hi all
> Ein Studium ist keine Garantie für einen interessanten und gutbezahlten> Job. Kann klappen, muss aber nicht, ich kenne Leute aus beiden Gruppen
angeregt durch einen Beitrag gerade in einem anderen Thread, frage ich
mich was zeichnet für euch eine Interessante Tätigkeit aus.
Fachübergreifend?
Kundenkontakt?
Kollegenkontakt?
Nicht immer nur am Arbeitsplatz hocken?
Gerade in der Softwareentwicklung beschäfigt sich man ja oft mit sehr
traurigen und langweiligen Sachen zum Teil Monatelang.
Das Produkt in seiner Gesamtheit erleben.
Wenn die ersten Schaltplanskizzen zusammengerollt noch auf dem Regal
neben dem gelben Helm liegen, die Kunstruktionsabteilung ohne
X-Iterationen funktionsfähige Platinen draus gemacht hat, man
irgerndwann mit Kollegen aus Mechanik und Software den Serienanlauf
begleitet. Zuletzt wird beim Kunden zur Inbetriebnahme in einem
möglicherweise fernen Land vorbeigeschaut und noch dessen Kultur erlebt
und vorbehalte abbgebaut, da man 3 Wochen allein am anderen Ende der
Welt ist.
Dazu Kommunikation mit Zulieferern, anderen Abteilungen wie der
Mechanik, den Softwerkern, Rückfragen der Fertigung. So ist es
interessant - aber natürlich ab und an auch stressig. Geht aber wohl
eher in kleineren Unternehmen so. Ich find es toll.
(Natürlich ist man im Zweifelsfall aber auch der, der es verbockt
hat...)
Maik
Kann Maik nur zustimmen. Von Anfang bis zum Ende dabei zu sein, ein
Produkt in allen seinen Phasen zu begleiten, das ist abwechslungsreich
und motivierend. Man sieht dabei meist auch einiges an
Optimierungspotential.
der_tony schrieb:> Was macht eine Interessante Ing.Tätigkeit aus?
Dass man die Aufgaben bekommt, die man gerne haben will. Und dafür die
nötigen Tools die nötige Zeit zur Verfügung hat, um diese Aufgaben in
einer gewissen Mindestqualität zu erledigen.
Mark Brandis schrieb:> Dass man die Aufgaben bekommt, die man gerne habnen will. Und dafür die> nötigen Tools die nötige Zeit zur Verfügung hat, um diese Aufgaben in> einer gewissen Mindestqualität zu erledigen.
Dachte das nennt man Hobby...
Cyblord ---- schrieb:> Mark Brandis schrieb:>> Dass man die Aufgaben bekommt, die man gerne habnen will. Und dafür die>> nötigen Tools die nötige Zeit zur Verfügung hat, um diese Aufgaben in>> einer gewissen Mindestqualität zu erledigen.>> Das das nennt man Hobby...
Unsinn.
Hier in der Firma vor nem halben Jahr erlebt: Ein Kollege hatte eine
Aufgabe, etwas in Java zu entwickeln. Er war damit gar nicht glücklich,
ist mehr so der C-Programmierer. Ich hätte es liebend gerne gemacht.
Habe dies meinem Chef auch angeboten. Wurde abgelehnt. So durfte weder
der andere etwas machen, was er wollte, noch ich. Man hätte aber sehr
leicht die Aufgaben tauschen können. Wäre problemlos gegangen.
Das Endergebnis: Zwei Entwickler, deren Motivation leidet. Ziemlich
dumm, wenn ein Arbeitgeber so handelt.
Mark Brandis schrieb:> Hier in der Firma vor nem halben Jahr erlebt: Ein Kollege hatte eine> Aufgabe, etwas in Java zu entwickeln. Er war damit gar nicht glücklich,> ist mehr so der C-Programmierer. Ich hätte es liebend gerne gemacht.> Habe dies meinem Chef auch angeboten. Wurde abgelehnt.
Unterstreicht das nicht eher meine Aussage?
> Das Endergebnis: Zwei Entwickler, deren Motivation leidet. Ziemlich> dumm, wenn ein Arbeitgeber so handelt.
Ja das kannst du meinem AG auch gerne mal erzählen. Ich denke die
Motivation wird meistens rein über die Asche erziehlt. An den Aufgaben
kanns jedenfalls nicht liegen.
