Mehrere Relais gleichzeitig schalten mit µC

Gast #3991630
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Ich möchte gerne insgesamt 5 bistabilie Relais synchron schalten. Alle 
Relais verfügen über 2 Wechsler, sodass ich insgesamt 10 Signalleitungen 
für meinen Zweck umschalten kann (sehr niedrigfrequentes Schalten).

Die Relais haben zwei Wicklungen. Optimal wäre es jetzt, wenn ich alle 5 
Relais mit zwei µController Ausgängen des sagen wir ATTiny26 schalten 
könnte, also dann an einen µC-Ausgang paralell geschaltet die erste 
Wicklung aller fünf Relais und einen µC-Ausgang die zweiten Wicklungen 
aller fünf Relais anschliessen könnte.

Ich bin nun aber etwas unsicher, mit welchen (NPN) Transistor das gehen 
könnte. Ich hatte gedacht die beiden µC-Ausgänge jeweils über einen 
Widerstand (1k?) an die Basis je eines PN2222A (hab ich noch) 
anzuschliessen. Ich weiss aber nicht, ob dieser für die 5 anhängenden 
Relais ausreichend dimensioniert ist.

Die Schaltung wird komplett mit 5V betrieben, die Relais sind für 5V, im 
Relaisdatenblatt steht "Ansprechleistung 150mW" und "Spulenwiderstand 
125 Ohm".

Falls das heisst, dass ich ein Relais mit 5V/125Ohm = 40mA, also alle 
fünf mit 200mA schalten kann, sollte das ja gehen, oder??? (max. 
Kollektorstrom des PN2222A 0,6A)

Als Freilaufdiode hätte ich noch ein Paar 1N4001 rumliegen.

Vielen Dank für eure Tipps!!!
#3991734
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War ja klar!

Ich müsste auch noch den µC dazu zeichnen, die Spannungsversorgung.

Weißt du was? Drucke es dir doch aus und male dir alles schön dazu. Dann 
hast du auch was zum spielen an diesem Wochenende.

Es ging hier nicht um irgendwelche Vorwiderstände, sondern um die 
Relais.
Dass das eine Prinzipschaltung sein soll, das wird außer dir sicher 
jeder verstanden haben.

Wieso die Relais alle anschließt?
Gast #3991769
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F. Fo schrieb:
> Es ging hier nicht um irgendwelche Vorwiderstände, sondern um die
> Relais.
Na irgendwie schon. Ohne Vorwiderstände hast du keine (vernünftige) 
Strombegrenzung, wenn du an den µC-Pin gehst. Und nach dem Widerstand 
wurde explizit gefragt. Bei 1kΩ dürfte der Basisstrom bei gut 4mA liegen 
- und das sollte ok sein.

Doktorzett schrieb:
> Ich hatte gedacht die beiden µC-Ausgänge jeweils über einen
> Widerstand (1k?) an die Basis je eines PN2222A (hab ich noch)
> anzuschliessen.

F. Fo schrieb:
> Wieso die Relais alle anschließt?
In einem Schaltplan gibt es als Symbol für eine Leitungsverbindung einen 
dicken, fetten Punkt.
#3991771
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Mike schrieb:
> In einem Schaltplan gibt es als Symbol für eine Leitungsverbindung einen
> dicken, fetten Punkt.

Da kann ich dir aber zig zeigen, wo das schon lange nicht mehr so ist.
Bin sicher 90% meiner Pläne für die Arbeit haben das nicht mehr.

Aber ok, mit dem Widerstand hast du recht, wenn er danach gefragt hat.

Zumindest dir dürfte klar sein, dass ich jetzt hier keinen umfassenden 
Schaltplan zeichnen, sondern das Prinzip als Bild darstellen wollte.
Weil ein Bild mehr als 1000 Worte sagt und noch keiner was gepostet 
hatte.
Gast #3991808
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Markus schrieb:
> Der Transistor soll ganz durchschalten.

Was ist schon "ganz". Da müßte man mal einen Blick in das 
Relaisdatenblatt werfen, um zu gucken, welche Mindestspannung garantiert 
sein muss, damit es durchschaltet.

> Ich bezog mit auf die obigen Angaben. VCE(sat) @ IC/IB = 10
Und ist VCE für IC/IB=20 so viel höher? Auf 0.1V sollte es nicht drauf 
an kommen und bei kurzer Einschaltdauer wird der Transistor sowieso 
nicht nennenswert warm. Die gut 4mA bei 1kΩ könnte allerdings doch schon 
grenzwertig sein. 470Ω wären wohl besser.
Gast #3991832
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wow vielen dank für die vielen Antworten, sogar mit Schaltbild, danke 
f.fo. war nur kurz beim einkaufen und schon wird hier rege diskutiert.

@Lars
ich hoffe nicht, dass die relais mal vereinzelt spontan ohne Grund ihren 
schaltzustand im laufenden betrieb ändern.
Über den Schaltzustand weiss der µC dadurch bescheid (falls mal der 
Strom verloren geht oder so), dass er eine der 10 geschalteten 
signalleitung selber abzeigt und damit nachguckt - so sollte es gehen, 
mutmaßlich sind ja alle Relais immer im gleichen Schaltzustand.
Gast #3991846
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Lars schrieb:
> Nachteilig finde ich es, das wenn ein Relais mal einen ungewollten
> zustand hat, das man es nicht mehr in den richtigen zustand bringen
> kann!?

Bei zwei Wicklungen würde man erstmal erwarten, dass eine davon das 
Relais in die eine Stellung bringt, die andere in die andere. Auch hier 
wäre eine Datenblatt vom Relais natürlich das Sahnehäubchen ;-)

Doktorzett schrieb:
> Die Relais haben zwei Wicklungen.
#3991967
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Doktorzett schrieb:
> er meinte glaub ich 5mA (5V/1000Ohm)

Ne meinte er sicher nicht.

Die Relais sind in Reihe und haben dadurch einen niedrigeren 
Gesamtwiderstand.

Du kannst das ja gern mal mit 5mA ausprobieren und wirst dann staunen 
warum da kein Relais schaltet.
Dann kannst du natürlich den nächsten Thread aufmachen, unter dem Titel, 
"Relais schaltet nicht!" ;-)
#3992027
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Mark schrieb:
> F. Fo schrieb:
>> Die Relais sind in Reihe und haben dadurch einen niedrigeren
>> Gesamtwiderstand.
> Hä? Hat sich das über Nacht geändert? Bis gestern war es noch so, dass
> sie die Widerstände bei Reihenschaltung addieren.

Ne hat sich nichts verändert, ich habe nur "Reihenschaltung" 
geschrieben, meinte aber, wie man unschwer an der Rechenformel sehen 
kann, Parallelschaltung.
Gast #3992047
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Bevor noch jemand mit der Formel von F.Flo rechnet und sich über 
komische Ergebnisse wundert: In der Formel ist eine Kehrwertbildung 
zuviel drin.

Richtig wäre:

oder
Gast #3992069
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F. Fo schrieb
>Die Relais sind in Reihe und haben dadurch einen niedrigeren
>Gesamtwiderstand.

Die Relais sind Parallel, und die Formel soll
warscheinlich die Berechnung der Parallelschaltung
sein. Da ist aber ein Fehler drinn.
Entweder auf der linken Seite oben, oder auf der
rechten seite oben muß die 1 weg.
Ich hätte eine seperate Spannung 24V verwendet und
die Relais in Reihe geschaltet, dann ist weniger Strom nötig.
Gast #3992080
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F. Fo schrieb:
> Ne meinte er sicher nicht.
Doch, meint er sicher.


> Die Relais sind in Reihe und haben dadurch einen niedrigeren
> Gesamtwiderstand.
>
> Du kannst das ja gern mal mit 5mA ausprobieren und wirst dann staunen
> warum da kein Relais schaltet.
> Dann kannst du natürlich den nächsten Thread aufmachen, unter dem Titel,
> "Relais schaltet nicht!" ;-)

Unabhängig von allen Rechen- und Formelsatzkünsten wird jedes Relais 
40mA brauchen, d.h. bei Parallelschaltung ergeben sich 200mA, die der 
Transistor schalten muss. Bei einem Stromverstärkungsfaktor von minimal 
100 kommt man also auf einen erforderlichen Basisstrom von 2mA. Mit 
einem Faktor 2.5 als Sicherheit fürs Durchschalten landet man bei 5mA 
Basisstrom, mit 10mA ist man allemal gut davor.

Bau's auf und du wirst sehen ...

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