Gehalt nach Leiharbeit

Gast #3890895
Lesenswert?

Hallo,

demnächst sollte ich mit meinem Chef über meine Gehaltsvorstellungen 
nach dem 1 Jahr der Arbeitgeberüberlassung reden, doch wie hoch sollte 
ich das denn ansetzen? Ich habe ein Diplom von der FH und habe nach 
meinem Abschluss für Ferchau 1/2 Jahr bei einem mittelgroßem Unternehmen 
gearbeitet bei dem ich überhaupt nicht zufrieden war. Gewechselt habe 
ich auch in die Arbeitgeberüberlassung zu einem Unternehmen mit mehr als 
50.000 Mitarbeitern in einer Gehaltsstarken Region. Kommilitonen mit 
ähnlichen Abschluss sind bei so großen Unternehmen in der Region bei 
einer 35h-Woche bei mehr als 45k eingestiegen. Gehaltsstufe 10a bei dem 
IG-Metall-Zeug.
Zur Zeit verdiene ich bei einer 40h Woche 45k, wobei der Betriebsrat 
erwähnte, dass mein Gehalt zu niedig sei.
Mein ehemlaiger Kommilitone meinte nun 52.000 bei 35h und das 
hochrechnen auf eine 40h Woche, was mir aber zu hoch erscheint.
Was ist denn angemessen?
Gast #3890984
Lesenswert?

Verantwortung habe ich zur Zeit nicht viel, was möglichweise an der 
Position des externen Mitarbeites liegt. Mein Vertrag läuft auch noch 5 
Monate und ich arbeite in der Entwicklung. Größtenteils bin ich für 
verschiedene Softwareaufgaben verantwortlich.
Bislang (7 Monate) habe ich eher viel gelernt, verschiedene 
Programmiersprachen angewendet, um Automatisierungaufgaben und 
Inegrationen für Tests und Messungen durchzuführen und dabei die 
Produkte im technischen Sinne kennengelernt.
Eine relativ simple Aufgabe zur Anpassung von Dateien habe ich nun zudem 
übernommen, wobei ich Verantwortung trage, da der Produktionsbetreib von 
der zeitnahen Bearbeitung abhängt.
Gast #3891011
Lesenswert?

1 Jahr Berufserfahrung habe ich ja in dieser Abteilung, in der ich 
arbeiten würde und du wenn ich gefragt werde würde, wäre es mir eher 
unangenehm zu sagen, dass ich alles nehme, was er mir anbietet. Hat noch 
jemand einen konkreten Vorschlag?
Gast #3891021
Lesenswert?

ing_software schrieb:
> Zur Zeit verdiene ich bei einer 40h Woche 45k, wobei der Betriebsrat
> erwähnte, dass mein Gehalt zu niedig sei.

Bedenke, dass der Sklavenhändler an Dir sehr gut verdient. Ich 
persönlich würde so mindestens 20% schätzen. Also ist der Vorschlag 
Deines Freundes auf jeden Fall gerechtfertigt.
Gast #3891035
Lesenswert?

Koste 10K im Monat, aber das hat glaube ich nichts mit meinem 
Gehaltsvorschlag zu tun, denn die Kostenstelle für Externen sind 
projektbezogen und damit eine andere Kostenstelle als die Gehälter der 
Internen.
Gast #3891382
Lesenswert?

Claus M. schrieb:
> ing_software schrieb:
>> Mein ehemlaiger Kommilitone meinte nun 52.000 bei 35h und das
>> hochrechnen auf eine 40h Woche,
>
> mit 1.5 Jahren BE beim Leiher? Traumtänzer! Guck das du vom Leiher
> wegkommst, dann ergibt sich ein gutes Gehalt ganz von alleine im Laufe
> der Jahre. Also nimm einfach was sie dir bieten, so schlecht wird es
> schon nicht sein.

Also 52000:35x40= 59000
Unm für sowas bezahlt zu werden:
ing_software schrieb:
> Bislang (7 Monate) habe ich eher viel gelernt, verschiedene
> Programmiersprachen angewendet, um Automatisierungaufgaben und
> Inegrationen für Tests und Messungen durchzuführen und dabei die
> Produkte im technischen Sinne kennengelernt.
> Eine relativ simple Aufgabe zur Anpassung von Dateien habe ich nun zudem
> übernommen, wobei ich Verantwortung trage, da der Produktionsbetreib von
> der zeitnahen Bearbeitung abhängt.

