Puh, das hätte ich mir einfacher vorgestellt....
Andere Idee: was würde so ein Gehäuse kosten? 60-70€? Und dann hättest
Du Deine ganzen alten und langsamen Festplatten in einem Gehäuse mit
langsamer USB2-Schnittstelle. Wie wäre es, wenn Du Deine HDDS endgültig
in den Ruhestand schickst und Dir für ~120€ eine schnelle externe
4TB-Platte kaufst? Von der Kapazität hast Du damit vmtl. sogar
mehr,außerdem schneller, braucht weniger Platz, leiser, sehr viel
weniger Aufwand als ein passendes Gehäuse zu bauen oder dergl.... für
nur wenige € extra. Vielleicht bekommst Du ja sogar noch ein paar € für
Deine alten Platten, dann verringern sich Deine Kosten noch weiter.
Außerdem: Du schreibst, dass Du mehr als 5 IDE HDDS hast. Selbst WENN Du
noch irgendwo ein Gehäuse auftreibst - es wird vmtl. max 4 HDDS
unterstützen. Dann fängst Du wieder an zu wechseln... Dein Ansinnen die
alte Technik weiter zu verwenden in allen Ehren, aber irgendwann macht
es einfach keinen Sinn mehr. Andere Meinungen?
Je nach Größe der IDE-Platten kann eine Weiterverwendung durchaus noch
sinnvoll sein.
Es dürfte allerdings erheblich einfacher sein, Gehäuse für jeweils
eine einzelne Festplatte aufzutreiben.
Wenn man beim Kauf externer 3.5"-Festplatten immer darauf achtet, daß
diese die richtigen Steckverbinder und einheitliche Netzteile verwenden,
lassen sich so auch alte "Schätzchen" durchaus problemlos
weiterverwenden, auch wenn neuere Festplatten per USB3 angebundene
SATA-Platten sind.
Sinnvoll ist hier folgendes:
Stromversorgung per 12V-Steckernetzteil mit Hohlstecker
Richtiger USB-Anschluss mit B-Steckern (gerade bei USB3-Gehäusen ist die
Verwendung falscher USB-Stecker bei einigen Herstellern beliebt, so
etwas sollte man nicht kaufen).
Alle alten Platten durch eine neue zu ersetzen ist für eine
Datensicherung/Archivierung aus Gründen der Redundanz nicht sinnvoll;
das Stichwort lautet hier "Eier und Körbe" ...
Danke schon mal für die Anregungen!
Nach etwas längerem suchen habe ich noch sowas gefunden:
http://www.ebay.com/itm/8-bay-ALL-MASTER-IDE-USB-2-0-HDD-ENCLOSURE-4-PORT-HUB-/230355465715?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item35a24175f3
Aber das ist mir für 388 $ zu happig. Die Idee einfach Einzelgehäuse zu
kaufen ist mir auch schon gekommen. Das skaliert natürlich hervorragend,
jedoch macht mir die Verkabelung sorgen: mit jeder Festplatte hat man je
einmal USB und Stromversorgung extra, da kann es schnell zu nem
Wackelkontakt kommen und eine Festplatte ist plötzlich weg.
Mein momentaner Lösungsansatz ist folgender: Ich habe noch einen
Altrechner über, in den ich viele Festplatten einbauen kann. Mit ein
paar alten PCI-IDE Karten bekomme ich dann die Festplatten ans System
angeschlossen. Ist zwar nicht ganz so flexibel wie mit einem großen
externen USB-Gehäuse, aber übers Netzwerk sollte ich dann auch flexibel
auf den Speicher zugreifen können.
Meine Motivation ist folgende: Ich will mit BTRFS und vielleicht ZFS
herumspielen. Diese Dateisysteme können viele Festplatten transparent zu
einem großen Speicherpool zusammenfassen, sogar mit integriertem RAID.
Das System könnte dann als Ablageort für temporäre und/oder weniger
wichtige Daten dienen.
