Ich nutze für Alu eine GCM10 j von Bosch, die Drehzahleinstellunng habe
ich extern gelöst (simple triacschaltung im Eigenbau).
Wichtig ist ein gutes (und garantiert nicht stumpfes) HM Sägeblatt, 60
bis 100 Zähne.
Geh in einen Laden / Baumarkt, gerne auch mehrere und schau dir die
Tische, Anschläge und vor allem die Führungen und die Steifigkeit der
Sägeblattlagerung an. Auch inwieweit man Anschläge und Gehrungsanschläge
nachjustieren kann.
Auch eine höhere Schnittgeschwindigkeit ist für Holz sehr nett. Gut sind
hier Werte > 60m/s.
Mein persönlicher Favorit ist die Metabo KGS 254 plus. Aber die liegt
ziemlich am oberen Ende deiner Preisskala.
hi,
ich habe eine metabo KGS 216M, und die geht durch aluminium wie durch
butter - richtiges (ne-metall mit neg. schnittwinkel) sägeblatt und
richtiges material vorausgesetzt.
das im bild war weich wie frische hundekacke und hat regelmäßig einen
zahn zugesetzt, aber aluprofile oder AlMn platten gehen wie geschmiert.
das einzige "problem" bei der säge ist das sie keinen sanftanlauf hat -
aber bei der lautstärke habe ich eh ohrstöpsel drin, also auch egal.
Andre schrieb:> Eine Drehzahlregelung, wie sie wohl fuer Aluminium wuenschenswert waere,> haben sie leider alle nicht soweit ich das ueberblicke.
Das hast du richtig erkannt!
Hallo Zusammen,
vielen Dank fuer Eure Einschaetzungen.
2x wurde eine Metabo-Maschine genannt, wobei die "KGS 254 Plus" leider
schmerzhaft weit am oberen Rand meines Budgets liegt...
Nun fuehrt Metabo aber in der "Plus" Serie (incl. Drehzahlregelung!)
auch die eine Nummer kleinere KGS 216 Plus
(http://www.amazon.de/Metabo-102160200-Kapp-Gehrungssaege-Plus/dp/B003LM0T5A)
welche preislich absolut im Rahmen ist, und dadurch auch aktuell mein
Favorit ist!
Entstehen aus dem kleineren Saegeblatt ausser der geringeren Schnittiefe
fuer mich als Hobby-Anwender noch andere Nachteile?
Und ja, ich werde mir die Maschine auf jeden Fall auch vorher noch "in
echt" ansehen, und daran herumwackeln, etc :)
Viele Gruesse
Andre
Die Metabo Plus Maschinen sind die Industrieversionen, die M sind die
Bauhausversionen.
Inwiefern sich die genau unterscheiden weiss ich nicht, aber ich meine
die Tische und Anschläge sowie die Korrekurmöglichkeiten wären
unterschiedlich. Die Plus haben soweit ich mich erinnere gefräste
Tische, die M gegossene.
Die Plus haben auch Sanftanlauf und einen anderen Motor.
Was noch evt. beachtenswert ist: Es ist immer nett wenn man beidseitige
Doppelgehrung machen kann (kann z.B. die Maschine von c.m. oben nicht
wenn ich mir das Bild anschaue, die Plus hat es), und es ist auch nett
wenn man zumindest auf eine Seite eine Gehrung > 45° einstellen kann.
Die KGS216plus hat den Vorteil sie ist kleiner und leichter als die
256er.
Durch die Zugfunktion kannst du auch mal bis 300mm Platten schneiden,
aber das geht natürlich zu Lasten der Präzision wegen der Zugmechanik
(gegenüber reiner Kappsäge) und macht die Säge wieder größer.
Ich kenne die KGS315plus, ist eine absolut super Säge, nur ein
ziemliches Trumm.
Ich habe die 216 Zuhause. Und ich habe damit schon Alu gesägt. Mit
entsprechenden Blättern absolut prima. Leider keine drehzahlregulierung
und schlimmer kein sanftanlauf. Musst du beim einschalten gut
festhalten. Sonst macht sie jedesmal ein Hops. Hat mich schonmal
eingeschüchtert ;) sieht hat eine zuschaltete Lampe und nen Laser.
