Bitstromanalyse

Gast #3915623
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Hallo,

wie analysiert man das hier sinnvoll? Ist ein Ausschnitt aus der 
Saleae-SW.

Das Ganze ist ein Bitstrom aus einer Funkfernbedienung.
Das erste scheint ein "Hallo Wach!"-Bit zu sein, und dann kommen die 
Daten.
Diese hätte ich nun bitte Lesbar/Vergleichbar als 01 oder HL. Real ist 
das Teil deutlich länger als hier dargestellt, und ich möchte die 
Unterschiede der verschiedenen Tasten ansehen/vergleichen.
Das visuell zu tun is net nett! Irgendwelche sinnvollen Anregungen?
Danke sehr.
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#3915669
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6A66 schrieb:
> Am besten erst mal Bitzeiten ermitteln - wie lange dauert ein bit.

Es könnte aber auch sein, dass es keine feste Bitzeit gibt, sondern die 
Bits längenkodiert sind.
Dafür spricht, dass es nur 2 verschiedene Flankenabstände gibt - z.B. 
kurz für "0" und lang für "1".
Nur am Anfang ist ein längerer Schritt: das könnte ein Startzeichen 
sein.

Aber das ist auch nur Spekulation...

Gruß Dietrich
#3915738
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Das sieht so aus, als ob die Datenbits immer gleich lang sind und immer 
eine Flanke haben. Das entscheidende ist aber die Zeit die das Signal 
oben ist.
Ich würde mal sagen, Startbit ist 1,5 oder 2 lang.
gibt es beim Infrarot nicht eine solche Kodierung?
Ich mein ich hätte mal was mit 3/16 13/16 gelesen...
Gast #3915746
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der Ansatz von Hans M. sieht doch gut aus. Bei einer FFB werden die 
Daten meist n-mal wiederholt solange die Taste gedrückt ist, dazwischen 
sind etwas längere Pausen die in der Aufzeichnung sichtbar sein sollten. 
Eventuell ist dann noch in jedem Paket ein Togglebit anders.
Gast #3915848
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Vielen Dank für eure bisherigen Antworten.

Das Bild ist eine Sequenz, die sich in der Tat, bis auf das Startbit 
4mal wiederholt. Anschließend kommt ein zweite 4malige Sendung, mit 
anderen Daten. Das erste wird vermutlich die Familienadresse sein, das 
zweite Paket die Inhalte zur Familie. angesteuert wird damit ein 
433MHZ-Empfänger.

Zuerst dachte ich, es handelt sich um eine Pulslängenmodulation, aber 
wenn ich das so sehe, glaub ichs nicht mehr. Manchester ist es definitiv 
nicht.
(Firma: matzetronics) #3915866
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Der Ansatz von Hans ist der richtige. Es ist lediglich Geschmackssache, 
ob du nun 'lang high' und 'kurz low' als 1 oder 0 definierst. Der Start 
ist eindeutig durch 'kurz high' und 'überlang low' gekennzeichnet, 
darauf rastet der Empfänger ein. Du solltest dazu wissen, das die Low 
Signale bedeuten, das der Träger des Senders eingeschaltet ist, in den 
High Zeiten ist der Träger aus (so ist es jedenfalls am Ausgang des 
Empfängers), das ist sogen. OOK oder On-Off-Keying.
Gast #3915905
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Ja, es handelt sich um eine Funksteckdose. Aber... um eine mit 
selbstlernenden Empfänger. Die sind anders vom Code als die mit denen, 
sie die Adressen mit Schaltern eingestellt werden. Deshalb, danke für 
die Links, aber hilft leider nicht?.

Mir geht es eigendlich darum, eine Möglichkeit zu finden, den Strom in 
lesbare und damit vergleichbare Zeichen umzuwandeln, (binär reicht) um 
nicht bei 16 Tastern das mittels visueller Umsetzung tun zu müssen.
Also etwa so wie Salease. das tut. Nur diese Protokollart analysiert der 
nicht..., bzw. ich bin zu dumm dazu.

Das Was Hans meint, habe ich verstanden und seh das auch so. Danke.
Gast #3916492
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So Moin,
also bei den lernenden Funkdosen ( vor allem die mit all on/off ) wirds 
häßlich. Habs bei meinen mal versucht zu analysieren, es ließen sich 
teilweise sogar Bitfunktionen ableiten, aber kein Zusammenhang zu den 
einzelnen Kanälen/Tasten.
Hab im Endeffekt alle Tasten einmal aufgenommen, im µC abgelegt und dann 
mitn Timer rausgetacktet.

Hans
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(Firma: matzetronics) #3916595
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Hans M. schrieb:
> So Moin,
> also bei den lernenden Funkdosen ( vor allem die mit all on/off ) wirds
> häßlich.

Naja, geht so. Ich habe die mit dem HS1527 im Geber mal entschlüsseln 
müssen, weil ich mehrere Geber im Haus verteilt habe, die alle die 
gleichen Dimmer betätigen sollten. Normalerweise ist der HS1527 aber ein 
OTP, jeder Geber hat eine andere Hausnummer. Die 8 Kanäle + 'All Off' 
sind nach der Adresse aber fest.
Meine Erkenntnisse nutzte ich dann, um Tinys zu programmieren, die ich 
statt der HS1527 in die Geber verbaut habe:
http://www.schoeldgen.de/avr/
Projekt "Replacing a HS1527 RemoteController with ATTiny25/45/85 
(Assembler)"

Zum entschlüsseln nutze ich einen Mega328 mit LCD und ein paar Tastern, 
mit denen ich Torzeiten und Pausen frei einstellen kann. Daran habe ich 
so lange versucht, bis nur noch sinnvolle und systematische Codes 
rauskamen.
#3916687
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Matthias Sch. schrieb:
> Hans M. schrieb:
>> So Moin,
>> also bei den lernenden Funkdosen ( vor allem die mit all on/off ) wirds
>> häßlich.
>
> Naja, geht so. Ich habe die mit dem HS1527 im Geber mal entschlüsseln
> müssen, weil ich mehrere Geber im Haus verteilt habe, die alle die
> gleichen Dimmer betätigen sollten. Normalerweise ist der HS1527 aber ein
> ...

Sehr cool :-)

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