Schleifring für bis zu 1500 rpm und 5V Pegel

(Firma: keine) #3968186
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Hallo,

habe hier einen BLDC Motor der eine Welle über eine Kupplung antreiben 
soll. Auf der Welle sitzt eine kleine Elektronikschaltung. Ich bin nun 
auf der Suche nach einer Lösung, um 3 Signale über einen Schleifring von 
der sich drehenden Welle auf eine externe Stromquelle zu legen. Leider 
habe ich gar keine Ahnung von Schleifringen, deswegen bin ich für jeden 
Rat dankbar.

Danke!
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3972807
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Peterle Anonym schrieb:
> Leider sind die meißten Schelifringe nicht für dieses Drehzahl
> ausgelegt. Ich überlege schon es selbst zu bauen. Z.B. mittels 3
> Metallringen und einer 3-zackigen Gabel...
Du kannst keine Schleifringe für diese Drehzahl kaufen, meinst aber, 
sie selber bauen zu können? Hut ab!

Peterle Anonym schrieb:
> Suche nach einer Lösung, um 3 Signale über einen Schleifring von der
> sich drehenden Welle auf eine externe Stromquelle zu legen.
Was jetzt? Signale oder Stromversorgung? Welche Spannungen? Welche 
Ströme?
(Firma: keine) #3973373
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radiostar schrieb:
> Die Betriebsspannung führst Du über Schleifringe und Kohlen.
> 1500rpm
> sind ja wohl wirklich kein Problem.
>
> Das Datensignal köntest Du kapazitiv einkoppeln. Das funktioniert
> natürlich nur, wenn Du die Daten mit einer passenden Trägerfrequenz
> modulierst.

Das ist doch mal eine Aussage. Nur mal die Spannungsversorgung 
betrachtet, wo finde ich denn einen passenden Schleifring? Alle im Netz 
Gefundenen waren auf 300 rpm beschränkt oder unverschämt teuer...
Gast #3973395
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hello schrieb:
> Für über Schleifkontakte geführte Datensignale werden Silberkontakte
> (auch für die Rückleitung, hier wohl GND) verwendet.

Ich hatte für eine drehbare Antenne mal ganz einfach nur Schleifer aus 
(Kupfer?)-Draht, das hat auch funktioniert - allerdings war die Drehzahl 
ein bisserl niedriger so etwa eine Umdrehung in 5 Sekunden ;-)
Gast #3973405
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radiostar schrieb:
> Ich hatte für eine drehbare Antenne mal ganz einfach nur Schleifer aus
> (Kupfer?)-Draht, das hat auch funktioniert - allerdings war die Drehzahl
> ein bisserl niedriger so etwa eine Umdrehung in 5 Sekunden ;-)

Ich denke, bei Deiner Drehzahl wird es gut funktioniert haben. Hier ist 
aber eine ganz andere Größenordnung gefragt.
#3973546
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smashIt schrieb:
> Nils P. schrieb:
>> Mh die Billigen aus dem Modellbau können nur 250U/min.
>
> sicher das du da nicht UPM und UPS vertauscht?
>
> ich kenne zumindest keinen modellbaumotor der mit nur 250upm dreht
> dagegen gibts auch bürstenmotoren die im leerlauf auf fast 40000upm
> kommen

Ganz sicher, die Teile sind für Gimbalmotoren. Also sehr hochohmig 
gewickelte Außenläufermotoren. Recht Momentenstark, dafür aber sehr 
langsam. Quasi ein Zwischending vom normalen Synchronmotor zum 
Schrittmotor.
Drehen so um die 20-40 Umd pro Volt, um wieder auf die Modellbauangaben 
zurückzukommen ;-)

Greez Ert
Gast #3973691
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Peterle Anonym schrieb:
> Das ist doch mal eine Aussage. Nur mal die Spannungsversorgung
> betrachtet, wo finde ich denn einen passenden Schleifring? Alle im Netz
> Gefundenen waren auf 300 rpm beschränkt oder unverschämt teuer...

beim Elektromaschinenbauer des geringsten Misstrauens.
Schleifringe werden auch in Syncrongeneratoren verbaut, üblicherweise 
liegen die Drehzahlen da zwischen 1000 und 3600 U/min
Persönliche Seite #3973803
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qwertzuiopü+ schrieb:
> Müssten hier nicht auch Kugellager funktionieren?
Nein!

