Therapieanteil in euren Meetings

OP (Firma: dm2sh) #3924077
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Hallo,

wie gestaltet ihr eigentlich euer Rudel-Kaffeetrinken auf Arbeit, 
Unigremien etc.?

Wie hoch ist der produktive Anteil und wie hoch der 
Gruppentherapieanteil? In welcher Reihenfolge finden diese Teile statt? 
Macht ihr erst produktiv und am Ende Therapie oder lasst ihr erst alle 
Mitarbeiter über ihre persönlichen, privaten, politischen usw. Probleme 
diskutieren, damit jeder sich den Frust von der Seele geredet hat und 
nun Platz für Produktivität ist?

Wendet ihr evtl. modernere Methoden an, z. B. die Sandwich-Methode? 
Dabei werden z. B. in 10-min.-Abständen schichtweise persönliche und 
betriebliche Probleme gewälzt.
Gast #3924117
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Ich beziehe es mal auf das Teammeeting (Entwicklungsingenieure), das wir 
jede Woche knappe 2h durchführen:

- 30mins: Infos aus den Staffmeetings (hier bekommen wir kurz verpackt 
was die Woche über im höheren Management entschieden wurde bzw. passiert 
ist)

- 30mins - 1h: Vorstellung technischer Themen; Hier stellen 
Gruppenmitglieder ihre Fortschritte in den einzelnen Projekten vor; es 
werden technische Dinge diskutiert, Hilfestellung geleistet wenn der 
einzelen in Projekten nicht voran kommt

- 15mins: Aufzeigen technischer Probleme / Highlights die seit dem 
letzen Teammeeting aufgekommen / passiert sind ==> wird dann auf die 
Agenda des in der Woche laufenden "Abstimmungsmeetings" mit dem 
Freigabebereich bzw. in das "Technical Highlightmeeting" mit 
Chefingenieuren und Direktor aufgenommen, um durchzusprechen.

- 15mins: Runder Tisch; Hier kann jeder alles loswerden was ihm auf der 
Seele brennt.

Gruß
Scherrar
Gast #3924683
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Also es ist ja nicht so, daß das Ausarten von Teamrunden in 
Kaffeekränzchen ein vollkommen unbekanntes oder neues Problem ist. Und 
genau dies zu verhindern, ist die Aufgabe des Projektleiters bzw. des 
Einladenden.
Bei internen Runden gibt es bei uns schonmal keine Getränke (es sei 
denn, jemand bricht sich selbst einen Kaffee mit). Persönliche Probleme 
werden hier ebenfalls nicht gewälzt. Viel schwieriger finde ich es 
jedoch, wenn die Kollegen in ihren fachlichen Erklärungen ausschweifen 
und andere Kollegen da noch einsteigen. Da darf man nicht zu früh 
unterbrechen, aber auf keinen Fall zu spät, sonst dauert das Meeting 
doppelt solange wie notwendig.
Gast #3928028
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Bei so was hilft eine Agenda, sowie das Ansetzen des Meetings auf 16.00. 
Da jeder heim will, sinkt das Interesse zu diskutieren, rapide.

Allerdings darf man bei all den Optimierungsbemühungen nicht vergessen, 
dass Gespräche auch der sozialen Festigung der Kollegenschaft dienen und 
dies ist essenziell für ein Team. Projektteams ohne ausreichenden 
Teamgeist geht selbiger nämlich schnell aus.

Das Ziel muss es immer sein, eine Atmo zu schaffen, wo jeder gerne in 
die Firma geht, weil er nette Menschen trifft.
Gast #3928109
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S. K. schrieb:
> Das Ziel muss es immer sein, eine Atmo zu schaffen, wo jeder gerne in
> die Firma geht, weil er nette Menschen trifft.

Das ist genau der Grund, warum ich da jeden Tag hingehe - da bin ich 
wenigstens weg von der Straße. Geld spielt übrigens keine Rolle.

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