Man kann sich bei uns in der Hochschulbibliothek ziemlich viele
Lehrbücher als PDF legal runterladen. Prinzipiell eine super Sache, nur
leider fehlt mir die Möglichkeit, die Dinger auch zu lesen. Mit einem
Buch kann ich mich irgendwo hinsetzen/legen und es lesen, bei Büchern
als PDF müsste ich immer am Schreibtisch vor dem Monitor hocken, was
einfach ätzend ist.
Nun suche ich halt ein Tablet, das für diese Aufgabe geeignet wäre. Die
Kindle eBook Reader von Amazon scheinen ja nur deren eigenes Format
abzuspielen und man kann sich wohl auch keine Notizen machen. Im
Internet gibt es zwar alle möglichen Testberichte zu Tablets, aber da
bewertet auch jeder anders.
Könnt ihr mir ein Gerät empfehlen, mit dem ihr selber gute Erfahrungen
gemacht habt?
Irgendwie sollte Preis und Leistung auch im Verhältnis stehen, also
nicht unbedingt den teuersten Apple Scheiß.
Schnitzelbrötchen schrieb:> Die Kindle eBook Reader von Amazon scheinen ja nur deren eigenes Format> abzuspielen und man kann sich wohl auch keine Notizen machen.
Nein, PDF können die Kindle problemlos darstellen. Ich hab mir vor
einigen Jahren ein Kindle der 3.ten Generation gekauft (der mit der
Tastatur) und war überrascht, wie problemlos der selbst mathematische
Formeln darstellen kann. Die Bedienung ist allerdings nicht ganz so gut,
wie bei einem Tablet (muss aber passen, wie das bei den heutigen mit
Touchscreen ist). Notizen kann ich bei meinem auch machen, wenn im PDF
ein Text ist, wobei das selbst über die Tastatur nicht wirklich Spaß
macht. Akkulaufzeit und Lesbarkeit sind bei den e-Book-Readern super.
Wenn du im Buch schnell was suchen willst ist meiner Erfahrung nach ein
e-Book-Reader aber eher schlecht und ich bin mir auch nicht sicher, ob
das auf dem Tablet so viel schöner geht, auch wenn es schneller im
Scrollen ist. Da bevorzuge ich ein Buch aus Papier.
Um was in einem Lehrbuch nachzuschlagen, das man eigentlich nicht auf
dem Plan hatte finde ich den Kindle aber super. Im Vergleich zu den
üblichen Tablet passt der Kindle halt auch super in die Tasche, ohne
groß darauf aufpassen zu müssen. Da dürften die großen Displays der
Tablet problematischer sein. Zumal auch um einiges günstiger.
Meine Erfahrung mit dem Kindle sind sehr gut. Ob es für dich eine Option
ist kann ich aber nicht sagen, da das darauf ankommt, wie du wirklich
damit arbeiten willst.
Gruß Kai
Ein eBook-Reader ist zu klein und viel zu langsam beim Zoomen und
Blättern. Ich habe mir ein Samsung Galaxy Note 10.1 (mit der hohen
Auflösung) zugelegt, speziell zum Lesen von PDF auf Reisen. Ich bin
damit - für diesen Anwendungszweck - sehr zufrieden. Der Preis ist
allerdings vergleichbar mit dem Apple-Teil.
Am besten ist ausdrucken und noch besser, die Hardwareversion leihen
oder kaufen. Es gibt einen großen Gebrauchtbüchermarkt!
Meine Erfahrung ist: Es gibt keine brauchbaren Tabletts. Solange noch
nicht die DIN-A4-Version eines Lesegerätes mit eInk-Display raus ist,
nimm die Hardware-Version, wenn du ein Buch richtig durcharbeiten
willst. Willst du es nur als Nachschlagewerk nutzen, dann halte es auf
deinem Computer bereit.
Claudio Marone schrieb:> Meine Erfahrung ist: Es gibt keine brauchbaren Tabletts.
Meine Erfahrung ist das genaue Gegenteil:
ich besitze seit etwas über einem Jahr ein Aldi(-Süd)/Medion-Tablet, 10
Zoll, 179 Euro, das ich hier im WLAN betreibe.
Das Ding ist ganz hervorragend geeignet, in Datenblättern zu schmökern.
Und nur dafür hatte ich es einst auch gekauft.
