Würde der Herdanschluss mit einem Stecker und einer Buchse
standardisiert sein, dann bräuchte man nicht jedes mal keinen
Elektriker, nur weil man einen neuen Herd gekauft hat.
Im Prinzip ist der Mangel eines standardisierten Steckers und einer
standardisierten Buchse noch nichts anderes als eine
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Elektriker weil man mit so einer Stecker
und Buchse den nicht jedes mal mehr bräuchte, oder?
Multimeter schrieb:> dann bräuchte man nicht jedes mal keinen> Elektriker,
Da hat sich ein Fehler beim Schreiben eingeschlichen. Ich meinte das
Wort "einen" und nicht "keinen".
Multimeter schrieb:> Multimeter schrieb:>> dann bräuchte man nicht jedes mal keinen>> Elektriker,>> Da hat sich ein Fehler beim Schreiben eingeschlichen. Ich meinte das> Wort "einen" und nicht "keinen".
Ist kein Fehler, habe auch noch keinen benötigt ;-)
Vielleicht, weil eine solche Energieschleuder mehr Strom verdampft als
ein Steckernetzteil....?
Old-Papa
Und wie verdienst du dein Geld?
Entweder auf die faule Art mit HartzIV oder mit der erhlichen Arbeit.
Bei der erhlichen Arbeit, muss das Geld aber auch von irgendwo kommen
und genau so ist es wenn du Elektriker bist. Arbeit bringt dir Geld, so
einfach ist es.
Das nennt man Wirtschaft:-)
Gibt es doch, bei dem Stecker sind vier Stifte
im Quadrat angeordnet und einer in der Mitte.
Der Stecker ist abgewinkelt, das Kabel hängt
dadurch nach unten.
Günter Lenz schrieb:> Gibt es doch, bei dem Stecker sind vier Stifte> im Quadrat angeordnet und einer in der Mitte.> Der Stecker ist abgewinkelt, das Kabel hängt> dadurch nach unten.
Oder man sagt einfach Perilex dazu :-)
Darf in der Industrie nicht mehr neu verbaut werden, aber in
Privathaushalten ist er noch zugelassen.
Würde ich aber trotzdem nicht machen. Den Herd schließt man beim Einzug
an und klemmt ihn beim Umzug wieder ab. Wofür muß er steckbar sein?
Für 3 Phasen 16 Ampere gibt es den CEE16. Dieser ist von der größe der
Steckkontakte so ausgelegt, dass dauerhaft 16 Ampere über die
Steckkontakte und die Federkontakte fließen können.
Problem: Der CEE16 ist zu groß! Man könnte einen kleineren Stecker
benützen der hinter den Herd passt, aber dann sind die Kontakte zu
gering ausgelegt.
Deswegen wird sowas fest angeschlossen - einfach nur wegen dem Platz.
Jeffrey Lebowski schrieb:> Für 3 Phasen 16 Ampere gibt es den CEE16. Dieser ist von der größe der> Steckkontakte so ausgelegt, dass dauerhaft 16 Ampere über die> Steckkontakte und die Federkontakte fließen können.
Den Perilex gibt es sowohl für 3x16A als auch sogar für 3x25A. Der ist
auch dafür ausgelegt. Aber scheinbar gab es Probleme mit der Auslegung
des Begriffes "dafür ausgelegt" :-)
Platzsparender als ein CEE war er auf jeden Fall. Aber wie schon gesagt,
mittlerweile ist er ja für Neumontage in der Industrie nicht mehr
zugelassen.
Helmut Lenzen schrieb:> Jede Steckverbindung ist eine Fehlerquelle!
Richtig. Vor allem wenn man einen Stecker einsetzt, wo man keinen
braucht, weil man ihn sowieso niemals benutzt. Das ist ungefähr so, als
wenn man auf einer Platine sämtliche Bauelemente in Sockel steckt. :-)
brutzel schrieb im Beitrag #4013677:
> Da sieht> man wieder dass viele Vorschriften nur dazu da sind um die Pfründe...
Immer wieder, und immer wieder falsch.
Philippe B. schrieb:> Und wie verdienst du dein Geld?
Du meinst mich?
> Entweder auf die faule Art mit HartzIV oder mit der erhlichen Arbeit.
Ehrliche Arbeit, ist doch klar ;-) Nur nicht im "Stromfach"
> Bei der erhlichen Arbeit, muss das Geld aber auch von irgendwo kommen> und genau so ist es wenn du Elektriker bist. Arbeit bringt dir Geld, so> einfach ist es.> Das nennt man Wirtschaft:-)
Stümmt, nur ich habe Gas..... Wollte ich oben dazu schreiben, vergessen.
sorry.... (und Gas hat Stecker!)
Old-Papa
?!? schrieb:> Das ist ungefähr so, als> wenn man auf einer Platine sämtliche Bauelemente in Sockel steckt. :-)
Hat man frueher auch gemacht, jeden Transistor seine
Transistorsteckfassung.
Kann man sich ausdenken wie zuverlaessig das ganze wird.
Helmut Lenzen schrieb:> ?!? schrieb:>> Das ist ungefähr so, als>> wenn man auf einer Platine sämtliche Bauelemente in Sockel steckt. :-)>> Hat man frueher auch gemacht, jeden Transistor seine> Transistorsteckfassung.> Kann man sich ausdenken wie zuverlaessig das ganze wird.
