Hallo,
man hört ja oft von diesen "Floskeln", die im Arbeitszeugnis stehen und
die oft was ganz anderes bedeuten, als man zunächst annimmt.
Frage an die Experten: Gibt es eine Floskel für "war häufig krank", "hat
oft gefehlt" oder so was.
Mir ist zwar klar, dass der AG solche Informationen nicht ins Zeugnis
schreiben darf, es könnte aber trotzdem sein, dass sowas dem einen oder
anderen hier schon unter gekommen ist ...
> Re: Arbeitszeugnis-Geheimcode für "oft gefehlt"
Mensch Junge, was im Arbeitszeugnis steht interessiert doch keinen.
Es geht darum das die wissen wo du vorher warst und dann rufen die dort
an.
Und dann bekommst du dein Fett weg.
Möglicherweise spielen die beiden Personaler noch im selben verein
Tennis oder Golf.
Zocker_42 schrieb:> Es geht darum das die wissen wo du vorher warst und dann rufen die dort> an.>> Und dann bekommst du dein Fett weg.
Aber ist es denn erlaubt für einen Personalchef von Firma A einem
anderen Personalchef aus Firma B etwas über einen Mitarbeiter XYZ zu
erzählen? Oder würde der sich nicht eher strafbar machen, wenn er
Firmeninternas weiterplaudert? Ich könnte ja dann im Gegenzug auch die
Personalakte des Chefs veröffentlichen, wäre ja dann das gleiche.
Wichtig ist bei der Vormulierung, dass es wohlwollend klingt:
MoD - Master of Desaster schrieb:> wünschen XY .... und viel Gesundheit außerhalb unseres Unternehmens.
Das klingt z.B. wohlwollend und positiv.
Das hier klingt auch sehr schön:
> Herr M. N. war stets bemüht, pünktlich, gut gekleidet und in vollem> Umfang seiner körperlichen Fähigkeiten am Arbeitsplatz zu erscheinen.
MaWan schrieb:>> Herr M. N. war stets bemüht, pünktlich, gut gekleidet und in vollem>> Umfang seiner körperlichen Fähigkeiten am Arbeitsplatz zu erscheinen.
Das ist ja eine außerordentlich hübsche Satzkombination in einem
Arbeitszeugnis. Die werde ich mir gut einprägen. Du scheinst sehr klug
zu sein und Dich gut in der Materie auszukennen.
MaD - Mister Desaster schrieb:> MaWan schrieb:>>> Herr M. N. war stets bemüht, pünktlich, gut gekleidet und in vollem>>> Umfang seiner körperlichen Fähigkeiten am Arbeitsplatz zu erscheinen.>> Das ist ja eine außerordentlich hübsche Satzkombination in einem> Arbeitszeugnis. Die werde ich mir gut einprägen. Du scheinst sehr klug> zu sein und Dich gut in der Materie auszukennen.
Ja, ich habe schon mehrere Arbeitszeugnisse geschrieben und habe sehr
viel Ahnung von der Materie. Wenn Du gerne noch mehr wissen möchtest,
kannst Du mich jederzeit fragen.
MaWan schrieb:> Ja, ich habe schon mehrere Arbeitszeugnisse geschrieben und habe sehr> viel Ahnung von der Materie. Wenn Du gerne noch mehr wissen möchtest,> kannst Du mich jederzeit fragen.
Ich finde es wunderschön, wenn Leute vom Fach hier drinnen anderen Usern
ihr Wissen zu Verfügung stellen. Das bereichert dieses Forum auf so
reizende und angenehme Weisen.
MaD - Mister Desaster schrieb:>>> Herr M. N. war stets bemüht, pünktlich, gut gekleidet und in vollem>>> Umfang seiner körperlichen Fähigkeiten am Arbeitsplatz zu erscheinen.>> Das ist ja eine außerordentlich hübsche Satzkombination in einem> Arbeitszeugnis. Die werde ich mir gut einprägen. Du scheinst sehr klug> zu sein und Dich gut in der Materie auszukennen.>
so ne Kombination wie oben schreibt heute keiner mehr, das wird von
jedem Gericht sofort kassiert. Vor 10-15 Jahren wäre das noch als
Geheimcode durchgegangen, aber nicht mehr heute. Man hat heute schon ein
Anrecht auf ein Zeugnis mit der Note "befriedigend", außer der AG kann
vor Gericht beweisen, dass die Leistungen erheblich unter dem
Durchschnitt waren, was für die meisten AGs vor Gericht zu viel Aufwand
bedeutet. Meist schon ohne Gericht wird daher, um Verfahren aus dem Weg
zu gehen, auf sowas verzichtet. Das ist quasi ein Katz und Maus Rennen
zwischen Personalern und Bewerbern. Immer wenn Codes schon fast jedem
BILD Leser bekannt sind, kommen neue Codes in Umlauf.
