Hallo,
hat jemand Kenntnis darüber ob es einen Beschleuniger/Zusatz für die
Platinenätzung mit Eisen-3-chloid gibt
ich hab schon mal Oxidatorlösung hinzugefügt (so wie bei der Ätzung mit
Salzsäure) und den Eindruck gehabt es ginge etwas schneller aber es hat
kurz aufgeschäumt und sich dadurch schnell wieder verflüchtigt
bernte schrieb:> ich hab schon mal Oxidatorlösung hinzugefügt
Ohne Ahnung einfach zusammenmixen kann ziemlich schnell ins Auge gehen.
Also lass die Finger davon solange du nicht weisst was chemisch genau
abgeht.
beschleunigen kann man den Ätzvorgang durch erwärmen.
Udo Schmitt schrieb:> beschleunigen kann man den Ätzvorgang durch erwärmen.
Oder durch starke Bewegung des Bades. Aus physikalischer Sicht ist
beides sogar das Selbe...
bei den derzeit im handel erhältlichen eisen 3 Ätzmitteln (fertige
lösung)
steht auf den flaschen jetzt immer explizit drauf das dort beschleuniger
zusätze enthalten sind
das war vorher bei dem granulat nicht der fall
daher wollte ich nur wissen was zugegeben wird
kein Zusatz nehmen, sondern eine Schaumätzanlage bauen.
www.mikrocontroller.net/attachment/11076/Schaum_anlage3.pdf
Damit ist kein Anheizen und kein Zusatz nötig.
Bei neuer Brühe sind es 60sec bei alter brühe 120sec.
Grüße
ok die ausgediente kaffeekanne und das elektrokochfeld im Arbeitszimmer
kann ich meiner frau noch erklären
aber eine schaumätzanlage, ich glaub dann wär ich endgültig fällig
bernte schrieb:> hat jemand Kenntnis darüber ob es einen Beschleuniger/Zusatz für die> Platinenätzung mit Eisen-3-chloid gibt
Wärme, bei 70 GradC ätzt es sich gleich 32 mal so schnell.
gut ich hatte die lösung auch schon auf ca 90% aber da ist mir am ende
der übergang von fast fertig zu uups da fehlen auf einmal ein paar
lötaugen zu drastisch
von daher würde ich mit der temp lieber unten bleiben
mir gings auch nicht um die parameter ringsum sondern um additive
die einen gleichmäßigen abtrag bei gutem tempo gewährleisten
Sind IMHO unnötig. Ein bisschen Salzsäure gegen die Schlammbildung ist
hilfreich, aber die EisenIII-Lösung in der Glasschale auf etwa 50°C
angewärmt ätzt eine in Bewegung gehaltene Europlatine in ca. 5 Minuten,
da ist wenig Optimierungsptenzial übrig.
Auch die Salzsäure/Peroxid/Kupferchlorid-Variante ist nicht deutlich
schneller, nur wegen der transparenten Lösung besser beobachtbar; dafür
stinkt's nach Chlor.
Daher ätze ich im Winter mit EisenIII in der Küche und im Sommer mit
HCL/H2O2/CuCl im Freien.
bernd m. schrieb:> mir gings auch nicht um die parameter ringsum sondern um additive> die einen gleichmäßigen abtrag bei gutem tempo gewährleisten
Einfach etwas besser umrühren,
mit Schaumätzgerät oder Sprühätzgerät ?
mit dem Bier hatte ich auch schon mal gehört
ich dachte das wär nur so ein trick für besseren schaum im schaumätzer
ist bei mir eigentlich auch nur für den wintereinsatz im haus
in der wärmeren Jahreszeit bin ich auf der Terasse etwas Chlorgas
erzeugen
also ich probiers mal mit dem Bier für schaum und ein wenig salzsäure
gegen den schlamm
danke
bernte schrieb:> also ich probiers mal mit dem Bier für schaum und ein wenig salzsäure> gegen den schlamm
mit der hcl brauchst nicht sparsam sein.
hab im ätzbad 10% hcl.
schlammbildung gibt es hier nicht.
mit dem bier sei sehr sparsam.
da reichen wenige ml!
