Hallo,
ich bin auf der Suche nach Schaltplänen für induktive Nährungsschalter
um damit die Seillage einer Modellseilbahn zu überwachen:
https://www.youtube.com/watch?v=HcAfEbye4A4
Ich habe schon mit einem TDA0141 experimentiert, aber damit bekomme ich
leider nicht die gewünschte empfindlichkeit hin.
Industrielle Sensoren sind leider zu groß.
Hat evtl. noch jemand eine Idee, wie ich das Problem lösen könnte?
Ich habe als Spule bisher Induktivitäten mit ca. 5*10mm verwendet.
Unter TDA0141 finde ich nur Funkstationen für DECT Telefone. Kannst du
mal einen Link zum richtigen Datenblatt bereit stellen?
Im prinzip sollte die Sache einfach sein. Du baust einen Oszillator mit
Schwingkreis, dessen Spule von dem Eisen des Drahtes beeinflusst wird.
Somit ändert sich die Frequenz. Diese wiederum kann man (analog oder
digital) messen und mit einem Sollwert vergleichen.
Mit einem Mikrocontroller wäre das eine ganz simple Sache - stelle ich
mir jedenfalls einfach vor.
Die kleinen Sensoren haben aber nur einen sehr geringen Messabstand,
deswegen scheidet das leider aus.
Der Selbstbau hätte den Vorteil, dass Sensor und Elektronik einzeln sind
und ich die Interfacelogik bauen kann wie ich sie brauche.
Was für eine Iduktivität würde man dann wahrscheinlich benötigen um
5-6mm SN hinzubekommen?
Gibt es für so eine Schaltung mit Mikrocontroller irgendwo Beispiele im
Netz? Ich habe mich bisher mit dieser Art der Analogtechnik noch nie
beschäftigt und benötige irgend einen Einstieg in das Thema.
Glaube mir, das hätte Keyence auch gerne: Einen größen Schaltabstand bei
noch kleinerem Durchmesser. Was die verkaufen ist ziemlich das Optimum
in
Bezug auf Größe / Schaltabstand für eine stabile Funktion z.B. über die
Temperatur und wirst Du wohl kaum schlagen im Eigenbau.
Geht optisch nicht? Wäre kleiner machbar (Fiber- Optik).
Johannes schrieb:> Die kleinen Sensoren haben aber nur einen sehr geringen Messabstand
Das ist physikalisch bedingt, die Grenzen der Physik wirst du auch als
Bastler respektieren müssen.
Johannes schrieb:> Ich habe als Spule bisher Induktivitäten mit ca. 5*10mm verwendet
Gekaufte Spulen sind für den Zweck falsch, denn sie sind drauf
optimiert, möglichst wenig Streufeld zu erzeugen. Bei einem Sensor kommt
es aber gerade auf ein möglichst grosses Streufeld an, m.a.W. man
braucht eine nach normalen Massstäben grottenschlechte Induktivität.
Selber wickeln und experimentieren hilft möglicherweise weiter.
Georg
Johannes schrieb:> Ich habe schon mit einem TDA0161 experimentiert, aber damit bekomme ich> leider nicht die gewünschte Empfindlichkeit hin.
Die Empfindlichkeit ist weniger vom IC abhängig, viel mehr von der Spule
Streufeld halber Topfkern. Wie die Vorredner schon schrieben.
Kann dir anbieten IC aus DDR-Restbestand A301 und B306; sagen wir mal
2€/Stück + Versand. Bei Interesse kann ich die Daten hochladen.
Wie dick, welches Material ist das zu überwachende Seil?
Kann man denn irgendwo fertige Topfkern Induktivitäten kaufen?
Selber wickeln werde ich wohl kaum hinbekommen.
Das Seil hat einen Durchmesser von 4mm und ist aus verzinktem Stahl.
Wenn es unbedingt induktiv sein soll, macht es ggf. Sinn, den Sensor in
Sender und Empfänger aufzuteilen und auf beiden Seiten des Seils
anzuordnen. Damit sollte sich die Reichweite deutlich erhöhen lassen.
Topfkern ist für grosse Reichweite eine schlechte Wahl. Der Vorteil des
Topfkerns ist lediglich, dass er nach hinten kein Feld abstrahlt. Das
Streufeld konzentriert sich vor den Schnittflächen.
