Hi.
Beim Auto ist es ja allgemein üblich, den Minus über die Karosserie zu
führen.
Nun baue ich ein Gerät, bei dem alle Komponenten/Platinen auf einer 2mm
Stahlblechplatte montiert werden.
Diese Platte wird dann als ganzes in das Gehäuse eingesetzt und
verschraubt. Außerdem sind Kühlkörper vorhanden, die mit dem Gehäuse
ebenfalls leitend verbunden sind.
Nun könnte ich ja hin gehen, und bei den Kühlkörpern die Minus-Beine der
Mosfets mit Lötfahne und Schaube direkt auf den Kühlkörper legen.
Das würde es mir ersparen, mehr als 1 Sück 4mm² Leitung pro FET anlöten
zu müssen.
Bei der Stromversorgung und Steuerplatine würde ich den Minus auch
einfach mit an die Grundplatte anlegen. (Platinen mit Messing
Gewindebolzen anschrauben, Befestigungslöcher mit Kupferrand und
Minus-Potential, oder eben auch eine Lötfahne + Schraube auf der
Montage-Grundplatte.
Notfalls könnte ich die Grundplatte und den Kühlkörper noch isoliert im
Gehäuse montieren und die beiden auch noch mit 6mm² verbinden. Aber ich
kann auch einfach den Stromfluss über die Alu-Profil-Tragschienen wo
alles drauf sitzt, laufen lassen. Leitet ja gut.
Oder wäre das ein Nachteil, Gehäuseteile in einen Stromkreis mit
einzubinden?
Niklas schrieb:> Beim Auto ist es ja allgemein üblich, den Minus über die Karosserie zu> führen.
Nicht immer. Es gibt auch Autos, bei denen Plus an Masse liegt
> Nun baue ich ein Gerät
Was für ein Gerät?
Es ist nicht immer sinnvoll, Minus auf Masse (Earth) zu legen.
Niklas schrieb:> Stromfluss über die Alu-Profil-Tragschienen wo> alles drauf sitzt, laufen lassen. Leitet ja gut.
Das mit dem gut Leiten würde ich mir noch mal überlegen. Normale
Alu-Profile sind eloxiert und die Eloxalschicht ist ein ziemlich guter
Isolator.
> Beim Auto ist es ja allgemein üblich, den Minus über die Karosserie zu> führen.
Glaub ich nicht. Der Minuspol ist mit der Karosserie verbunden, aber
alle mir bekannten elektrischen betriebsmittel sind zweipolig mit der
Batterie verbunden.
Bei Fahrräder hat diesbezüglich auch gerade ein Umdenken begonnen.
Aktuelle Fahrräder sind zweipolig verkabelt.
Stefan us schrieb:> Der Minuspol ist mit der Karosserie verbunden, aber> alle mir bekannten elektrischen betriebsmittel sind zweipolig mit der> Batterie verbunden.
Nö. Da hast du nicht richtig geschaut. Bei allen mir bekannten Autos -
und das sind einige - gehen die Masseleitungen aller Verbraucher auf
geradem Weg direkt zum nächsten Massepunkt an die Karosserie. Da sind
selten mehr als 30 cm Kabel.
Batteriemasse wird meistens sowohl an einen Massepunkt an der Karosserie
als auch zum Motorblock geführt. Viele haben auch noch eine separate
Leitung zur Lichtmaschine.
Nur in Ausnahmefällen wir eine Masseleitung mitgeführt. Die Sensoren am
Motor sind so ein Beispiel, deren Masse wird meist zum Motorsteuergerät
geführt. Aber auch dieses hängt mit seiner Spannungsversorgung nicht
direkt an der Batterie, sondern die GND-Leitung geht per Kabelschuh an
die Karosserie.
Du glaubst gar nicht, wie viele Fehler aufgrund abgegammelter
Massepunkte ich in meinem Leben schon repariert habe.
Gerhard schrieb:> Du glaubst gar nicht, wie viele Fehler aufgrund abgegammelter> Massepunkte ich in meinem Leben schon repariert habe.
Typisch z.B. an den Rückleuchten. Da sieht man oft, das Blink-
und Stoplicht gleichzeitig blinken, weil die Masse irgendwie
über die Blinklampen geholt wird. :-)
Gruss
Harald
Niklas schrieb:> Aber ich> kann auch einfach den Stromfluss über die Alu-Profil-Tragschienen wo> alles drauf sitzt, laufen lassen. Leitet ja gut.
Beim Auto ist immerhin die Karosserie verschweisst, hat also in sich
guten Kontakt, das kannst du mit verschraubten und ev. eloxierten Teilen
niemals so zuverlässig hinkriegen.
Aber wenn du ein Fan der geplanten Obsoleszenz bist...
Georg
Naja, die Schrauben müsste man schon mit Zahnscheiben verwenden. Am
besten noch ein geschnittenes Gewinde im Alu Kühlkörper.
Über Die Tragkonstruktion muss der Strom ja nicht unbedingt. Ich kann ja
vom Kühlkörper mit 6mm² direkt auf das Stahlblech springen.
Ansonsten müsste ich mit 2,5mm² leitung die Pins der TO220 Transistoren
kontaktieren und auf möglichst kurzem Wege zur Stromversorgung und den
Lastausgängen führen.
Harald Wilhelms schrieb:> Typisch z.B. an den Rückleuchten. Da sieht man oft, das Blink-> und Stoplicht gleichzeitig blinken, weil die Masse irgendwie> über die Blinklampen geholt wird. :-)
Das aber nicht mit 0 Ohm :-)
Das sind korrodierte Masseverbindungen, die einen Widerstand bilden, an
dem der für die Blinkfunzel notwendige Strom abfällt und damit die
Bremsfunzel dämpfen. Das sind meistens Autos, die nicht mehr in den
Strassenverkehr gehören. Leider wird das von den TÜV-Inscheneuren
ignoriert. Beim Termin muß man ja jedes Leuchtmittel EINZELN
einschalten. Somit fällt dieser Umstand bei der Prüfung nicht auf.
TÜV-Prüfer sind in der Regel sehr nette Staatsschergen, sie setzen aber
nur das um, was selbger ihnen vorschreibt. Da aber das, was und wie
geprüft werden soll, von Leuten kommt, die keine Ahnung haben. kommt
halt nicht mehr dabei raus. Somit verdunkeln sich Bremsleuchten bei
jedem Blinkzyklus.
Niklas schrieb:> Oder wäre das ein Nachteil, Gehäuseteile in einen Stromkreis mit> einzubinden?
Nicht wenn du es definiert machst. Mit Kontaktscheiben und
Erdungsmaterial bekommt man das gut hin.
Peter Xuang schrieb:> Das sind korrodierte Masseverbindungen, die einen Widerstand bilden, an> dem der für die Blinkfunzel notwendige Strom abfällt und damit die> Bremsfunzel dämpfen.
Der Strom fällt ab, aha...
>Da aber das, was und wie>geprüft werden soll, von Leuten kommt, die keine Ahnung haben. kommt>halt nicht mehr dabei raus.
Glashaus -> Steine.
Hallo,
niemals Strom übers Gehäuse fliessen lassen. Das einzige, was ans
Gehäuse gehört, ist der Schutzkontakt.
Auch der Unsitte, über den Schirm eines mehradrigen kabels Strom
fliessen zu lassen, quasi als zusätzlich Ader verwenden, soltle man sich
nach Möglichkeit nicht hingeben. Ich habe auch schon 5Volt über den
Schirm schicken müssen... Schirm ist Schirm und Masse ist Masse(Earth).
Meine Meinung
Axel