Erfahrung mit Dremel als Kreissäge

#3895581
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Ja, Hallo erstmal!

Ich weiß gar nicht, ob Sie's wussten, aber es gibt niedliche, kleine
Kreissägeblättchen mit Spanndorn, so wie jene hier:
http://www.ebay.de/itm/HSS-Sageblatt-Set-12-Tlg-2-x-Spanndorn-5-versch-Grosen-Mini-Kreissageblatter-/141168145090?pt=DE_Haus_Garten_Heimwerker_Handwerkzeug&hash=item20de46f2c2

Ich besitze auch eine biegsame Welle und habe nun vor, mir mit Hilfe der
o.g. Teile ein kleine Säge für Polystyrolplatten, dünnes Sperrholz und
Platinenmaterial zu bauen.

Frage: Hat jemand selbst Erfahrungen mit einer solchen Konstruktion
respektive den Sägeblättern gemacht?

(Der Kauf einer industriell gefertigten Säge (Proxon etc.) fällt aus,
weil es mir dafür an Münzen und Scheinen fehlt)

MfG Paul
#3895605
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Hallo Paul,

Paul Baumann schrieb:
> Ich besitze auch eine biegsame Welle

Das klingt nach einer nicht besonders sinnvollen Lösung. Eine biegsame 
Welle kostet Dich immer Drehmoment, und damit sind die 
Kleinbohrmaschinen (selbst die 1kW-Kress) allesamt nicht gesegnet. 
Insgesamt dreht eine Kleinbohrmaschine zu hochtourig und hat zuwenig 
Drehmoment.


Paul Baumann schrieb:
> (Der Kauf einer industriell gefertigten Säge (Proxon etc.) fällt aus,
> weil es mir dafür an Münzen und Scheinen fehlt)

Hmmm....also meine Mini-Kreissäge hat mich auf dem Flohmarkt 10 Euro 
gekostet. Das ist auch nicht perfekt, aber eine gute Grundlage für 
eigene Verbesserungen.

Viele Grüße
W.T.
#3895606
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Paul Baumann schrieb:

> eine kleine Säge für Polystyrolplatten, dünnes Sperrholz und
> Platinenmaterial zu bauen.

Hmm, derart grobe Sägeblätter erscheinen mir für Kunststoff oder
Platinenmaterial nicht geeignet. Da die Blätter anscheinend nicht
geschränkt sind, werden sie auch zum Klemmen neigen. Eigene Er-
fahrungen habe ich da zwar nicht, aber manches kann man allein
durch Ansehen erkennen. Auch erscheint es mir schwierig zu sein,
das Sägeblatt allein m Handgriff zu führen.

> Der Kauf einer industriell gefertigten Säge (Proxon etc.) fällt aus,

Eigentlich sollte es nicht allzuschwierig sein, eine einfache,
kleine Säge aus einem oben erwähnten Handgriff und ein paar
Sperrholzbrettchen zusammenzuleimen.
Gruss
Harald
#3895765
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Der Dremel dürfte zu schnell für die Sägeblätter sein - sogar für das 
was drauf steht. Schon aus Sicherheitsgründen würde ich die nicht im 
Dremel nutzen. Für so eine Oszillierende Säge könnte das ggf. eine 
Option sein, wenn die Aufnahme passt.

Zumindest die etwas größeren Sägen aus HSS Stahl dürfen nur sehr langsam 
laufen, weil das Material spröde ist, und ggf. ohne Vorwarnung 
zerspringen kann. Für Schnell laufende Kreissägen sind entsprechend 
derartige Sägen (zumindest die großen, wie 250 mm) schon seit Jahren 
verboten.

Die biegsame Welle bringt vor allem zusätzlichen Leistungsverlust und 
Verschleiß - wenn man die nicht unbedingt braucht sollte man es ohne 
machen.
Gast #3895772
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Also Säge und biegsame Welle vertragen sich nur theoretisch... Zum 
bohren und schleifen geht das gut, aber bei einer Säge sind gaaaanz 
andere Kräfte nötig (Hebelgesetze). Folge: Wenn Du Glück hast, verdrillt 
sich nur das biegsame Dingens (bis zum Fastknoten). Wenn Du Pech hast, 
schert es die Seele einfach ab.

Old-Papa
Der das genau kennt,... Warum wohl? ;-)
Gast #3895802
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Ulrich H. schrieb:
> Der Dremel dürfte zu schnell für die Sägeblätter sein - sogar für das
> was drauf steht. Schon aus Sicherheitsgründen würde ich die nicht im
> Dremel nutzen. Für so eine Oszillierende Säge könnte das ggf. eine
> Option sein, wenn die Aufnahme passt.
>

Dremel verkauft z.B. Sägeblätter, diese haben nur 31mm im Durchmesser 
und 48 versetzte Zähne. Die Teile schneiden sehr "filigran" und sind von 
hoher Güte. Hab hier 90qm Hartbeläge wie Laminat und Fertigparkett 
verlegt und alle Ausschnitte damit gesägt. Absolut perfekt!