Hallo,
Ich mal wieder. Ich hab mir eine relativ flache Küvette gebaut, etwas
weniger als 20mm und mit einem Sprudelstein kann ich bei ca 30% Füllung
mit fe3 einen Schaum erzeugen der gut an die 60% der NutzHöhe ran
reicht. Mal abgesehen vom Bier ? könnte ich da auch einen tropfen seife
hinzugeben um guten Schaum zu bekommen? Sollte ja langer beständig sein
als Bier daher musste eine einmalige Zugabe reichen. Mal abgesehen von
der klassische Seife gibt es ja auch schäumende waschlotionen wie wäre
es damit falls seife irgendwie ungünstig ist wegen dem ph wert?
bernte schrieb:> Mal abgesehen vom Bier ? könnte ich da auch einen tropfen seife> hinzugeben um guten Schaum zu bekommen?
nö bier ist ideal.
bier schon wieder alle?
normale seife reagiert mit fecl3!
sei nicht so gierig und gönn dem ätzbad die wenigen tropfen bier!
prost!!!
bernte schrieb:> könnte ich da auch einen tropfen seife> hinzugeben um guten Schaum zu bekommen?
Nein.
Du wirst eine üble fettige Schmiere bekommen, weil im sauren Millieu die
die wasserunlöslichen Fettsäuren der Seife ausfallen.
Kannst sie aber mit NaOH wieder auflösen.
P.S.:
Mit den Cu- und/oder Fe-Metallionen werden sich auch die entsprechenden
Metallseifen bilden, die i.d.R. ebenfalls wasserunlöslich sind.
Insgesamt also keine gute Idee.
hab gestern trotzdem mal probiert
ein satter spritzer aus dem seifenspender
das fe3 hat den Sprudelstein nur knapp bedeckt schaum bis zu abwinken
so dass es oben rausquillt also doch nicht so pralle
außerdem werden die Schaumblasen nach oben hin immer größer
ist toll wenn die zerplatzen gibt schöne braune flecken fe3
war vorauszusehen hab da immer eine wanne drunter
also doch Bier nehmen
was bewirkt eigentlich den schaum bei der Bier Methode die kohlensäure
oder doch überwiegend irgendwelche Eiweiße
pipi schäumt ja auch immer so schön also liegts wohl eher nicht an der
kohlensäure?
bernte schrieb:> hat jemand Kenntnis darüber ob es einen Beschleuniger/Zusatz für die> Platinenätzung mit Eisen-3-chloid gibt
Eisen(III)chlorid ist bereits das schnellste Ätzmittel. Sowohl
Salzsäure/Kupferchlorid als auch Natriumpersulfat ätzen langsamer
weil sie chemisch mehrstufig arbeiten.
Aber man muss natürlich die Chemie beherrschen.
Ausreichende Temperatur (bei Eisen(III)chlorid 70 GradC),
korrekter pH-Wert (kann man mit Salzsäure einstellen),
nicht zu hoch und nicht zu niedrig konzentriert,
und gut mechanische Badbewegung (Sprühätzen oder Schaum
oder wenigstens Schütteln).
Es liegt nicht am Ätzmittel, wenn dein Ätzvorgang zu langsam ist,
es liegt an dir.
Man behebt Unkenntnis in richtiger Chemie nicht durch noch mehr
Chemie, sondern durch Lernen.
naja ich will ja auch nicht meckern
in der Regel bekomm ich ne Eurokarte mit Sprudelbad bei Zimmertemperatur
in maximal 15min schon hin
ich werde nochmal so ein Heizpad an die Küvette kleben
von der Konzentration müsst das passen (Bungard Fertiglösung)
auf welchen ph Wert sollte ich die Lösung einstellen?
>Eisen(III)chlorid ist bereits das schnellste Ätzmittel. Sowohl>Salzsäure/Kupferchlorid als auch Natriumpersulfat ätzen langsamer>weil sie chemisch mehrstufig arbeiten.
Hast du einen Link, in dem die Geschwindigkeitskontanten der einzelnen
Elementarreaktionen angegeben sind?
Da könnte man mal sehen, was jeweils der geschwindigkeitsbestimmende
Schritt ist.
Der Diffusionskoeffizient zur Bewertung der mechanischen Durchmischung
wäre ebenfalls nützlich.