Alle Einstellungen gehen leicht von der Hand. Der fangsack is Spielerei
so wie immer. Also Staubsauger dran dann geht's. Sie is schweinelaut..
Ich würde die nochmal kaufen, da ich auch ohne sanftanlauf klar komme.
Sie hat ordentlich power und geht durch alles wie Butter. Der Schnitt is
mit guten Blättern absolut genial.
Hoffe ich hab nix vergessen.
Sorry laut Bildern habe ich wohl die 216 ;) oben korrigiert
Ich habe seit Jahren eine Metabo KGS216 und nehme die (mit einem
HM-Blatt mit relativ feiner Zahnung) viel für Alu-Profile.
Geht prima.
Allerdings muß man schon etwas aufpassen: langsam reinschneiden, gut
befestigen, und vor allem was vor die Augen machen - die Späne düsen
ordentlich rum.
Bedenken habe ich weiterhin, daß die Metallspäne irgendwann im Motor
landen und dort ihre Leitfähigkeit unter Beweis stellen.
Es macht sicher Sinn, die Späne vom Motor fern zu halten.
Jörg Esser schrieb:> Das mit den Spänen gibt mir auch immer wieder zu denken.> Aber bisher ist es immer noch gut gegangen.
Die Wicklungen sind gepanzert. Wenn man bedenkt was eine große Flex bei
Metallverarbeitung alles schlucken muss, dann habe ich nicht ganz so
große Bedenken. Zumal die Späne schwerer sind als Holzspäne, also
schnell nach unten fallen und nicht so leicht Richtung Motor gewirbelt
werden.
Die meisten NE-Metalle werden mit einer relativ kleinen Geschwindigkeit
gesägt. M.M. sind gewöhnliche Kapp- und Gährungssägen nicht für diesen
Zweck geeignet.
Jedenfalls schneiden die für NE-Metalle gedachten Schneidgeräte bei uns
in der Firma (Aluprofile, Hohlleiter[MS]) wesentlich langsamer, als
Werkzeuge, die überwiegend für Holz gedacht sind. Zudem gibt es daran
Schwanenhälse, aus denen Schmiermittel läuft (z.B. Spiritus für Alu).
Für den Motor sind die Späne eher kein Problem. Keilriemen sammeln aber
gerne die Späne und verschleißen dann schneller.
Mit passenden Hartmetallsägeblättern ist die hohe Schnittgeschwindigkeit
eher keine Problem. Etwas weniger wäre besser, ist aber nicht unbedingt
nötig.
Aufpassen muss man, dass das Sägeblatt keine kleinen Metallreste (so im
Bereich 2-5 mm) mitzieht: die verkeilen sich teils unschön zwischen
Sägeblatt und Schutzhaube. Wenn nötig lieber ein Stück Holz mit sägen.
Dicht am Anschlag ist der Austrittswinkel oft ungünstig.
Ein paar Anmerkungen aus meiner Erfahrung:
1. Normales stranggepresstes Alu kann man auf einer Kappsäge mit
normaler Drehzahl/Schnittgeschwindigkeit Sägen. Mach zwar viel Lärm aber
dagegen trägt man ja den Gehörschutz;-)
2. Als Sägeblatt hat sich bei mir ein Blatt mit eine
Trapez/Flach-Verzahnung (TFZ) bewährt mit mit negativem Spanwinkel.
Damit sinkt die Gefahr des verhakens bei geringen Wandstärken gegenüber
Sägeblättern mit Wechselzahn(WZ) und positivem Spanwinkel drastisch.
http://www.sautershop.de/kreissaegeblatt/kreissaegeblatt-br-235-260/kreissaegeblatt-br-254-x-30mm/alu-kunststoff-br-ne-metall/25730/kreissaegeblatt-hm-254-x-2-8/1-8-x-30-mm-z80?c=7874
3. Werstück immer festspannen.
4. Vorsicht wenn mann kleine Stücke absägt. Die können sich im Sägeblatt
verhaken und fliegen dann wie ein Schrapnell durch die Werkstadt.
