Micro Empfänger Wasserlöslich

Gast #3973008
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Stefan Artner schrieb:
> Hallo,
>
> Hat jemand Erfahrungen mit wasserlöslichen Micro Empfängern ?
> Bzw. Codierbare Funktechnik die für Bodentiefen bis 15cm reicht?
>
> Wäre für eine Antwort sehr dankbar.

Meinst du wirklich "wasserlöslich"? Also nach paar Minuten ist der 
Empfänger weg? Kann ich mir nicht vorstellen :-))

Oder meinst du statt dessen "wasserdicht"?
Gast #3973160
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Der Kreis beginnt sich zu schließen! Deshalb wird es immer schwieriger 
H2O2 zu besorgen, eine damit konstruierte Bombe verschwindet bei 
Nichtgebrauch von alleine. Das H2O2 zerfällt mit der Zeit zu Sauerstoff 
und WASSER, mit welchem sich der Empfänger auflösen kann.
Ein wirklich teuflischer Plan.
Damit rückt der Griff zur Weltherrschaft in Reichweite. Dann kann man es 
den Mächtigen so richti geben! Dumm nur, dass man dass dann selbst ist 
:P
Gast #3973164
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Aber bei allem Spaß würde mich trotzdem mal interessieren, was Stefan 
denn nun wirklich meint.
Wasserlöslich?
Micro (im Sinne von "klein" oder "Mikrofon" oder "Mikrocontroller")?
Und was versteht man unter "codierbare Funktechnik"? Verschlüsselung der 
übertragenen Daten?
Fragen über Fragen...

@Stefan: Gib uns mal bitte nähere Erläuterungen zu deinem Vorhaben.
Gast #3975033
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Hallo ;D

Sehr kreativ hier ;D

http://www.golem.de/news/wissenschaft-forscher-entwickeln-wasserloesliche-chips-1209-94816.html

Das ist unter wasserlöslicher Chip gemeint. ( Magnesium Basis)

Es wäre für eine Feldveruch mit MiKroorganismen (EMS) die sich in einer 
Kapsel befinden und per Funk geschalten werden können ( Freigabe der 
Mikroorganismens)
Anforderung hier:
Kleiner Empfänger
Wasserlöslich

Haupteinsatztiefe liegt bei ca 3-5 cm.
Bei Anderen Kulturen ist aber auch 15cm möglich.

Meine Frage ist nur wo man wasserlösliche Chips herbekommt bzw. ob diese 
auch steuerbar sind ( denke hier an Transistoren)
Ideen ?
Bzw welche Funkwellentechnik wäre hier passend ?
Gast #3975451
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Stefan schrieb:
>...
> Anforderung hier:
> Kleiner Empfänger
> Wasserlöslich
> ...
> Meine Frage ist nur wo man wasserlösliche Chips herbekommt bzw. ob diese
> auch steuerbar sind ( denke hier an Transistoren)
> Ideen ?

Ich würde mal sagen, die Module bekommst du von dem >20-köpfigen Team, 
dass es für dich entwickelt. Vorher wäre natürlich erstmal eine 
Projektplanung notwendig, und davor natürlich eine genaue Ausarbeitung 
der Anforderungen, die du scheinbar noch nicht genau kennst...
Moderator Persönliche Seite #3975693
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Wolfgang A. schrieb:
> U-Boote können auf Längstwelle Funksignale in einigen hundert Metern
> Tiefe empfangen.

Welche U-Boote tauchen denn hunderte von Metern tief?

Die militärischen sicher nicht.  Die Längstwellen benutzt man doch
nur, damit sie nicht an der Oberfläche auftauchen müssen, aber dafür
genügen 10 oder 20 m Tauchtiefen allemal.

