> Im Datenblatt steht als Ripple Current 2235mA. Heißt es, dass z.B. eine> parallel geschaltete Last nicht mehr als 2235mA ziehen darf> (Gleichspannung)?
Nein.
HTH
kel schrieb:> Was ist Ripple Current bei Kondensatoren? Kann der Kondensator unten 5A> dauerstrom vertragen?
Durch einen Kondensator kann kein Strom fliessen (ok, wenige
nAmpere oder uAmpere schon .... das ist der Leckstrom), also ist
der (Gleich-)Strom den ein Netzteil liefert und den der Kondensator
glätten soll nicht relevant.
Mit Ripple ist der Spannungsanteil gemeint der als Störspannung
auf einer Gleichspannung liegt, und dieser (kleine?) Ripple lädt
und entlädt den Kondensator dauernd. Den Ripple-Strom kann man
sich ausrechnen wenn man den Innenwiderstand der Spannungsquelle
kennt.
kel schrieb:> Was ist Ripple Current bei Kondensatoren?http://de.wikipedia.org/wiki/Rippelstromkel schrieb:> Kann der Kondensator unten 5A> dauerstrom vertragen?
Wenn im Datenblatt steht, dass er 2,2A schafft? Dann wird bei 5A die
Lebensdauer dramatisch nach unten gehen.
isidor schrieb:> Durch einen Kondensator kann kein Strom fliessen
Na ja, ich hoffe mal, dass kel mit "Dauerstrom" gemeint hat, dass er
dauerhaft einen Wechselstrom durch den Kondensator schicken will. Und
ein Wechselstrom kann natürlich durch einen Kondensator fließen.
Achim S. schrieb:> kel schrieb:>> Was ist Ripple Current bei Kondensatoren?>> http://de.wikipedia.org/wiki/Rippelstrom>> kel schrieb:>> Kann der Kondensator unten 5A>> dauerstrom vertragen?>> Wenn im Datenblatt steht, dass er 2,2A schafft? Dann wird bei 5A die> Lebensdauer dramatisch nach unten gehen.>
Also bei DC Wandlern muss ich auf Ripple Current Angabe des Kondensator
achten.(?) Wenn der maximaler Drosselstrom bis 2,5A steigt, dann muss
ich ein Kondensator wählen, der mehr als 2,5A Ripple Current hat (laut
Datenblatt)??
Eine Frage der gewuenschten Lebensdauer. Wenn man mit der Anspruchung an
der maximalen Spezifikation klebt ... ich wuerd vielleicht zwei solcher
2.5A Kondenser parallel betreiben.
Überleg Dir doch, welche Ströme in einer Gleichrichterschaltung fließen:
Am Ausgang der Brücke kommt ein Impulsförmiger Strom heraus.
Am Ladekomndensator zweigt sich dann der Strom auseinander: Zum Regler
geht ein Gleichstrom durch den Kondensator ein Wechselstrom.
Beide Stromkreise, der vom Gleichstrom und der vom Wechselstrom müssen
aber geschlossen sein.
Beispiel: (bei vielen Gleichrichterschaltungen fließt ein Sttrom in den
Ladekondensator zu einem Drittel der Zeit, zwei Drittel lang wird dem
Regler der Gleichstrom aus dem Kondensator geliefert.
Beim Tastverhältnis 1:3 des Stroms aus dem Gleichrichter.(3A Ladestrom
in 1/3 der Zeit) kommt es zur Aufspaltung: 1A Gleichstrom zum Regler und
1,4 A Wechselstrom über den Kondensator.
Der über den Kondensator fließende Wechselstrom ist mit "ripple-current"
gemeint.
Um Genau Bescheid zu wissen, müsste man den Strom im Kondensator mit
einem Effektivwert messenden Amperemeter messsen (true rms-Gerät) oder
seinen Verlauf genau ermitteln und den Effektivwewrt berechnen.
ripple current ist also der Wechselstrom durch den Kondensator,
natürlich als Effektivwert gemessen/berechnet, denn er ist immer stark
von der Sinusform abweichend.
isidor schrieb:> Durch einen Kondensator kann kein Strom fliessen ....> ...> Mit Ripple ist der Spannungsanteil gemeint ...
Da schmeißt du wohl einiges durcheinander. Hier geht es um den RippleCurrent, also den Strom, der beim Laden auf den Kondensator fließt und
beim Entladen runter fließt. Auch wenn kein Strom durch den
Kondensator fließt, sind die Anschlußdrähte nicht zum Spaß dran.
Genau die von dir genannten Spannungsrippel führen zu Rippelströmen.
