1" Schieber Hauswasserleitung elektrisch antreiben

#3914568
Lesenswert?

Hi,

ich möchte den Schieber an unserer Hauptwasserleitung elektrisch 
schließen und öffnen und suche nach einer einfachen und sicheren Lösung. 
Kann auch einen Kauflösung sein. 1 Signal für auf und eines für zu wäre 
klasse, wie bei einem Rollanden o.ä.

Ich habe hier noch einen 24V DC Motor mit starker Übersetzung und 
drehgeber aus einem Kaffeevollautomaten, vielleicht ließe sich damit 
auch eine Mechanik basteln, aber wie gesagt, kauflösung wäre erstmal 
anzustreben.

Ich möchte vermeiden den Schieber ausbauen zu müssen, zumal ich davon 
ausgehe dass er eh dem Wasserverband angehört. Ich finde bei mir 
folgende Struktur vor: Schieber Uhr Schieber.

Am besten wäre ein Aufsatz, welcher einfach wieder ab zu nehmen ist...

Vielleicht kennt Ihr die Bezeichnung für solche Teile.

Danke
Dennis
Gast #3914582
Lesenswert?

Einen Schieber zu "motorisieren" wird eher schwierig. Hast du mal 
probiert was da für Drehmoment nötig ist? Außerdem sehe ich ein Problem 
im Erkennen der Endanschläge. Einerseits mußt du den Schieber richtig 
"anwurzeln" damit er dicht ist, anderseits muss der antrieb zuverlässig 
abgeschalten werden damit er nicht stirbt.

Warum nicht einfach nach der Uhr noch so ein Dingen hier gesetzt? 
http://www.fittingsshop.de/de/Kategorie-1/5515_Kugelhahn-2/2-MS-vern-E-Antrieb-Sanitaer-1_
Gast #3914635
Lesenswert?

Beachte aber, dass 1" Hähne sehr schwer gehen, wenn sie Älter sind und 
länger nicht benutzt wurden. Letzte Woche konnte ich einen 1/2" Hanh 
nicht mehr von Hand zudrehen, dabei wurde er vor 2 Jahren neu 
eingebaut...

Daher würde ich sagen, dass es schwer werden wird, sicher zu erkennen ob 
die Schieber zu sind.

BTW: Sind es richtige Schieber, normale Hähne oder Kugelhähne?

Zu den weiteren Überlegungen werfe ich mal noch "Magnetventile" in die 
Runde.
Gast #3914686
Lesenswert?

(b)abel(K)inder schrieb:
> Zu den weiteren Überlegungen werfe ich mal noch "Magnetventile" in die
> Runde.

Wenn du so viele Magnetventile hast um damit um dich zu werfen, mach 
doch einen Laden auf oder verkauf sie an Pollin :)

Im Ernst, ich halte ein Magnetventil hier für wenig geeignet, da 
wahrscheinlich die meiste Zeit geöffnet --> unnötiger Verschleiß und 
Stromverbrauch.
Gast #3914689
Lesenswert?

GWS schrieb:
> Wenn du so viele Magnetventile hast um damit um dich zu werfen, mach
> doch einen Laden auf oder verkauf sie an Pollin :)

Gute Idee, mach ich sofort! :D

GWS schrieb:
> Im Ernst, ich halte ein Magnetventil hier für wenig geeignet, da
> wahrscheinlich die meiste Zeit geöffnet --> unnötiger Verschleiß und
> Stromverbrauch.

Gibt es die nicht auch Bistabil oder als "Schließer". damit kenne ich 
mich zu wenig aus, aber wie gesagt, war ja nur eine Idee...
Gast #3914717
Lesenswert?

Was mich interessiert:

Warum will man eine Hauswasserabsperrung mit elektrischem Antrieb 
ausstatten? Wird da zwanzigmal am Tag das Wasser auf- und zugedreht?

Bei allen mir bekannten Hauswasseranschlüssen schließt man die 
bestenfalls bei einer Reparatur oder beim Austausch des Wasserzählers, 
was durchschnittlich alle fünf Jahre mal vorkommt.
Gast #3914904
Lesenswert?