>> Wenn Strom durch das Lager fließt, d.h. über die Wälzkörper von einem
>> Ring zum anderen Ring, treten Schäden auf. Der Prozess an den
>> Kontaktflächen ähnelt dem elektrischen Lichtbogenschweißen.
>> Das Material erwärmt sich und erreicht Temperaturen, die zum Härten oder
>> Schmelzen führen.
http://www.skf.com/de/products/bearings-units-housings/roller-bearings/principles/troubleshooting/bearing-failures-and-their-causes/bearing-damage/passage-of-electric-current/index.html
Gast #3974012
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Alexander Schmidt schrieb:
>> Müssten hier nicht auch Kugellager funktionieren?
> Nein!

das wäre bei kleinen strömen ja egal
kugellager gehn aber entgegen aller erwartung sehr schnell zur 
hydrodynamischen schmierung über (der schmierstoff kann nicht mehr 
schnell genug unter der kugel weggepresst werden) und dann isolieren die 
dinger sogar (aber wieder nicht so gut das man sich drauf verlassen 
könnte ;) )
#3974023
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Hi,

billigen Bastelmotor ausschlachten (so 540er Grösse, 380 müsste auch 
reichen), dann hast Du die Bürsten. Bei den Billigdingern sind die an 
Federblechen dran und nicht in Schächten. Das ist sehr bastelfreundlich.
Das kann ein alter Akkusauger, Föhn oder sowas sein.
Als Schleifring einfach Messingrohr auf eine Plastikwelle kleben.
Oder sonstwie isoliert auf die Welle kleben. Das sollte nur möglichst 
rund laufen.
Ohne Drehmaschine ist das nicht ganz einfach aber müsste gehen.
Wenn die Bürsten nicht ganz zum Durchmesser passen ist das nicht so 
schlimm, das läuft sich ein.

Irgendein Datensignal über Schleifer würde ich aber mal vergessen. Ich 
würde das mit IR machen, fände ich am einfachsten.

Gruß,
Norbert
Gast #3974080
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Wieviel Platz ist denn vorhanden ?
Wie lange muß denn der Kontakt bestehen ?
Erster Einfall wäre mit Kupfererdungsband auf zwei Seiten mit Federn den 
Kontakt zu halten, Kohle wurde ja auch schon genannt aber für 
Datenverbindungen ?
Was für ein Motor ist es denn, kann man den auch gegen z.B. einen großen 
Außenläufer tauschen ?
Statt Abgriff gäbe es noch µC mit Funk der die Daten überträgt.
Also mal wieder "Was ist das eigentliche Problem und was soll wirklich 
realisiert werdn" ??????
#3974145
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Peterle Anonym schrieb:
> Erstmal eine Bastellösung.

1: Bürsten. Eine alte Schlagmessermühle (einfache Kaffemühle) aus'm 
Flohmarkt (oder billige aus'm "Laden für die blöden") besorgen. Die 
haben meist einfache Universalmotoren mit Bürsten in Schächte aus 
Messing. Andere Bürstenhalterspender gehen auch ;-)
Die Bürsten (-halter) aus einer Schlagmessermühle sind auf deutlich mehr 
Umlaufgeschwindigkeit ausgelegt, als Du je haben wirst.

2: Schleifringe. Aus dem Baumarkt ein Stück Kupferrohr für die Heizung 
in zur Welle passendem Durchmesser (etwa 4..6mm mehr Innendurchmesser 
als die Welle). Ebenso aus dem Baumarkt ein Stück 3x3mm Kieferleiste 
(Modellbaubedarf) oder ein Schachtel Zündhölzer (Köpfe abknipsen). Dazu 
entweder ein wenik Epoxy-Knete oder Heisskleber (je nach angepeilter 
Lebensdauer der Lösung).
Achtung: es soll eigentlich Messing sein, aber wir reden von 
BASTELLÖSUNG, also für ne gewisse Zeit tut auch Kupferrohr.

