Ich habe 14.04.1 in einer VirtualBox VM installiert und Gnome nachinstalliert. Nun wundere ich mich, dass man die Panels unten und oben nicht mehr konfigurieren kann - auf Alt-Rechtsklick gibt es keinerlei Reaktion und Versuche, Symbole aus dem Menü ins Panel zu ziehen, scheitern. (Unter 12.04 ging das alles.) Mache ich da was falsch, oder haben die Gnome alles über Bord geschmissen, was das Teil bisher recht bequem gemacht hatte?
Ja, es wurde alles über Bord geschmissen. Mit Gnome3 gibt es jetzt die neue Gnome Shell und als Ersatz für Gnome2 den Classic Mode (in dem du vermutlich gerade bist). Der Classic Mode ist allerdings auch nur die Gnome Shell mit einigen Extensions, damit es optisch gleich aussieht. Die Konfiguration läuft jetzt fast ausschließlich über Extensions: http://wiki.ubuntuusers.de/GNOME_Shell/Extensions (Was allerdings auch recht bequem ist) Wenn du mit Gnome3 nicht zurecht kommst, kannst du Mate nehmen. Das quasi Gnome2 wieder aus dem Wasser gefischt, neuer Name drauf und es wird (hauptsächlich von den Leuten hinter Linux Mint) weiterentwickelt. Aber auch die Linux Mint Entwickler haben festgestellt, dass Gnome3 eine bessere Codebasis bietet und arbeiten desshalb parallel an Cinnamon. Das ist fast das selbe wie der Classic Mode, nur noch näher an Gnome2 mit mehr Einstellungsmöglichkeiten Also nochmal in Kurz: Gnome3: - Gnome Shell: Ganz neues Bedienkonzept - Gnome Classic: Gnome Shell mit Extensions, optisch Gnome2-ähnlich - Cinnamon: Wie Gnome Classic, aber Bedienung ähnlich zu Gnome2 Gnome2: - Mate: Fork von Gnome2, wird (noch) weiterentwickelt Wobei ich die Gnome Shell schon sehr genial finde. Es ist am Anfang ungewohnt, aber wirklich sehr durchdacht. Also nicht einfach links liegen lassen weils neu und anders ist, sondern mal in Ruhe ausprobieren EDIT: Als Alternative zu Mate kann man auch XFCE nehmen, damit lässt sich Gnome2/Mate sehr gut nachbauen und es ist auch von der Bedienung recht ähnlich (Panels konfigurieren etc) EDIT2: Ubuntu gibt es auch mit Mate schon vorinstalliert: https://ubuntu-mate.org/ Warum das ins Leben gerufen wurde wo es schon Linux Mint MATE ( http://www.linuxmint.com/ ) gibt/gab ist mir selbst nicht ganz klar..
Simon S. schrieb: > - Gnome Classic: Gnome Shell mit Extensions, optisch Gnome2-ähnlich Ich habe alle Gnome3-Varianten durchprobiert, keine bringt die alten Möglichkeiten mit und das neue in alter Optik ist doch einfach nur Quatsch. > Wenn du mit Gnome3 nicht zurecht kommst, kannst du Mate nehmen. Mate wäre mir sehr recht - ich benutze es mit Mint und bin bis auf eine Macke in Caja bei der Behandlung von FTP-Servern sehr zufrieden. Synaptic enthält einige Mate-Pakete, aber keines sah mir so aus, als wäre es das komplette Mate-GUI. Welches Paket muss man denn installieren? > Als Alternative zu Mate kann man auch XFCE nehmen Leider ist das Teil einfach nur potthäßlich... > Ubuntu gibt es auch mit Mate schon vorinstalliert Guter Tipp, vielen Dank! - das werde ich mir ansehen.
Du kannst auch auf KDE umsteigen (durch Installation des Pakets kubuntu-desktop), das ist jeglichem Gnome und all seinen Derivaten haushoch überlegen, alles ist an seinem erwarteten Platz, alles funktioniert wie man es von einem Desktop erwartet und gewohnt ist (vorsicht Suchtfaktor: Du wirst nach kurzer Zeit nicht mehr ohne KDE zurechtkommen wollen)
Bernd K. schrieb: > Du kannst auch auf KDE umsteigen Das Ding ist mir zu schwergewichtig. Ich habs vor Jahren abgeschafft und bin gegen diese Sorte Versuchung resistent.
Gast
#3950711
Uhu Uhuhu schrieb: > Mate wäre mir sehr recht - ich benutze es mit Mint und bin bis auf eine > Macke in Caja bei der Behandlung von FTP-Servern sehr zufrieden. > > Synaptic enthält einige Mate-Pakete, aber keines sah mir so aus, als > wäre es das komplette Mate-GUI. Welches Paket muss man denn > installieren? > Gerne! ;-)
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[Edit] Sehe gerade dass das nicht das Meta-Paket ist. Also ignoriere Untenstehgendes.[/Edit] Norbert schrieb: > mate-desktop Würd ich mal tippen. die *-desktop Pakete sind immer die Meta-Pakete die die ganzen nötigen Abhängigkeiten ziehen um es vollständig zu installieren. gibt noch mehr davon. Einfach jeweils das *-desktop Paket installieren.
Weitergehende tiefgreifende Recherche hat gezeigt daß es mit Google (und auch anderen Suchmaschinen) offenbar möglich ist Einträge im offiziellen Ubuntu-Wiki zu lokalisieren die die Installation anderer Desktops (unter anderem auch Mate) haarklein detailliert beschreiben. Dort soll es Gerüchten zufolge sogar ein Forum geben das bevölkert ist mit einer Vielzahl an erfahrenen und hilfsbereiten (*)buntu-Usern.
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