Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Nun, wenn die Schnittstelle die Onboard-Schnittstelle eines PCs sein
> sollte, dann kann die gar nicht mehr als 115200 Baud. Das ist eine
> Hardware- und keine Softwarebeschränkung.
In dieser Allgemeinheit ist das ganz klar Unsinn. Es kommt schlicht auf
den PC an, genauer auf das Motherboard.
Und da gibt es grob drei Kategorien:
1) "heutige"
Da gibt es meist gar keine Unterstützung für legacy-Schnittstellen mehr
im Chipsatz. Dementsprechend hängen die Fähigkeiten einer (leider viel
zu selten) trotzdem vorhandenen Onboard-Schnittstelle einzig vom
zusätzlich verbauten IO-Chip ab. Und natürlich gibt es solche Chips mit
Bitraten bis an die 2MBit/s. Wobei allerdings die Wixdos-Treiber dafür
dann typischerweise maximal 921,6kBit/s unterstützen.
2) "von vor einigen Jahren"
Die haben üblicherweise Chipsätze mit eingebauter legacy-Unterstützung.
Hier kann man so ziemlich auf alles treffen, bei der Mehrheit dieser
Kategorie (insbesondere leider durchgängig bei Intel-Chipsätzen) ist
aber hier tatsächlich bei 115,2k Schicht im Schacht. Dieser Sachverhalt
wird dir wohl dein Weltbild so ultimativ beschränkt haben. Hätt'ste
gelegentlich mal SiS oder VIA gekauft, wäre dir das vielleicht nicht
passiert...
3) "von vor noch deutlich mehr Jahren"
Da haben die Chipsatze noch keine eingebaute Legacy-Unterstützung, statt
dessen sind regelmäßig zusätzliche sog. "MultiIO"-Chips auf den MoBos
verbaut. Logischerweise hängt es hier wieder von den Fähigkeiten dieser
Chips ab und es gab damals genug von den Dingern, die bis 921,6k
unterstützt haben. Das lag wohl daran, daß das damals zeitweise sogar
"werberelevant" war, genauso wie der Durchsatz des Parallelports damals
oft noch wichtig war (für Sachen wie Scanner, ZIP-Laufwerke oder
Lap-Link).
Das scheint an dir irgendwie komplett vorbei gegangen zu sein...