MaWin schrieb:> korrekter pH-Wert
Hi MaWin,
wie ist denn der korrekte pH-Wert? Wenn Du auch noch 'ne Erklärung oder
Quelle hättest, wär's super.
Danke
Pendragon schrieb:> Hast du einen Link, in dem die Geschwindigkeitskontanten der einzelnen> Elementarreaktionen angegeben sind?
ja, das wäre ebenfalls sehr interessant
bernte schrieb:> steht auf den flaschen jetzt immer explizit drauf das dort beschleuniger> zusätze enthalten sind
Also auf meinen aktuellen Conrad/Bungard-Buddeln seh ich da fei nix.
Hast Du Deinen Eisen-Schampus von einem anderen Winzer oder überles ich
da was?
Hallo,
Also ich hab in meinem Ätzkammerl eine alte Mikrowelle stehen. FeCl-3 in
einem verschließbarem Tupperwaregeschirr. Für 1-2 Minuten in die
Mikrowelle, dabei natürlich den Deckel nur leicht auflegen damit sich
die Luft ausdehnen kann.
Mit einem IR Thermometer kontrolliere ich die Temperatur. Von wirklich
kalt bis 40° brauchts ~ 2 Minuten. Wenns schon warm ist reicht 1 Minute
"nachfeueren" damits wieder rasch ätzt.
Platine in Tupperware box. Deckel drauf. Nun kann man auch beim
Schwenken nicht mehr so leicht etwas verschütten.
Und wenn ich mal wieder mehr Zeit habe (Winter?) bau ich mir eine
Sprühätzanlage.
grüße,
Bernhard
> ich hab schon mal Oxidatorlösung
Und was soll das darstellen?
Sei so nett und nenne den Namen des Produkts.
"Oxi-irgendwas-Dingse" enthalten die unterschiedlichsten Bestandteile.
Oftmals Kalimumsalze, die kann man als eigenstaendige Aetzmittel
betrachten. Sauerstoffabgabe gehoert hier nur im allerkleinsten Masse
zum Wirkprinzip.
bernte schrieb:> hat jemand Kenntnis darüber ob es einen Beschleuniger/Zusatz für die> Platinenätzung mit Eisen-3-chloid gibt
Eisen(III)chlorid ist das schnellste Ätzmittel für Platinen.
Das hängt einerseits damit zusammen, daß der chemische Prozess einstufig
abläuft, und andererseits weil es richtig heiss werden kann.
Damit es schnell erfolgt, muss also nicht das Ätzmittel aggressiver
werden, sondern das Umfeld besser sein: Hohe Konzentration von
800g-1.2kg auf 1l (oder Fertiglösung), 70 GradC (wegen dem Photolack,
nicht der Ätzlösung, die könnte kochen) und kräftiges Umwälzen
(Sprühätzung, Schaumätzung). Dann kannst du Platinen in unter 1 Minute
geätzt bekommen. Damit die Ätzlöung gut bleibt, sollte man den pH-Wert
konstant halten, durch Zugabe von normaler Salzsäure. Dazu muss man ihn
aber erst mal messen können. Hast du die nötigen Messgeräte ? Denn viel
bringt hier nicht viel.
MaWin schrieb:> Damit die Ätzlöung gut bleibt, sollte man den pH-Wert> konstant halten, durch Zugabe von normaler Salzsäure. Dazu muss man ihn> aber erst mal messen können. Hast du die nötigen Messgeräte ? Denn viel> bringt hier nicht viel.
Und nun?
Welcher pH-Wert soll denn optimal sein? fragte schon Schaumätz-Grippel
wolle g. schrieb:> Und nun?> Welcher pH-Wert soll denn optimal sein?
Vergiss das mit der Salzsäure im Eisen3, und setze lieber gleich eine
(saubere, fast kostenlose) Kupferchlorid-Ätzlösung an. Salzsäure im
verbrauchten Eisen3 ist nichts Anderes, nur mit diesem verbrauchten
Dreck mit drin.
wolle g. schrieb:> Welcher pH-Wert soll denn optimal sein?