Kovalsky schrieb:
> Warum will man eine Hauswasserabsperrung mit elektrischem Antrieb
> ausstatten? Wird da zwanzigmal am Tag das Wasser auf- und zugedreht?

das Teil kommt vermutlich an eine Notstromversorgung(Akku).
...um bei Ausfall der Abwasserhebeanlage eine unerwünschte Überflutung 
der Immobilie zu unterbinden.

...wer zusätzlich den Wasserzähler auswertet, der kan auch einen 
Rohrbruch erkennen.
Gast #3915113
Lesenswert?

Dennis S. schrieb:
> zumal ich davon
> ausgehe dass er eh dem Wasserverband angehört. Ich finde bei mir
> folgende Struktur vor: Schieber Uhr Schieber.

Bei uns wurden v. Wasserversorger alle 3 Teile montiert, der hausseitige 
Schieber wurde mir aber in Rechnung gestellt u. ist damit mein Eigentum. 
StraßenseitigerSchieber + Uhr bleiben weiterhin Eigentum d. 
Wasserversorgers.

wird vermutlich über so gehandhabt!?
#3915196
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:
> der TO will an einen vorhandenen manuellen Schieber einen
> Antrieb nachrüsten. Das hat mit der DVWG genau gar nichts zu tun.

Naja, ich weiß nicht, ob das der Wasserversorgung gefallen würde.

Aber mal etwas ganz Anderes: Ich möchte gerne in Dein Autodach ein
Loch bohren und einen beleuchteten Katzenkopf befestigen. Dagegen hast
Du doch bestimmt auch nichts?
;-)
SCNR
Paul
Gast #3915758
Lesenswert?

Da ich mir über so etwas auch schon einmal Gedanken gemacht habe, gebe 
ich hier eine mögliche Anwendung/Zweck und meinen Senf zur möglichen 
Ausführung dazu:

Bei mir würde es dazu dienen, die Hauswasserversorgung im Winter 
komfortabel abzusperren und die Leitungen leerlaufen zu lassen. Das ist 
nämlich sonst ein ziemlicher Heckmeck, mehrmals in den Keller laufen, 
Wasserhähne im Haus öffnen, rausgelaufenes Wasser aus dem Keller 
wegtragen...

Nun zur Technik.

Das käufliche Ventil scheidet bei mir aufgrund des Preises aus. Entweder 
günstige Bastellösung oder weiter alles manuell machen.

Modellbauservo: Für die auftretenden Drehmomente eindeutig zu schwach. 
Wenn man so ein Handrad eines Ventils von Hand "zuknallt" (und man will 
ja sicher sein, daß es zu ist), das ist schon erhebliches Drehmoment.

Motor aus Kaffemaschine: Scheint mir auch zu schwach, die Dinger, die 
ich kenne, sind auch eine Ansammlung von Plastikteilen.

Scheibenwischermotor: Drehmoment Ok. Kommt aber noch auf die Art des 
Ventils an. Das vorhandene wird wohl ein normales Absperrventil sein, 
also Dicht-Teller wird über Gewinde über mehrere Umdrehungen hinweg auf 
Dichtung gedrückt. Wenn mans aber ganz neu macht, nimmt man für das 
motorgetriebene eher einen Kugelhahn und dafür ist die schnelle Drehung 
eines Scheibenwischermotors zu ruppig. Da findet ja nur eine 
Vierteldrehung statt.

Akkuschrauber: Drehmoment ok, aber sonst wie oben.

Mein Favorit: Getriebemotörchen (380er oder 400er Klasse) von Conrad 
oder anderen Elektronik-Versendern mit Planetengetriebe ca. 1:500. Dann 
aber trotzdem noch eine Zahnradstufe aus Metallrädern Modul 1. Diese 
Zahnradstufe kann gleichzeitig die Kopplung an den Hahn sein, indem das 
große Zahnrad statt des Handrades auf die Ventilachse kommt.

Magnetventile: Völlig ungeeignet.

Meine Meinung ist übrigens auch, alles nach der Uhr ist meine Sache, Uhr 
und Absperrhahn davor Sache des Wasserwerks.

Gruß
Tom.
Gast #3915790
Lesenswert?

Tom schrieb:
> Bei mir würde es dazu dienen, die Hauswasserversorgung im Winter
> komfortabel abzusperren und die Leitungen leerlaufen zu lassen. Das ist
> nämlich sonst ein ziemlicher Heckmeck, mehrmals in den Keller laufen,
> Wasserhähne im Haus öffnen, rausgelaufenes Wasser aus dem Keller
> wegtragen...