Besonders gefährlich ist es wenn man eine Gehrung ansägt und der
Keilförmige Abschnitt sich zwischen Sägeblatt u. Anschlag verkeilt.
Dabei kann man das Sägeblatt oder sogar die Kappsäge beschädigen.
5. Wenn die Kappsäge einen Schnittlinienlaser hat sollte man den gegen
die vom Sägeblat nach hinten spritzenden Späne schützen. Die harten
Späne zerkatzen sonst das Austritzfenster des Laserstrahls.
Andre schrieb:> welche> nicht nur Holz saegt, sondern auch (ein entsprechendes Saegeblatt> vorausgesetzt) Alu-Profile oder mal ein kuerzeres NE-Metall-Blech, und> das ganze auch praezise.
Ich würde für Metall eine Bandsäge nehmen. Mit dem richtigen KSS und
einem vernünftigen Sägeband gehtt das durch Metall wie durch Butter.
Mit wurde beim Kauf extra gesagt das man maximal Aluprofile damit sägen
kann und das auch nur mit einem extra Blatt. Für andere Metalle gibs
entsprechende Sägen.
Max Mustermann schrieb:> Aber wir haben 2014 und da sägt man sogar Baustahl mit Hartmetall und> ohne Kühlschmiermittel.
Nur hast du nicht erwähnt, mit welcher Geschwindigkeit ein gewisser
Querschnitt durchtrennt wird. Möglicherweise hast du noch nie einen
Bleistift angespitzt. So liest sich dein Einwand für mich.
Aber egal, es ging hier ja um die Einschätzung, ob handelsübliche Kapp-
und Gährungssägen in der Lage wären, ausser Holz auch NE-Metalle sägen
zu können.
Möglicherweise arbeitest du in einem Zulieferbetrieb, wo man nach 20
Schnitten das HM-Sägeblatt austauschen kann, weil man es den 20 Kunden
aufs Auge drücken kann. Dann kann man natürlich auch das Schmiermittel
sparen, weil hiesige Unternehmen dank ihrer BWLer darauf nicht achten.
Hi,
ich hab sehr gute Erfahrungen mit denen von ELU gemacht aber die scheint
es so nicht mehr zu geben, ELU gehört wohl jetzt Dewalt, vermutlich
verkaufen die aber mehr oder weniger die gleichen Maschinen. Allerdings
scheint es da jetzt eine billigere Serie zu geben, vom Aufbau ähnlich zu
den ELU Maschinen sind erst die teureren von Dewalt.
GrüßeFlo
Hallo zusammen,
danke fuer Eure Erfahrungsberichte und Einschaetzungen/Hinweise.
Es wird die Metagbo KGS 261 plus werden, und die plus Serie verfuegt
auch ueber eine Drehzahlregelung - ich bin also optimistisch auch
NE-Metalle sachgemaess schneiden zu koennen mit dem korrekten
Saegeblatt.
Viele Gruesse
Andre
Für HW bestückte Sägen für Alu sind die passenden
Schnittgeschwindigkeiten gar nicht so anders als für Holz. Eine
Verstellung von 3800-4800 U/min macht ja auch noch keinen großen
Unterschied. Je nach Aluminium Legierung und Oberfläche ist die
Standzeit auch recht hoch. Stark Eloxiert oder mit viel Silizium ist
halt immer schlecht zu schneiden - vermutlich wird sich da die Bandsäge
sogar besonders schwer tun.
DeWalt hätte auch noch die DW770 im Preisrahmen - so viel anders wird
die aber auch nicht sein, ist halt ein billiges Modell der Profi
Serie/Farbe. Ob es von der billigeren Schiene (Works) auch eine gibt
weiss ich nicht, könnte aber sein.
Bei der Auswahl sollte man auf einen stabilen Anschlag und die
Spannmöglichkeit achten.