Du sollst ihn konstant halten, also nach dem Anmischem messen
(je nach Konzentration ein anderer)
und bei weitere Verwendung die Abweichungen ausgleichen.
Das löst auch etwas von dem Schlamm wieder auf.
MaWin schrieb:> Du sollst ihn konstant halten, also nach dem Anmischem messen
Womit misst man denn einen pH-Wert um 0 und darunter in solch einer
Drecksbrühe zuverlässig?
MaWin schrieb:> Eisen(III)chlorid ist das schnellste Ätzmittel für Platinen.>
Im Gegensatz zum reinen Kupfer(II)Chlorid kann man es eben fix und
fertig kaufen, Kupferchlorid ist privat als fertige Loesung kaum zu
bekommen, Steht wenn ich mich recht entsinne auch auf den
Nichtabgabelisten des Apothekerverbandes.
Wenn sich das schnell auch auf die Verfuegbar- und Handhabbarkeit
bezieht kann man das ohne weiteres so sagen, man brauchts doch wirklich
nur umfuellen und ggf. erwaermen.
> Das hängt einerseits damit zusammen, daß der chemische Prozess einstufig> abläuft, und andererseits weil es richtig heiss werden kann.
Ist beim Kupferchlorid auch nicht anders.
Nur muss man eben vorher "etwas basteln", was aber etwas Ueberlegung und
bisl Erfahrung im Umgang mit solchen Sachen vorraussetzt, aber
Hauptschulabschluss sollte eigentlich reichen :)
Linse&Spaetzle schrieb:> Ist beim Kupferchlorid auch nicht anders.> Nur muss man eben vorher "etwas basteln", was aber etwas Ueberlegung und> bisl Erfahrung im Umgang mit solchen Sachen vorraussetzt, aber> Hauptschulabschluss sollte eigentlich reichen
Sicher?
Das muss dann aber schon eine tolle Hauptschule sein.
Linse&Spaetzle schrieb:>> Das hängt einerseits damit zusammen, daß der chemische Prozess einstufig>> abläuft, und andererseits weil es richtig heiss werden kann.>> Ist beim Kupferchlorid auch nicht anders.
Doch, dort läuft chemisch ein mindestens 2-stufiger, wenn nicht sogar
3-stufiger Prozess ab, wodurch es langsamer ätzt als Eisen(III)Chlorid.
MaWin schrieb:>> Ist beim Kupferchlorid auch nicht anders.>> Doch, dort läuft chemisch ein mindestens 2-stufiger, wenn nicht sogar> 3-stufiger Prozess ab, wodurch es langsamer ätzt als Eisen(III)Chlorid.
Das ist falsch.
CuCl2 + Cu -> 2 CuCl
Man kann sich CuCl2 in Kanistern ordern.
Man kann sich CuCl2 auch in groesseren Mengen gezielt herstellen.
Man kann "verbrauchtes" CuCl selbstverstaendlich auch entsorgen,
wie man es bei einwegmitteln tun wuerde.
Schmeisst das doch nicht immer mit den dutzend moeglichen
peroxid/wasser/Chlorwasserstoffsaeuere Methoden durcheinender.
Linse&Spaetzle schrieb:> Das ist falsch.>> CuCl2 + Cu -> 2 CuCl
Interessant.
Schmilzt du dafür einfach wasserfreies CuCl2 bei 630°C auf das Kupfer
auf, oder wie soll das gehen?
Vorsichtig argumentieren bitte, jetzt könnte das Beschimpfen losgehen.
War schon oft so.
Es werden irgendwelche Salze in Wasser gelöst und etwas Kupfer
hineingelegt.
ǝʞuɐp
Lutz H. schrieb:> Vorsichtig argumentieren bitte, jetzt könnte das Beschimpfen losgehen.> War schon oft so.
Gerne.
Aber dann sollte ein naseweiser 8-Klässler auch nicht die Gedanken
derjenigen, die schon etwas mehr Ahnung von der Materie haben, nicht
einfach mit "Das ist falsch" wegwischen.
Wenn da etwas falsch ist, dann ist es diese Gleichung.
@Mawin,
>Doch, dort läuft chemisch ein mindestens 2-stufiger, wenn nicht sogar>3-stufiger Prozess ab, wodurch es langsamer ätzt als Eisen(III)Chlorid.
