Die Bauteile sind erlaubt, die ganzen Platinen sind erlaubt.
Du mußt nur aufpassen, daß die Spannung die Du schaltest nicht zu hoch
ist weil die Abstände zwischen den Leiterbahnen z.B. für unsere
Netzspannung zu klein ist.
Oliver R. schrieb:> Die Bauteile sind erlaubt, die ganzen Platinen sind erlaubt.> Du mußt nur aufpassen, daß die Spannung die Du schaltest nicht zu hoch> ist weil die Abstände zwischen den Leiterbahnen z.B. für unsere> Netzspannung zu klein ist.
Hat China nicht die gleiche Netzspannung?
Zumindest als UL-zertifiziert geben sich die Relais aus (was natürlich
eine Fälschung sein kann aber dann stünde der Hersteller als Betrüger da
und nicht Du als normwidriger Verwender), von VDE ist da nichts zu sehen
- da müsstest Du wohl selbst die Normen vergleichen oder jemanden Fragen
der beide Normensätze gut kennt.
Auf jeden Fall müsstest Du die Kriechstrecken usw auf der Platine
untersuchen (diese sollten bei deiner Anwendung auf jeden Fall denen
entsprechen die für ein SK2-Gerät vorgeschrieben sind auch wenn der
Gesamtaufbau ggf eher in SK1 fällt) und beim Einbau für fachgerechte
Isolierung sorgen.
Ausserdem würde es mir ein mulmiges Gefühl geben dass da scheinbar
keinerlei Aussagen über die verwendeten Materialien der Gesamtplatine
gemacht werden (Schadstofffreiheit? Entflammbarkeit?)
Was mich wundert: Was sollen die (vermutlichen) Optokoppler auf der
Platine (abgesehen von als relativ teurer Schaltverstärker agieren)?
Zusätzliche Sicherheit schaffen oder vielmehr suggerieren?
Andy D. schrieb:> Was mich wundert: Was sollen die (vermutlichen) Optokoppler auf der> Platine (abgesehen von als relativ teurer Schaltverstärker agieren)?> Zusätzliche Sicherheit schaffen oder vielmehr suggerieren?
um statt 5V Relais auch andere Relaisspannungen zu ermöglichen, damit
wird die MC Steuerspannung von Relaisspulenspannung getrennt.
Elektriker_technik_Freack schrieb:> Also wenn ich damit Rollos Motoren mit Endlage schalten möchte???
Der Import von nackten und bestückten Platinen aus China nach Europa ist
auch ohne CE erlaubt, da es keine Geräte sind.
Der Einsatz dieser Relais an Rollos ist aber grob unzulässig, die
Isolationsstrecken sind viel zu kurz zur Trennung zwischen 230V/460V~
und SELV.
Das liegt aber nicht am Chinamann, es gäbe Einsatzzwecke für die
Platine, sondern an deiner Unkenntnus gepaart mit Geiz immer das
billigste nehmen zu wollen und nicht das passende.
achja Angriff ist die beste Verteidigung das lernt man vielleicht beim
Militär :-P
So nee Mittlerweile würde mich dann mal ne Alternatividee
interessieren...
Geiz ist geil und führt evtl. auch dann zu schweren größeren
Folgekosten...
Lösungsvorschläge?
Also....
Was hier geschrieben wird ist teilweise völliger Quatsch.
Wer von den anwesenden Autoren hatte denn schon mal ein solches Modul in
der
Hand? Oder leiden manche um einen Ferndiagnosewahn?
Ich habe Module mit 8/4/2/1 Relais onBoard.
Die Abstände zwischen den Relaiskontakten und Anschlussklemmen sind
völlig korrekt und entsprechen den Richtlinien der
Überschlagsfestigkeit.
Ob die Module dann unter Bedingungen wie hoher Luftfeuchtigkeit
eingesetzt
werden, kann der Hersteller nicht wissen.
Es wurde in der Nähe von Spulenspannung und Schaltkontakten sogar
Isolationsfräsungen als zusätzliche Schutzmassnahme eingefügt.
