Hallo,
der Messfehler selbst ist nochmal ein ganz anderes Kapitel. Um das
korrekte Ergebnis aus den Einzelmessungen ausrechnen musst du doppelt so
schnell abtasten, wie die größte Frequenz in deinem Signal.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nyquist-Frequenz
Ist dies erfüllt, dann lässt sich das Signal aus den Messwerten durch
Interpolation vollständig rekonstruieren (ist aber immer noch Aufwand
und man kann nicht einfach die Messwerte nehmen und verrechnen). In der
Praxis nimmt man eher 10 Punkte pro Periode (anstatt der 2 Punkte, die
man minimal braucht) und interpoliert mit einer einfache Gerade (einfach
Punkte verbinden).
Ein ideales Rechtecksignal enthält allerdings alle ungeradzahlig
vielfache seiner Grundfrequenz. Sprich, ein 1kHz Rechtecksignal besteht
aus Sinussignalen mit 1kHz, 3kHz, 5kHz, 7kHz, usw., wobei die Amplitude
der Signale mit zunehmender Frequenz sinkt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzspektrum#Elementare_Signale
Zusätzlich zu den Problemen kommen jetzt noch deine Messfehler. Wenn du
nämlich ein Signal mit z.B. konstant 1V hast kann deine Messung
beispielsweise 0,98V Anzeigen, dann hast du einen Messfehler von 0,02V
oder 2%. Damit lässt sich ausrechnen, wie hoch die Samplefrequenz sein
muss, dass der Samplingfehler kleiner wird, als der eigentlich
Messfehler.
Gruß Kai