Hmm, interessantes Thema. Eine pauschale Antwort kann es dazu nicht
geben, weil einfach jeder anders tickt.
Bei mir war es so, dass ich zunächst in der Entwicklung tätig war. Dann
interne Produktion/Inbetriebnahme, anschließend
Inbetriebnahme/Einweisung weltweit beim Kunden. Dann techn.
Unterstützung im Vertrieb und aktuell mehr im techn. Vertrieb
(weltweit), allerdings auch parallel techn. Service (auch weltweit). Da
ich in einem kleinen Unternehmen arbeite (bzw. Tochter eines großen IGM
Unternehmen), sind hier die Möglichkeiten für solche Wandlungen auch
gegeben.
Bisher war es für mich sehr interessant, da ich auch viel Kundenkontakt
hatte/habe sowie viel gereist bin, was mir sehr gefällt.
Aktuell stehe ich ein wenig am Scheideweg, da ich u.a. auch gerne
Führungsverantwortung übernehmen würde. Im Vertrieb sieht es danach
aktuell nicht aus, daher überlege ich ggf. mehr Richtung Service zu
gehen, da ist vom Management ein Ausbau geplant.
Oder aber ich werde zum Vollblut-Vertriebler und gehe ins Ausland, um
eine Region auszubauen. Das könnte ich mir auch richtig gut vorstellen,
denn ich merke sehr, dass es in unserem internationalen Vertrieb vor
allem an der Kommunikation zum HQ in Deutschland mangelt. Besonders
reizen würde mich dabei eine weitere Fremdsprache zu lernen.
Wie dem auch sei, ich bin nun bald 9 Jahre berufstätig und kann mich an
keinen Tag errinnern, an dem ich bzgl. meiner Tätigkeiten frustriert,
gelangweilt oder verärgert war. Klar gab es schon haarsträubende
Situationen, aber gerade die vielen Reisen machen die Arbeit oft zum
Abenteuer (aktueller Stand: 77 Länder auf allen Kontinenten bereist).
g. k. schrieb:> aber gerade die vielen Reisen machen die Arbeit oft zum> Abenteuer (aktueller Stand: 77 Länder auf allen Kontinenten bereist).
Wieviele Bonusmeilen hast Du schon? :-)
Interessant?
Es muss mir Spaß machen, das sieht bei jedem sicher etwas anders aus.
Ich liebe es praktisch zu arbeiten, Prüffeld etc., dann wieder zurück an
die Simulation. Nur vorm Rechner zu hängen wäre nichts für mich.
Manche lieben es ständig unterwegs zu sein.
Andere lieben den Kundenkontakt, eventuell den Vertrieb.
Noch andere sind geil auf Bonusmeilen - Filmtipp mit George Clooney - Up
in the air http://de.wikipedia.org/wiki/Up_in_the_Air
oder was auch immer.
Softwareentwicklung kann sehr öde sein, kaum Abwechslung, dafür aber
wohl regelmäßiger zuhause als im Bereich Inbetriebnahme.
Wichtig, ganz wichtig ist doch, das mir die ganze Arbeit Spaß macht,
zumindest unterm Strich.
Falls nicht, sollte ich an der Situation was ädern.
Ein dickes Bankkonto hilft mir auch wenig, wenn ich nach 10 Monaten auf
Montage am Arsch der Welt, nachts zuhause immer alleine ins Bett gehe,
es sei denn es gefällt mir.
Mark Brandis schrieb:> MoD - Master of Desaster schrieb:>> Softwareentwicklung kann sehr öde sein, kaum Abwechslung>> Wie kommst Du auf das schmale Brett?
Es kann, es muss nicht!
Cyblord ---- schrieb:> Ich denke die> Motivation wird meistens rein über die Asche erziehlt.
Das ist genau der Unsinn, den viele Arbeitgeber noch glauben. In
Wahrheit ist es aber so, dass mehr Geld nur kurzfristig wirkt.
Nachhaltig motivieren kann man nur durch Wertschätzung, interessante
Aufgaben und so viel Unterstützung zu bieten, dass man diese Aufgaben so
effektiv wie möglich erledigen kann. Ein vernünftiges Gehalt fällt da
darunter, ist aber nur ein Aspekt von vielen.
