Schaltung vereinfachen / Gesamtwiderstand

Gast #3899292
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Einen wunderschönen guten Abend,
mich verfolgt ein Prolem welches ich nicht gelöst bekomme.
Ich hoffe mir kann hier jemand helfen.

Die Schaltung habe ich mal in einem Programm simuliert um zu schauen 
welcher Strom fließt. Laut Programm sind dies 4,53A.
Da ich den Gesammtwiderstand berechen soll will ich einige Widerstände 
zusammenfassen.
Das Ganze ist eine Schulaufgabe. Laut Lösung des Lehrers werden r4, r5 
und r8 zu einem Widerstand vereinfacht, mit dem Wert 20R. (r5, r8 in 
reihe parallel zu r4)
r2, r7 und r6 werden ebenfalls zu 20R vereinfacht.

Wenn ich diese Schaltung mit den zwei 20R Widerständen Simuliere, sagt 
mir allerdings das Programm, dass ein Strom von 5,03 fließt.

Irgendwie stimmt da was nicht.
Ich finde aber den Fehler nicht.
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Gast #3899308
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Versager schrieb:
> Laut Lösung des Lehrers werden r4, r5
> und r8 zu einem Widerstand vereinfacht, mit dem Wert 20R. (r5, r8 in
> reihe parallel zu r4)
> r2, r7 und r6 werden ebenfalls zu 20R vereinfacht.

Du hast am falschen Ende mit der Vereinfachung angefangen, denn zu R5 
liegt der ganze Krempel rechts davon noch parallel.

Arbeite dich mal von rechts nach links. Also (R3+R10)//R7, dann 
(R7`+R2)//R6, dann (R6´+R9)//R5 usw. dann klappts auch.
Gast #3899316
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Nabend,

du musst systematisch und schrittweise vorgehen:
R3 + R10 = 30 + 15 Ohm = 45 Ohm
Nachfolgend die Zwischenergebnisse

Parallel zu R7: 18 Ohm
In Reihe zu R2: 48 Ohm
Parallel zu R6: 18,46 Ohm
In Reihe zu R9: 38,46 Ohm
Parallel zu R5: 18,52 Ohm
In Reihe zu R8: 38,52 Ohm
Parallel zu R4: 18,54 Ohm
In Reihe zu R1: 38,54 Ohm = R_ges

220 V / R_ges = 4,53 A
#3899320
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Die Lösung des Lehrers kommt mir ein bisschen komisch vor.
Mir wäre nicht ganz klar, wie man 4/5/8 vereinfachen soll, wenn das 
Ganze tlw eine "Mittenanzapfung" hat.

Ich würde mir immer einen Zweig rausgreifen, der zum Rest nur einen 
"Eingang" und einen "Ausgang" hat, also R3/7/10, also R7 parallel zu 
R3/10. Dann hat da hinten nur noch einen übrig, nennen wir den R7'.
Dasselbe kannst dann mit dem neuen R7' und R2/6 tun usw.
#3899371
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Ich habe mal zum Spaß die Formel von rechts nach links berechnet.

Leitwerte 1/R7+1/(R3+R10)
Widerstand 1/(1/R7+1/(R3+R10))
Widerstand R2 hinzu R2+1/(1/R7+1/(R3+R10))
Jetzt wieder Leitwerte addieren ....

R = 
R1+1/(1/R4+1/(R8+1/(1/R5+1/(R9+1/(1/R6+1/(R2+1/(1/R7+1/(R3+R10))))))))

R = 48,539326 Ohm

Rechne es aber nicht so wie ich das gemacht habe, weil man da sehr 
schnell einen Fehler macht. Die Methode von Marek ist da viel sicherer.
Gast #3899472
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Ergebnis ist 144R/89 mit R = 30.

Da nur R (=30) und R/2 (=15) in der Schaltung vorkommt ist es doch kein 
Problem die einzelnen Zweige zu berechnen.
Jeder Zweig ist Rz = R+(R||Rb) wobei Rb der Ersatzwiderstand des vorigen 
Zweiges ist (von rechts nach links) beginnend mit Rb = R+R/2 = 3R/2.

Rz = R+(R||Rb) = R+[R*Rb/(R+Rb)]
(nur für zwei parallele Widerstände aus 1/(1/R+1/Rb) )

Der Weg ist der gleiche wie von  Helmut S. nur ist dieser intuitiver und 
besser zu überprüfen.

