ATmega und AD-Wandler

Gast #3945009
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Als Hinweis zu den AD-Wandlern der ATmega (ATmega8 etc) liest man immer, 
man müsse erst eine Dummy-Wandlung vornehmen. Diese dient zur 
Initialisierung und Stabilisierung des Wandlers.

Was ich bisher nicht gefunden habe ist, ob ich diese Dummy-Wandlung nur 
ein einziges Mal, also im ini-Teil vornhemen muss, oder muss ich sie bei 
jeder Messung aufs neue machen.

Also so
1
// ini
2
adDummyWandlung(...);
3
adWandlung(...);
4

5
while(1)
6
{
7
   adDummyWandlung(...);
8
   adWandlung(...);
9
   ...
10
}

oder so
1
// ini
2
adDummyWandlung(...);
3
adWandlung(...);
4

5
while(1)
6
{
7
   adWandlung(...);
8
   ...
9
}

Vielen Dank
   Claus
Gast #3945072
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Mehr steht dazu nicht im Datenblatt vom ATMega8A:

"The first ADC conversion result after switching reference voltage 
source
may be inaccurate, and the user is advised to discard this result."

23.5.2 Letzer Satz.

Da muss man also im Grunde genommen garnichts weiter machen wenn man nur 
einmal während der Initialisierung des ADC die Referenz einstellt.
Gast #3945312
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spess53 schrieb:
> Stimmt, das zumindest sollte ATMEL streichen. Ist kompletter Blödsinn

Dann solltest Du Atmel dazu vielleicht mal anschreiben und diesen 
Blödsinn aus der Welt schaffen. Das wäre mal ein guter Vorsatz / eine 
gute Tat für das nächste Jahr :-)

Kannst diesem Herrn

https://books.google.de/books?id=TSYLAAAAQBAJ&pg=PA634&lpg=PA634&dq=avr+adc+discard&source=bl&ots=KnC4DDFX7k&sig=AkmagkCQGqnESYM6pZ4xymTkgTs&hl=de&sa=X&ei=NxGjVOTXAojZPdiigbAB&ved=0CF0Q6AEwBw#v=onepage&q=avr%20adc%20discard&f=false

auch auf den richtigen Weg führen.

Und wenn Du schon dabei bist, auch diese Herren

Prof. Dr. Michael Rohs, Dipl.-Inform. Sven Kratz
michael.rohs@ifi.lmu.de
MHCI Lab, LMU München

verzapfen den gleichen Blödsinn.

Je länger man sucht, desto mehr in die Irre geführte Menschen findet 
man.

Da bin ich ja nun scheinbar voll einem weit verbreiteten Irrglauben zum 
Opfer gefallen. Hat mir bisher aber Gott-sei-Dank nicht geschadet :-)

Gruß und guten Rutsch ins neue Jahr
Gast #3945328
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Hi

>Kannst diesem Herrn

>https://books.google.de/books?id=TSYLAAAAQBAJ&pg=P...

>auch auf den richtigen Weg führen.

Wozu. Muss man das? Da ist doch keine eigene Messung drin. Reiner 
Abklatsch. Zeig mir mal einen richtigen belastbaren Link der die 
Auswirkungen einer fehlenden Dummy-Conversation zeigt. Kann auch deine 
eigene Messung sein.

MfG Spess
#3945342
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Dieter Frohnapfel schrieb:

> Kannst diesem Herrn
....


Die schreiben doch auch nur das ab, was in den App Notes steht.

> Da bin ich ja nun scheinbar voll einem weit verbreiteten Irrglauben zum
> Opfer gefallen. Hat mir bisher aber Gott-sei-Dank nicht geschadet :-)

Es schadet nichts. Es bringt aber auch nichts, wenn man nicht überlegt, 
was der Zweck dieser Dummy Messung ist und warum Atmel die vorschlägt. 
Da geht es einzig um eine kleine Zeitspanne, in der sich intern die 
Kondensatoren auf die neue Referenzspannung umladen können.
#3945361
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Das oben verlinkte Buch sagt nicht, dass man nach dem Wechsel des Kanals 
einen ADC wert verwerfen sollte. Das wird da nur für einen Wechsel der 
Referenz oder Verstärkung, bzw. einigen Fällen der Umschaltung mit 
Differenzverstärkung empfohlen. Da geht es auch weniger um das Verwerfen 
eines Wertes sondern schlicht einer Wartezeit damit sich der Verstärker 
stabilisieren kann.

Bei der einfachen Umschaltung zwischen Kanälen konnte ich keinen Fehler 
feststellen - das hat bei mir (Tiny26 und Mega48) funktioniert. Nur 
damit welches Ergebnis zu welchem Kanal gehört muss man halt etwas 
aufpassen. Da kann der Wert in ADCL/H schon mal 1-2 Schritte zurück 
sein. An sich ist auch mit mit Fehlern zu rechnen, da der MUX auch 
gleichzeitig für die S&H Stufe genutzt wird. Beim Einstellen des MUX 
(ohne Differenzverstärkung) ändert man nur die Auswahl welcher FET für 
S&H genutzt wird, also nichts analoges.

Wie bei eigentlich allen anderen µC auch, gibt es beim AVR auch Errata 
und auch ein paar Fehler mehr, die noch nicht in den Errata stehen. Bei 
den klassischen AVRs sind noch eher wenige.

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