Antimedial schrieb:> Nachhaltig motivieren kann man nur durch Wertschätzung, interessante> Aufgaben und so viel Unterstützung zu bieten, dass man diese Aufgaben so> effektiv wie möglich erledigen kann. Ein vernünftiges Gehalt fällt da> darunter, ist aber nur ein Aspekt von vielen.
Volle Zustimmung.
Ingo schrieb:> Mark Brandis schrieb:>> Volle Zustimmung.>> Ebenso von mir.
Und nocheinmal Zustimmung.
Ich habe leider bisher noch kein Firma von innen gesehen,
wo das Prinzip einer nachhaltigen Motivation wirklich gelebt wird.
Vielleicht sollte ich mich außerhalb der Entwicklung umsehen...
Bastel_Ing schrieb:> Wenn die ersten Schaltplanskizzen zusammengerollt noch auf dem Regal> neben dem gelben Helm liegen, die Kunstruktionsabteilung ohne> X-Iterationen funktionsfähige Platinen draus gemacht hat, man> irgerndwann mit Kollegen aus Mechanik und Software den Serienanlauf> begleitet. Zuletzt wird beim Kunden zur Inbetriebnahme in einem> möglicherweise fernen Land vorbeigeschaut und noch dessen Kultur erlebt> und vorbehalte abbgebaut, da man 3 Wochen allein am anderen Ende der> Welt ist.> Dazu Kommunikation mit Zulieferern, anderen Abteilungen wie der> Mechanik, den Softwerkern, Rückfragen der Fertigung. So ist es> interessant - aber natürlich ab und an auch stressig. Geht aber wohl> eher in kleineren Unternehmen so. Ich find es toll.> (Natürlich ist man im Zweifelsfall aber auch der, der es verbockt> hat...)
Aus dem Grund bin ich ansich eigentlich auch in einem kleineren
Unternehmen. Aber bei uns ist das eher so: alles interessante bekommt
die gleiche Person. Man darf sich schon mal freuen wenn man ene
Besprechungseinladung bekommt, damit man auch mal überwas erfährt.
Glücklich ist der, der auch die Erfolge seiner Arbeit ernten kann. Bei
Software kann das etwas mühsamer sein, als bei einem Malergesellen, der
eine Wand frisch gestrichen hat.
Antimedial schrieb:>> Cyblord ---- schrieb:>> Ich denke die>> Motivation wird meistens rein über die Asche erziehlt.>> Das ist genau der Unsinn, den viele Arbeitgeber noch glauben. In> Wahrheit ist es aber so, dass mehr Geld nur kurzfristig wirkt.> Nachhaltig motivieren kann man nur durch Wertschätzung, interessante> Aufgaben und so viel Unterstützung zu bieten, dass man diese Aufgaben so> effektiv wie möglich erledigen kann. Ein vernünftiges Gehalt fällt da> darunter, ist aber nur ein Aspekt von vielen.
You would be surprised how many people hate their job but love their
very high salary. Nothing motivates better than money because neither
optimal working conditions nor having a good time with your colleagues
will pay your bills by the end of the month... Without money nothing
else is of any value.
Ich habe ja gesagt, dass viele diesen Irrtum des motivierenden Geldes
glauben. Geld motiviert aber nur die falschen Leute, aus den falschen
(egoistischen) Gründen.
P.S.:Nur weil du englisch schreibst, wirst du nicht glaubwürdiger.
Antimedial schrieb:> Das ist genau der Unsinn, den viele Arbeitgeber noch glauben. In> Wahrheit ist es aber so, dass mehr Geld nur kurzfristig wirkt.> Nachhaltig motivieren kann man nur durch Wertschätzung, interessante> Aufgaben und so viel Unterstützung zu bieten, dass man diese Aufgaben so> effektiv wie möglich erledigen kann. Ein vernünftiges Gehalt fällt da> darunter, ist aber nur ein Aspekt von vielen.
Geld ist ein Hygienefaktor, kein Motivator:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Faktoren-Theorie_%28Herzberg%29
rgds
Dipl.- Gott schrieb:> Without money nothing else is of any value.
Na von wegen! Die besten Dinge des Lebens sind umsonst.
Immer diese geldgeilen USA-Auswanderer, die denken, alles besser zu
wissen.