Meist ist es sogar so, dass die Spannungsrippel das sind, was
überbleibt, wenn der Kondensator durch Stromrippel versucht, eine
Spannung auf einen konstanten Mittelwert zu halten. Alles klar ?
isidor schrieb:> Durch einen Kondensator kann kein Strom fliessen (ok, wenige> nAmpere oder uAmpere schon .... das ist der Leckstrom), also ist> der (Gleich-)Strom den ein Netzteil liefert und den der Kondensator> glätten soll nicht relevant.
Ist Wechselstrom etwa kein Strom?
Bei 50Hz hat ein Kondensator von 1µF einen sogenannten Blindwiderstand
von 3184 Ohm, bei 230V fließt dann ein Wechselstrom von 72mA durch die
Anschlüsse des Kondensators, also auch durch den Kondensator.
kel schrieb:> Also bei DC Wandlern muss ich auf Ripple Current Angabe des Kondensator> achten.(?)
in vielen Fällen: ja
kel schrieb:> Wenn der maximaler Drosselstrom bis 2,5A steigt, dann muss> ich ein Kondensator wählen, der mehr als 2,5A Ripple Current hat (laut> Datenblatt)??
Ganz so einfach ist es nicht. Wie der Spulenstrom und der Ripplestrom
des Kondensators zusammen hängen, hängt auch vom Wandler ab (Buck?
Boost? Flusswandler?...), von der Auslegung der Filter und der Regelung
(lückender Betrieb oder nicht, wie viel % des mittleren Stroms sieht die
Spule als Stromripple, ...). Was die Lebensdauer des Kondensators
verkürzen kann ist der Effektivwert des Ripplecurrents.
Ein Beispiel: du versorgst einen Buck-Wandler, der die Spannung einen
Faktor 2 heruntersetzt und 2,5A Ausgangsstrom liefert. Du hast eine
große Induktivität gewählt, damit der Stromripple am Ausgang klein ist.
Aber auf der Eingangsseite schaltet der Strom mit 50% Duty-Cycle
zwischen 0 und ca. 2,5A hin und her. Im worst case (wenn die Versorgung
des Eingangs von weit her kommt und die Pufferung der Versorgung deshalb
nicht mithilft) muss das dein Eingangskondensator liefern. Dann sieht er
einen Strom von 1,76A rms. Und dafür würde ich mir sicher einen
Kondensator aussuchen, der für >2A ripple current spezifiziert ist.
Wie groß der Stromripple bei dieser Schaltung im Ausgangskondensator
wäre, kann man nicht allgemein angeben: das würde von der
Dimensionierung der Spule und der Schaltfrequenz abhängen. Du kanns es
so dimensionieren, dass der Spulenstrom fast von 0A bis 5A variiert
(gibt im Mittel immer noch 2,5A). Oder auch so, dass er sich nur in
einem engen Intervall um 2,5A herum variiert. Im Normalfall hat man
irgendwas dazwischen.
Hallo
Auch wenn es länger her ist, muss ich mich dazu äussern.
Und ob Strom in einen Kondensator fliesst.
Wenn sich Ladungen verschieben, nennt man das Strom.
Dabei lautet die Beziehung des Kondensators wie folgt.
i=C*du/dt
umgeformt
i*dt = C*du
i*dt ist die Ladung die einem Kondensator zugeführt wurde während der
Zeit dt.
Dabei ist seine Spannung um du angestiegen.
Für das Enegrigepotential gilt: I*t*U=Q*U=C*U^2.
Das stimmt aber nur für ideale Kondensatoren.
Wenn bei einem Brückengleichrichter die Spannung ab Diode gegen 0 fällt,
so weisst der Kondensator zu diesem Zeitpunkt überschüssige Spannung
(Ladung) auf. Diese wird an die Last abgegeben. Dabei werden Ladungen
vom Kondensator abgezogen und durch die Last abgeleitet.
Ich erklär das den Leuten immer so, dass ein Kondensator ein Wasserfass
mit Loch im Boden ist.
Der Massenstrom des Wassers ist dabei Analog zum Strom.
Stellt euch vor, ihr habt einen Wasserhahn, der Sinusförmig Wasser
hineinleert (Natürlich nach dem Brückengleichrichter sonst müsste
während der negativen Halbwelle das Wasser zurückfliessen in den
Hahnen).
Dabei ist die Füllhöhe die Spannung (Vorstellungshalber die Füllhöhe
würde eher der quadrierten Spannung entsprechen).
Unten im Fass ist ein Loch. Die Fläche des Lochs, stellt dabei den
Leitwert der Last dar. Je grösser das Loch, desto schneller fliesst das
Wasser mit der Füllhöhe ab.
Der Massenstrom der dabei herauskommt entspricht dem Strom der vom
Kondensator in die Last abfliesst.
Nimmt man einen unterdimensionierten Kondensator, sprich man Stellt ein
Fass unter einen Staudamm, bei dem man Sinusförmig den ganzen Staudamm
öffnet und Schliesst. Nun das Fass wäre schnell hinüber.
Freundliche Grüsse