Meine Festplatten: 5x 160GB, 1x 200GB, 1x 400GB. Das gibt zusammen 1,4
TB. Mit RAID1 dann 700GB. Da kann man noch was mit anfangen :-)
Etwas zukunftssicherer: Nimm ein 4× oder 5× SATA-(Raid)-(NAS), und
verbinde die IDE-Platten über SATA->IDE Converter-Platinchen.
http://www.reichelt.de/Konverter/LOGILINK-AD0005/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=6173&ARTICLE=77268
(Bei EBAY, DealExtreme, AliExpress & Co auch billiger)
So kannst du sterbende IDE-Platten immer durch neue SATA-Platten
ersetzen, und hast nicht sofort nach dem Ableben der ersten IDE-Platte
ein nutzloses Stück Elektroschrott.
Sebastian M. schrieb:> mit jeder Festplatte hat man je einmal USB und Stromversorgung extra, da> kann es schnell zu nem Wackelkontakt kommen und eine Festplatte ist> plötzlich weg.
Die Logik erschließt sich mir nicht so recht. Warum sollen mehrere Kabel
eher einen Wackelkontakt bekommen als wenigere?
Sofern die verwendeten Steckverbinder auch nur halbwegs etwas taugen,
ist das kein Problem. Tun sie es nicht, ist es ein Problem, völlig
unabhängig von der Anzahl der verwendeten Festplatten.
Übrigens hast Du das Problem auch, wenn Du viele Festplatten in ein
Gehäuse oder einen PC einbaust, denn jede Festplatte hat ihren eigenen
Stromversorgungsanschluss und ihren eigenen IDE-Anschluss.
> Mein momentaner Lösungsansatz ist folgender:
Das sorgt zumindest für einen hohen Stromverbrauch, und nimmt Dir die
Möglichkeit, einzelne Platten im Betrieb wechseln zu können. IDE ist
nicht hotplug-fähig.
Sebastian M. schrieb:> Meine Festplatten: 5x 160GB, 1x 200GB, 1x 400GB. Das gibt zusammen 1,4> TB. Mit RAID1 dann 700GB. Da kann man noch was mit anfangen :-)
bei aller Liebe zum alten Zeug, aber das macht allein schon 70Watt nur
für Festplatten. Sind also schon 100 Euro an Stromkosten im Jahr.
Eine neue NAS mit 1TB im Raid1 (2mal 1TB) braucht nur 12Watt und bringt
sicherlich deutlich mehr Leistung. Kostet 210€+ 2*60€.
Oh, hier sind wohl ein paar Missverständnisse unterwegs: das ganze ist
nicht als dauerlaufendes NAS System gedacht, sondern als Speicher der
bei Bedarf angemacht wird.
Zum einen als letzte Arbeitstätte von ausgedienten Festplatten, zum
einen zum lernen und austesten von BTRFS und/oder ZFS.
Was macht ihr denn mit euren alten, aber noch funktionstüchtigen
Festplatten?
Naja, wenn zum Experimentieren ist ok... jede Absicht darüber hinaus
erschließt sich mir immer noch nicht. Eine 1TB-HDD kostet nicht einmal
45€, da sparst Du Dir den ganzen Krempel... diese 7 alten HDDs sind
sicherlich ordentlich laut, brauchen viel Platz und Strom, 1000 Kabel...
das muss man schon SEHR mögen! :-)
Die Ausfallsicherheit Deiner alten Schätzchen klammern wir mal komplett
aus...
Sebastian M. schrieb:> Zum einen als letzte Arbeitstätte von ausgedienten Festplatten, zum> einen zum lernen und austesten von BTRFS und/oder ZFS.
das die alten Festplatten langsam ist, kann man kaum Benchmarks machen.
Und zum spielen und testen kann man einfach eine VM machen und dort kann
man beliebig viele virtuelle Festplatten erzeugen.
Sebastian M. schrieb:> Was macht ihr denn mit euren alten, aber noch funktionstüchtigen> Festplatten?
Je nach Größe und Geräuschpegel:
- Als (redundantes) Backupmedium nutzen
- Verschrotten (20/40-GB-Festplatten ...)
- Als Exot aufheben (ich habe eine --vermutlich-- noch funktionsfähige
ST125).