Dipl.- Gott schrieb:> You would be surprised how many people hate their job but love their> very high salary. Nothing motivates better than money because neither> optimal working conditions nor having a good time with your colleagues> will pay your bills by the end of the month... Without money nothing> else is of any value.
Sicher gibt es Menschen, denen das Gehalt wichtiger ist als alles
andere. Aber nicht jeder denkt und empfindet so.
Ich würde lieber einen Job machen, den ich liebe für 50.000 Euro im
Jahr, als einen Job den ich hasse für 100.000 Euro im Jahr. Das ist mein
voller Ernst. Wer's nicht glaubt, kann mir gern den Buckel
runterrutschen.
Cyblord ---- schrieb:> Ja das kannst du meinem AG auch gerne mal erzählen. Ich denke die> Motivation wird meistens rein über die Asche erziehlt. An den Aufgaben> kanns jedenfalls nicht liegen.
Dann hast du halt einen Mist-Job.
Würde zumindest deinen Frust erklären.
Dazu noch Dauer-Single .. oh oh oh
der_tony schrieb:
...
> Gerade in der Softwareentwicklung beschäfigt sich man ja oft mit sehr> traurigen und langweiligen Sachen zum Teil Monatelang.
Dann machst Du wahrscheinlich was falsch und Du hast das Problem viel zu
komplex, sprich mit viel zu vielen Codezeilen, gelöst.
Heinz schrieb:> Dipl.- Gott schrieb:>> Without money nothing else is of any value.
Ja, sein Satz ist natürlich Unsinn - das weiss er aber sicher auch
selbst, oder er ist noch sehr jung ;-)
> Na von wegen! Die besten Dinge des Lebens sind umsonst.
Oder anders gesagt: die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind
unbezahlbar.
Und genau das macht sie so wertvoll: man kann sie sich nicht erarbeiten,
man kann sie sich nicht erspielen oder ergaunern.
> Immer diese geldgeilen USA-Auswanderer, die denken, alles besser zu> wissen.
Das würde ich aber nicht an den Auswanderern festmachen - wenn ich mich
umsehe, stecken viel zu viele im Hamsterrad "Geld und Arbeit".
Für mich macht eine interessante Ingenieurtätigkeit aus, dass ich von A
bis Z an meinem Produkt, meiner Idee arbeiten und gestalten kann, nach
und nach mit zähem Ringen die Probleme auf diesem Weg gelöst werden und
zum Schluss ein Produkt entsteht, von dem unsere Kunden sagen: "Wow, ein
Meisterstück!"
Eine Entwicklung muss für mich immer auch eine Herausforderung sein -
sonst mache ich sie einfach nicht :-)
Und da ich mittlerweile selbst bestimmen kann, was ich entwickle, liegt
die Latte einfach immer ziemlich hoch. Einfach wunderbar, sich selbst
immer wieder ins kalte Wasser zu schmeißen und zu sagen: ich weiss zwar
noch nicht wie, aber das Problem wird gelöst :-)
Hi,
Antimedial schrieb:> Das ist genau der Unsinn, den viele Arbeitgeber noch glauben. In> Wahrheit ist es aber so, dass mehr Geld nur kurzfristig wirkt.> Nachhaltig motivieren kann man nur durch Wertschätzung, interessante> Aufgaben und so viel Unterstützung zu bieten, dass man diese Aufgaben so> effektiv wie möglich erledigen kann. Ein vernünftiges Gehalt fällt da> darunter, ist aber nur ein Aspekt von vielen.Mark Brandis schrieb:> Ich würde lieber einen Job machen, den ich liebe für 50.000 Euro im> Jahr, als einen Job den ich hasse für 100.000 Euro im Jahr. Das ist mein> voller Ernst. Wer's nicht glaubt, kann mir gern den Buckel> runterrutschen.
Zu beiden Aussagen erst einmal auch meine volle Zustimmung!
Für die Arbeit geht so ein hoher Anteil unserer Begrenzten Lebenszeit
drauf, da müsste das Salär schon derart unrealistisch hoch sein um für
mich einen frustrierenden Job wieder auszugleichen.
Und selbst dann würde das nur deshalb funktionieren weil ich durch das
hohe Gehalt ja meine Gesamtarbeitszeit ja wieder um 50% senken könnte um
mehr Freizeit zu haben ohne das die Finanzen knapp würden...