Könntest du bitte die Gleichungen für die einzelnen Stufen angeben.
lrep schrieb:> Interessant.> Schmilzt du dafür einfach wasserfreies CuCl2 bei 630°C auf das Kupfer> auf, oder wie soll das gehen?
Und wer mit FeCl3 aetzt der reibt seine Platinen trocken damit ein?
Sicher nicht. Ist doch eine eine Loesung, das liegt zb. als [Cu(H2O)6]2+
2Cl- vor. CuCl2 ist halt die Kurzform.
FeCl3 lagert aber sicher auch Wasser an.
Das sind aber Details die der Mawin wohl nicht meinte.
Wen interessiert, welche Gleichung einer Ätzung tatsächlich entspricht?
Was bringt es, einstufige oder mehrstufige Reaktionen zu entlarven, wenn
die Ätzgeschwindigkeit in erster Linie von physikalischen, statt
chemischen Faktoren abhängt?
Am Ende landet man wieder bei der Diskussion um Glas und Natronlauge.
Totale Zeitverschwendung.
Um so mehr chemische Formeln jemand schreibt, desto sicherer ist, daß
derjenige die entsprechende Ätzlösung noch nie real genutzt hat.
Ist ja nicht nur im chemischen Bereich so. Der mit dem meisten Equipment
und dem aufgeräumtesten Arbeitsplatz hat garantiert noch nie eine eigene
Idee gehabt, oder sogar in die Tat umgesetzt. Der ist nur stolz auf die
8. Stelle hinter dem Komma (die natürlich auch noch falsch ist).
>Wen interessiert, welche Gleichung einer Ätzung tatsächlich entspricht?
Wenn es dich nicht interessiert, halt dich doch einfach raus. Dürfte für
dich eine bewältigbare Aufgabe sein.
>Um so mehr chemische Formeln jemand schreibt, desto sicherer ist, daß>derjenige die entsprechende Ätzlösung noch nie real genutzt hat.
Um so mehr jemand konkrete Belege scheut, desto sicherer ist, daß
derjenige nur nachplappert, was er mal von dem Friseur seines
Schwippschwagers gehört hat.
>Totale Zeitverschwendung.
Warum verschwendest du dann deine ach so wertvolle Zeit mit deinem
sinnlosen Beitrag?
Pendragon schrieb:> sinnlosen Beitrag
In der Disziplin haben wir ja nun unerwartet schnell den wahren Meister
gefunden.
Ganz offensichtlich hat mein Beitrag bei dir voll ins Schwarze
getroffen. Damit befindest du dich aber sicherlich in bester
Gesellschaft.
An meiner wahren Aussage ändert das aber noch nichts, selbst wenn noch
10 weitere zurückweisenden "Beiträge" deiner Art kommen werden.
Pendragon schrieb:> Wenn es dich nicht interessiert
Mich interessiert in erster Linie, welche praktischen Ergebnisse hier
bezüglich des Ätzen vorhanden sind.
Diese reichen von Naps im Plasteeimer bis hin zum verschwenderischen
Ätzen mit instabilen Ätzbädern.
"Interessieren" ist vielleicht nicht das richtige Wort, totlachen trifft
es schon eher. Warum das nun? Siehe wiederum meinen letzten Beitrag, der
erklärt vieles, sofern man reif genug ist, ihn zu verstehen ;-)
Slartibartfast schrieb:> Mich interessiert in erster Linie, welche praktischen Ergebnisse hier> bezüglich des Ätzen vorhanden sind.> "Interessieren" ist vielleicht nicht das richtige Wort, totlachen trifft> es schon eher. Warum das nun? Siehe wiederum meinen letzten Beitrag, der> erklärt vieles, sofern man reif genug ist, ihn zu verstehen ;-)
Natürlich kann man durch Probieren etwas herausfinden, aber ohne
tiefer gehende Detailkenntnisse kann man damit auch viel Zeit
verplempern. Deshalb sollte man, vorausgesetzt man hat die dazu nötigen
Voraussetzungen, Hinweisen nachgehen, die tiefer in die Materie
einsteigen. Wie z. B. von Lutz H. 19.7.15, 11:38 -Firmenwerbung ?
wolle g. schrieb:> Deshalb sollte man, vorausgesetzt man hat die dazu nötigen> Voraussetzungen, Hinweisen nachgehen, die tiefer in die Materie> einsteigen. Wie z. B. von Lutz H. 19.7.15, 11:38 -Firmenwerbung ?
Na ist doch Quatsch. Was interessiert mich, welcher chemische Prozess
dort stattfindet? Ein einziger realer Versuch ist mehr wert, als alles
Geschriebene. Ich muss doch auch nicht ergründen, warum ich Hunger habe,
ich esse lieber was.
Dieses theoretisch-chemische Gefasel ist ja nun wirklich nicht das erste
Mal hier zu lesen, und es gab dadurch noch nie einen, der eine Platine
schneller oder besser geätzt hätte.
Hier müsste besprochen werden, unter welchen praktischen Bedingungen man
welches Ätzmittel am besten nutzen kann. Aber bevor es dazu überhaupt
kommt, wird von (möchtegern-)Chemikern schon abgewunken. Und zwar meist
zu unrecht.
Frage euch mal ganz konkret: ätzt von den bisher Anwesenden irgendjemand
real mit luftregeneriertem Kupferchlorid? Falls ja, so bitte mal nur
kurz die real gegebene Technik mitteilen, und evtl. ein Bild, muss nicht
schön sein. Bitte ggf. ohne "ich will das irgendwann mal machen", oder
"wir haben das früher in der Firma gemacht". Gibt es real existierende
Aufbauten? Ggf. könnte man über Verbesserungen diskutieren. Und alles
ohne irgendeine chemische Formel, ganz sicher.
>Was interessiert mich, welcher chemische Prozess dort stattfindet?
Wenn du nicht die notwendigen Voraussetzung zum Verständnis hast und
dich das nicht interessiert, halt dich doch einfach raus.
>Dieses theoretisch-chemische Gefasel
Einfach mal an des berühmte Nuhr-Zitat denken und für dich selbst
anwenden.
Slartibartfast schrieb:> Na ist doch Quatsch. Was interessiert mich, welcher chemische Prozess> dort stattfindet? Ein einziger realer Versuch ist mehr wert, als alles> Geschriebene.
DEINE Denkweise!!
Sei froh, dass Dir noch nichts so richtig um die Ohren geflogen ist und
dass Deine Augen oder sonstige Köperteile noch nicht verätzt oder
geschädigt wurden.
Slartibartfast schrieb:
...
> Dieses theoretisch-chemische Gefasel
...
> Frage euch mal ganz konkret: ätzt von den bisher Anwesenden irgendjemand> real mit luftregeneriertem Kupferchlorid? Falls ja, so bitte mal nur> kurz die real gegebene Technik mitteilen,
...
Wie kommst du jetzt eigentlich auf luftregeneriert,
weil oben einer einen Link gepostet hat?
Naja, wenn du das Verhalten von Transistoren verstehen willst bleibt dir
ja auch nur etwas ueber deren Aufbau zu lernen, ohne das man jemals in
der Lage sein wird sich einen selbst zu bauen. Und wie willste ohne
Formeln auf einen Sachverhalt aufmerksam machen, die geben einem ja auch
die Mgklt. das mal nachzuschlagen oder jemanden zu Fragen. Bei einer
Schaltung gilt die erste Frage schliesslich auch dem Plan.
Bleib doch beim Eisen, das ja angeblich 'einstufig' sei, da passiert das
naemlich auch.
Jdf. bei den Leuten die mehrere Liter in einer Schaumaetzanlage haben.
ueber alles:
FeCl3 + Cu -> FeCl2 + CuCl2
Hu, stimmt doch garnicht :()
Oder etwa doch?
Auf der Kupferoberflaeche der Platine :
FeCl3 + Cu -> FeCl2 + CuCl
(spaeter auch CuCl2 + Cu -> 2CuCl)
denn im Bad, hauptsaechlich wenn keiner mehr hinguckt und du schon beim
loeten bist...,
passiert noch folgendes:
FeCl3 + CuCl -> FeCl2 + CuCl2
Da kann man das dann schon so schreiben, wie weiter oben.