Heute schreibt man obiges anders. Viel subtiler. Man baut doppelte
Verneinungen ein oder betont gezielt Nichtigkeiten. Wie z.B. bei einem
Entwickler, dass er stets sehr angemessen gekleidet war => er war sehr
schlecht un unangemessen gekleidet. Oder man schreibt mit doppelter
Verneinung: "Herr/Frau XY war stets nie unpünktlich" und meint damit,
Frau/Herr XY war ziemlich unpünktlich.
Wobei auch sowas ist mittlerweile schon sehr bekannt. Viele lesen heute
Arbeitszeugnisse von hinten und achten auf die Schlußformel oder wie
Zuckerle es sagte, man bedient sich anderer Quellen.
Selbst Personalberater und Personaler können heute kaum noch alle Codes
entschlüsseln bzw. interpretieren diese teils sehr unterschiedlich. Was
der eine mit 2+ bewerten würde, ist beim anderen schon eine 5-.
Berthold schrieb:> "Herr/Frau XY war stets nie unpünktlich" und meint damit,> Frau/Herr XY war ziemlich unpünktlich.
NEIN!
stets nie unpünktlich ist fast sowas wie stets pünktlich.
Eine Eigenschaft, die nicht besonders in einem Zeugnis erwähnt werden
muss.
Außer der stets Pünktlichkeit, war sonst nicht viel zu erwähnen, was man
mit "STETS" bezeichnen könnte, zB.: die STETS positive Leistung.
MoD - Master of Desaster schrieb:> NEIN!> stets nie unpünktlich ist fast sowas wie stets pünktlich.
das Instrument der doppelten Verneinung ist auch noch nicht so alt bei
Arbeitszeugnissen, wird aber so angewandt, wie beschrieben. Weil man
nicht rein schreiben darf "war unpünktlich" oder "war selten/nie
pünktlich" verneint man es doppelt. Normale Aussagen werden dagegen
nicht mit doppelter Verneinung ausgedrückt in Arbeitszeugnissen. Was ich
weiter oben sagte: Katz und Maus Spiel. Du z.B. würdest das "war stets
nie unpünktlich" auch nicht verstehen sondern würdest dich über die
Formulierung noch freuen und sie nicht anfechten. Ziel aus Personaler
Sicht erreicht.
Welches Interesse hat denn ein AG überhaupt am Ausstellen eines
Arbeitszeugnisses?
Wenn es gut ist und der Folge-AG stellt fest, dass der Bewerber doch
nicht geeignet ist, kann es ja an den geänderten Umständen, der anderen
Aufgabe usw. liegen.
Warum sollte der AG telefonisch Auskunft geben? Eine Gefälligkeit
zwischen Kumpels oder Geschäftspartner? Und dabei ein Risiko eingehen,
wegen Datenschutz? - Oder weil der Auskunftsersuchende sehr viel Geld
bietet?
Eigentlich ist es doch so: AG hat ihn rausgehauen, vmtl. war der AN
schlecht. AN ist von selbst gegangen, vmtl. war der AG schlecht.
MaWan schrieb:> Aber ist es denn erlaubt für einen Personalchef von Firma A einem> anderen Personalchef aus Firma B etwas über einen Mitarbeiter XYZ zu> erzählen?
Beweise dies ertmal!
> Autor: MaWan (Gast)> Datum: 08.12.2014 17:49> Aber ist es denn erlaubt für einen Personalchef von Firma A einem> anderen Personalchef aus Firma B etwas über einen Mitarbeiter XYZ zu> erzählen? Oder würde der sich nicht eher strafbar machen, wenn er> Firmeninternas weiterplaudert? Ich könnte ja dann im Gegenzug auch die> Personalakte des Chefs veröffentlichen, wäre ja dann das gleiche.
Mensch Kindchen, bist du naiv. Was glaubst du was es interessiert was
man darf oder nicht darf. Glaubst du den Ulli von Bayern hat es
interessiert was man darf oder nicht darf, Steuern und so.
Und das der Schäff so doof ist und alle seine Schandtaten bei Facebook
reinstellt kann ich mir nicht vorstellen. Das traue ich eher dir zu.
> Autor: Berthold (Gast)> Datum: 08.12.2014 17:51> oder waren zusammen auf IBN im Knast ;-)
oder waren zusammen auf IBN ODER im Knast.