Heinz schrieb:> Dipl.- Gott schrieb:>> Without money nothing else is of any value.>> Na von wegen! Die besten Dinge des Lebens sind umsonst.> Immer diese geldgeilen USA-Auswanderer, die denken, alles besser zu> wissen.
Naja, absolut Falsch ist die Aussage nicht...
Wenn gleich die Wahrheit darin auch an einer anderen Stelle liegt als er
uns weismachen will.
Antimedial hat ja richtigerweise geschrieben das Gehalt schon ein Faktor
(von vielen) ist. Und das ist definitiv so. Letztendlich ist es sogar
ein sehr wichtiger Faktor.
Allerdings,zumindest für mich, nicht in der Form "mehr Gehalt == mehr
Glück" sondern viel eher in Form eines Schwellwertes der überschritten
sein muss damit der Job überhaupt langfristig Spass machen kann.
Wenn vom Gehalt nach Bezahlung der Fixkosten kaum was über bleibt, oder
noch schlimmer selbst diese Fixkosten ohne Zuschüsse nicht mal mehr
beglichen werden können, dann nützt der interessanteste Job nichts mehr,
das wird in Dauerfrust enden.
Gruß
Carsten
Hi,
Mark Brandis schrieb:> Hier in der Firma vor nem halben Jahr erlebt: Ein Kollege hatte eine> Aufgabe, etwas in Java zu entwickeln. Er war damit gar nicht glücklich,> ist mehr so der C-Programmierer. Ich hätte es liebend gerne gemacht.> Habe dies meinem Chef auch angeboten. Wurde abgelehnt. So durfte weder> der andere etwas machen, was er wollte, noch ich. Man hätte aber sehr> leicht die Aufgaben tauschen können. Wäre problemlos gegangen.
Das kann natürlich Dummheit oder auch Schikane (Macht ausleben) sein.
Es kann andererseits aber durchaus sein das euer Chef da
nachvollziehbare Gründe gehabt hat die sich einen MA nicht auf den
ersten Blick erschließen.
Daher ist auch die Frage ob das wirklich so einfach gegangen wäre und
trotzdem ALLE Ziele dieser Maßnahme erfüllt worden wären nicht so
einfach von aussen erkennbar.
Bei mir in der Abteilung haben die Kollegen beispielsweise auch jeweils
ihre Lieblingsarbeiten und Fähigkeiten. Diese Vorlieben sind dann auch
noch so verteilt das es ziemlich Glatt aufgeht.
Und natürlich werden die Arbeiten überwiegend so verteilt das es zu
deren Vorlieben passt.
Allerdings mache ich auch immer wieder, insbesondere wenn mal etwas mehr
Luft ist, auch das genaue Gegenteil und verteile die Aufgaben so das es
gerade nicht übereinstimmt (also wie bei euch geschehen).
Nicht um die Kollegen zu ärgern sondern ganz einfach weil ich ja immer
damit rechnen muss das mal einer wegen Krankheit/Unfall/wasauchimmer
plötzlich ausfällt usw.
Ich (bzw. mein Arbeitgeber) bin also darauf angewiesen das jede
Tätigkeit grundsätzlich von mehreren Personen beherrscht wird. Es muss
dabei nicht unbedingt gleich gut sein, aber zumindest muss es bewältigt
werden können.
Und um dies sicherzustellen muss man nun einmal auch in Zeiten wo dies
auf den ersten Blick unnötig erscheint die Aufgaben mal etwas entgegen
den Vorlieben verteilen. Denn nur in solchen Phasen hat man die Zeit und
Reserven Defizite zu Erkennen und zu beheben oder einfach Fehler zu
machen ohne das gleich das gesamte Projekt deswegen stillsteht.
(Im einfachsten Fall den Kollegen zu fragen, manchmal auch einfach mal
selbst in der Literatur nachzuschlagen usw.)
> Das Endergebnis: Zwei Entwickler, deren Motivation leidet. Ziemlich> dumm, wenn ein Arbeitgeber so handelt.
Das sollte natürlich nicht sein.
Wenn es keine tiefergehende Überlegung eures Chefs hinter der
Entscheidung gab geschieht ihm das auch zurecht.
Allerdings, selbst wenn es eine solche Überlegung gab hat er Dumm
gehandelt denn dann hätte es sich gehört das er den Grund für diese
Maßnahme sachlich kommuniziert.