Allerdings klang mir der TE nicht gerade so, als wolle er in
Längstwellenantennen investieren.
Gast #3975977
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Hallo,

Das Projekt basiert darauf, dass es in manchen Kulturen eine 
Ertragssteigerung von bis zu 30% gibt wenn EMS im Boden zum richtigen 
Zeitpunkt mit der Pflanze eine Symbiose bilden.
Der Einsatzzeitpunkt ist hier aber entscheidend ( Bestockungspase)
Ein Team wird es für die Versuchsdurchführung geben und Finanzielle 
Unterstützung seitens des Bundes auch.
Eine geeignete Hülle für diesen Versuch wurde bereits in Versuchsanlagen 
erprobt. (Basis Zellulose).
Bezüglich der Steuerung suchen wir nach möglichen Techniken.
Wir sind für jegliche Idee dankbar.
PS: geplante Obsoleszenz ist es erst wenn man Aufgibt.
#3977187
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OK, nur wird das zum einen ein vergleichsweise teurer Spaß und zum 
anderen werden unweigerlich irgendwelche Rückstände den Boden belasten.

Damit viele Empfänger das Signal im Boden mitbekommen, bräuchte man 
vermutlich eine beträchtliche Sendeleistung.

Würde denn vielleicht auch eine passive Methode funktionieren? Ich denke 
dabei an das gezielte Einschwemmen mit einer Blumengießanlage wie in 
Großgärtnereien, mit vielen kleinen Schläuchen, die mit Röhrchen in den 
Wurzelstöcken stecken.
Gast #3977591
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Deshalb liegt es an unserem Team, welches im Herbst 2015 Startet, eine 
Lösung zu finden.
Ein Ansatz wäre das Funksignal über Drohnen auszustrahlen. ( Hier ist 
eine genaue Abgrenzung zu anderen Feldschlägen möglich)
EMS sind Effektive Mikroorganismen.

Hat eine Drohen die benötigte Leistung dafür ?
Bzw welches Funksignal ist hier einsetzbar?
Welche Empfänger sind einsetzbar ?
Pflanzenbestand ist etwa 70 000 / ha

Ihr denkt euch sicherlich warum ich solche Sachen frage.
Wir versuchen so gut es geht outside the box zu denken.
Jeder Denkanstoß ist uns eine Hilfe :D

Danke schon im vorraus.
Gast #3979587
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Wenn man eine große Anzahl (so mehr als einige Dutzend pro Quadratmeter) 
Sensoren aus bringen will wird das schnell schwierig mit der 
Komunikation.
unabhängig vom konkreten Aufbau der Sensoren sollten diese als passive 
RFIDs
mit einer Seriennummer ausgeführt sein. Das gibts schon in 
organoelektrik auf papier gedruckt. Die zersetzen sich auch schon ganz 
gut. Auslesen kann man das mit einer Schleppantenne (auch mit Rädern 
dran) hiter einem Traktor.
Das wäre dann die konventionelle Variante. Wasserlösliche Sensoren und 
Drohnen sind dann für Großversuche sicher schöner aber es geht auch 
ohne...
Gast #3980055
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Gießkanne als Sender: wird der Empfänger dann nass, löst er sich auf und 
gibt den Stoff frei.

Das Konzept "wasserlöslicher Empfänger" muss wohl für die Wüste sein.

Oder er ist nur ein bisschen wasserlöslich?

Baut ihn in Kartoffelform für 20 Jahre Anwendung und dann, nach der 
letzten Ernte, fährt nochmal die Kartoffelmaschine über den Acker und 
sammelt die Teile wieder ein für's Recycling.
#3982337
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Die übermittelte Information hat einen Informationsgehalt von 1 Bit: 
Freigeben oder nicht freigeben. So verstehe ich das bisher.

