Akkuhalterungen reinigen: chemisch möglich?

#4002543
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Hab grad ein Funkgerät hier, das ein paar Jahre nit benutzt wurde. Die 
Akkuhalterungen sind von den ausgasenden NC-Akkus angegriffen worden und 
einige haben jetzt einen blauen Belag. Der läßt sich zwar mechanisch 
entfernen, aber dann ist die restliche Beschichtung auch angegriffen 
oder ganz weg.

Kann man das auch chemisch entfernen? Vielleicht mit NaPS oder Rohrfrei? 
Oder gehts nur mechanisch?

Im Teilespeicher wartet noch eine historische Funke auf die Behandlung 
des Akkufachs..
#4003321
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Alkohol hat gar nix bewirkt.

Ich hatte zum Forschen 3 verschiedenartig lädierte Kontakte. Vermutete 
Zusammensetzung:
1. Bronze vernickelt mit grünlichen Ablagerungen
2. Messing vernickelt mit hellblauen Ablagerungen
3. Stahl mit irgendwelchen Resten und Rost

1. Versuch:
Alles zusammen in einen Edelstahltopf geworfen und gekocht.
Ergebnis: Lose Krümel entfernt.

2. Versuch:
Zum kochenden Wasser langsam Essig dazugegeben.
Ergebnis: Blaue Ablagerungen wurden dünn, grau. Rost blieb. Grüne 
Ablagerungen wurden weniger und dunkler.

3. Versuch: Langsam Salz dazugegeben.
Ergebnis: Rost wurde weniger, blaue Ablagerungen verschwunden, grün ist 
noch teilweide vorhanden.

Die grünen Ablagerungen waren nur noch an Stellen, wo das Kontaktstück 
schon schwer angegriffen war und ließen sich mechanisch leicht 
entfernen.
#4004939
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Bei grober Verschmutzung Schmirgelleinen, ggf einen Streifen um einen 
Schraubenzieher legen.
Anosnsten Schleifpaste, Glasfaserstift.
Chemisch macht man es meistens nur schlimmer. Jegliche Chemie auf jeden 
Fall mit destilliertem Wasser und Isoprop gründlich nachspülen/reinigen.

Ohne Gewähr: Das Problem ist oft ist die 
Oberflächenverchromung/verzinkung erst mal weg rostet es immer wieder. 
Man könne Aluspray oder Kaltverzinker versuchen, habe das aber noch 
nicht ausprobiert.
Gast #4005964
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Man glaubt es kaum, aber ich habe mit stinknormalem Wasser die besten 
Erfahrungen gemacht! Wenn möglich Elektronik raus und das ganze Gehäuse 
in leichte Seifenlauge (ich nehme Kopfwaschmittel) legen und mit Pinsel 
und Zahnbürste reinigen.
Je nach Beschichtung ist die vielleicht weg, dann habe ich Kontakte auch 
verzinnt. Alles was mechanisch abgekratzt wird, ist nur oberflächlich. 
Es bleiben immer Spuren der aggresieven Stoffe zurück.

Old-Papa
Gast #4014433
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Old Papa schrieb:
> Kollege Bastler mit der Holzhammermethode (Sandpapier, Glashaarpinsel,
> Salz- und Essigsäure...)

Das Problem ist halt, dass es meist nicht nur um Ablagerungen, sondern 
auch um isolierende Oxydschichten geht. Ersteres kann man mit Wasser und 
Spülmittel entfernen, bei letzterem hilft nur eine mechanische 
(schleifen) oder chemische (ätzen) Behandlung.
#4017611
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Foto kann ich machen, wenn ich mit Renovieren fertig bin - im Moment ist 
alles gut verstaut. Lauter böse Aufgaben, wie z.B. neue Tür mit 200 
Jahre altem Türrahmen verheiraten. Oder Fenster-Mechanik nachbauen, weil 
die alten Zinkteile unter Versprödung leiden und zerkrümeln.

Die Kontaktstücke der "historischen" Funken (ca. 15 - 30 Jahre alt) sind 
alle ca. 10x20mm groß, manche haben auch eine richtige Feder aus Stahl 
dabei. Wär natürlich fein, die Geräte in den Originalzustand zu bekommen 
:)

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