Oder sei mal Ehrlich Antimedial, wenn euer Cheffe statt einfach nur
"NEIN" zu sagen geantwortet hätte:
"Ja, ich weiß da -Antimedial- ein super JAVA Programmierer ist und
-Kollege- das C Projekt mit absoluter Sicherheit zum Erfolg bringen
würde, aber ich will jetzt bewusst das Ihr das macht/übt was euch nicht
ganz so liegt damit ihr in einem Notfall den Anderen unterstützen könnt.
Das es so natürlich etwas länger dauert ist mir dabei bewusst"
Dann hättet ihr vielleicht trotzdem nicht mehr Spass an der Aufgabe
selbst gehabt, aber ein "langfristiger Frust" hätte sich wohl eher nicht
eingestellt, oder?
Gruß
Carsten
Rick McGlenn schrieb:> MaWin schrieb:>>> http://mobil.berliner-kurier.de/panorama/neue-studie-ingenieure-wollen-vor-allem-sex,23600680,29297580.html>> Das erklärt vieles!
Das erklärt überhaupt gar nichts.
1.) ist der Berliner Kurier nicht gerade für seine Seriosität bekannt
2.) ist die Dating-App Clover in Deutschland noch gar nicht verfügbar,
somit sind daraus abgeleitete Aussagen über deutsche Ingenieure nicht
möglich
3.) weiß ich nicht wie es in Eurem Umfeld aussieht, aber bei meinem
Arbeitgeber sind die meisten Ingenieure verheiratet oder leben in einer
festen Beziehung.
Lesekompetenz hilft!
Mark Brandis schrieb:> 3.) weiß ich nicht wie es in Eurem Umfeld aussieht, aber bei meinem> Arbeitgeber sind die meisten Ingenieure verheiratet oder leben in einer> festen Beziehung.
Was nicht heißt, das sie Sex haben...
Reinhard S. schrieb:> Mark Brandis schrieb:>> 3.) weiß ich nicht wie es in Eurem Umfeld aussieht, aber bei meinem>> Arbeitgeber sind die meisten Ingenieure verheiratet oder leben in einer>> festen Beziehung.>> Was nicht heißt, das sie Sex haben...
Menschen, die in einer Beziehung leben, haben im Durchschnitt öfter Sex
als Singles.
Mark Brandis schrieb:> Das erklärt überhaupt gar nichts.>> 1.) ist der Berliner Kurier nicht gerade für seine Seriosität bekannt> 2.) ist die Dating-App Clover in Deutschland noch gar nicht verfügbar,> somit sind daraus abgeleitete Aussagen über deutsche Ingenieure nicht> möglich> 3.) weiß ich nicht wie es in Eurem Umfeld aussieht, aber bei meinem> Arbeitgeber sind die meisten Ingenieure verheiratet oder leben in einer> festen Beziehung.>> Lesekompetenz hilft!
Das erklärt vieles, was das Forum hier angeht.
Den Berliner Kurier würde ich nicht als ernsthafte Quelle nehmen, nur
zur Unterhaltung.
Dating App Clover - noch nie von gehört
In meinem Umfeld, sind einige Ingenieure verheiratet oder in festen
Beziehungen, viele sind aber wohl eher solo.
Sieht aber wohl in anderen Berufsgruppen nicht viel anders aus.
Aber ist das nicht das typische Bild eines Ingenieurs, viel Technik,
einsamer Tüftler, der im Keller rumtüftelt und rummacht, sehr
interessiert ist an Technik, aber halt weniger an Frauen? Alles
Klischee?
MoD - Master of Desaster schrieb:> Aber ist das nicht das typische Bild eines Ingenieurs, viel Technik,> einsamer Tüftler, der im Keller rumtüftelt und rummacht, sehr> interessiert ist an Technik, aber halt weniger an Frauen? Alles> Klischee?
Ja, alles nur Klischee!
Der moderne Ingenieur von heute ist ein durchtrainierter Frauentyp.
Gonzo schrieb:> MoD - Master of Desaster schrieb:>> Aber ist das nicht das typische Bild eines Ingenieurs, viel Technik,>> einsamer Tüftler, der im Keller rumtüftelt und rummacht, sehr>> interessiert ist an Technik, aber halt weniger an Frauen? Alles>> Klischee?>> Ja, alles nur Klischee!> Der moderne Ingenieur von heute ist ein durchtrainierter Frauentyp.
