Hallo
Ich möchte in meinem Router einen Cachin Proxy installieren.
Leider funktioniert das Cachen bei SSL Verbindungen ohne Weiteres
bekanntlich ja schlecht.
Man könnte nun die SSL Verbindung im Proxy entschlüsseln und richtung
Client neu verschlüsseln - mit einem eigenen Zertifikat.
Leider kommt dann auf dem Client auch eine entsprechende
Sicherheiswarunung, wenn man den Proxy nicht dauerhaft als
Vertrauenswürdig hinzufügt.
Ich hätte es aber gerne so, dass man den Proxy gar nicht bemerkt, auch
wenn man nichts am System gemacht hat.
Möglicherweise ist es möglich, die Kommunikation zwischen Proxy und
Client unverschlüsselt laufen zu lasssen, und so die Warnmeldung zu
umgehen?
Oder wäre es möglich, die Zertifikate von Google, Youtube und Facebook
zu kopieren und diese auf dem eigenen Proxyserver für diese Domains zu
hinterlegen, so dass bei der erneuten Verschlüssung nochmals das
originalzertifikat benutzt wird, und dann auch keine Warnmeldung
entsteht?
Es würde auch reichen, die entsprechenden Content Delivery Networks
irgendwie hinzufzufügen, um gerade das was ordentlich Traffic macht, zu
cachen, ohne dass eine Warnmeldung entsteht.
Das Problem ist folgendes: Der Router wird per LTE angebunden, was ja
bekanntlich stark Trafficbegrenzt ist.
Jedes MB gesparter Traffic ist gut.
Allerings will ich mir bei den Events nicht durch Warnmeldungen in den
Clients irgendwelche Nachfragen aufhalsen.
Grüße
Das was du vor hast ist eine "Man in the Middle" Attacke.
Der Mittlere kann mithören, weil er die Pakete entschlüsselt und dann
neu verschlüsselt weiter schickt.
So etwas geht glücklicherweise im Normalfall nicht.
Kannst ja mal bei Google etc anfragen, ob die dir die Schlüssel zu den
Zertifikaten schicken. Wenn ja könnest du das hinbekommen.
Nerd schrieb:> Oder wäre es möglich, die Zertifikate von Google, Youtube und Facebook> zu kopieren und diese auf dem eigenen Proxyserver für diese Domains zu> hinterlegen,
Wenn man von NSA oder GCHQ ist, dann gibts da bestimmt Möglichkeiten.
Ziemlich widersinnig wärs aber, wenn Du das könntest.
Ok, also das Zertifikat, was normalerweise vom Webserver an den Browser
gesendet wird, irgendwie zu nutzen wäre nicht möglich?
Das Problem ist, dass heute immer mehr Seiten auf SSL gehen, sogar für
die Trafficlastigen Sachen, und man immer weniger cachen kann.
Mir würde es aber auch reichen, wenn im Proxy die SSL Verbindung
terminiert wird, und Netzintern alles unverschlüsselt läuft.
Hauptsache es kommt keine Warnmeldung.
Ansonsten bleibt nur der Weg, anderweitig zu tricksen und schnelles
Internet vorzutäuschen, bzw die Drosselung beim Provider möglichst lange
hinauszuzögern.
Eine Lösung wäre hier z.B. QOS, so dass nach 200 Kbyte am stück
empfangenen Daten oder so eine Drossel reinhaut. Das heißt, die Seite
baut zwar schnell auf, aber die Bilder werden dann im Schneckentempo
nachgeladen.
Das Problem ist, dass wir ca 30 Leute mit Laptops sein werden und mein
LTE Vertrag nur 5 GB im Monat zulässt. Danach ist Schneckentempo
angesagt.
Und mir gehts drum, gefühlt ein möglichst schnelles Internet zu
gewährleisten, auch wenn die Mobilfunk Drossel reinhaut.
Das ist meiner Meinung nach nur durch Caching und/oder geschicktes QOS
zu erreichen.
Die Browser Warnmeldung würde allerdings die Gäste verunsichern.
Nerd schrieb:> Ok, also das Zertifikat, was normalerweise vom Webserver an den Browser> gesendet wird, irgendwie zu nutzen wäre nicht möglich?
du musst dafür nur eine mail an Google & Co schreiben, mit der Bitte um
den Privatekey - dann geht es.
> Mir würde es aber auch reichen, wenn im Proxy die SSL Verbindung> terminiert wird, und Netzintern alles unverschlüsselt läuft.> Hauptsache es kommt keine Warnmeldung.
dann könnte eventuell gehen, aber woher soll der Proxy wissen ob er
https machen soll?