Beides gleichzeitig hat nicht mal Zuckerle fertig gebracht. Alles immer
schön nacheinander, alles zu seiner Zeit.
Stefan Helmert schrieb:> Warum sollte der AG telefonisch Auskunft geben? Eine Gefälligkeit> zwischen Kumpels oder Geschäftspartner? Und dabei ein Risiko eingehen,> wegen Datenschutz?
Ein gemütliches Gespräch bei einer Runde Golf, ist meist kein Gespräch
bei dem man danach erstmal ein Gesprächsprotokoll schreibt und
verteilt...
...da hat man sich, wenn einer dumm fragen sollte, sicher nur über die
eigene Familie unterhalten!
personaler sollten interesse haben das flaschen weg kommen.
sie täten gut diese bei anruf hoch zu loben.
würden die die den wechselwilligen schlecht machen, bliebe der nur
länger im verein.
die flasche soll ruhig zur konkurrenz gehen.
--> flaschen gehören gelobt und gute auch.
könnte ich einen kollegen nicht leiden und der wäre fachlich nicht
sonderlich und jemand von einer anderen firma tät mich fagen wie der so
ist, würde ich sagen, weltklasse.
Schreiber schrieb:> Ein gemütliches Gespräch bei einer Runde Golf, ist meist kein Gespräch> bei dem man danach erstmal ein Gesprächsprotokoll schreibt und> verteilt...
Anders: Angenommen, du wärst selbst Unternehmer, gehst in deiner
Freizeit mit anderen Menschen - auch Unternehmern - Golf spielen.
Angenommen, die löchern dich dann mit Fragen zu internen
Angelegenheiten, DEINES Unternehmens. Was schlussfolgerst du dann?
Mir wäre es irgendwann zu blöd. Über geschäftliches reden: ja. Über
Politik, Gesellschaft, Technik: ja. "Datenerhebungen", "Nachbohren"
würde ich nervig finden. Das sind so Leute, die überall einen unlauteren
wirtschaftlichen/finanziellen Vorteil herausziehen wollen. Die
interessieren sich nicht für Golf oder ähnliches. Für die ist es wichtig
sich überall einzuklinken und überall nachzuforschen. Meisten leiden sie
an einem Verfolgungswahn, beschuldigen dich dann noch, dass deine
Auskunft vorsätzlich falsch war. Sie fragen datenschutzrelevante Inhalte
und drohen anschließend mit Anzeige.
>oder waren zusammen auf IBN ODER im Knast.
Warum soll man im Knast keine Inbetriebnahme machen können?
Kamerasystem, Schliesssystem, Fernsehanlage, Alarmanlage,
Notbeleuchtung.
Gibt schon Möglichkeiten...
guten Morgen
Hauspapa
Stefan Helmert schrieb:> Anders: Angenommen, du wärst selbst Unternehmer, gehst in deiner> Freizeit mit anderen Menschen - auch Unternehmern - Golf spielen.> Angenommen, die löchern dich dann mit Fragen zu internen> Angelegenheiten, DEINES Unternehmens. Was schlussfolgerst du dann?
Löchern nicht, aber wenn man auf diesem Wege erfährt, dass der Müller
sich fleißig bei anderen Firmen bewirbt, dann ist ein Austausch im
beidseitigen Interesse:
1. man erfährt, der Müller will bald gehen => bei
Projektplanung+Fortbildungen berücksichtigen, Nachfolger suchen und
einarbeiten
2. der andere erfährt, ob Müller brauchbar ist und was er verdient.
Somit fällt das Lohnangebot nicht zu hoch aus...
3. mit einem Gentlemens Agreement könnte man, etwas Kreativität
vorrausgesetzt, zum gegenseitigen Nutzen...
MaWan schrieb:> Aber ist es denn erlaubt für einen Personalchef von Firma A einem> anderen Personalchef aus Firma B etwas über einen Mitarbeiter XYZ zu> erzählen?
Das ist ganz eindeutig nicht erlaubt, weil er personenbezogene Daten,
die er durch seine Tätigkeit gewonnen hat, nämlich zumindest Deinen
Namen, an Drittpersonen ohne Dein Wissen weitergibt.
Leider kümmert das keinen und die Herren halten sich daran genauso, wie
an die deutschen Steuergesetze.
Es ist schon absurd: Auf der einen Seite dürfen Abteilungsleiter keine
Listen mit An und Abwesenheiten führen, weil sie sonst Krankenstände
dokumentieren und der BR ihnen aufs Dach steigt, auf der anderen Seite
werden Mitarbeiter förmlich niederträchtig geschädigt und niemand
schreitet ein.