@ MaWin
Was faselst Du von 460V, Einsatz grob fahrlässig, Geiz ist geil.
Die Relais sind bis 250V AC und 30V DC spezifiziert.
Die exakt gleichen Module werden auch von deutschen Händlern angeboten,
nur
zum X-fachen Preis.
Der sicherheitsgerechte Einbau solcher einzelnen Komponenten obliegt
immer noch dem Konstrukteur bzw. Anwender.
Und wie Joachim B. schrieb, trennen die Optokoppler die Relais
Spulenspannung von der Signalspannung, welche auch durch separate
Versorgungspins herausgeführt sind.
Für mich im Test ein kleines Manko.
Der Spulenstrom des Relais ist relativ hoch und damit die aufgenommene
Leistung.
Dafür schaltet es relativ "strong" und die Schaltkontakte werden
intensiver bewegt, welches das Risiko des "Verklebens" verringert.
"sind bis 250V AC"
Die Spannungsfestigkeit die eine Komponente haben muss um als sichere
Trennung zwischen dem öffentlichen Stromnetz und irgendwelcher nicht
garantiert berührungssicher ausgeführten oder empfindlichen
Steuerelektronik (Schutzkleinspannung eben) zu dienen liegt eher im
Bereich von ca. 5000V.
Wenn irgendetwas für "250V AC" ausgelegt ist ohne weitere Prüfzeichen
(UL, VDE) und Angaben zur möglichen Verwendung am Stromnetz bedeutet das
"250V AC die von einem geeigneten Netzteil geliefert werden".
Die Abstände zwischen der Kontaktseite und der Relaisansteuerung sind
bei dieser Platine durch Fräsungen vergrössert, damit ist diese Platine
vermutlich besser als viele andere Bastellösungen.
Ich habe die auch seit dein paar Tagen, aber beim ersten Test haben drei
Relais laut und deutlich angezogen und eines klackt ganz leise und
sanft, ist wahrscheinlich nicht in Ordnung. Also gleich mal suchen ob
man hier auch passende Ersatzrelais bekommt.
Andy D. schrieb:> ausgeführten oder empfindlichen> Steuerelektronik (Schutzkleinspannung eben) zu dienen liegt eher im> Bereich von ca. 5000V.
Jedes Relais hat Angaben über die Spannungsfestigkeit zwischen Steuer-
und Lastkreis, sowie innerhalb des geöffneten Lastkreises.
Sollten diese Angaben nicht den Anforderungen des verwendeten
Stromnetzes
übereinstimmen, sollten Sie nicht eingesetzt oder externen Maßnahmen,
wie durch einen Überspannungsschutz ergriffen werden.
Sogar normale Printrelais von Finder, Schrack, Goodskye etc. vertragen
250V AC
und haben VDE Zulassungen. Die Angaben der Spannungsfestigkeiten bewegen
sich hier ebenfalls wie bei den Modulen zwischen 1000 und 2500V und
keine 5000V.
Der Konstrukteur muss über den Einsatzort bzw. über evtl. Maßnahmen
entscheiden.
@Jojo S.
Er hat recht, die Module sind besser ausgeführt, als viele
Consumerprodukte welche ich hierzulande mit VDE Kennzeichen gesehen
habe.
Übrigens, um das weichere Klicken mancher Relais brauchst Dir keine
Gedanken machen. Habe das auch. Das liegt daran wie die Einzelteile des
mechanischen Innenlebens im Schaltmoment aufeinander schlagen. Hat
nichts mit der Schaltfähigkeit zu tun
Dirk schrieb:> @ MaWin>> Was faselst Du von 460V,
An der ungenutzten Wicklung eines Rollladenmotors entsteht durch
Trafowirkung die doppeltze Spannung, also 460V~.
> Die Relais sind bis 250V AC und 30V DC spezifiziert.