Inzwischen habe ich aber dazugelernt und festgestellt, daß es auch
ordentlich Spaß macht, mit so einem Brotzeitbrett ein 7:1 gegen
Brasilien anzuschauen oder eine alte Al-Bundy-Folge oder Raumschiff
Enterprise etc. pp.
Außerdem habe ich mir inzwischen eine beträchtliche Sammlung an Lehr-
und Lernvideos zugelegt, die ich mir mit dem Teil regelmäßig reinpfeife.
Fazit:
Mir ist heute vollkommen schleierhaft, wie ich mehrere Lebensjahrzehnte
ohne so ein Teil überhaupt überstehen konnte ;-)
Claudio Marone schrieb:> Am besten ist ausdrucken und noch besser, die Hardwareversion leihen> oder kaufen. Es gibt einen großen Gebrauchtbüchermarkt!>> Meine Erfahrung ist: Es gibt keine brauchbaren Tabletts.
Ich habe mir für ein Jahr die "Elektor" als sog. "Greenabonement"
bestellt (nur pdf). Fazit: Da kann man sich zwar mal einen einzelnen
Kurzartikel ansehen, die ganze Zeitschrift durchzulesen ist aber
mehr als mühsam und dauert etwa dreimal so lange wie ein Papierheft.
Ich denke, da macht es auch keinen Unterschied, ob man ein Notebook,
ein Tablet oder ein E-Book benutzt.
Gruss
Haraldf
Dann sag ich doch auch noch mal was zum Thema Papier vs. Tablet:
Wenn ich etwas häufig brauche, ist Papier unschlagbar.
Das Tablet habe ich für die Dinge, die man nicht direkt ausdrucken will:
Datenblätter, die man eh nur für ein paar Tage oder gar Stunden braucht.
Kataloge, von denen man höchstens ein Viertel der Seiten braucht. Oder
eben Bücher - Wer will schon ständig mehrere Kilo Mathe-Bücher
rumschleppen, nur um mal eben etwas nachschauen zu können?
Sehe das genauso.
Wenn ich etwas oft brauche und vorallem zum Lernen ist Papier immernoch
das beste. Wenn ich Datenblätter oder irgendwelche ähnlichen PDFs lesen
will, nur um mal kurz reinzugucken reicht mein ASUS Memo PAD HD 7
allemal.
http://praxistipps.chip.de/pdfs-auf-dem-kindle-lesen-geht-das_9533> Die Datei auf den Kindle übertragen> Nachdem Sie Ihr PDF erfolgreich in eine Kindle-lesbare und zu> verarbeitende Datei konvertiert haben, müssen Sie Ihr PDF nur noch auf> den Kindle übertragen. Folgende Optionen haben Sie dabei:> Beim Kauf eines Kindles bekommen Sie Ihre eigene Kindle-Emailadresse.> In der Regel lautet diese: Benutzername@kindle.com. Die erste Methode> ist, dass Sie das PDF einfach per Mail an Ihre Kindle-Adresse> verschicken. Achten Sie aber darauf, dass diese auch angemeldet ist.> Diesen Schritt können Sie mit der "convert"-Funktion von oben verbinden.> Die zweite Methode ist die Übertragung per USB. Wenn Sie Ihren Kindle >
ohnehin gerade aufladen und ihn per USB mit Ihrem Rechner verbunden
> haben, können Sie das umgewandelte PDF auch direkt rüberkopieren.> Die dritte Methode ist die Übertragung mit dem Tool "Send to Kindle".> Dieses Feature ist noch relativ neu und wurde von Amazon entwickelt, um > den
bisher lästigen Datentransfer auf den Kindle einfacher zu gestalten. > Runterladen
können Sie "Send to Kindle" hier.
Naja, Methode 1 und 3 bedeutet Amazon liest mit, was an PDFs aufs Kindle
geht. Da im Netz viele nette herrenlose PDF ebooks herumgeistern will
man das vielleicht dann doch nicht haben, dass ein Dritter
mitprotokolliert was man so alles besitzt.
;-)
Hab mir nix durchgelesen aber vor einiger Zeit habe ich mir ein Tablet
angeschafft umd amit genau den Zweck des PDF lesens zu erfüllen. Ich hab
ordentlich in die Tasche gelangt und mir bei Galaxy TabPro 8.4 geholt.