So straight-forward "einstufig" ist das dann auch nur in erster
Annaeherung. Schon garnicht beim FeCl3 Langzeitbad u. Schaumaetzen.
Jetzt noch HCl dazu des Schlammes wegen und immer schoen schaeumend die
Oberflaeche vergroessern,
man kann sich denken was dann passiert. Oh wunder der Eisenaetzer
kriegt, je nach Methode, mehr Kupfer in sein Bad als es mit FeCl3
alleine moeglich waere, auch noch "luftgeregeniert". Das kann aber dem
Schwaemmchennutzer natuerlich voellig egal sein und bleiben, weil ers
meist wohl wegkippt.
Zur Temperatur sag ich mal lieber nichts, aber spaetestens ab den
erwaehnten "optimalen"' 70C geht durch hydrolyse ein Eisenbad kaputt.
Bestenfalls als hoechstes der Gefuehle, aber mit 70Grad heisser Bruehe
moechte man eigentlich auch nicht hantieren. Da entstehen dann hyroxide
FeCl2(OH), FeCl(OH)2, Fe(OH)3 jeweils plus 1,2,3 Teile HCl.
Ich mein mit den Infos kann man ja mal eine Suchmaschine fuettern, in
einem Buch nachschlagen oder jemanden Fragen, ldgl. dazu ist das gut,
nen Chemiker macht einen das noch lange nicht.
---
zum CuCl2, Variante Tobi Frost. Und warum soll das nicht nicht
funktionieren,
wenn der das nicht in seiner Kuevette so machem wuerde, haette sich der
ja kaum die Muehe gemacht mit seinen Artikel.
Ob man das nun fuer unpraktibel haelt, muss ja nicht sein Problem sein.
Wie es geht hat er doch beschrieben, HCl dazu und sprudeln, sprudeln,
sprudeln.
Jedenfalls verhaelt es sich nunmal so dass wenn du einen Topf FeCl3 und
einen mit CuCl2 nimmst, aus dem Kupfer(II)chlorid ldgl. Kupfer(I)chlorid
wird und die Geschichte damit beendet ist, waehrend beim Eisen noch
etwas anderes passiert, was definitiv Einfluss auf das aetzen selber
hat, that's all. Und die ganze bonus-regeneriererei kann man auch
getrennt betrachten. Aber auch nichts spricht dagegen Methoden auch in
einander uebergehen zu lassen.
Linse&Spaetzle schrieb:> ueber alles:> FeCl3 + Cu -> FeCl2 + CuCl2>> Hu, stimmt doch garnicht :()> Oder etwa doch?>> Auf der Kupferoberflaeche der Platine :> FeCl3 + Cu -> FeCl2 + CuCl>> (spaeter auch CuCl2 + Cu -> 2CuCl)
Wenn du hier die Formel unbedingt kundtun möchtest, dann bitte richtig!
Cu+2Fecl3 -->> CuCl2 + 2FeCl2
Und das wars.
Linse&Spaetzle schrieb:> geht durch hydrolyse ein Eisenbad kaputt.
Wie kann ein Hexahydrat durch hydrolyse zerstört werden? Das ist wie
Wasser mit Wasser verdünnen. Auch Temperaturen weit über 100°c zersetzen
das Bad nicht und es entstehen auch keine hydroxide.
Linse&Spaetzle schrieb:> Jedenfalls verhaelt es sich nunmal so dass wenn du einen Topf FeCl3 und> einen mit CuCl2 nimmst, aus dem Kupfer(II)chlorid ldgl. Kupfer(I)chlorid> wird und die Geschichte damit beendet ist
Da fehlt aber noch das Kupfer um ans Kupfer(I)chlorid zu gelangen.
2Cu +Cl2 -->>2CuCl
Slartibartfast schrieb:> Was interessiert mich, welcher chemische Prozess> dort stattfindet?
Da muss ich ihm Recht geben, mich interessiert auch nur das Resultat.
Ich kenne keinen Biertrinker der mir die Formel fürn Pils aufzeigen
könnte.
Werner H. schrieb:> Wenn du hier die Formel unbedingt kundtun möchtest, dann bitte richtig!>> Cu+2Fecl3 -->> CuCl2 + 2FeCl2> Und das wars.
