Silberplättchen rein woher?

Gast #3971775
Hallo meine Freunde,
Da ich ein sehr geringes Potential ableiten möchte , darf ich nur die 
reinsten Materialien verwenden, da eignet sich Silber wohl am besten. 
Ich brauche ein paar ca. 1 cm^2 * 2-3mm dicke Silberplättchen. Wisst 
ihr, wo sowas herzubekommen ist? Danke
Gast #3971793
Einen kleinen Silberbarren kaufen und bei einem Goldschmied in Form 
bringen lassen.
Inwiefern zum Ableiten eines Potentials eine extrem hohe Reinheit 
erforderlch ist, erschliesst sich mir nicht.
Bei Nanovoltmetern, wie sie von Keithly oder Agilent angeboten werden, 
sind in den Anschlussklemmen hochwertige, aber trotzdem normale, 
Kontaktmaterialien verbaut.
Gast #3971801
Feinsilber ist eher unüblich.

Goldschmiede verarbeiten das selten, weil es zu weich ist. Gleiches gilt 
übrigens auch für Gold - Feingold ist für Goldschmiedarbeiten nicht 
wirklich zu gebrauchen. Üblich ist eher 925er Silber (92,5% 
Massenanteil, der Rest ist vermutlich Kupfer).

Ich würde mich mal kundig machen, wie es mit der Leitfähigkeit von 925er 
Silber her ist. Bei Kupfer stören schon kleine Verschmutzungen, ich bin 
mir aber nicht sicher, ob das bei Silber auch so ist.

Wenn du eine Firma hast, probiers mal hier:
http://heraeus.de/de/home.html

Die haben auch Bleche aus Silber, bin mir aber nicht sicher, obs das 
auch aus Feinsilber gibt.

Die Frage ist, worauf es dir ankommt. Ich persönlich könnte mir 
versilberte Kupferplättchen auch gut vorstellen.
#3971874
WehOhWeh schrieb:
> Feinsilber ist eher unüblich.
>
> Goldschmiede verarbeiten das selten, weil es zu weich ist. Gleiches gilt
> übrigens auch für Gold - Feingold ist für Goldschmiedarbeiten nicht
> wirklich zu gebrauchen. Üblich ist eher 925er Silber (92,5%
> Massenanteil, der Rest ist vermutlich Kupfer).

Viele Goldschmiede legieren selber und haben deshalb Feinsilber
Gast #3971937
Hallo,

Silber ist ungeeignet, reines Silber ganz besonders, da es schnell 
"anläuft": es überzieht sich mit einer Silbersulfidschicht, die zwar 
auch leitet, aber längst nicht so gut wie von dir ja gewünscht. Weiss 
übrigens jede Oma. Daher ist Gold das üblichste Kontaktmetall, wenn man 
von Sonderlösungen wie flüssigem Quecksilber absieht (in Reedrelais).

Silbereisen schrieb:
> Da ich ein sehr geringes Potential ableiten möchte , darf ich nur die
> reinsten Materialien verwenden

Das dürfte eine Fehlinterpretation sein, da spielt alles mögliche eine 
Rolle wie Thermospannungen, die erwähnte Oberflächenbeschaffenheit usw., 
aber Leitfähigkeit eher weniger. Bei geeigneter Beschaltung garnicht.

Georg
Gast #3971993
Ich verstehe die Motivation des TE in der Tat nicht, anstelle AG einfach 
CU einzusetzen, zumal man die 10% bessere Leitfähigkeit einfach durch 
einen größeren Querschnitt kompensieren kann.

Ich sehe den zwingenden Grund für AG noch nicht, zumal das Zeug quasi 
sofort oxidiert.

CU gibts mit sehr hoher Reinheit, das Problem mit der Verunreinigung ist 
also eher akademischer Natur.
Gast #3972100
> 99,999999%

Ist das realistisch oder einfach erfunden. Das sind ja 0.01 ppm oder 
10mg Fremdstoffe pro Tonne Kufer, schwer zu glauben. (Oder hab ich mich 
mit den vielen Neunern und Nullern verzählt?)
#3972141
genervt schrieb:
> OFC hat bereits 99,99% Kupferanteil, gegen Aufpreis gibts dann auch mehr
> 9er.
>
> Den Hifi-Flachzangen verkauft man übrigens 99,999999%, siehe hier:

Interessanterweise ist es ziemlich schwierig, den Sauerstoffgehalt
von Kupfer überhaupt zu messen. Es kann also sein, das das gekaufte
Kupfer gar kein sauerstofffreies ist, man aber trotzdem den höheren
Preis bezahlt.
Gruss
Harald
#3972441
> Silbereisen schrieb:
> Da ich ein sehr geringes Potential ableiten möchte , darf ich nur die
> reinsten Materialien verwenden, da eignet sich Silber wohl am besten.
> Ich brauche ein paar ca. 1 cm^2 * 2-3mm dicke Silberplättchen.
Hallo,
beschreibe mal benauer, um was es eigentlich konkret geht.
Wenn man in den Bereich von uV und nV kommt, dann gibt es da einiges 
mehr zu beachten, außer esoterischen Betrachtungen zur Reinheit der 
Materialien.
Gruß Öletronika
#3973920
Hallo,
he, Klasse. You made my day.
Ich weiß, dass es eine ganze Industrie für Audioesoterik gibt,
aber dass sich höchst seriöse Hersteller von Chips da reinmischen, war 
mir noch nicht bekannt.
> NJR:
> http://www.njr.com/MUSES/index.html
> Was davon zu halten ist:
> http://pelmazosblog.blogspot.de/2014_06_01_archive.html

Wir haben einen Akkustikprofessor der TU Dresden seit vielen Jahren als 
Berater.
Der erzählte mir mal, dass er auch so einen "speziellen Audiophilen" in 
seinem Bereich hat und immer wenn der so eine esoterische Schote ab 
gibt, dann wird er dazu verdonnert, dafür den wissenschaftlichen 
Nachweis zu erbringen.
Gruß Öletronika
#3974572
Ich hab auch einen Kollegen, der mit ultrakleinen Spannungen 
(nanoVolt)arbeitet. Dessen Loesungen sehen aber immer ganz anders wie 
oben beschrieben aus. Der nimmt dann lieber Konstantan und Manganin 
Leiter. Wegen des hoeheren Widerstandes ... den Rest lass ich mal weg.

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