Relais für 5V mit 12V betreiben?

Gast #3948034
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Hallo,

angenommen ich habe ein 5V Relais und möchte es mit 12V betreiben. Der 
Widerstand der Spule ist 160 Ohm. D.h. es müsste ein Strom von 
5V/160Ohm=31.25mA fließen. Bei 12V müsste der Widerstand dann 
12V/31.25mA=384Ohm sein. Wenn ich also einen Vorwiderstand von 
384Ohm-160Ohm=224Ohm vor das Relais schalten würde, müsste es doch auch 
12V aushalten .. oder?

Danke schon mal
burgerohnealles
Gast #3948051
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Jonathan K. schrieb:
> müsste es doch auch
> 12V aushalten .. oder?

Aushalten schon, ist aber doppelt unwirtschaftlich: du verbrätst den 
grösseren Teil der Leistung im Widerstand, und dazu kommt noch, dass ein 
12V-Relais ja weniger Strom braucht als eines für 5 V. Die Spule 
benötigt 0,16 W, das dürfte beim 12V-Relais etwa gleich sein, statt 
dessen benötigst du 0,38 W.

Georg
#3948213
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Harald Wilhelms schrieb:
> Wenn Du dieses Relais über einen Treiber an einen µC anschliessen
> willst, könntest Du es mit PWM betreiben.

PWM ist ganz klar die bessere Strategie das umzusetzen.

Aber Du brauchst da keinen µC und Treiber für (und Spannungsregler für 
den µC, da heute wohl kaum ein µC mit 12V betrieben werden kann): ein 
555 reicht vollkommen aus. Und der kann auch die paar mA von dem Relais 
direkt treiben.
Gast #3948382
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Die 50ct Materialkosten für die PWM-Ansteuerung hat man schon nach einem 
Jahr mit dauerhaft angezogenem Relais durch die Energieersparnis 
hereingeholt. Den Aufwand für Platinenplatz, Layout-, Löt- und 
Entwicklungsaufwand dann in 10 Jahren.
Gast #3948928
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Tom schrieb:
> Die 50ct Materialkosten für die PWM-Ansteuerung hat man schon nach einem
> Jahr mit dauerhaft angezogenem Relais durch die Energieersparnis
> hereingeholt.

Oder einfach den anderen Kontakt benutzen, welcher dann ohne Strom 
jahrelang Energie einspart.
Gast #3949024
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Tom schrieb:
> Nicht alles, was man nicht weiß, ist Unsinn:
> http://www.cbxelectronics.com/pdf/app-notes/app-note1.pdf
> 
http://www.te.com/commerce/DocumentDelivery/DDEController?Action=srchrtrv&DocNm=13C3264_AppNote&DocType=CS&DocLang=EN

Doch! Das hier ist eine Bastelschaltung. Und da wird einfach eine Diode 
über das Relais geschalten.
Auch in der Industrie wird das bis auf Sonderfälle so gemacht.
Gast #3949026
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hinz schrieb:
> wartemal schrieb:
>> Relais per PWM betreiben finde ich totalen Unfug.
>
> Warum denn?

vor allem kommt es blöd, wenn man einen Softwarefehler hat und der uC 
dauer 1 ausgibt statt PWM. Dann schrottet man das Relais.

Merkregel: Hardware stets (wenn möglich) so aufbauen, dass ein 
Softwarefehler nicht zur Zerstörung der Hardware führen kann.
Gast #3949036
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lutzi schrieb:
> vor allem kommt es blöd, wenn man einen Softwarefehler hat und der uC
> dauer 1 ausgibt statt PWM. Dann schrottet man das Relais.

Die sind robust.
Meist schalten die schon mit der halben Spannung und die doppelte 
Spannung halten die auch eine ganze Weile aus.
Gast #3949080
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Jonathan K. schrieb:
> Wenn ich also einen Vorwiderstand von
> 384Ohm-160Ohm=224Ohm vor das Relais schalten würde, müsste es doch auch
> 12V aushalten .. oder?

ja

die überschüssige energie verheizt der vorwiderstand also seine 
belastbarkeit beachten.
ne zdiode würde auch funzen.
12-5=7
6,8v zdiode vor´s relais und gut.
auch hier verheizt die zdiode die überschüssige energie-->belastbarkeit 
prüfen.
hab das grad bei ner lautsprecherschutzschaltung gemacht.
40v-24v=16v.
am lager war sz600/15v.
was soll´s 1v mehr....
da von geht die welt nicht unter........
i relais ist 40ma.
u relais 24v.
mfg
Gast #3950225
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Mani W. schrieb:
> Interessante These über die Lebensdauer eine Relais...

Ist keine These sondern Praxis, wenn es darauf ankommt.
Der Anker fällt dann wesentlich schneller ab, der Öffnungsfunken bleibt 
kürzer stehen.

Wir haben dies berücksichtigt und angewendet, schalten einen 1.5kW 
Kondensatormotor einer Hochdruckpumpe mit einem T92 Relais 
(grenzwertig). Die Ausfälle wg. Kontaktverschleiss sind zu 
vernachlässigen, bisher mehr als 15k Stück gebaut.
Als Spannungsbegrenzer für die Induktionsspitze wird ein VDR verwendet.

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