Dagegen ist aber am Ende nichts zu machen. Daher nochmal:
*******************************************************
MACHT EUCH SELBSTÄNDIG!
Niemand wird es mehr wagen, eure Arbeit irgendwo schlechtzureden, weil
er dann wegen Geschäftsschädigung verklagt werden kann. Ich kenne Fälle,
da haben Einzelunternehmer 6stellig Summen eingeklagt, weil ein
Abteilungsleiter hintenrum einen Dienstleister niedergemacht hat und das
zufällig einer mitbekommen hat, der den kannte und das dann bezeugt hat.
*******************************************************
> Ich finde diese Zeugnisse völlig daneben.
Ja, aber das Schul-, Ausbildungs-, Arbeitsstellen-Vergabe-System baut
darauf auf!
Je "rechter" ein System, desto mehr Bedeutung haben diese Zeugnisse.
> Autor: ing. (Gast)> Datum: 09.12.2014 12:14> Ich finde diese Zeugnisse völlig daneben. Hab noch nie eines verlangt> und bin auch strickt dagegen. Es sollte verboten werden.
Sehe ich genau so.
Wer unselbstständig ist und nichts drauf hat sollte sich mit derartigem
Kinderkram befassen.
Zuckerle hat 35 Jahre lang diesen Unsinn nicht mitgemacht. Bestenfalls
Zockerbuden verlangen solchen Kinderkram, da sie mit ihren
Sachbearbeiterinnen, welche auch noch mit Zeitvertrag ausgeliehen sind,
sich nicht in der Lage sehen das Ganze im Ansatz zu beurteilen.
Ist übrigens ein guter Indikator um Zockerbuden auszufiltern.
Linker schrieb:> Je "rechter" ein System, desto mehr Bedeutung haben diese Zeugnisse.
das hat wenig mit klassischem Links-Rechts Schematismus zu tun. Auch und
gerade im Sozialismus oder Kommunismus zählte um so mehr die "Aktenlage"
ob jemand für eine Stelle genommen wurde oder nicht. Eher ist es so, je
bürokratischer ein System, je mehr zählen Zettel. Ob das nun linker oder
rechter Bürokratismus ist, ist egal.
Das Geschwurbel in Arbeitszeugnissen über Pünktlichkeit, "Stets" Vollen
Vollsten Übervollen Zufriedenheit ist fürn Arxxx.
Interessant sind die Aufgaben
Herr/Frau XY war verantwortlich für ......
Weitere Aufgaben waren ...
Da kann oft das Verhältnis zu Chefs, Kollegen und Mitarbeitern nicht
stets gut sein und das ist gut so.
Bernd schrieb:> Linker schrieb:>> Je "rechter" ein System, desto mehr Bedeutung haben diese Zeugnisse.>> das hat wenig mit klassischem Links-Rechts Schematismus zu tun. Auch und> gerade im Sozialismus oder Kommunismus zählte um so mehr die "Aktenlage"
Das sehe ich anders:
Z.B. die BRD. Wenn man da die typisch rechts regierten Länder anschaut,
sieht man keine Bereitschaft bei den Bildungsministerien vom
Kopf-Notensystem abzukehren.
Links-regierte Ländern waren schon immer moderner im Bildungswesen.
Rick McGlenn schrieb:> Das Geschwurbel in Arbeitszeugnissen über Pünktlichkeit, "Stets" Vollen> Vollsten Übervollen Zufriedenheit ist fürn Arxxx
Zustimmung
> Interessant sind die Aufgaben
Ja, aber ob man den Anforderungen entsprach, hängt ja nun auch davon
ab, ob man darin geschult wurde und Erfahrung hat und der Betrieb
die erforderlichen Mittel in Quantität und Qualität zur Verfügung
gestellt hat. Unterstützung im Betrieb muss ja auch vorhanden sein
und da läuft das auch nicht immer so rund wie es für beide Seiten
vorteilhaft wäre. Quasi eine innerbetriebliche Ellenbogenmentalität
die es zu meistern gilt.
> Herr/Frau XY war verantwortlich für ......
Sobald das mit Urheberangaben dokumentiert ist, ist die Sache schon
wieder manipulierbar und gelaufen. Firmen setzen sich da gern ins
rechte Licht, haben aber selbst häufig Mängel im betrieblichen Ablauf.
> Da kann oft das Verhältnis zu Chefs, Kollegen und Mitarbeitern nicht> stets gut sein und das ist gut so.