Im Übrigen verrät ein Blick in das Tabellenbuch die 
Schnittgeschwindigkeit und was möglich ist. Raten ist hier völlig 
unangebracht und möglicherweise ungesund (splitterndes Sägeblatt).

d*pi*n
------- = vc
1000*60

usw. usw.
Gast #3895838
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Paul Baumann schrieb:
> Ja, Hallo erstmal!
>
> Ich besitze auch eine biegsame Welle und habe nun vor, mir mit Hilfe der
> o.g. Teile ein kleine Säge für Polystyrolplatten, dünnes Sperrholz und
> Platinenmaterial zu bauen.
>
> Frage: Hat jemand selbst Erfahrungen mit einer solchen Konstruktion
> respektive den Sägeblättern gemacht?
>

Hab gerade an Abfällen einige probeschnitte mit 31mm/48 Zähne Sägeblatt 
am Dremel und Welle getätigt

3mm MDF = gute Schnittleistung, glatte Oberfläche
5mm HDF = Welle wird warm, Abbruch
4mm Sperrholz Birke = schneidet wie Butter
2mm Epoxidharze = splittert, absoluter Müll
6mm MPX Birke = langsamer Vorschub, hohe Drehzahl, gute Schnittleistung
4mm MPX Buche = nur mit neuem Sägeblatt, ansonsten Abbruch
1mm Alu = schneidet wie Butter, nur der "Schnittanfang" ist 
problematisch
Gast #3895850
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Bernd schrieb:
>> direkt im Dremel für Holz.
>
> Und wie machst Du das? Der Dremel hat schließlich einen größeren
> Durchmesser als 31mm, oder schneidest Du nur ganz schmale Streifen (so
> breit, wie der Abstand vom Sägeblatt bis zum Spannzangenfutter bzw. der
> nächsten Verdickung des Gehäuses)?

Richtig, ohne Zubehör sind Schnitttiefen > 6,5mm nicht möglich.
Gast #3895926
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Paul Baumann schrieb:
> (Der Kauf einer industriell gefertigten Säge (Proxon etc.) fällt aus,

Besorge dir ein Mini-Tauchkreissäge mit 10mm Achse (damit die besseren 
Proxxon Sägeblätter passen) wie

eBay 200985082622 (auch öfter mal günstig bei Lebensmitteldiscountern)

und schraube die von unten unter eine Platte, dann hast du, je nach 
Solidität der Platte eine (laute) Tischkreissäge und nicht so einen 
(teuren) Pfusch wie du ihn gerade basteln willst.
Gast #3895932
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Paul Baumann schrieb:
> Ja, Hallo erstmal!

>
> Ich besitze auch eine biegsame Welle und habe nun vor, mir mit Hilfe der
> o.g. Teile ein kleine Säge für Polystyrolplatten, dünnes Sperrholz und
> Platinenmaterial zu bauen.
>
> Frage: Hat jemand selbst Erfahrungen mit einer solchen Konstruktion
> respektive den Sägeblättern gemacht?
>
> (Der Kauf einer industriell gefertigten Säge (Proxon etc.) fällt aus,
> weil es mir dafür an Münzen und Scheinen fehlt)
>
> MfG Paul

MaWin, einfach nur lesen! Er hat alles und möchte kein Geld ausgeben ..
#3896050
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Ich bin eben erst wieder eingetroffen, deshalb die späte Antwort:

Zunächst erst mal vielen Dank für die rege Teilnahme und Eure Hinweise
und Ratschläge, speziell an Bernd, der sich die Mühe des Ausprobierens
am "lebenden Objekt" gemacht hat.

MaWin riet:
>Besorge dir ein Mini-Tauchkreissäge mit 10mm Achse (damit die besseren
>Proxxon Sägeblätter passen)...

Ich möchte (muß) mit den vorhandenen Utensilien auskommen.

Den Original-Sägevorsatz (Typ 670) habe ich gesehen, aber auch der 
kostet
ca. 29 Euro und ich kann (wie Rufus auch schon schrieb) nicht "weit
genug" vom Werkstück weg. d.h. die Breite des Schnittgutes ist sehr
begrenzt.

Ich fand bei Youtube einen kurzen Film:
https://www.youtube.com/watch?v=6EOmGmkv_MA

der mich erst auf diese Idee brachte.

Die Konstruktion dort ist mir ein wenig "lawede", das muß ich stabiler
und mit Abdeckung für das Sägeblatt sowie Spaltkeil aufbauen.

Mir ging es vor Allem darum, ob jemand die o.g. Sägeblätter ausprobiert
hat. Das ist offenbar nicht der Fall, so daß ich wohl als Erster hier
in den Genuß dieser Werkzeuge kommen werde.

MfG Paul

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