Versager schrieb:
> Laut Lösung des Lehrers werden r4, r5
> und r8 zu einem Widerstand vereinfacht, mit dem Wert 20R
> r2, r7 und r6 werden ebenfalls zu 20R vereinfacht.

Glaub ich nicht. Entweder du liegst falsch mir der Behauptung oder der 
Lehrer. Derartige Vereinfachungen gehen nur bei einem Zweipol (zwei 
Knoten), hier sind aber immer drei Knoten im Spiel.

Zweige mit R = 30:
A = 3R/2 = 45
B = 8R/5 = 48
C = 21R/13 = 48.46
D = 55R/34 = 48.529
E = 144R/89 = 48.539


Übrigens solltest du mal üben eine solche sehr einfache Schaltung 
sinnvoll umzuzeichnen.
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Gast #3899487
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Ich weiß nicht wie geometrisch du denken kannst, aber ich stell mir da 
immer (in der 2D-Ebene bleibend) vor, die Verbindungen sind Gummibänder 
und die Widerstände, naja kleine Klötze oder so. Und dann Trenne ich die 
Quelle (Batterie) ab und zieh das was am + war nach oben und das andre 
Ende nach unten. Dann legen sich alle Widerstandsklötzchen senkrecht hin 
und ich kann mit meinem inneren Auge ganz einfach sehen was parallel und 
was seriell verschaltet ist. Das musst du dann nur noch so aufschreiben 
und ausrechnen.

Wenn du nicht so geometrisch denken kannst, dann versuche kreise zu 
malen, in denen genau 2 Widerstände und auf deren Kreislinie genau 2 
Netze (Linien, die Widerstände verbinden, wobei auch ein Y, egal wo du 
die Linie durch geht nur ein Netz ist) liegen.
Wenn das mit den Netzen jetzt zu kompliziert ist, dann such Kreise, die 
genau über genau 2 Verbindungslinien gehen und genau 2 Widerstände 
einschließen.
Dann betrachtest du die beiden eingeschlossenen Widerstände, rechnest 
ihren gemeinsamen Wert (parallel oder seriell) aus, schreibst ihn an den 
Kreis und tust so, als ob der Kreis ein neuer Widerstand wäre und als ob 
die beiden im Kreis weg wären.

Verständlich?

Ansonsten ist dir die Lösung ja oben schon gegeben.
Gast #3899609
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Und da die Aufgabe ja nun so schön gelöst wurde, bei Marek sind übrigens 
noch leichte Rechenfehler drin, kommt hier die nächste Stufe. Die lässt 
sich allerdings nicht mehr ganz so einfach lösen.
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#3899752
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Murmelchen schrieb:
> Und da die Aufgabe ja nun so schön gelöst wurde, bei Marek sind übrigens
> noch leichte Rechenfehler drin, kommt hier die nächste Stufe. Die lässt
> sich allerdings nicht mehr ganz so einfach lösen.

Ui, das ist aber nimmer trivial. Bisschen drüber nachgedacht, da klappen 
die 080/15-Formeln nicht mehr.
Der Querwiderstand sorgt ja für eine Art "Übersprechen", das sich mit 
den Standardformeln nicht rechnen lässt.

Wie geht das?
#3899800
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Hallo Zusammen,

Stichwort ist hier Stern-Dreieck Transformation.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stern-Dreieck-Transformation

Wenn man aus einem beliebigen (oberen oder unteren) Dreieck einen Stern 
macht, ist genau dieser mittig so störende Widerstand umgewandelt und 
das Teil eliminiert sich zu einer Schaltung zwei in Reihe je parallel zu 
einem in Reihe. Mein Ergebnis geht auf ca. 39Ohm sprich ~0,62A bei 24V. 
Verifiziert mit LTSpice.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3900092
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H.Joachim Seifert schrieb:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Stern-Dreieck-Transformation
Richtig, da war doch was.

npn schrieb:
> 176,34 Ohm
Hab ich auch. Mit dem kleinen "Umweg" über zwei Ersatzspannungsquellen 
mit Innenwidersatnd. Die war letzlich wahrscheinlich nicht wesentlich 
aufwändiger und die gewählten Widerstandswerte lassen vermuten, dass der 
Lehrer sich diesen Weg auch vorstellen konnte...  ;-)

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