Leute die sich auf ihre Betriebszugehörigkeit weiß Gott was einbilden
gibts doch überall und da sind Konflikte vorprogrammiert, sofern man
als Newbie nicht alles weg steckt. Hab selbst genug davon erlebt und
zwar in JEDEM Laden wo ich mal war.
Auf Arbeitszeugnisse sollte man verzichten können. Es spricht ja
eigentlich nichts dagegen seinen beruflichen Werdegang selbst zu
dokumentieren ohne Angaben des Arbeitgebers. Ob man sich damit
dann nicht selbst aus dem Rennen wirft, ist dann die Frage.
Die meisten Firmen verlangen wie Juristen Beweise, auch wenn dafür
die rechtliche, insbesondere die hoheitliche Kompetenz fehlt.
Durch die fehlende Verantwortung von Arbeitgebern können die es sich
leicht machen und jede Auswahl nach belieben zu leben wie sie wollen.
Die Gleichbehandlung stirbt dann zuerst und die Hoffnung zuletzt.
Perspektive für so machen Arbeitnehmer => Hartz4.
Hier ein Zeugnis, dass der MA damals verdient gehabt hätte. (Bekommen
hat er natürlich was anderes, aber das Formulieren hat Spaß gemacht.)
"Er war ein geselliger Mitarbeiter mit großem Einfühlungsvermögen -
nicht nur für die Belange der Belegschaft. In einigen Fällen war er bei
intensiver Nachfrage sogar bemüht, sich an seine als amüsant und
unverbindlich empfundenen persönlichen Ziele zu erinnern. Er handelte
stets nach Gutdünken sowie bestem Wissen und Gewissen und gestaltete
seinen Tagesablauf individuell. Sein Gefühl für Zeitmanagement und seine
persönliche Ausrichtung an Geschäftsprozessen waren geradezu legendär.
Auch gelang es ihm wiederholt, seinen Urlaub mit erfrischender
Spontanität zu planen. Im kommunikativen Bereich entwickelte der
Mitarbeiter unglaubliche Fähigkeiten – speziell im Umgang mit dem
Telefon zeigte er enorme Ausdauer und im Internet entdeckte er sogar
Seiten, die anderen bislang verborgen geblieben waren. Sein besonderes
Verständnis für die Bedienung von Geräten erlangte immer wieder
ungeteilte Aufmerksamkeit und generierte unvergessliche, emotionale
Momente bei Kollegen und Vorgesetzten.
Wir wissen nicht, wie wir in der Zukunft ohne ihn auskommen können, aber
wir werden es ab dem 1. September 2010 versuchen und wünschen seinem
neuen Arbeitgeber viel Glück."
Und wieder ein Existenz zerstört. Alles hat zwei Seiten.
Wenn der Mitarbeiter soooo arbeitskreativ war, dann hat die Firmen
es mit Kontrollmechanismen ganz schön schleifen lassen.
In den USA hätte man euch bestimmt in die Pleite geklagt.;-b
Thomas1 schrieb:> thomas s schrieb:>> Er war ein geselliger Mitarbeiter mit großem Einfühlungsvermögen>> Alkoholiker und suchte sexuelle Kontakte zu Kollegen.
Zuckerles Sohn?
Thomas1 schrieb:> suchte sexuelle Kontakte zu Kollegen.
Warum nicht, wenn man fünf Tage in der Woche für durchschnittlich
zehn Stunden täglich aus der freien Wildbahn gezogen wird und nach
Feierabend oder an Wochenenden kein freies Schussfeld hat?
Dann sucht man seine Beute halt auf der Arbeit. Weidmanns heil.
Eine ganze Menge Beziehungen kommen dort zu Stande.
> Autor: TI 89 Plus (Gast)> Datum: 10.12.2014 07:50> Zuckerles Sohn?
Dummbraddler !
Zuckerle hat keinen Sohn, aber eine Tochter. Und Zuckerle ist
Antialkoholiker, hat dieses Jahrtausend noch keinen Alk geschlürft.
> Thomas1 schrieb:> > suchte sexuelle Kontakte zu Kollegen.
Oh, spielt in der selben Mannschaft Fußball wie unser ehemaliger
Außenminister.
S. K. schrieb:> Warum soll man im Knast keine Inbetriebnahme machen können?> Kamerasystem, Schliesssystem, Fernsehanlage, Alarmanlage,> Notbeleuchtung.> Gibt schon Möglichkeiten...
Ja, vor allem die Neuzugänge müssen auch erstmal in Betrieb genommen
werden!