Aus dem Rohr 2cm breite Ringe abschneiden und von innen Kabel anlöten. 
Auf die Welle schieben und mit Hölzer auf Abstand zentrieren, auf 
Rundlauf achten. Sobald es rund läuft, Spalt mit Epoxy oder Heisskleber 
ausfüllen, Hölzer entfernen oder bündig mit Ringkante abschneiden. 
Bürstenhalter bauen, sich dabei an die Lösung aus der Mühle orientieren.

Gruß,
Marek
Gast #3974353
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Marek Lewandowski schrieb:
> Peterle Anonym schrieb:
> Andere Bürstenhalterspender gehen auch ;-)


Das Wort Bürstenhalterspender habe ich zuerst ohne das erste r 
gelesen... ;-)

Ich habe mich auch mal an einer Propelleruhr versucht, die ist sogar 
gelaufen.
Als Achse war ein 6mm Messingrohr aus dem Baumarkt und als Schleifringe 
10mm (Größere gabs nicht). Als Abstandhalter dienten mit einer Feile 
abgeflachten Holzzahnstocher.

Also wenn die Achse unter 8mm liegt kann man auch die Messingrohre aus 
dem Baumarkt verwenden. Bis jetzt ist aber weder Durchmesser noch die 
Länge der Achse bekannt.

MfG,
Andreas
(Firma: keine) #3978454
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Ja ja ist ja gut. Erwischt. Es wird so was in der Art. Ein DC Motor 
treibt eine Welle an welche einen kleinen µC und ein paar LEDs rotieren 
lässt. Die Welle ist 10mm dick und wird über einen Zahnriemen 
angetrieben. Leider bin ich, was die Mechanik angeht, nicht besonders 
bewandert; muss mich da auch erst reinlesen.

Marek Lewandowski schrieb:
> 1: Bürsten. Eine alte Schlagmessermühle (einfache Kaffemühle) aus'm
> Flohmarkt (oder billige aus'm "Laden für die blöden") besorgen. Die
> haben meist einfache Universalmotoren mit Bürsten in Schächte aus
> Messing. Andere Bürstenhalterspender gehen auch ;-)
> Die Bürsten (-halter) aus einer Schlagmessermühle sind auf deutlich mehr
> Umlaufgeschwindigkeit ausgelegt, als Du je haben wirst.
>
> 2: Schleifringe. Aus dem Baumarkt ein Stück Kupferrohr für die Heizung
> in zur Welle passendem Durchmesser (etwa 4..6mm mehr Innendurchmesser
> als die Welle). Ebenso aus dem Baumarkt ein Stück 3x3mm Kieferleiste
> (Modellbaubedarf) oder ein Schachtel Zündhölzer (Köpfe abknipsen). Dazu
> entweder ein wenik Epoxy-Knete oder Heisskleber (je nach angepeilter
> Lebensdauer der Lösung).
> Achtung: es soll eigentlich Messing sein, aber wir reden von
> BASTELLÖSUNG, also für ne gewisse Zeit tut auch Kupferrohr.
>
> Aus dem Rohr 2cm breite Ringe abschneiden und von innen Kabel anlöten.
> Auf die Welle schieben und mit Hölzer auf Abstand zentrieren, auf
> Rundlauf achten. Sobald es rund läuft, Spalt mit Epoxy oder Heisskleber
> ausfüllen, Hölzer entfernen oder bündig mit Ringkante abschneiden.
> Bürstenhalter bauen, sich dabei an die Lösung aus der Mühle orientieren.
>
> Gruß,
> Marek

Wow danke, werde mal sehen was ich daraus machen kann!

schleifer schrieb:
> Wieviel Platz ist denn vorhanden ?
> Wie lange muß denn der Kontakt bestehen ?
> Erster Einfall wäre mit Kupfererdungsband auf zwei Seiten mit Federn den
> Kontakt zu halten, Kohle wurde ja auch schon genannt aber für
> Datenverbindungen ?
> Was für ein Motor ist es denn, kann man den auch gegen z.B. einen großen
> Außenläufer tauschen ?
> Statt Abgriff gäbe es noch µC mit Funk der die Daten überträgt.
> Also mal wieder "Was ist das eigentliche Problem und was soll wirklich
> realisiert werdn" ??????

Also Platz ist erstmal vorhanden und der Kontakt sollte möglichst lange 
bestehen, was auch immer das bedeutet. Die Datenverbindung fällt 
übringens weg. Aussenläufer? Was wäre denn der Vorteil?

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