einer so kleinen Strecke nicht nennenswert
bemerkbar machen?
Christian schrieb:> Oder wird sich das auf einer so kleinen Strecke nicht nennenswert> bemerkbar machen?
ist doch wie die Reihenschaltung von Widerständen.
Es kommt jetzt nur noch auf den Druck (die Spannung) die in der
Hauptleitung vorhanden ist.
Die Frage ist was du mit dem Anschluss machen willst, den Pool füllen
dann wirst du es merken. Nur fürs Hände waschen, dann wird es egal sein.
Die Frage ist doch: Was hängt da hinten drann.
Ein ganzes EFH - dann könnte es u.U. knapp werden.
Ein einzelner Wasserhahn - dann reicht auch 25mm über die komplette
Länge.
Oder als kompromiss, 32mm bis zur Einschnürung und den Rest 25mm.
Eine erneute Aufweitung macht meist keinen Sinn weil es durch die
Durchmesseränderung zu Verwirbelungen kommt die den Fluss u.U. mehr
behindern als ein paar Meter etws dünne Leitung
Christian schrieb:> Kann jemand grob die Folgen> einer solchen Maßnahme gegenüber der Verwendung von durchgehend 32mm> (Außendurchmesser) einschätzen?
Es kann passieren, daß die Leitungen Resonanzen ausbilden, bei einem
bestimmten Wasserfluss also anfangen Töne von sich zu geben.
Es ist schliesslich eine Pfeife.
MaWin schrieb:> Es ist schliesslich eine Pfeife.
Also Mawin, jetzt drehst Du aber langsam endgültig durch...oder liest
mal wieder nicht das eigentliche Problem.
Die meisten Verluste entstehen bei ihm am Ein- und Ausgang des 25er
Rohrs. Diese Übergänge sollten so flach wie möglich gestaltet werden.
Die 2m mit glattem PE sind selbst nicht so das Problem. Das Wasser muss
nur "langsam" und definiert beschleunigt und wieder abgebremst werden.
Max Mustermann schrieb:>> Und wie lang ist die Leitung?>> 40Meter!!!> Wer lesen kann.....
Ich meinte die Länge des Stücks Leitung vor oder nach der Einschnürung.
Wurde oben gesagt, wenns nur noch ein paar Meter sind lohnt ein
Zurückkehren zum größeren Durchmesser nicht.
0815 schrieb:> Also Mawin, jetzt drehst Du aber langsam endgültig durch...oder liest> mal wieder nicht das eigentliche Problem.
Nein, er hat schon etwas weiter gedacht.
Ein pfeifen im Rohrsystem bei bestimmten Durchflussmengen ist gerade bei
alten, verbauten und zusammengestückelten Rohrsystemen nicht mal so
selten und kann ganz schön störend sein.
Udo Schmitt schrieb:> Ich meinte die Länge des Stücks Leitung vor oder nach der Einschnürung.
Ist kaum relevant.
Die Verluste die man durch die Verwirbelungen an der Aufweitungsstelle
hat holt mann danach auf so einer kurzen Länge (25-30m) kaum wider rein.
Udo Schmitt schrieb:> Ein pfeifen im Rohrsystem
Das hat mit dem Effekt einer Pfeife aber nichts zu tun. Wasser ist nicht
komprimierbar. Diese Geräusche entstehen auch nicht im Medium, sondern
am Rohr selbst. Und letztens ist eine Verjüngung 32 auf 25mm was
vollkommen Normales, da pfeift überhaupt nichts.
0815 schrieb:> Das hat mit dem Effekt einer Pfeife aber nichts zu tun. Wasser ist nicht> komprimierbar.
Ich weiss jetzt nicht woe das Pfeifen herkommt, aber ich gebe zu
bedenken, daß solche Erweiterungen und Verengungen zumindest zu
(Teil)Reflektionen von Druckstößen führen können und damit zu einem
prinzipiell schwingungsfähigen System.
Max Mustermann schrieb:> Ist kaum relevant.> Die Verluste die man durch die Verwirbelungen an der Aufweitungsstelle> hat holt mann danach auf so einer kurzen Länge (25-30m) kaum wider rein.
Kommt wohl auch auf die Durchflussgeschwindigkeit an. Der TO verrät ja
bisher leider nicht was damit versorgt werden soll.
Ich gebe dir recht, durch die Verschraubungen und Fittings hat man
zusätzliche Verluste, es könnte durchaus sein daß ein Komplettrohr in
25mm genauso gut ist wie das Zusammengestöpsel aus 2 unterschiedlichen
Durchmessern.
Udo Schmitt schrieb:> (Teil)Reflektionen von Druckstößen
Welche Druckstöße? Welche Reflektionen? Druckstöße gäbe es nur bei Luft
im System (Wasserschläge). Reflektionen gibt es bei Wellen, und diese
gibt es im geschlossenen Rohr mit nicht komprimierbarem Medium nicht.
Das gefüllte Rohr verhält sich bezüglich Schwingungen ähnlich wie ein
massiver Rundstahl.
Ein Schwingen der Rohrleitung ist möglich, aber das passiert eher bei
extremen Einengungen, z.B. halb geöffneter Hahn oder so.
Aber lasst uns mal nicht weiter übers Pfeifen bei einer so simplen
Einengung reden, bei der geringen Querschnittsverjüngung hört man nicht
mal ein Rauschen.
Er soll es einfach so bauen, und gut.
0815 schrieb:> Druckstöße gäbe es nur bei Luft> im System (Wasserschläge).
Schön wärs...
...Druckstöße gibt es immer dann, wenn man den Wasserhahn zügig
schließt. Bei Langen Rohren sollte man da sehr vorsichtig sein und
sorgfältig rechnen.
Schreiber schrieb:> ...Druckstöße gibt es immer dann, wenn man den Wasserhahn zügig> schließt
Jaa, Magnetventile hatte ich vergessen. Und wenn man von außen auf die
Leitung haut, gibt es auch noch Druckstöße. Bei Erdbeben und
Bürgerkriegen sicher auch. Fragt sich nur noch, was das mit
Pfeifgeräuschen zu tun hat ;-)
0815 schrieb:> Jaa, Magnetventile hatte ich vergessen.
Das brauchst du nicht, ein einfacher Einhebelmischer reicht. Den kannst
du auch in 0,1s schliessen.
Ich hatte allgemein schnelle Druckunterschiede gemeint, die als Welle
durch das Wasser laufen und ggf. reflektiert werden.
Oder woher glaubst du kommen die hör (und fühlbaren) Schwingungen bei
pfeifenden Wasserleitungen. Was kann massive Metallleitungen in fühlbare
Vibration versetzen wenn nicht schnelle Druckunterschiede?
Paul Baumann schrieb:> Pfeif drauf.
Das muss ich in dem Fall aber auch sagen. Warum behandeln wir hier
Druckstöße, Schwingungen und Pfeiftöne, wenn sie beim TO gar nicht
vorkommen?
Die vehement verfochtene, imaginäre Schwingung läuft doch nicht primär
das Medium entlang, sondern am Rohr. Das Wasser ist dort nur drin, und
muss diese Schwingung logischerweise mitmachen. Wie das Rohr nun
angeregt wird, ist vermutlich hohe Physik. Bei nem halb geschlossenen
Hahn könnte es ein ähnliches Phänomen sein, wie das Streichen über den
Glasrand.
Schwingungen im geschlossenen Gefäß sind bei Flüssigkeiten zumindest
theoretisch nicht möglich. Praktisch könnte das Rohr nicht 100% rund
sein, wodurch sich ein kleiner Spielraum für eine Welle im Medium
ergibt. Das wäre aber sehr minimal.
Bin gespannt, wann der erste mit Kavitation kommt, um im Rohr Platz für
die Schwingung des Mediums zu machen ;-)
0815 schrieb:> Bin gespannt, wann der erste mit Kavitation kommt, um im Rohr Platz für> die Schwingung des Mediums zu machen ;-)
Da kann ich nicht dienen. Das letzte bisschen Kavitation habe ich an
Einen verschenkt, der sein Motorboot reparieren wollte.
;-)
MfG Paul
Paul Baumann schrieb:> Das letzte bisschen Kavitation habe ich an> Einen verschenkt, der sein Motorboot reparieren wollte.
Ich dachte immer, die wollen die Kavitation möglichst ausbauen,
damit die Schraube länger hält.
Kavitation ausbauen...der ist nicht schlecht ;-)
Jetzt wissen wir auch, warum Paul seine restliche Kavitation so locker
verschenken konnte, das Zeugs fällt in Werften scheinbar massenhaft an
(bei Ausbauten, versteht sich)...;-)
Hauptanschluss -> Verjüngung: 5m 32er
Verjüngung selber: 2m 25er
Verjüngung -> Abzweig Tiertränke 20m 32er
Abzweig Tiertränke -> Außenküche 7m 32er
Tiertränke und Außenküche haben je nachdem 1/2" oder 3/4" - Anschlüsse
32er Rohr ist schon vorhanden, umschwenken auf komplett 25er deshalb
eher ungünstig.
Christian schrieb:> Hauptanschluss -> Verjüngung: 5m 32er> Verjüngung selber: 2m 25er> Verjüngung -> Abzweig Tiertränke 20m 32er> Abzweig Tiertränke -> Außenküche 7m 32er>> Tiertränke und Außenküche haben je nachdem 1/2" oder 3/4" - Anschlüsse>> 32er Rohr ist schon vorhanden, umschwenken auf komplett 25er deshalb> eher ungünstig.
Alles gut! Das geht.
also keine Pollbefüllung geplant. Schlimmstenfalls lässt der Druck in
der Außenküche etwas nach, wenn an der Tiertränke gleichzeitig Wasser
entnommen wird.
> Schlimmstenfalls lässt der Druck in> der Außenküche etwas nach, wenn an der Tiertränke gleichzeitig Wasser> entnommen wird.
Bei geringem Wasserdruck (vielfach im Altbau) gibt es oft Probleme mit
Durchlauferhitzern zur Warmwasserbereitung. Diese benötigen ja einen
bestimmten Mindestdruck zur einwandfreien Funktion. Bei Unterschreitung
wird das Temperatur-Regelverhalten stark beeinträchtigt, oder der DLE
springt erst gar nicht an.
Heimwerker schrieb:> Bei geringem Wasserdruck (vielfach im Altbau) gibt es oft Probleme mit> Durchlauferhitzern zur Warmwasserbereitung.
Deshalb unsere Frage oben. Was hängt da dran? Wie lang ist die gesamte
Leitung
Nach der Antwort:
Christian schrieb:> Hauptanschluss -> Verjüngung: 5m 32er> Verjüngung selber: 2m 25er> Verjüngung -> Abzweig Tiertränke 20m 32er> Abzweig Tiertränke -> Außenküche 7m 32er
Kann man wohl zu Recht sagen, kein Problem, mach mal.
Wie auch "Max Musterman" und Düsendieb schon gesagt haben.
Heimwerker schrieb:> Bei geringem Wasserdruck (vielfach im Altbau) gibt es oft Probleme mit> Durchlauferhitzern zur Warmwasserbereitung. Diese benötigen ja einen> bestimmten Mindestdruck zur einwandfreien Funktion. Bei Unterschreitung> wird das Temperatur-Regelverhalten stark beeinträchtigt, oder der DLE> springt erst gar nicht an.
kann nicht sein, denn sonst dürfte man nicht den Wasserhahn nur etwas
aufdrehen.
Der Druck bist nicht wirklich für den DLH wichtig, sondern die
Durchflussmenge. (ja diese ist zum Schluss von Druck abhängig)
Peter II schrieb:> kann nicht sein, denn sonst dürfte man nicht den Wasserhahn nur etwas> aufdrehen.>> Der Druck bist nicht wirklich für den DLH wichtig, sondern die> Durchflussmenge. (ja diese ist zum Schluss von Druck abhängig)
Bei älteren hydraulisch gesteuerten Durchlauferhitzern ist ein nur halb
geöffneter Wasserhahn auch durchaus nicht unproblematisch...
0815 schrieb:> Schwingungen im geschlossenen Gefäß sind bei Flüssigkeiten zumindest> theoretisch nicht möglich.
ach so, es gibt also in dem Fall keine Schallausbreitung in
Flüssigkeiten?
S. schrieb:>> Schwingungen im geschlossenen Gefäß sind bei Flüssigkeiten zumindest>> theoretisch nicht möglich.>> ach so, es gibt also in dem Fall keine Schallausbreitung in> Flüssigkeiten?
Schwingungen der Rohre könnten bei Druckstößen sehr wohl vorkommen!
Frage ist, ob diese Rohre zweckmäßig befestigt sind oder Rohre in
ungünstigen Fällen beim Abstellen der Einhebelmischer in Resonanz kommen
und im schlimmsten Fall wie z.B. in meiner alten Küche dadurch Risse
bekommen.
Christian schrieb:> zwischendrin auf ca 2m Länge auf 25er PE-Rohr zu verjüngen
Ein Bohrhammer ist ein nützliches Gerät um auch größere Durchbrüche
schnell zu erledigen. Der Baumarkt wartet auf Dich. :-)
Ich bin gerade durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Bevor hier noch
weitere Theorien in die Welt gesetzt werden, ein paar Fakten:
Wasser ist kompressibel! Nicht so stark wie Luft, aber dennoch kann man
es zusammendrücken.
Faustregel: Bei 100 bar Druckerhöhung steigt die Dichte von Wasser um
0,5%.
Siehe hier:
http://ismaier.jimdo.com/tipps-und-tricks/berechnung/
Daher sind alle die Effekte, die ihr von Luft kennt, möglich:
Druckstöße, Schwingungen, Schallübertragung, "Pfeifen"...
Der Unterschied zu Luft ist, dass die Schallgeschwindigkeit in Wasser
wesentlich höher ist (ca. 1400 m/s) als in Luft (330 m/s). Und die
Dichte von Wasser ist auch viel größer als die von Luft. Daher sind
Druckstöße in Wasser viel heftiger als in Luft.
Christian schrieb:> Oder wird sich das auf einer so kleinen Strecke nicht nennenswert> bemerkbar machen?
Wenn 1bar nennenswert ist schon (Schätzung der Reduktion nach den Werten
von Ingenieuranwärter als sprungartige Änderung).
Leider fehlen alle Angaben die zu einer Berechnung benötigt würden.