Dafür reicht eine induktive Stromübertragung mittels großer 
Koppelschleife und entsprechend Energie, um irgendwie eine 
Auslassöffnung durchzuschmelzen oder so ähnlich. Funktechnik wäre etwas 
übertrieben. Das kann dann aus einem verrottbaren Kunststoff und leicht 
oxidierendem Metall gebaut werden.
Gast #3987836
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Stefan schrieb:
> Ihr denkt euch sicherlich warum ich solche Sachen frage.
> Wir versuchen so gut es geht outside the box zu denken.
> Jeder Denkanstoß ist uns eine Hilfe :D

... und dieser Textausschnitt zeigt, daß es sich um ein Projektspiel von 
BWL-Studenten handelt. =)
#3991914
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1. Es gibt keine wasserlöslichen Elektronikkomponenten. Und wenn es sie 
geben würde, dann möchtest du die gelösten Rückstände sicher nicht in 
deinem Boden.

2. Funk unter feuchter Erde ist bereits bei wenigen Zentimetern 
schwierig.

3. Outside-the-box zu denken ist gut, aber ein bisschen Ahnung sollte 
man haben, oder sich einen Experten ins Team holen. Nur weil Drohnen und 
Sensornetzwerke und so gerade ziemlich Mode sind, ist noch lange nicht 
jede damit verbundene Idee auch nur halbwegs vernünftig.
Gast #3993761
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Also so ein RFID-Tag auf Polymilchsäure oder Papier verrottet schon 
recht schnell. Und die Elektronik enthält im Verhältnis zum Träger so 
wenig Material, dass man das Ganze auch als Mineraldünger mit 
Spurenelementen bezeichnen könnte.
#4011178
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Ich sehe das Problem bei der Wasserlöslichkeit. Wenn der Chip/die Hülle 
Wasserlöslich sind und es regnet werden die EMS freigesetzt. Ganz 
unabhängig von irgendwelcher Aktivierung per Funk. Oder willst du was 
entwickeln, das erst nach der Funkaktivierung wasserlöslich wird?
#4011253
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Das "BWL-Problem" hierbei wurde noch gar nicht erwähnt: Der Preis eines 
solchen Chips dürfte den zu erwartenden Gewinn bei Weitem übersteigen. 
Keine Ahnung wie groß die Fläche ist, die ein einzelner Chip mit 
Mikroorganismen versorgen kann, aber es wird wohl kaum ein ganzer 
Quadratmeter sein, da die sich ja sonst erst mal verteilen müssten.
Der Chip muss also samt Ausbringung und Ansteuerung weniger kosten, als 
die Ertragssteigerung pro Fläche. Da in der Landwirtschaft bevorzugt 
Dumpingpreise bezahlt werden und auch nicht so arg viel Getreide pro m² 
wächst, müsste die Steigerung enorm sein...

Helge A. schrieb:

> Würde denn vielleicht auch eine passive Methode funktionieren? Ich denke
> dabei an das gezielte Einschwemmen mit einer Blumengießanlage wie in
> Großgärtnereien, mit vielen kleinen Schläuchen, die mit Röhrchen in den
> Wurzelstöcken stecken.

Geziehltes Einschwämmen auf dem Feld? Der einzelne Schlauch kostet schon 
mehr als das, was man als Ertrag von der Pflanze erwarten kannst 
(beachte: Ertrag != Ertragssteigerung). Das funktioniert wenn dann nur 
bei Zierpflanzen, wo Leute bereit sind, mehr Geld auszugeben.
Leider hat Stefan nicht erwähnt, was genau er anpflanzen will, aber auf 
dem Feld wirds wohl eher "billige Massenware" sein.
Traktor mit Sprühanlage wäre wohl eher das Mittel der Wahl ;-)
Gast #4013719
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??? schrieb:
> wobei man ja auch an Pflanzenproduktion ganz ohne Feld forscht. Da haben
> unsere Nachbarn im Nordwesten große Erfolge...

Tja, die basteln ja auch Pflanzen, ganz ohne Pflanzen.... Die tragen 
sogar Früchte (meist rote) und bestehen aus Nichts plus Wasser ;-)

Old-Papa

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