Absperren kannst Du sicher elektrisch, aber fuer das Leerlaufenlassen 
brauchst Du dann schon ein zweites gesteuertes Ventil, das Wasser aus 
dem Keller bekommst Du damit aber immer noch nicht...


wendelsberg
Gast #3915880
Lesenswert?

Tom schrieb:
> Das käufliche Ventil scheidet bei mir aufgrund des Preises aus. Entweder
> günstige Bastellösung oder weiter alles manuell machen.
>
> Modellbauservo: Für die auftretenden Drehmomente eindeutig zu schwach.
> Wenn man so ein Handrad eines Ventils von Hand "zuknallt" (und man will
> ja sicher sein, daß es zu ist), das ist schon erhebliches Drehmoment.

verwende doch einen normalen Kugelhahn mit Elektroantrieb hinter dem 
bereits vorhandenen Absperrventil.
Das dürfte die einfachste und wirschaftlichste Lösung sein.
Gast #3915907
Lesenswert?

Schreiber schrieb:
> verwende doch einen normalen Kugelhahn mit Elektroantrieb hinter dem
> bereits vorhandenen Absperrventil.
Der ist Ihm doch zu teuer.
Allerdings loest der ja auch nur eins von drei Problemen.

Tom schrieb:
> Das käufliche Ventil scheidet bei mir aufgrund des Preises aus. Entweder
> günstige Bastellösung oder weiter alles manuell machen.

wendelsberg
#3916089
Lesenswert?

Hallo,

es sind Wasserhähne die durch mehrere Umdrehungen geschlossen werden, 
also kein Kugelhahn.

Die sind sehr leichtgängig, waren nur beim ersten Mal etwas fest.

Ich möchte und werde an der Stelle der Leitung an der Leitung nichts 
abschrauben, erweitern oder austauschen.

Magnetventile: Habe ich da, kommen nicht in frage (siehe Satz hier 
drüber) und ggf. ist das Thema Druck auch ein Punkt der mir vorm 
Druckminderer u.U. probleme bereiten würde. Zudem ist die Leitung kurz 
verlegt und es ist wenig Platz zum Arbeiten und noch weniger Platz zum 
Erweitern.

Eurer Diskussion entnehme ich, dass es dafür keine Lösung von der Stange 
gibt, welche auch preislich im Rahmen (<100€) liegt.

Ich habe eben mal den Kopf vom Hauptwasserhahn abgeschraubt, ist nur mit 
einer Schlitzschraube fest. Es ist wie erwartet ein 4-Kant. Ich hatte 
die Hoffnung das ggf. ein 1/4" Steckschlüssel (Kardan 
Gelenk/Achsverlängerung etc.) drauf passen (muss ich noch überprüfen, 
ich schätze es wird knapp) und ggf. auch weitere Teile um es zu 
verlängern. Ich möchte an dem Hahn nichts absägen, abfeilen oder 
verändern, lediglich etwas drauf stecken.

Auf dem anderen Bild ist der 24V DC Motor mit dem sehr robusten 
Getriebe. Der Motor hat die Größenordnung eines aus einem Akkuschrauber, 
sehr kräftig - durch die Übersetzung ist noch mehr Kraft vorhanden, da 
sehe ich kein Problem. Zudem ist an dem Motor hinten ein Drehgeber 
(Hallsensor) welche eine halbe Umdrehung der Motorachse auflöst, wieviel 
das nach dem Getriebe ist, muss ich noch erörtern, geschätzt ca. 15-20 
Impule pro Drehung. Dadurch müsste sich der Punkt recht gut anfahren 
lassen.

Zurzeit üebrlege ich wie ich mit einem Atmega168 den Motor langsam 
anfahren und auslaufen lassen kann. Bei ca 14V DC legt er 
los.(200-300mA).
Motordrehzahlregelung per PWM und Kondensator zur Glättung. Erfassung 
der Stellung über Drehgeber etc...

Gruß,
Dennis
Angehängte Dateien:
Gast #3916184
Lesenswert?