... aber natürlich glücklich verheiratet, hat 3 Kinder, fährt VW Passat
(sie natürlich einen Touran mit 3 Kindersitzen), hat ein Haus mit 600 qm
Rasenfläche und Spielplatz, und während Sie im Halbtagsjob mit
Fernstudium als Betriebswirtschaftlerin durchstartet, besucht er den
Pilateskurs "on the job" und genießt den Anblick der Sekretärinnen mit
ihren harten Bauchmuskeln.
MoD - Master of Desaster schrieb:> Aber ist das nicht das typische Bild eines Ingenieurs, viel Technik,> einsamer Tüftler, der im Keller rumtüftelt und rummacht, sehr> interessiert ist an Technik, aber halt weniger an Frauen? Alles> Klischee?
Da Ingenieure in aller Regel mehr verdienen als der Durchschnitt der
Bevölkerung, werden sie nicht selten als "heiratsfähig" angesehen. ;-)
Mark Brandis schrieb:> Da Ingenieure in aller Regel mehr verdienen als der Durchschnitt der> Bevölkerung, werden sie nicht selten als "heiratsfähig" angesehen. ;-)
Richtig, Ingenieure verdienen wirklich richtig gut gemessen an der
Gesamtbevölkerung. Von einer Gehaltsregion 60k - 90k (für normale
Entwicklerjobs ohne viel Karriere zu machen) können die meisten
Arbeitnehmer nur träumen. Wer erst einmal dort ist, weiß es aber leider
oft nicht zu schätzen (ich schon).
Auch wenn Frauen meist das Gegenteil behaupten, ist ihnen meiner
Erfahrung nach der Mann als Versorger schon wichtig. Natürlich geht es
vordergründig niemals um die Höhe seines Einkommens oder Vermögens,
wichtig ist nur, dass immer genügend da ist, um alle möglichen
Extrawünsche und Geschenke als Liebesbeweis zu erfüllen. Aber das Spiel
muss man ja nicht unbedingt mitmachen.
Christian schrieb:> Richtig, Ingenieure verdienen wirklich richtig gut gemessen an der> Gesamtbevölkerung. Von einer Gehaltsregion 60k - 90k (für normale> Entwicklerjobs ohne viel Karriere zu machen)
Also, selbst in Konzernen bekommt man für
"normale Entwicklerjobs" keine 60k.
Sofern in Konzernen noch entwickelt wird!
Zumeist ist ja die Entwicklung ein Kostenfaktor, bei dem man erst in der
Zukunft sieht, ob`s was gebracht hat.
Nicht umsonst wird landauf landab die Entwicklung in Engineering-Firmen
ausgelagert.
Ob nun konzerneigene Tochter oder externer Dienstleister.
Wichtig ist es die Kosten zu drücken. Und in der Entwicklung sind die
Personalkosten halt der entscheidende Punkt.
Marx W. schrieb:> Also, selbst in Konzernen bekommt man für> "normale Entwicklerjobs" keine 60k.
Das ist nicht richtig. Alle meine direkten Konzernkollegen bekommen als
Ingenieure, soweit ich das weiß, mindestens 60k.
Gut, es ist jetzt kein Anfänger direkt von der Hochschule mit dabei, der
würde vielleicht erst einmal mit 50k starten. Ich selbst liege bei 70k
für 35h für normale Entwicklungsarbeit (und viele Besprechungen).
Mark Brandis schrieb:> Da Ingenieure in aller Regel mehr verdienen als der Durchschnitt der> Bevölkerung, werden sie nicht selten als "heiratsfähig" angesehen. ;-)
Anfang der 90er war ich zu Besuch an einer Uni in Moskau. Dort viel auf,
dass 60% der Elektrotechnik-Studenten Frauen waren. In meinem
Studiengang war es mal gerade eine Frau.
Die "Reiseleitung" hat uns die Frage nach diesem hohen Frauenanteil
damit beantwortet, dass die meisten Frauen nur einen
Ingenierusstudiengang gewählt hätten, um bereits an der Uni ihren
zukünftigen Ehemann zu finden ;-)
Tja, das nenne ich Pragmatismus - was ja auch einen gewissen Teil der
Ingenierstätigkeit ausmacht.