Besser hinsichlich Reichweite ist ein kurzer Ferritstab.
Johannes schrieb:> Kann man denn irgendwo fertige Topfkern Induktivitäten kaufen?>> Selber wickeln werde ich wohl kaum hinbekommen.
Dürfte noch die einfachste Übung sein in dem Projekt. Topfkern plus zwei
geteilte Spulenkörper kaufen. Man muß dann den halben Spulenkörper
absägen, ich glaub es gibt keine halben zu kaufen.
Ferrit- Halbschalen und die zugehörigen Spulenkörper für ind.
Näherungsschalter in unterschiedlichen Durchmessern findst Du bei
Bürklin in Mchen.
Für Deine Anwendung dürfte eine Halbschale mit ca. 20 mm Durchmesser bei
einem Schalt- Abstand von ca. 2 - 3mm auf das Seil geeignet sein.
Den Spulenkörper wickelst Du von hand mit ca. 0,20 mm CUL- Draht voll.
Wenn Du das hast, poste wieder, ich schicke Dir dann eine geeignete
Oszillator- Schaltung mit einstellbarem Schaltabstand.
Schneller + billiger wäre ein fertiger ind. Näherungsschalter z.B. im M
18
Gewindegehäuse (Conrad, u.a.)
Johannes schrieb:> Selber wickeln werde ich wohl kaum hinbekommen.
Dann dürfte auch der Rest für einen induktiven Näherungsschalter ein
riesiges Hindernis sein. Vielleicht solltest du es doch zuerst mal mit
einer Lichtschranke probieren, das ist VIEL einfacher. Ein Reflextaster
sollte mit verzinktem Stahl gut funktionieren, wenn ich es richtig
verstehe, dass das Seil entweder da ist oder rausgesprungen und ganz
weg.
Gerade induktive Näherungsschalter erfordern schon höhere
Elektronik-Weihen.
Georg
Vielleicht könntest Du durch das Seil einen Wechselstrom fließen lassen.
Frequenu 100kHz. Danach kannst Du mit einer kleinen Spuke als Empfänger
dem Abstand messen.
In welcher Dimension liegt denn Deine Beschränkung - in der Länge oder
im Durchmesser ?
In M8 machen wir quasi-bündig, 4 mm und nicht bündig 6 mm; Baulänge 18
mm.
In M12 quasi-bündig, bis zu 8 mm; Baulänge 22 mm.
Stefan
Die Beschränkung liegt in der Länge und im Durchmesser.
Es soll an mehreren Stützen die Seillage unterhalb der Rollenbatterien
überwacht werden um ein Verlaufen des Seils nach links und rechts zu
überwachen. Dabei müssen die Klemmen und Kabinen mit den Gehängestangen
einwandfrei passieren können.
In meinen anderen Videos kann man sich davon ein Bild machen.
Es geht letztendlich auch um ein entgleistes Seil zu erkennen.
Wie würde das denn mit einem Hall Sensor funktionieren?
Das mit dem Strom durch das Seil und einem Sensor ober und unterhalb
funktioniert leider wegen den Kabinen auch nicht. Da das Seil innerhalb
der Station durch durchfahrende Kabinen geerdet wird.
Johannes schrieb:> Wie würde das denn mit einem Hall Sensor funktionieren?
Das Seil muß aus ferromagnetischen Material sein, dann kann ein
vorgespannter Hallsensor (Magnet sitzt auf der Rückseite des Sensors)
eine Änderung der Seillage erfassen.
unter dem Seil sitzt ein LDR (optimal wäre Durchmesser =
Seildurchmesser)
über dem Seil eine Led, Wenn das Seil wandert, ändert sich auch der
"Schatten", LDR wird niederohmiger
Wenn ich das Ganze mit einem Hallsensor mache, müsste es ein analoger
sein oder?
Wie Temperaturstabil ist ein Hallsensor? Funktionieren die auch
unterhalb von 0 Grad noch zuverlässig?
Das mit dem Lichtsensor funktioniert leider nicht, da ja die Klemmen
auch noch die Sensoren passieren.
Deswegen sollte ein Sensor unter das Seil, dort ist die Klemme offen und
das Seil läuft unverändert weiter.