Nicht durcheinanderbringen,

die Sache mit dem Wasser ablassen und in den Keller rennen war nur ein 
Beispiel, wie ich (Tom) die Anwendung, den Grund, die Motivation der 
Fragestellung sehe.
Dennis (TO) kann noch ganz andere Gründe haben, braucht er gar nicht 
nennen, denn um was es in der Sache geht (welches Ventil, nix umbauen 
sondern nur Antrieb aufsetzen) ist ja jetzt eigentlich schön 
klargestellt.
Außerdem ist es immer noch schöner 10x soviel Zeit zum Basteln einer 
Automatisierung zu verwenden wie mit der eigentlichen Arbeit, die man da 
automatisieren will :-)

Der gezeigte Motor sieht doch nicht so schlecht aus. Ist einen Versuch 
wert.
Nun braucht man ein Metallteil mit Innenvierkant zur Verbindung von 
Spindelwelle des Motors mit der Ventilachse. shapeways könnte da eine 
Idee sein...
Und dann natürlich eine Befestigung des Getriebeblocks am Ventilkörper 
oder an der Wand .

Steuerung:
PWM für einen Motor nicht mit Kondensator glätten. Das muß die 
Induktivität des Motors besorgen.

Gruß
Tom.
Persönliche Seite #3916362
Lesenswert?

@ Schreiber (Gast)
Der TO will dort nichts neues einbauen, sondern nur eine Art Servo mit 
dem Schieber verbinden.

@  Dennis S. (supernova01)
Wenn du den Schieber jede Woche (oder jede Nacht) ein mal voll auf und 
zu machen würdest, dann wird er auch nicht festbacken.

Du könntest vielleicht noch den Stromverbrauch des Motors messen, damit 
du feststellen kannst ob du am Anschlag (ganz offen oder ganz zu) 
angekommen bist.
In der Startphase des Motors muss ein zu hoher Strom erst mal kurz 
ignoriert werden.


Du kannst ein kleines Programm schreiben indem der Schieber und die 
Elektronik initialisiert wird.

Das würde dann in etwa so aussehen:
1. Der Schieber fährt so lange zu bis der Hallsensor eine gewisse Zeit 
lang nicht mehr ausgelöst hat.
2. Das gleiche nochmal, nur eben öffnen.

1 + 2 kann man dann noch ein paar mal wiederholen und dabei wird die 
Zeit gemessen und die halben Umdrehungen gezählt um ein festgebackenes 
Ventil erkennen zu können.

Jetzt kann auch mal der Strom ausfallen und der Schieber kalibriert sich 
automatisch selbst.
(bei meiner Katzen-Schiebetür habe ich das auch so ähnlich gemacht)
Gast #3916525
Lesenswert?

Und die Katze ist noch ganz? :-)

Scherz beiseite, bin ganz Deiner Meinung, mit PWM und Weg-Auswertung 
kann man mit ein bißchen programmierter Intelligenz einen Menge machen.

Ich habe hier in der Firma (Sicherheitsfanatiker, weghören!) mal eine 
automatisierte Öffnung und vor allem Schließung für Gasflaschen gemacht, 
das ist ganz ähnlich - aufsetzen auf ein vorhandenes Ventil, großes 
Drehmoment beim Schließen. Das kalibriert sich auch immer von selbst.

Aber die Haupthürde ist hier erstmal mechanisch.

Gruß
Tom.
#3916532
Lesenswert?

Tom schrieb:
> ei mir würde es dazu dienen, die Hauswasserversorgung im Winter
> komfortabel abzusperren und die Leitungen leerlaufen zu lassen. Das ist
> nämlich sonst ein ziemlicher Heckmeck, mehrmals in den Keller laufen,
> Wasserhähne im Haus öffnen, rausgelaufenes Wasser aus dem Keller
> wegtragen...

Also einmal pro Jahr, und deshalb willst du automatisieren?

Dennis S. schrieb:
> Zudem ist an dem Motor hinten ein Drehgeber
> (Hallsensor) welche eine halbe Umdrehung der Motorachse auflöst, wieviel
> das nach dem Getriebe ist, muss ich noch erörtern, geschätzt ca. 15-20
> Impule pro Drehung. Dadurch müsste sich der Punkt recht gut anfahren
> lassen.