Aber nicht SELV isolierend, dazu müssen sie nicht bloss bei 250V~ keine
Funken sprühen lassen, sondern (bei Einsatz in Überspannungskategorie
III, wie es in einer UP-Dose der Fall ist, und 460V~) bis 6000V ohne
Überschlag aushalten (sie sind nicht mal in Geräten bei 230V~
einsetzbar, Überspannnungskategorie II fordert dann 2500V was diese
Relais nicht bringen)
Es gibt ja durchaus Anwendungsmöglichkeiten wenn die ansteuerseite
ebenfalls an 230V hängt, wie bei Kondenstaornetzteilen, aber als
Schutzisolation ist das Relais NICHT zulässig.
zu den Relais findet man auch das Datenblatt:
https://www.ghielectronics.com/downloads/man/20084141716341001RelayX1.pdf
Darin sind induktive Lasten mit 5A / 120 V angegeben. Wenn das max. ist
dann reicht das für Rolladenmotoren nicht. Bei anderen Herstellern wird
die Schaltleistung für induktive Lasten als AC3 Klasse angegeben und die
sind bei Relais in dieser Grössenordnung oft bei 0,37 kW. Wichtig ist da
das richtige Kontaktmaterial, das hatten wir hier schon mal in einem
anderen Thread.
Dirk schrieb:> Die Relais sind bis 250V AC und 30V DC spezifiziert.
Nur die "Contact ratings" der Relais waren mal vom TÜV Rheinland für
250VAC spezifiziert. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Die Hinweise zu CATxx sind die Richtigen.
(Ich will nicht wissen wie viele dieser Teile Netzspannung schalten)
Als Bauteil bedarf es keiner CE Kennzeichung.
Ding hat ist anscheinend nicht RoHS zertifiziert und hat vielleicht
reichlich Blei und Cadmium im Lot und dampft Substanzen ab die den
Schniedelwurz verkleinern oder anderes.
Die Relais würde ich auf keinen Fall Netzspannung schalten lassen. Es
werden keine Aussagen zu Kriechstromabständen etc. getroffen. Im
Gegenteil: der verkäufer gibt ja ausdrückling bekannt, das es für 5V
ausgelegt ist.
Für Hobbybasteleien max 24V und max 10 Spitzenstrom habe ich auch wenig
Bedenken. Damit kann man aber dann aber noch nicht mal Autoscheinwerfer
schalten. Mein Gewissen sagt mir: 12V 5A bei guter Absicherung.
Ja, ein Chinese darf das leider in die EU verkaufen. Wer soetwas zum
Wiederverkauf importiert verstösst gegen die RoHS Richtlinie und wer
dann noch sagt damit kann man >50V schalten, macht sich richtig
strafbar.
"Sogar normale Printrelais von Finder, Schrack, Goodskye etc. vertragen
250V AC und haben VDE Zulassungen."
Ein VDE-Logo ist aber weder auf den Relais noch auf der Platine laut
Foto erkennbar, wenn Du in den entsprechenden Datenblättern eine solche
Zulassung gefunden hast sag das doch gleich :)
Der Kontaktwerkstoff AgCdO vereinigt in hohem
Maße die Anforderung an die elektrische
Lebendsdauer und das Schaltverhalten wie es zum
Beispiel beim Schalten von Induktivitäten,
Gleichstromlasten, Motoren und höheren
Widerstandslasten der Fall ist.
Die alternativen Kontaktwerkstoffe AgNi und
AgSnO2 erfüllen abhängig von der Art der
Schaltlast und der Anwendung nicht immer die
Anforderungen an die elektrische Lebensdauer wie
das AgCdO. Auf Grund der Entscheidung
2005/747/EG vom Okt.2005 ist es im Rahmen
der RoHS- Richtlinie nicht erforderlich alternative
Kontaktwerkstoff zum AgCdO einzusetzen.
Der Gesetzgeber hat damit die Voraussetzung
geschaffen, dass innerhalb der RoHS- und WEEERichtlinie
wie auch in den nicht unter die RoHS
fallenden Anwendungen der Kontaktwerkstoff
AgCdO weiterhin eingesetzt werden darf und nicht
verboten ist. Der Relais-Anwender kann die
bewehrten Relais mit AgCdO-Kontakten weiter,
ohne Erprobung neuer Kontaktwerkstoffe und ohne
für sein neue Zulassungen zu beantragen, einsetzen.