LED-Leuchtmittel

Gast #3973758
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hallo ihr,

ich möchte was zu led-lampen fragen.
durch eine led müsste doch eigentlich ein ziemlich großer strom fließen, 
da diese bei anlegen einer positiven spannung idealerweise leitend wird 
mit einem idealen widerstand von 0 ohm.
das heißt doch dann aber, dass eventuell andere betriebsmittel in der 
wohnung, wie die verlegten leitungen, durch überhitzung gefährdet 
werden?! und kann es sein, dass dadurch eine zu gering dimensionierte 
sicherung auslöst?

einen vorwiderstand einzusetzen macht für mich auch wenig sinn, da dann 
über diesen ziemlich viel leistung verloren geht und eine led-lampe dann 
nicht mehr soooooo extrem sparsam wäre?!

ich bin verwirrt und würde mich freuen, wenn mich jemand aufklärt!

magda
#3973800
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Eine typische weiße LED lässt bei 3V ca 50mA fließen und hat damit einen 
Widerstandsaquivalent von 50-70 Ohm. Billige LED Leuchtmittel packen 
einfach 60 LEDs in Reihe und einen kleinen Widerstand dazu. Dann fallen 
85% der Leistung an den LEDs ab, der Rest an dem Vorwiderstand.

Bessere LED Leuchtmittel haben eine Konstantstromquelle verbaut.
#3973970
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In der Regel hast du vor den LED eine Leistungstransformation. Diese 
sorgt dafür, daß die Eingangsleistung von z.B. 5W aus ca. 20mA vom 
Stromnetz in eine LED-verträgliche Form von z.B. 10V und 0,5A 
transformiert werden. Das funktioniert mal besser und mal schlechter, ja 
nach Hersteller. Einige halten sogar die europäischen Normen ein.
#3973997
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Harald Wilhelms schrieb:
> magda schrieb:
>
>> ich dachte, wenn eine diode durchschaltet, ist sie ideal leitend, hat
>> also den widerstand 0.
>
> Ja, für eine "ideale Diode" trifft das zu. Leider kann man eine
> "ideale Diode" nirgends kaufen.

Außerdem wäre eine ideale Diode, selbst wenn man sie kaufen könnte, als 
LED vollkommen untauglich. Ungefähr vergleichbar einer Glühlampe mit 
einem supraleitenden Glühfaden.
#3976368
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Breit grins!

> Jaja was war das für ein Schock als man mit seinem Uniwissen eine
> Schaltung aufbauen wollte und einem der Verkäufer bei Conrad erklärt hat
> das es keinen Idealen Operationsverstärker gibt...

Und der Verkäufer bei Conrad hatte nicht studiert, hab ich recht?

Tja Ja, wir sind halt alle nicht schlau vom Baum gefallen! Heute kann 
ich über sowas lachen, auch wenn das genausogut mir hätte passiert sein 
können. Und die jungen Kollegen machen die gleichen Fehler.

Warum erklärt dem TO eigentlich keiner, dass es die Aufgabe des 
Schaltungsentwicklers ist, dafür zu sorgen, dass z.B. nicht mehr als 10 
 20  50mA (oder wieviel auch immer - steht im Datenblatt) durch die 
Diode fließen?

Oder hab ich da was übersehen?
#3979349
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Timm Thaler schrieb:
> Matthias xxx schrieb:
>> einem der Verkäufer bei Conrad erklärt hat
>> das es keinen Idealen Operationsverstärker gibt
>
> Unglaubwürdig. Als ob ein Verkäufer bei Conrad weiss, was ein idealer
> OPV ist... "Haben Sie die Artikelnummer? Nein? Dann kann ich Ihnen nicht
> helfen."

doch doch, vor 30 Jahren gab es tatsächlich dort Angestellte, die mal 
(wenn man nach langem Schlangestehen am Bauteile-Schalter endlich dran 
kam) auch mal was fragen konnte - und auch eine plausible Antwort bekam.

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