Wieso benötigt man hier ein Neutralleiter??

#3929854
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Elektrisch braucht man ihn nicht, er ist ja auch nicht angeschlossen.
Aber üblicherweise hat man beim Verlegen die Wahl zwischen dreiadriger 
oder fünfadriger Leitung; die dreiadrige taugt an dieser Stelle nicht, 
weil man den grüngelben Schutzleiter zweckentfremden müsste (und das ist 
schwer fahrlässig) und in der fünfadrigen Leitung ist nun mal ein blauer 
und ein grüngelber Leiter mit dabei...
Gast #3929886
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Matthias L. schrieb:
> die dreiadrige taugt an dieser Stelle nicht,

Für besondere Fälle (z.B. absoluter Platzmangel) gibt es NYM-O 3x1,5, 
wie der Name verspricht ohne grün/gelben Schutzleiter. Bei dieser 
Leitung darf man dann alle Adern für die Wechselschaltung verwenden.

Allerdings würde ich immer wo möglich NYM-J 5x1,5 verlegen. Bei einigen 
Händlern ist der Sondertyp sogar teurer, die Schaltung ist nicht 
erweiterbar und beim Anbohren ist die Wahrscheinlichkeit höher den 
Fehler nicht zu bemerken (kein N/PE in der Nähe um den LSS/RCD 
auszulösen).
#3930771
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Ich brauchte es einmal bei sehr sparsamen Hochvolt LED Lampen. Wenn die 
Lampen ausgeschaltet waren, hat sich in der unbeschalteten Leitung so 
viel Strom durch benachbarte Leitungen induziert, dass die Lampen ganz 
leicht aufgeleuchtet haben (gemeßen hab ich ca. 60V auf der Leitung - 
wenn auch kaum eine Leistung vorhanden war). Das ist im Schlafzimmer 
nicht sonderlich optimal ...
Die Lösung war, mit Wechselschalter zwischen N und L schalten; nicht nur 
L ein-/ausschalten.

vG Alram
#3930798
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Alram Lechner schrieb:
> Die Lösung war, mit Wechselschalter zwischen N und L schalten; nicht nur
> L ein-/ausschalten.

Meinst du die sogenannte Hamburger Sparwechselschaltung?

Die ist aus gutem Grund nicht zulässig, weil hier einpolig der 
Nullleiter abgeschaltet wird. Dadurch kann beim rausdrehen eines 
Leuchtmittels (E27 Fassung) auf dem Aussengewinde über den 
Lampenwiderstand die Netzspannung liegen. Das ist lebensgefährlich.
Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Schaltung

Kauf dir gescheite Lampen, die einen Entladewiderstand oder einen 
kleinen Kondensator eingebaut haben, der sowas verhindert.
Gast #3930805
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Udo Schmitt schrieb:
> Meinst du die sogenannte Hamburger Sparwechselschaltung?

nein, er hat einfach L und N auf die Wechselkontake und die Ausgang auf 
die Lampe.

Und es ist dabei keine Wechselschaltung, also nur ein Schalter.


Aber zulässig dürfte es nicht sein, denn der abstand der beiden kontake 
ist zu klein, es garantiert auch niemand das sie sich nicht kurzzeitig 
berühren.
#3930969
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ALex schrieb im Beitrag #3930826:
> Nein er meinte vermutlich L und N (zweipolig) zuschalten

Ein Wechselschalter ist einpolig

Peter II schrieb:
> Aber zulässig dürfte es nicht sein, denn der abstand der beiden kontake
> ist zu klein, es garantiert auch niemand das sie sich nicht kurzzeitig
> berühren.

Wenn er wirklich nur die geschaltete Phase der Lampe auf N umschaltet, 
könnte er es sicherer machen indem er einen ausreichend dimensionierten 
und spannungsfesten Widerstand in Reihe zu N setzt Z.B. 100K 1W.

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