Du willst also eine Position anfahren, und erwartest dass der Hahn dann 
auch in 1,2, ...5 Jahren genauso dicht ist? An derselben Position? Denn 
wenn du deine Steuerung jedes Jahr neu anlernen/abgleichen musst kannst 
du den Hahn auch von Hand drehen :-)

Schon mal von Hand einen Wasserhahn gedreht und den Winkel angeschaut 
den du drehen musst von undicht zu dicht, und von da zu kaputt? Was 
macht deine Steuerung wenn sich da Schmutz in den Dichtsitz gesetzt hat?
Dein Motor hat Kraft genug, ja genug um den Hahn ganz schnell zu 
zerstören?

Und wie diese Automatisierung dein Hauptproblem löst das Wasser aus dem 
Keller tragen zu müssen erschliesst sich mir nicht so ganz.

Viel Spass beim Basteln, aber ich finde dieses Projekt ehrlich gesagt 
wenig hilfreich und eher Unfug.
Gast #3916626
Lesenswert?

ALSO NOCHMAL:

Dennis, der Thread-Opener, will hier wissen, wie er ein vorhandenes 
Absperrventil in seiner Wasserversorgung für <100€ mit Bastelmethoden 
motorisieren kann.

Ich (Tom) habe mich mit dieser Fragestellung auch schon 
auseinandergesetzt und halt ein bißchen dazu geplaudert, warum ich das 
mache. Wie und ob und warum ich das mache, interessiert hier eigentlich 
überhaupt nicht!

A: "Mein Reifen am Fahrrad ist platt, wie kann ich ihn reparieren?"
B: "Hatte ich auch schon mal, bin in einen Nagel gefahren. Ich hab ihn 
auf Methode xy repariert, ging ganz gut (Methode erörter...)"
C: "Nägel haben auf der Fahrbahn nichts zu suchen"
D: "Geh lieber zu Fuß, da kann das nicht passieren"
E: "Wie stellst Du sicher, daß Du nicht wieder in einen Nagel fährst?"
F: "Wie lang war der Nagel? Wo lag er?"
C: "Zu Fuß kann man auch in einen Nagel treten"
A: Tschüss...

Zur Steuerung:
Natürlich fährt man nicht nur auf Positionen, noch dazu wo man gar keine 
Absolut-Position hat.
Sondern dreht den Hahn mit deutlich reduzierter PWM (Motorstrom) zu und 
begrenzt die Zeit für diesen Zudrehversuch, so daß der Motor bei 
Anschlag (Stillstand) nicht überhitzt. Das ist dann die (jedes Mal neu 
erlernte) Nullposition. Um sicherzugehen, kann man mit etwas erhöhter 
PWM noch einen Ruck zudrehen.
Motor volle Kraft in die andere Richtung: Hahn wird einen vorgegeben 
Drehwinkel geöffnet (mit dem Drehgeber, bei anderen Motoren evtl. 
10Gang-Poti oder auch nur festgelegte Einschaltdauer).
Wieder zu: Motor dreht voll bis kurz vor Nullstellung. Dann wieder das 
Spiel wie ganz oben.
Das funktioniert bei mir seit Jahren, mit wechselnden Gasflaschen.

ACHTUNG: Das mit den Gasflaschen ist nur ein Beispiel für einen 
funktionierenden Aufbau mit ähnlichen Anforderungen bzgl. Drehmoment und 
Steuerungsablauf. Wir diskutieren hier NICHT über Sinn und Unsinn dieser 
Anwendung! Bitte!

Übrigens habe ich das mit folgenden Artikeln von robotikhardware.de 
gemacht:
http://www.shop.robotikhardware.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=70&products_id=164
http://www.shop.robotikhardware.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=65&products_id=197
und als steuernder Controller eine C-Control.
In Summe etwas teuer, aber das Ziel mit halbwegs geringem 
Arbeitszeit-Aufwand erreicht.
Der Motor ist allerdings nicht stark, er benötigte eine zweistufige 
Übersetzung danach.
#3917457
Lesenswert?

>>wie er ein vorhandenes Absperrventil in seiner Wasserversorgung für >><100€ mit 
Bastelmethoden motorisieren kann.

Naja, es muss nicht mit Bastelmethoden sein, aber eine Kauflösung 
scheint es nicht für den Taler zu geben...