Außerdem gibt es mittlerweile im htttp Header wo drin steht, das die
Seite zwingend über https gehen soll, diese müsste man dann auch
manipulieren.
> Eine Lösung wäre hier z.B. QOS, so dass nach 200 Kbyte am stück> empfangenen Daten oder so eine Drossel reinhaut. Das heißt, die Seite> baut zwar schnell auf, aber die Bilder werden dann im Schneckentempo> nachgeladen.
hilft aber wenig, wenn man auf einer Seite Text liest, werden die Daten
im Hintergrund geladen.
Was hast du überhaupt für ein Tarif? Es das kleinste bei der Telekom ist
doch schon 10GB - wenn du das überschreitest, dann bestimm nicht mit
Irgendwelchen Webseiten sondern mit Video und Downloads. Das sollte man
eventuell mal sein verhalten ändern, statt eine technische Lösung zu
suchen.
Nerd schrieb:> Das Problem ist, dass wir ca 30 Leute mit Laptops sein werden und mein> LTE Vertrag nur 5 GB im Monat zulässt. Danach ist Schneckentempo> angesagt.
wenn du 5GB überschreitest, dann nicht mit ein paar Webseiten!
Denn werden wohl Downloads und Videos übertragen - da hilft auch kein
Cache.
Naja, ich kann mit einem Rechner, der als Proxy und Router arbeitet, die
LTE Verbindung auch für andere freigeben.
Allerdings wird es nach Verbrauch der 5 GB extrem langsam. Diesen
Zeitpunkt gilt es hinauszuzögern, und wenn es eintritt, noch eine gute
gefphlte Internetgeschwindigkeit zu erreichen.
Natürlich könnte man auch knallhart hingehen, alles dicht machen ausser
HTTP uns HTTPS und dann knallhart sagen, wem das mit dem Proxy samt
Sicherheitswarnung im Browser nicht passt, der darf gerne sein eigenes
Smartphone für den Webzugang nutzen.
Nerd schrieb:> Naja, ich kann mit einem Rechner, der als Proxy und Router arbeitet, die> LTE Verbindung auch für andere freigeben.
Technisch geht das. Vertraglich auch?
Peter II schrieb:> wenn du 5GB überschreitest, dann nicht mit ein paar Webseiten!>> Denn werden wohl Downloads und Videos übertragen - da hilft auch kein> Cache.
Youtube Caching habe ich.
Ein paar Youtube Videos gehören zu dem Treffen allerdings auch hinzu, da
die da auch Topic sind.
Genauso wie einige Seiten bei Facebook natürlich dazu gehören.
Grade da würde es sich lohnen, die zu cachen. Am Besten noch zuhause
vorab mal aufgebrufen, damit sie im Proxy sind.
Und den Rest einfach durch rabiates QOS unbenutzbar machen.
Nerd schrieb:> Youtube Caching habe ich.>> Ein paar Youtube Videos gehören zu dem Treffen allerdings auch hinzu, da> die da auch Topic sind.>> Genauso wie einige Seiten bei Facebook natürlich dazu gehören.>> Grade da würde es sich lohnen, die zu cachen. Am Besten noch zuhause> vorab mal aufgebrufen, damit sie im Proxy sind.
ich kann mir nicht vorstellen, das es am ende etwas bringt. Die
Wahrscheinlichkeit das die gleichen Daten von mehre Personen aufgerufen
werden ist bei der menge an Video und Webseiten einfach viel zu gering.
Und bei 30Leuten kann man nicht einen andere Tarif nehmen? 30GB für 50€
sollte wohl kein Problem sein.
Peter II schrieb:> Nerd schrieb:>> Youtube Caching habe ich.>>>> Ein paar Youtube Videos gehören zu dem Treffen allerdings auch hinzu, da>> die da auch Topic sind.>>>> Genauso wie einige Seiten bei Facebook natürlich dazu gehören.>>>> Grade da würde es sich lohnen, die zu cachen. Am Besten noch zuhause>> vorab mal aufgebrufen, damit sie im Proxy sind.>> ich kann mir nicht vorstellen, das es am ende etwas bringt. Die> Wahrscheinlichkeit das die gleichen Daten von mehre Personen aufgerufen> werden ist bei der menge an Video und Webseiten einfach viel zu gering.>> Und bei 30Leuten kann man nicht einen andere Tarif nehmen? 30GB für 50€> sollte wohl kein Problem sein.
Ja, wenn die Vertragslaufzeit nicht wäre. 50 GB per Prepaidstick hab ich
noch nicht gesehen.
Ideal wäre natürlich, das was die Leute sehen sollen, am Hauptrechner
abzurufen, und die ganzen Gäste schauen es nur noch per Proxycache.
