Moin moin,
ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen. Und zwar bastele ich derzeit an
einer LED-Rotations Uhr/Display und um einen Bildpunkt "scharf", bzw
präzise ansteuern zu können ist aufgrund meiner geometrischen
Überlegungen eine Schaltfrequenz von um die 1-3 Mhz nötig.
Frage ist nun schaffen, dass so Standart Leds überhaupt? Oder sind die
zu träge? Noch kein Datenblatt gesehen wo ein Wort darüber verloren
wurde.
Danke schonmal!
Hallo,
Das sollte gehen.
Ich habe vor einigen Jahren 100Mbit mit 5mm-LEDs übertragen. Die grünen
LEDs damals waren vom Hersteller für Ampelanlagen und sowas vorgesehen,
also nix Besonderes.
Weiße LEDs mit Lumineszenzfarbstoffen sind vermutlich zu träge.
Hallo,
diese Frage würde mich ebenfalls interessieren. Gleichfalls wäre es
interessant die Sperrschichtkapazität in Abhängigkeit der Sperrspannung
einer Leuchtdiode aus dem Datenblatt abzuschätzen. Als Beispiel würde
ich einfach mal eine dreifarbige VLMRGB343 vorschlagen. Theoretisch
könnte man ja auch damit (mehr oder weniger) den Eindruck einer weißen
Farbe erzeugen, oder?
Wovon ist das Abklingen der Emission abhängig?
@LEDler:
Verzeih die Zwischenfragen. Wie groß ist ein Bildpunkt bei deiner Uhr
und welchen Umfang soll sie haben. Welche Bildwiederholrate planst du
ein?
BG Bodo
Datenblatt:
http://www.vishay.com/docs/81742/vlmrgb34.pdf
Hi Bodo und danke an Tilo für die Antwort,
- Durchmesser sind 128 mm
- ein Bildpunkt ist theoretisch bei mir rechteckig mit 1,6mm x 2mm. Die
1,6 mm liegen radial und sollten nach meiner Plannung dann auf 2mm
langgezogen werden. Damit gäbs dann einen schönen 2x2 mm Bildpunkt.
Daraus resultieren dann auch die 3 MHz bei mir.
- Bildwiederholrate ist bei mir 60 Hz also 3600 U/min
:) Hatte mich schon gewundert,dass die Taktfrequenz so hoch ist. Ich
finde die Frage bleibt aber trotzdem noch offen.
Vielleicht weis ja jemand wie man das Verhalten etwa abschätzen kann.
Sicherlich hängt das Verhalten auch von der Farbe der LED ab.
LEDler schrieb:> Standart Leds
Gibts nicht. Weil es "Standart" nicht gibt...
Seis drum:
Bodo schrieb:> Sicherlich hängt das Verhalten auch von der Farbe der LED ab.
Das LED-Licht ist in erster Näherung direkt abhängig vom LED-Strom.
Wenn du also steile "Licht"-Flanken im 250kHz-Bereich willst, dann musst
du steile Stromflanken im MHZ-Bereich bereitstellen. 250kHz sind 4us, du
brauchst also eine Ansteuerung, die eine Umschaltzeit von höchstens
0,5us hat.
Effektiv bedeutet das: du brauchst 1. eine Schaltung, die so schnell
schalten kann und 2. ein Layout, das diese Stromsprünge ungehindert an
die LED bringt.
Tilo Renz schrieb:> Weiße LEDs mit Lumineszenzfarbstoffen sind vermutlich zu träge.
Nein, sind sie nicht: http://www.led-wlan.de/
1
Internet durch LED Lampen: WLAN mit Lichtgeschwindigkeit
2
...
3
Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 800 Mbit/s möglich
Lothar Miller schrieb:>> Tilo Renz schrieb:> Weiße LEDs mit Lumineszenzfarbstoffen sind vermutlich zu träge.>> Nein, sind sie nicht: http://www.led-wlan.de/Internet durch LED Lampen:> WLAN mit Lichtgeschwindigkeit> ...> Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 800 Mbit/s möglich
Das funktioniert i) mit komplexer Modulation - nicht mit 800Mbps NRZ und
ii) mit einem Filter vor der Fotodiode, welches den schnellen, blauen
Anteil durchlässt.
die Led und das Licht sind nicht das Problem, du brauchst eine
Stromquelle die so schnell umschalten und vor allem ausschalten kann.
Hast du die möglichkeit Strom und Licht zu messen?
Aus dem Bauch heraus mit 250kHz sollte es keinerlei Probleme geben, mit
3 MHz schon eher, das sind 333 ns Periodenzeit.
John Drake schrieb:> Das funktioniert...mit einem Filter vor der Fotodiode, welches den> schnellen, blauen Anteil durchlässt.
Wo findet man Informationen zum Thema "Reaktionszeit des
Lumineszenzfarbstoffs in LEDs"?
Das muss man wahrscheinlich ausmessen. Die Info hatte ich von einem
Entwickler eines solchen Systems. Wegen des fehlenden Rückkanals gibt es
aber keine praktische Anwendung (außer in Förderprojekten).
Danke für eure Antworten,
wahrscheinlich habt ihr recht und der Strom bzw. die Stromänderung ist
für nicht lumineszente LEDs praktisch immer der ausschlaggebende Faktor,
weil die Rekombinationsprozesse wesentlich schneller sind. Leider hab
ich auch keine Messeinrichtung zur Verfügung um das zu überprüfen.
In den Weiten des Internets findet man erschreckend wenig über dieses
Thema.
Habt ihr noch einen Tipp bezüglich der Sperrkapazität, prinzipiell
sollte man diese ja mit einer C(V) Messung bestimmen können. Aber gibt
es auch in Datenblättern eine Hinweis darauf?
Wie schnell die LEDs sind hängt vom Typ ab. Einige LEDs haben ggf. schon
mit den 250 kHz Probleme (einige rote, IR). Einige Blaue LED könnte noch
bis in den GHz Bereich gehen. Es ist aber nicht nur die Farbe wichtig,
auch normale und Hocheffiziente LEDs können trotz ähnlicher Farbe
unterschiedlich sein.
Wichtig ist dabei gerade nicht der zur Zeit fließende Strom, sondern
eher die Spannung die Anliegt im Vergleich zur Flusspannung. Das ist
recht gut vergleichbar mit der Basis-Emitter Strecke beim Transistor und
dem Licht statt dem Collectorstrom.
Für einen Test kann man sich die Revers recovery Zeit der LED ansehen -
in etwa der Größe liegt auch die Verzögerung bei an / Ausschalten des
Lichtes. Da ist auch das Nachmessen relativ einfach. Je nach LED ist
halt gerade die Rekombinationsrate der begrenzende Faktor - zumindest
bei den eher langsamen LEDs.
Eins meiner ersten LED-Experimente bestand aus 2 antiparallel
geschalteten LED an einem 760kHz-Mittelwellenschwingkreis mit
Ferritstab. Das war mein Nachtlicht. Damals gabs nur rote. Daher vermute
ich, 1MHz ist immer drin.
NB: Mit OA79 bzw. AA112 dazu war das Licht schwächer.
Ulrich H. schrieb:> Einige LEDs haben ggf. schon mit den 250 kHz Probleme (einige rote, IR).
Hast du da eine Referenz? Wie hast du das festgestellt?
> Für einen Test kann man sich die Revers recovery Zeit der LED ansehen -> in etwa der Größe liegt auch die Verzögerung bei an / Ausschalten des> Lichtes.
Vergleichst du da nicht Kraut mit Rüben. Man betreibt eine LED ja nicht
im Sperrbereich und hat damit auch nie eine Sperrschicht. Und wenn man
im Vorwärtsbetrieb den Strom aktiv abschaltet, dann folgt das Licht
unmittelbar. Wenn der Treiber das nicht kann, dann fließt der Strom
weiter und die LED funzelt länger...