Defekte Mikrowelle von Bauknecht Bj. 1991

#3884781
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Meine Mikrowelle ging kaputt. Der Hochspannungskondensator (Fujiken 
2100V, 1.05 uF) hatte einen Kurzschluß. Nach dem Tausch des Elkos 
(gleiche Werte) und der 6,3A-Sicherung springt die Mikrowelle zwar an 
und gibt ihr "typisches" Geräusch von sich, aber das Gut wird nicht 
warm.

Was könnte bei einem Kurzschluß des Hochspannungselkos noch in 
Mitleidenschaft gezogen worden sein?
Gast #3884825
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Kurt schrieb:
> Schon kaputt? Gibt eben keine Qualität mehr.

Bauknecht.
Hatte damals eine Geschirrspuelmaschine gekauft, weil das Weibchen nicht 
per Hand spuelen wollte ..
Damals gab es die 2 Jahre Gewaehrleistung noch nicht. Die Machine wurde 
daraufhin dem Schrott zugefuehrt. Fuer so einen Dreck habe ich einfach 
keine Zeit.
#3884862
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Also jetzt mal im Ernst :-) - das ist ein Qualitätsgerät. Die meisten 
Teile kommen aus den USA. Und das Teil hat richtiges Gewicht.
Aber eine Ersatzmikrowelle wurde schon beschafft. Nicht für 40 Euro, 
sondern für 200, eben Qualität Made in Germany.
Ich war schon dabei, die defekte Mikrowelle zu entsorgen. Dann wurde ich 
neugierig: wegschmeißen oder zerlegen und experimentieren (bitte keine 
Kommentare) und fand ich den defekten Kondensator. Ersatz war schnell 
da. Ich werde dem Tipp von Schufti nachgehen und sehen ob es die Dioden 
sind. Ich beziehe meine Teile bei Farnell zum günstigen Preis. Falls die 
Ersatzteile doch zu teuer sind, werde ich das Teil doch entsorgen.
Gast #3885180
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Iam I. schrieb:
> Ich war schon dabei, die defekte Mikrowelle zu entsorgen. Dann wurde ich
> neugierig: wegschmeißen oder zerlegen und experimentieren (bitte keine
> Kommentare) und fand ich den defekten Kondensator. Ersatz war schnell
> da. Ich werde dem Tipp von Schufti nachgehen und sehen ob es die Dioden
> sind. Ich beziehe meine Teile bei Farnell zum günstigen Preis. Falls die
> Ersatzteile doch zu teuer sind, werde ich das Teil doch entsorgen.

Gratulation zu der Einstellung.
Mache ich inzwischen auch mit allen Geraeten so.
Denn: Wenn man das defekte Bauteil bzw. sogar die Ursache fuer den 
Defekt mal gefunden hat, kann man viele Jahre Feude an solchen Geraeten 
haben, ohne den Muellberg weiter zu vergroessern und vor allem ohne 
irgendwann Geraete kaufen zu muessen, die nur noch funktionieren, wennn 
sie regelmaessig nach Hause telefonieren duerfen.

Und das Argument der Stiftung Warentest, man soll neue Geraete kaufen, 
weil die viel energiesparender sind, ist voelliger Unsinn.
Solange, bis die Geraete diese Ersparnis in Geld wieder hereingeholt 
haben, leben die i.d.R. gar nicht.
Gast #3885345
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Dieter Frohnapfel schrieb:
> Bj. 1991 - gib die Reste ins Museum :-)

...um danach was zu tun? Eine Neue kaufen, die mit der selben Leistung 
un dem selben Wirkungsgrad und noch billigerer Qualität ein Mehrfaches 
der nötigen Ersatzteile kostet?

...Selbe Empfehlung: Laß Dich einweisen!

Zur Sache: Das Magnetron bekommt man mit zu geringer Anodenspannung 
nicht kaputt, auch nicht mit Wechselspannung an der Anode, demzufolge 
ist das Teil zu 99% in Ordnung.
Nach dem defekten Kondensator würde ich den Fehler auch bei den Dioden 
vermuten.

Weder die Technologie (Magnetron) noch davon abhängigen Wirkungsgrade 
haben sich bei Mikrowellen in den Letzten Jahrzehnten verändert. Wenn 
die Stiftung Warentest dann ein neues Gerät empfiehlt tut sie das 
deshalb weil die vom Test neuer Produkte lebt, nicht davon dem Kunden 
beizubringen alte Sachen für Kleingeld zu reparieren. Neue Geräte haben 
evtl. neue Funktionen, wie z.B. eine Prozessorsteuerung und die 
Möglichkeit den Bediener über eine App auf seinem Smartphone davon zu 
informieren das die 5 Minuten um sind. Neue Möglichkeiten haben sie 
nicht.

Gruß,

Holm
Gast #3885418
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Iam I. schrieb:
> Was könnte bei einem Kurzschluß des Hochspannungselkos noch in
> Mitleidenschaft gezogen worden sein?

Das  ist kein Elko.

Durch den Kurzschluß des Kondensators kann aber der 
Hochspannungsgleichrichter überlastet worden sein.

Die Reihenfolge: Erst geht das Magnetron kaputt, dann stirbt der 
Kondensator, ist ziemlich unwarscheinlich.
Auch in diesem Fall wäre in erster Linie der Gleichrichter gefährdet.

Weil in diesen Hochspannungsgleichrichtern mehrere Dioden hintereinander 
geschaltet sind, kannst du mit dem DMM erst etwas messen, wenn  der 
Gleichrichter total hinüber ist und in beiden Richtungen leitet.
Bei gesunden Gleichrichtern findest du in beiden Richtungen keinen 
Durchgang. Julian Baugatz hat bereits darauf hin gewiesen.
Gast #3885430
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Ich hab gerade jetzt die MW vom Nachbar, wo der Getriebemotor vom 
Drehteller defekt ist.
Er will sie deshalb nicht mehr! Willst du haben?

Meine MW hat weder Grill noch Drehteller, aber ich hab sie trotzdem 
lieb.
#3885685
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michael_ schrieb:

> Meine MW hat weder Grill noch Drehteller, aber ich hab sie trotzdem
> lieb.

Meine MW ist nochmal ca. 15 Jahre älter als die von iami (Die musste
damals sogar noch bei der Post angemeldet werden.). Auf Grund des
Wunsches einer weiteren Person in meinem Haushalt :-) wurde jetzt
eine neue mit Grill angeschafft. Jetzt habe ich das Problem, das
kein Mensch eine voll funktionsfähige MW entsprechenden Alters
selbst geschenkt haben will. Für den Sperrmüll ist mir dieses
Teil echt zu schade.
Gruss
Harald
Gast #3886503
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Die oben von mir genannte MW wurde mir zur Begutachtung gebracht, weil 
beim Einschalten da tierisch Qualm rauskam.
Da hab ich ihm gesagt, er soll die MW auf den Hof stellen und warten bis 
es nicht mehr dampft. Und wie es dampfte!
Ergo, sie wurde nie mit Grill benutzt. Es war das Fett an der IR-Röhre.
Und wenn ich mir den Mikro-Grill ansehe, dann braucht man den auch 
nicht.

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