Der Hauptrechner darf dann also ungedrosselt ins Netz, um die Inhalte
erst mal ranzuholen, die Gäste haben alle ne starke Drosselung und
können nur die Sachen im Proxy schnell abrufen. (So stark dass sinnloses
Videos schauen und Downloaden quasi nicht geht/keinen Spaß macht, aber
normales Websurfen schon noch, das soll ja als "Serviceleistung" mit
bereit gestellt werden)
Vorab alles offline verfügbar machen geht allerdings auch nur begrenzt,
da viele Videos erst auf dem Treffen vorgestellt bzw in der Gruppe
bekannt gemacht werden.
Moderne Browser pinnen Zertifikate für einige wichtige Webseiten, google
und co gibt also immer eine Warnung, auch wenn du die Leute dein
Zertifikat importieren lässt.
Im Zweifel begrenze doch einfach das Volumen pro Teilnehmer -> wenn
einer dann meint Videos gucken zu müssen muss er halt den Rest der Zeit
mit minimal-Bandbreite leben.
Je nach Zielgruppe ließe es sich evt einrichten für Youtube-Videos etc
die gebraucht werden einen Mirror einzurichten (d.h. man kann auf einer
webseite eine youtube-URL einreichen, die dann gecached und lokal
angeboten wird). Das hängt aber halt davon ab um was für Events es genau
geht.
Youtube Mirror / FB Mirror wäre natürlich das Beste.
So dass man über eine interne Webseite auf dem Hauptrechner den Download
anstößt und man den Kram dann quasi Offline schaut. Fake Account bei
Youtube und FB, unter dem dann nur abgerufen wird (vieles davon ist halt
auch nicht ohne account zu sehen) ließe sich ja machen.
Dann kann man das auch ganz anders angehen:
Unser eigenes Forum sowie einige andere große Foren/Webseiten aus dem
Themenbereich werden freigeschaltet, außerdem Seiten wie Bahn.de, Seiten
der lokalen Verkehrsverbünde, Pizzadienst, Telefonbuch usw.
Der Rest wird auf 16 Kb/s runter gedrosselt (Aber nicht hart gesperrt).
16 kbit/s könnte sogar für Facebook Messenger reichen. Aber dieses
Trafficfressende Bildergeposte und geschaue über das
Gemeinschaftsinternet würde dann wohl wegfallen.
Es handelt sich um ein Forentreffen / Gamertreffen von einem Broswergame
bei dem ich als GM mitarbeite.
Das Browsergame und das Form ansich ist als Trafficfresser kein Problem,
das lassen wir für die Zeit einfach als Kopie lokal laufen, nur die
Datenbank Anbindung ist dann extern auf den richtigen Server.
Sicherlich werden viele auch ihren eigenen Surfstick oder Smartphone
haben.
Aber bei einem solchen Treffen möchte ich als Eventmanger auch ein
Internetcafe und einen allgemeinen Internetzugang via WLAN anbieten.
Nerd schrieb:> Aber bei einem solchen Treffen möchte ich als Eventmanger auch ein> Internetcafe und einen allgemeinen Internetzugang via WLAN anbieten.
wenn du sagst das Geld nicht das Problem ist, sondern nur die
Vertragslaufzeit - was springt denn gegen mehrere Prepait karten?
Nerd schrieb:> Die Browser Warnmeldung würde allerdings die Gäste verunsichern.
Das Entschlüsseln von deren privater Kommunikation (was Du ihnen
übrigens vorab mitteilen müsstest) und rechtliche Implikationen des
Fernmeldegeheimnisses gegen die Du Dich wahrscheinlich irgendwie mit
deren schriftlicher Einwilligungen absichern müsstest) würde nicht nur
Deine Gäste sondern Dich ebenfalls verunsichern.
Tipp: Lass es bleiben. Reiche das Netz 1:1 durch vermeide es tunlichst
Dich in die private Kommunikation Deiner Gäste einzuklinken oder gar sie
zu manipulieren. Zieh Dir diesen Schuh nicht an.
Peter II schrieb:> Nerd schrieb:>> Aber bei einem solchen Treffen möchte ich als Eventmanger auch ein>> Internetcafe und einen allgemeinen Internetzugang via WLAN anbieten.>> wenn du sagst das Geld nicht das Problem ist, sondern nur die> Vertragslaufzeit - was springt denn gegen mehrere Prepait karten?
Falls DSL verfügbar ist könnte man auch bei der Telekom nach einem
Kurzzeitanschluss fragen. Wird dann sicher nicht völlig günstig und auch
nicht über die normale Hotline gehen.