Hat eine abartig hohe Pixeldichte und ein 8" Display, ist dabei
komptakt. Gibts mittlerweile auch in einer neuen Version mit
OLED-Display, fühlt sich etwas besser an, hat ein geileres Display
(leider mit PenTile Matrix, was aber bei der Pixeldichte kaum auffällt).
Lesen und surfen macht damit so richtig Spaß. Das Ding ist scharf wie
ein Buch. Geh mal in den Mediamarkt und guck dir an was du überhaupt
gerne möchtest ;-)
Ich hab hier auch das MemoPad FHD 10 und bin sehr zufrieden. Pixeldichte
ist sehr hoch, Treppeneffekt ist keiner zu erkennen. PDF lesen geht
prima, auch mal kurze Videos oder die Mediatheken der ÖR, und für ein
Anleitungsvideo auf YT wenn man am Fahrrad oder am Auto was schraubt
auch gut geeignet. Richtge Bücher lese ich allerdings in echt auf Papier
mit Hardcover.
Ich weiss nicht, wie lange ihr die PDFs ließt, aber mir fallen die Augen
aus, wenn ich lange was über ein Tablet lese.
Ich habe ein 10" Ebook Reader - Boox M92. Wenn man jetzt den Sony Ebook
Reader mit 13" dazu zählt, dann ist da M92 das beste auf dem Markt
aktuell. Hat ein Stift, kann man die Sachen in PDFs unterstreichen und
dazu Notizen erstellen, wenn es nötigt ist. Unterstützt alle mögliche
Formate (sogard rtf und doc). Ich weiß nicht wieso alle von Kindle
sprechen, die beide Teile kann man nicht vergleichen. Ich hatte eine
Zeit lang den Kindle, den mit 9,8" - kann man nicht vergleichen.
Georg Wissen schrieb:> Kauf dir einen Tolino.Die Dinger halte ich für absolut neutral und> deshalb empfehlenswert
Ich glaube der TO wird ein passendes Gerät schon gefunden haben in den
letzten 2 Jahren, ich kenne jetzt nur den Tolino Shine von meiner
Freundin, die haben doch alle so ein kleines Display oder?
Naja damit meine Antwort wenigstens einen Sinn hat:
Ich habe ein iPad Air (1. Generation) (Gabs für 5€ im Monat bei nem
Handyvertrag eines Bekannten dazu) und darauf habe ich verschiedene
Normen (ISO und SAE) welche ich regelmäßig benötige, zum lesen ist das
Gerät klasse, auch wegen der Displaygröße und auch das Zoomen
funktioniert flüssig und problemlos, neu sind die Geräte von Apple
allerdings für diesen Anwendungszweck viel zu teuer.
Georg Wissen schrieb:> Kauf dir einen Tolino.Die Dinger halte ich für absolut neutral und> deshalb empfehlenswert
Der Thread ist uralt. Wenn der TO jetzt noch keinen eBook Reader hat,
hat er sicher eine andere Lösung gefunden.
Wolfgang E. schrieb:> Der Thread ist uralt. Wenn der TO jetzt noch keinen eBook Reader hat,> hat er sicher eine andere Lösung gefunden.
Wobei sich in den vergangenen drei Jahren erstaunlich wenig an der
Thematik geändert hat: Auf der einen Seite ist es nach wie vor eine
Qual, längere Zeit am Tablet lesen zu müssen, auf der anderen Seite sind
Ebooks mit Displays > 6-Zoll noch immer Mangelware.
Markus schrieb:> Wobei sich in den vergangenen drei Jahren erstaunlich wenig an der> Thematik geändert hat
Es hat sich seit Jahren NICHTS geändert. Wenn das Ding kaputt ist, sind
all Deine Daten weg aber die echten Papier-Bücher noch im Regal.
oszi40 schrieb:> Es hat sich seit Jahren NICHTS geändert. Wenn das Ding kaputt ist, sind> all Deine Daten weg aber die echten Papier-Bücher noch im Regal.
Wenn bei einem Defekt alle Daten weg sind, hat sich nur eins seit Jahren
nicht geändert: der User ist zu dumm, ein Backup anzulegen oder zu dumm,
sich das Buch noch einmal vom Anbieter runterzuladen.