Des macht jeder Fach-Informatiker für 35000 per Anno.

Also: :---)
Gast #3891490
Lesenswert?

stefan Müller schrieb:
> In welchem Bereich braucht man schon wirklich ein Diplom?

Die Frage ist doch auch wie oft.

wer braucht schon über 90% seiner Arbeitszeit wirklich ein Diplom, sehr 
vieles ist einfach Routine.

Aber sein Gehalt nur nach Abschluss (Diplom (FH), Master etc.) und 
Berufserfahrung zu bemessen, ist unzureichend.
Gast #3891755
Lesenswert?

stefan Müller schrieb:
> Ich schrieb:
>> Braucht man dafür ein Diplom?
>
> In welchem Bereich braucht man schon wirklich ein Diplom? Wieviel der
> Dipl.-Ings arbeiten auf Positionen wo man wirklich ein Diplom braucht.
> Gerade in der Softwareentwicklung könnten doch viele Jobs von
> Codemonkeys übernommen werden.

Na und? Es langt doch, wenn man dafür entsprechend vergütet wird, und
diese Vergütung hängt sehr wohl am akademischen Abschluss, vor allem in 
einem Konzern.
Ich finde das ideal: Eine ruhige Kugel als Software-Entwickler schieben,
aber dafür ordentlich abcashen.
Gast #3891780
Lesenswert?

Linker schrieb:
>> In welchem Bereich braucht man schon wirklich ein Diplom?
>
> Für mich war es wichtig, da ich sonst nicht in die Position gekommen
> wäre.
> Vom fachlichen war es absolut unnötig.

Genau, ein Studienabschluss ist eine Eintrittskarte für bestimmte 
Positionen in der Berufswelt, mehr nicht. Was man daraus im späteren 
Berufsleben macht, ist zunächst einmal völlig unabhängig vom 
Studieninhalt.

Ehrlich gesagt möchte ich auch gar keine komplexe Mathematik im 
Berufsalltag beackern, lieber bekomme ich mein Gehalt, um in ein paar 
Meetings zu sitzen, das ist wesentlich leichter verdientes Geld.
Gast #3891899
Lesenswert?

Linker schrieb:
> Für mich war es wichtig, da ich sonst nicht in die Position gekommen
> wäre.
> Vom fachlichen war es absolut unnötig.

Es wird ein Diplom verlangt, das nicht benötigt wird, das klappt nur, 
wenn es zu viele Diplome gibt.
Eigentlich reichte ein Techniker oder eine erfahrene Fachkraft aus, aber 
etwas Diplom schadet nie.
Gast #3891970
Lesenswert?

Ich schrieb:
> Bürovorsteher schrieb:
>> Ein Jahr ist keine Berufserfahrung.
>
> Besser als nichts.

Kommt darauf an, und wenn sie ein Jahr lang nur Kaffee gekocht hat? Dann 
kann sie sich jetzt zwar Barista nennen, aber für ihren Beruf weiß sie 
danach weniger als direkt nach ihrem Studium.
Gast #3891975
Lesenswert?

Markus schrieb:
> Kommt darauf an, und wenn sie ein Jahr lang nur Kaffee gekocht hat? Dann
> kann sie sich jetzt zwar Barista nennen, aber für ihren Beruf weiß sie
> danach weniger als direkt nach ihrem Studium.

Eben 1 Jahr BE als Barista, besser als 1 Jahr zu Hause hocken.
Gast #3892109
Lesenswert?

Ich schrieb:
> Markus schrieb:
>> Kommt darauf an, und wenn sie ein Jahr lang nur Kaffee gekocht hat? Dann
>> kann sie sich jetzt zwar Barista nennen, aber für ihren Beruf weiß sie
>> danach weniger als direkt nach ihrem Studium.
>
> Eben 1 Jahr BE als Barista, besser als 1 Jahr zu Hause hocken.

Nö, dann lieber zu Hause bleiben.
Gast #3892850
Lesenswert?

ing_software schrieb:
> Zur Zeit verdiene ich bei einer 40h Woche 45k, wobei der Betriebsrat
> erwähnte, dass mein Gehalt zu niedig sei.

Für diese praktikantenartigen Tätigkeiten sicher nicht.

Mal ehrlich, das klingt nach einem Niveau das Quereinsteiger und 
Fachinformatiker ableisten können. Sei froh dass du überhaupt noch 45k 
für so nen Dullijob bekommst.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren