Hallo!
Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass ausgeatmete Luft wohl
"magnetisch" sei. Finde dazu aber keine weiteren Informationen,
wahrscheinlich weil ich falsch suche. Kann mir dazu jemand etwas sagen?
Abwegig ist es ja schonmal nicht, dass die Luft irgendwelche Ionen
enthält...?
Danke Euch!
Joe
Joe schrieb:> Hallo!>> Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass ausgeatmete Luft wohl> "magnetisch" sei. Finde dazu aber keine weiteren Informationen,> wahrscheinlich weil ich falsch suche. Kann mir dazu jemand etwas sagen?> Abwegig ist es ja schonmal nicht, dass die Luft irgendwelche Ionen> enthält...?>> Danke Euch!> Joe
Hmm, das würde zumindest erklären, warum man manchmal Leute sieht, die
am Mund zusammenhängen.
Joe schrieb:> dass ausgeatmete Luft wohl> "magnetisch" sei.
Umgekehrt.
Sauerstoff ist paramagnetisch und es gibt O2-Meßgeräte, die auf dieser
Eigenschaft basieren.
In der ausgeatmeten Luft ist natürlich weniger Sauerstoff enthalten als
in Frischluft.
Hab hier solch eine Messzelle für Sauerstoff liegen, geht also
definitiv.
Wenn man flüssigen Sauerstoff in ein Becherglas füllt sieht man erstens
das das Zeug blau ist und zweitens kann man mit einem Magnet sehr schön
damit herumspielen.
Ist dann auch super fürs Grill an zu zünden...
Detlef Kunz schrieb:> Hmm, das würde zumindest erklären, warum man manchmal Leute sieht, die> am Mund zusammenhängen.
Als Hetero kann ich mich mit dieser
Definition nicht anfreunden. :-)
Wenn ich mich richtig erinnere, geht Magnetismus auf eine vermehrte,
gleiche Ausrichtung der magnetisierbaren Moleküle zurück.
Die ausgeatmete Luft aber ist, konstruktiv bedingt, fast ideal heterogen
bzw. verwirbelt.
Letzteres ändert sich vielleicht, wenn der Festkörpermagnet in Deinem
Kopf, die Luft, die durch den Rachen geht, ausrichtet.
Interessant dürften auch die Nebeneffekte sein, wenn der Patient gerade
im Kernspinn rumhängt.
Amateur schrieb:> Wenn ich mich richtig erinnere, geht Magnetismus auf eine vermehrte,> gleiche Ausrichtung der magnetisierbaren Moleküle zurück.
Das stimmt im diskutierten Zusammenhang nicht. Vermutlich denkst du an
Ferromagnetismus und die Weiß'schen Bezirke.
Verantwortlich für die Magnetisierbarkeit des Sauerstoffmoleküls sind
die beiden ungepaarten Elektronen dieses Diradikals.
Der Effekt ist aber vieltausendfach geringer als der Ferromagnetismus,
und man braucht schon starke Magnete um ihn nachzuweisen.
Das Erdmagnetfeld reicht dafür nicht, und eine Kompaßmissweisung gibt es
dadurch auch nicht.
"Wenn man flüssigen Sauerstoff in ein Becherglas füllt sieht man erstens
das das Zeug blau ist und zweitens kann man mit einem Magnet sehr schön
damit herumspielen."
Wie war das doch ... "wenn du in einer Kühlfalle einer
Lösemitteldistille eine blaue Flüssigkeit sieht... dann renn um dein
Leben" ;)
Naja, eher:
Stell die Vakuumpumpe ab, entferne den Dewar mit Flüssigstickstoff um
die Kühlfalle (i.d.r erschütterungsfrei möglich) und lade deine
Laborkollegen auf einen Kaffee ein.
Zu 99.9% passiert dann einfach gar nix, der Sauerstoff verdampft und
Ruhe ist. Druckentlastung der Falle vorausgesetzt. Ich hab in meinem
Leben schon mehrere blaue Kühlfallen gesehen, nie ist eine explodiert.
>"Wenn man flüssigen Sauerstoff in ein Becherglas füllt sieht man erstens>das das Zeug blau ist und zweitens kann man mit einem Magnet sehr schön>damit herumspielen
LO2 ist entgegen der weitläufigen Meinung relativ harmlos.
Habe persönlich schon damit gespielt, so brennt z.B. in LO2 getränktes
Klopapier nur sehr schnell mit ziemlich heisser Flamme, in etwa mit
schlecht nitrierter Nitrocellulose vergleichbar. So ähnlich wird es auch
mit dem Lösemittel sein und sofern da niemand ein Feuerzeug ranhält,
passiert rein gar nix. Einzig mit organischen Materialien mit sehr
grosser Oberfläche/Masse wie Aktivkohle etc. muss man aufpassen. Ist vom
Prinzip her vergleichbar mit gut gemischtem Schwarzpulver, wo Oxidation
und Brennstoff gut gemischt und sehr nah beieinander sind und daher sehr
viel Oberfläche zur chemischen Reaktion vorhanden ist. Soll einscheinend
sogar detonationsfähig sein.
Andy D. schrieb:> Ein flüssiges organisches Lösemittel IST ein organisches Material mit> sehr sehr grosser Oberfläche :)
Eine Flüssigkeit an sich ist die kleinstmögliche Oberfläche überhaupt.
Verglichen mit obigem Beispiel (Aktivkohle) hat eine Flüssigkeit selbst
sehr wenig Oberfläche. Eben nur die geometrisch berechenbare. Aktivkohle
dagegen (oder andere poröse Materialien) haben jede Oberfläche jeder
einzelnen Pore und Vertiefung zusammenaddiert als Gesamtoberfläche. Als
Beispiel nehme man die Oberfläche der Lunge. Wenn man die Lunge als
Beutel sieht, hat sie ein Volumen von ca. 5 Liter mit der entsprechenden
(glatten) Oberfläche. Aber wenn man die Oberfläche der einzelnen
Lungenbläschen zusammenrechnet, hat die Lunge eine Oberfläche von ca.
100m². Ähnlich verhält es sich mit einer glatten Flüssigkeitsoberfläche
im Gegensatz zur Oberfläche von Aktivkohle.
?!? schrieb:> Eine Flüssigkeit an sich
Honig an meinen Fingern, oder was bedeutet "Flüssigkeit an sich"?
?!? schrieb:> ist die kleinstmögliche Oberfläche überhaupt.
Also kleiner z.B. als die Oberfläche eines Helium-Atoms?
?!? schrieb:> Aktivkohle> dagegen (oder andere poröse Materialien) haben jede Oberfläche jeder> einzelnen Pore und Vertiefung zusammenaddiert als Gesamtoberfläche. Als> Beispiel nehme man die Oberfläche der Lunge.
Ich habe zwar früher geraucht, aber ich will doch nicht hoffen, dass ich
Aktivkohle in der Lunge habe.