Das so zu schreiben wie du es angemahnt hast ist schon Richtig. Hat aber
das Problem das eben nur zutrifft fuer ein einmaliges benutzen. Bringt
man ein einziges mal Kupfer ein und geht dann weg, dann stimmt das so,
benutzt man das weiter stimmt die Formel fuer sich nat. immer noch,
gibt aber nicht das wieder was passiert, dass es sich um eine
Redoxreaktion in zwei Schritten handelt.
Den Pfeil haette man da weglassen sollen, ist eben keine
Reaktionsgleichung und wie du es geschrieben hast spiegelt es dann
auch die Mengenverhaeltnisse nicht wieder und das ist eigentlich der
Zweck einer Summenformel.
Ich meine Sinn und Zweck eines Bades ist doch ueber einen langen
Zeitraum hinweg eine moeglichst grosse Menge an Kupfer mit moeglichst
geringem Aufwand zu versenken, das blose betrachten des Aetzvorgangs
selber greift doch zu kurz.
> Wie kann ein Hexahydrat durch hydrolyse zerstört werden? Das ist wie> Wasser mit Wasser verdünnen. Auch Temperaturen weit über 100°c zersetzen> das Bad nicht und es entstehen auch keine hydroxide.
Das ist aber ein Feststoff! Bspw. die Seno Kuegelchen, diese bestehen
aus Eisen(III)chlorid-hexahydrat, das kristallwasser entsteht durch
hydration bei der Kristallisation aus wässriger Lösung. Die dort im
Datenblatt angegebene Zersetzungstemperatur von 160C bezieht sich eben
auf die nicht aufgeloesten Kuegelchen und nicht auf ein angesetztes Bad.
Klar wird das ausgeduennt, einmal bei hoher Temp., die HCl drueckt es
raus. Schnappt man sich ein Becherglas und erhitzt das stark findet man
nach dem abkuehlen ueberproportial mehr Schlamm am Boden, genauso wie
wenn das lange Zeit unbenutzt offen steht und and der Oberflaeche Wasser
aus der Luft aufgenommen wird, das Bad verrostet doch.
Kann man doch auch beobachten, gut und wenn die erklaerung dazu nciht
ganz passt kann man ja dran arbeiten.
> Da fehlt aber noch das Kupfer um ans Kupfer(I)chlori
Jaaa, wenn man nicht aetzen wollte, braeuchte man sich keinen Topf
hinstellen :)
> Slartibartfast schrieb:>> Was interessiert mich, welcher chemische Prozess>> dort stattfindet?>> Da muss ich ihm Recht geben, mich interessiert auch nur das Resultat.> Ich kenne keinen Biertrinker der mir die Formel fürn Pils aufzeigen> könnte.
Da lassen sich doch Schlussfolgerungen drauss ziehen,
gehe nicht ueber bestimmte Temperaturen, lasse es nicht unbenutzt
laenger offen stehen, etc.
Und spaetestens wenn du, aus welchem konkreten Grund auch immer, dein
Aetzmittel nicht fertig kaufen sondern selbst herstellen willst, also
jetzt nicht Eisen, bleibt einem auch nur zu ueberlegen was man wie in
welcher Menge usw. braucht.
bernte schrieb:> hab gestern trotzdem mal probiert> ein satter spritzer aus dem seifenspender> das fe3 hat den Sprudelstein nur knapp bedeckt schaum bis zu abwinken> so dass es oben rausquillt also doch nicht so pralle> außerdem werden die Schaumblasen nach oben hin immer größer> ist toll wenn die zerplatzen gibt schöne braune flecken fe3> war vorauszusehen hab da immer eine wanne drunter
Versuche mal zusätzlich zu erwärmen. 40-60°C sollten reichen. Die
Viskosität der Seifenlösung (bzw. es ist ja keine Seife, sondern
irgendwelche Tenside) nimmt dann deutlich ab.
Ich habe mal in der Galvanik gearbeitet und da hatten wir zur
Teilereinigung auch so eine Seifenbrühe, die 50 oder 60°C
Arbeitstemperatur hatte. In kaltem Zustand war deren Schaum auch sehr
beständig.