>>Tom:...PWM für einen Motor nicht mit Kondensator glätten

Vielleicht kennt das Teil:

http://www.pollin.de/shop/dt/Mzc5OTgxOTk-/Bausaetze_Module/Bausaetze/Bausatz_Drehzahlsteller_fuer_Gleichstrommotoren.html

Jemand. Ich denke der Ansteuerungteil:

http://www.pollin.de/shop/downloads/D810026B.PDF

davon kann ja nicht sooo falsch sein. Die machen da auch noch 
irgendetwas mit einem LM358, wohl eine Stromüberwachung "current sense", 
muss ich mir mal genauer ansehen...

Was ich mich gerade frage ist, welche PWM Frequenz man für so einen DC 
Motor wohl nimmt, und welches Tastverhältnis.

Mechanische Anbindung bekomme ich schon hin, da habe ich weniger Sorge.

Das ganze Projekt ist eh was für die Feiertage, also frühestens ende 
dieses Jahres zu machen...

Gruß,
Dennis
#3917515
Lesenswert?

"Motorventil" ja, das ist wohl am ehesten die Bezeichnugn für das was 
ich machen will... Dennoch müsste ich dazu die Leitung ändern...

http://www.ebay.de/itm/Salus-Motorventil-1-DN25-IG-Dreiwegeventil-Umschaltventil-Zonenventil-135205-/150978036901?pt=Systemkomponenten_Heizung&hash=item2326fe04a5#ht_2934wt_1298

Zumindest ist der Preis interessant. Aber in der Beschreibung steht:
"das Ventil ist stromlos geschlossen" aber "Synchronmotor"

Das muss ich nicht versehen... wer dreht denn zu, wenn Strom aus ist?
aaach:

Antrieb: Synchronmotor, Federrückstellung

Das ist ja blöd, Preis ist ja schon sehr gut...

Dennis
#3917548
Lesenswert?

Wenn es wirklich ein Schieber und kein normales Schrägsitz-Ventil ist:

Rohrschelle vor und hinter den Schiebe, Blech oder Alu-U dranbauen, so 
dass es über dem Handrad sitzt.
Das Handrad ggf. gegen eins von denen mit Löchern drin tauschen 
(http://www.ebay.at/itm/110957952633 (das ist allerdings kein Schieber 
sodern ein Schrägsitzventil und genu die sind es auch, die so gerne 
festgammeln).
Dann einen Stepper- oder Gebriebemotor an den Schellen fixieren an 
dessen Achse ein Mitnehmer montiert wird, der in das Handrad greift (zB 
Alu-Flachstab 20x10 mit zwei gekonterten M8-Schrauben als 
Mitnehmerstifte).
Die Steuerung ist da dann nochmal unabhängig von, aber man kann an dem 
Aluteil einfach einen Magneten festkleben, den man mit einem Hallgeber 
erfasst.
Gast #3922600
Lesenswert?

Oliver Stellebaum schrieb:
> Da sollte man noch eine Rutschkupplung wie im Akkuschrauber vorsehen
> damit der Hahn noch rausgerissen oder abgeorgelt wird.

Oder wenn es doch ein Schrägsitzventil ist, beim Aufdrehen der ganze 
Ventileinsatz herausgedreht wird :)

Dennis S. schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 150978036901

Andreas Lang schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 110957952633

[ ] Du kannst lesen und hast gemerkt daß es sich nicht um 
trinkwassertaugliche Armaturen handelt
#3922659
Lesenswert?

Ich hatte so einen Versuch mal halbherzig angegangen (weil mir der 
Aufwand für die Fertigstellung den Nutzen überstieg). Folgende 
Feststellungen könnten hier aber weiterhelfen:

Lange 3/8"-Nuß mit orntlich Fett drin funktionierte als Kraftkopplung 
fürn zölligen Schieber.

12V-Akku und 14V-Akkuschraubermotor mit Getriebe hat als Antrieb 
ausgereicht.

Temperaturüberwachung, Umdrehungszählung und Stromauswertung für den 
Motor notwendig.

Als Gegenlage für den Antrieb muß man den großen Vierkant am Kopf nehmen 
und nit den Korpus, sonst dreht man den Kopf mit raus.

Ich wollte damals was bauen, das bei Frostgefahr den Zulauf schließt und 
das System mindestens drucklos macht.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren