Hallo.
Wir wollen ein einem Laptop-Motherboard (Samsung) die Netzbuchse
auswechseln. Leider versagte der Lötkolben und daher brachten wir das
Teil zu einem guten Freund der so etwas drauf hat.
Er hat die Buchse ausgelötet und kann sie nicht reparieren.
Die Buchse hat rechts und links 2 Beinchen (2x2). Hinten sind 3 kleine
Beinchen nebeneinander. Die 3 löcher in der Platine sind klein und
liegen end beieinander. Zwischen 2 löchern ist nun "Kontakt" so das ein
Kurzschluss entstehen könnte. Der Lack (Blau vom Motherbaord) ist an
dieser Stelle aufgekratzt vom Kolben.
Seht ihr eine Möglichkeit das neu zu lackieren damit es zu keinem
Kurschluss kommt?
Der Kumpel kann es wohl auch nicht...
Buchse raus, viel Flussmittel drauf, mit Löbkolben mit Absaugung das Lot
entfernen, neue Buchse einsetzen, und wohl dosiert einlöten.
Warum verstehen die Leute eigentich nicht, dass man nur minimal Lötzinn
braucht und hauen da Zeug drauf, als ob sie eine Dachrinne löten wollen?
So kann das nichts werden...
Ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt.
Das mit der Beschädigungen waren wohl wir. Da kann der Freund nichts
für. Er hat es nur anständig ausgelötet.
Die Stelle sieht so aus:
O O O
Der Abstand zwischen den "O" ist minimal. Um das "O" herum ist ein
silberner Kontaktring zur Platine (weiss nicht wie das heisst). Nun ist
zwischen 2 "O" ein Kontakt durch den Kolben.
Quasi so:
OO O
Normalerweise muss zwischen den O O O blauer "Lack" sein. Dieser ist
aber genau dazwischen WEG. :(
Dingo schrieb:> Ich hoffe man kann es gut (das Problem) erkennen.
Gut kann man es zwar nicht erkennen (völlig unscharf), aber man kann es
ahnen. Da hilft einfach reichlich Flußmittel und Entlötlitze. Da hilft
kein Lack. Der ist nur dafür da, daß man weniger Probleme beim
eigentlichen Löten hat, damit sowas gar nicht passiert. Aber wenn es nun
mal passiert ist, wie gesagt, viel Flußmittel und Entlötlitze, dann die
neue Buchse rein und sorgfältig löten (auch hier mit Flußmittel und
nicht zu viel Zinn), damit nicht wieder eine Zinnbrücke entsteht.
Das mit dem Photographieren haste wohl auch nicht drauf, oder?
Wenn das so ist, wie ich mir das vorstelle, d.h. von der Platine ist
zwischen den Pins die oberste Lage abgekratzt und die Masselage schaut
zwischen den Pins raus, so würde ich an deiner Stelle das vorsichtig
einlöten (damit kein Kontakt zwischen den Lagen) und anschliessend mit
2komponenten-Kleber (Araldit etc.) isolieren.
Das ist keine "Zinnbrücke". Das ist (soviel ich verstanden habe)
entstanden weil der 1. Entlöter mit der scharfen Lötspitze mehrfach
abgeruscht ist. Das sieht aus wie die "Unterseite" der Platine. ALso das
was unter der blauen Schicht ist. Somit sind die Kontakte auch ohne
löten verbunden und keine eigenständige kontakte mehr.
Hallo,
Dingo schrieb:> Ich hoffe man kann es gut (das Problem) erkennen.
Nein. Beim Fotografieren kann Licht nur durch Licht ersetzt werden!
Bitte viiiiiel Licht, kleine Blende (große Blendenzahl) und
Makrofunktion verwenden.
Wenn nur der Lötstopplack der Leiterplatte abgeplatzt/verratzt ist,
könnt Ihr die neue Buchse einfach so einlöten. Leider sieht man dies auf
dem Foto nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Selbsternannter Weltverbesserer
> Ich hoffe man kann es gut (das Problem) erkennen.
Mach mal das Licht an in Düsseldorf, dann kann man besser was erkennen.
Ansonsten wie npn schon schrub ordentlich Flussmittel drauf und gut iss.
Nachmessen kann auch nicht schaden.
Dingo schrieb:> Das ist keine "Zinnbrücke". Das ist (soviel ich verstanden habe)> entstanden weil der 1. Entlöter mit der scharfen Lötspitze mehrfach> abgeruscht ist. Das sieht aus wie die "Unterseite" der Platine. ALso das> was unter der blauen Schicht ist. Somit sind die Kontakte auch ohne> löten verbunden und keine eigenständige kontakte mehr.
Auch ohne Lötstopplack ist noch ein Abstand zwischen Kupferlage und
Lötauge vorhanden. Der fehlende Lötstopplack hat nur dazu geführt, daß
auch die dazwischenliegende Kupferfläche Zinn angenommen hat und zwei
Lötaugen und das dazwischenliegende Kupfer mit einer Zinnbrücke
verbunden sind. Voraussetzung natürlich, daß die Lötaugen nicht
beschädigt und "breitgeschmiert" sind, dann kann das natürlich auch zum
Kurzschluß führen. Aber dazu muß der Löter schon ganz schön hart gewütet
haben :-)
Wenn das so sein sollte, kann man vorsichtig versuchen, Kupfer und
Lötauge mit einem Cuttermesser oder einem Skalpell zu trennen.
Ich denke, daß das Zinn einfach den kleinen Abstand zwischen Lötauge und
umgebendem Kupfer benetzt hat und beim benachbarten Lötauge genauso.
Also erstmal wie oben beschrieben saubermachen und dann vorsichtig (!)
die neue Buchse einlöten.
Dingo schrieb:> Somit sind die Kontakte auch ohne> löten verbunden und keine eigenständige kontakte mehr.
Das war ev. schon immer so. Die Kontakte (wahrscheinlich 2) sind wohl
auf mehrere Lötpins aufgeteilt, aber auch in der (Hohl?) Buchse
miteinander verbunden. Dann würde das kleine Maleur ohne Folgen bleiben.
Dingo schrieb:> So besser? Mein Handy stellt es näher nicht scharf. Mit Licht> sieht man> dann nichts mehr.>
Viel besser :-)
Okay, sieht wirklich aus, als wären die Lötaugen "breitgeschmiert". Dann
also ganz vorsichtig und mit viel Geduld versuchen, das
dazwischenliegende Kupfer mit einem spitzen Cuttermesser zu trennen.
Dann mit dem Ohmmeter messen, ob wirklich alles getrennt ist. Erst dann
die neue Buchse vorsichtig einlöten.
Kann man die Kupferfarbige Stelle (Kratzer) entfernen? Sieht aus als
wäre es einfach die Innenschicht des Boards und halt an dieser Stelle
durch den Kratzer sichtbar.
Ich muss mir wohl einen Profi suchen.
Wenn jemand jmanden kennt, lasst es mich bitte wissen
Düsseldorf, Neuss, Wuppertal, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Köln...
> Ich muss mir wohl einen Profi suchen.
Vermutlich keine schlechte Lösung, kann Dir allerdings leider niemanden
nennen in der Gegend.
> woher weiss er das?
Falls Du mich meinst, unhöflich in der dritten Person: Diese Information
hast Du oben im ersten Foto absichtlich oder versehentlich selbst
veröffentlich [0]. Da Du so überrascht tust gehe ich mal von zweiterem
aus.
[0] http://de.wikipedia.org/wiki/Exif#Exif-Eintr.C3.A4ge
Dingo schrieb:> Quasi so:>> OO O>> Normalerweise muss zwischen den O O O blauer "Lack" sein. Dieser ist> aber genau dazwischen WEG. :(
Mich beschleicht das ungute Gefühl, dass hier die oberste Epoxy-Lage
durchgekratzt worden ist und bereits das Kupfer der nächsten Innenlage
zutage tritt.
Ich habe das Board in Professionelle Hände gegeben. Nach kurzer
begutachtung unter einen gigantischen Lupe sagte der Techniker: Kein
Problem. Ich hoffe es! :)
Wusste gar nicht das es so einen Techniker in Düsseldorf gibt... Der
repariert wohl alles.
Rückmeldung:
Die Lötstelle wurde repariert und der Laptop läuft wieder Einwandfrei.
Die kosten empfand ich etwas hoch (50,00 Euro) für "das bisschen" arbeit
aber egal.
Der Techniker hat es jedenfalls drau. Die Werkstatt erzählt mehr als
1000 Worte.
http://www.ero-technik.de/
Kann ich empfehlen!