Kenne ich auch noch. Mir stehen jetzt noch die verbliebenen Haare zu
Berge :-)
Philippe B. schrieb:> Und wie verdienst du dein Geld?>> Entweder auf die faule Art mit HartzIV oder mit der erhlichen Arbeit.>> Bei der erhlichen Arbeit, muss das Geld aber auch von irgendwo kommen> und genau so ist es wenn du Elektriker bist. Arbeit bringt dir Geld, so> einfach ist es.>> Das nennt man Wirtschaft:-)
Soll das ein Witz sein?
Ich habe ja nichts gegen sinnvolle Arbeit, aber wenn Arbeit mit einer
Standardisierung vermeidbar wäre und stattdessen das Arbeitsangebot
durch so eine politische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme subventioniert
wird, dann läuft etwas falsch.
Aber da du mich nach meinem Job fragst. Sei froh, dass du mich nicht
rufen und bezahlen musst, wenn du deinen Internetrouter an das Internet
anschließt.
Wie wäre es mit einem Internetführerschein für dich?
Oder dass du mich rufen musst, wenn du administrative Tätigkeiten an
deinem Computer ausübst? Immerhin besteht ja Gefahr, dass du als Laie
deinen Rechner mit Trojanern, Viren und Botnetzen verseuchst.
Da solltest du die Arbeit schon einer Fachkraft aus dem IT Bereich
überlassen.
Daher, sei froh, dass wir IT-ler nicht so sind mit politischen
Forderungen zu doofen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
?!? schrieb:>> Kenne ich auch noch. Mir stehen jetzt noch die verbliebenen Haare zu> Berge :-)
Mit Fassung hättest Du immer neue Haare nachstecken können ;-)))
Duck & weg
Old-Papa
Old Papa schrieb:> ?!? schrieb:>>>> Kenne ich auch noch. Mir stehen jetzt noch die verbliebenen Haare zu>> Berge :-)> Mit Fassung hättest Du immer neue Haare nachstecken können ;-)))>> Duck & weg>> Old-Papa
Pruuust!!!
Stell ich mir jetzt albern vor. Die Rübe voller Fassungen :-))
brutzel schrieb im Beitrag #4013677:
> Die Elektriker haben eben eine starke Lobby. Und seit ich weiss wie die> meisten arbeiten kommt mir keiner mehr ins Haus.
Da kann ich sogar auch eine Geschichte erzählen.
In meiner Wohnung hat der Elektriker die Klingenanschlüsse vertauscht.
D.h. am Klingentasten sind die unteren Klingetasten für die Wohnungen
ganz oben und die oberen Klingentasten sind für die Wohnungen ganz
unten.
Das ist dann besonders schlimm, wenn der Paketdienst kommt und an der
unteren Klingeltaste klingelt, weil da der eigene Name steht und man
oben im Dachgeschoss wohnt, aber die Klingentaste ganz unten sind und
dann der Paketdienst den WOhnungsnachbar im Erdgeschoss durchs Fenster
sieht und dann sauer wird, weil er glaubt, dass man ja da sei, aber
nicht aufmacht und dann deswegen gar keine Paketbenachrichtigung da
lässt.
Mir ist das schon passiert.
Oder noch besser.
Im Sicherungskasten hängt ein Zettel vom Elektriker, wo dransteht,
welcher Schalter für welches Zimmer ist.
Nach dem ich die Schalter und die Zuordnung auf dem Zettel überprüft
habe, musste ich feststellen, dass sie falsch sind.
Wer sich also auf den Zettel verlässt, der läuft Gefahr eine gewischt zu
kriegen.
Ich habe jetzt für mich meinen eigenen Zettel daneben hingehängt.
Wenn ich aber aus der Wohnung ausziehe, dann werde ich ihn entfernen und
aus Haftungsgründen nur einen Hinweiszettel hinschreiben, dass die
Angaben auf dem Zettel des Elektrikers falsch sind.
Multimeter schrieb:> Da kann ich sogar auch eine Geschichte erzählen.
Für so etwas gibt es eine Hausverwaltung, die der Vermieter ansprechen
kann. Diese löst dann das Problem.
Pete K. schrieb:> Multimeter schrieb:>> Da kann ich sogar auch eine Geschichte erzählen.>> Für so etwas gibt es eine Hausverwaltung, die der Vermieter ansprechen> kann. Diese löst dann das Problem.
Ja, aber die Hausverwaltung ruft dann den Elektriker und die Kosten
werden auf die Mieter abgewälzt, weil das mit dem Elektriker ja schon
länger her ist und das somit kein Gewährleistungsfall mehr ist.
Und nur damit die die Klingenanschlüsse tauschen, für eine Wohnung in
der ich sowieso nicht lange bleiben werde, möchte zumindest ich nicht
die Kosten übernehmen.
Also finde ich mich mit dem Status Quo ab und versuch das beste daraus
zu machen.
Multimeter schrieb:> Ja, aber die Hausverwaltung ruft dann den Elektriker und die Kosten> werden auf die Mieter abgewälzt, weil das mit dem Elektriker ja schon> länger her ist und das somit kein Gewährleistungsfall mehr ist.
Und wenn, dann hätte ich das schon beim Einzug machen müssen. Dann hätte
man die Kosten eventuell nicht auf mich abwälzen können.
?!? schrieb:> Messi (beruflich Elektriker) schrieb:>> Immer wieder, und immer wieder falsch.>> :-))
Nein, habe studiert und trage Personalverantwortung.
Wird ohne PSA gearbeitet gibt es beim erstenmal eine (sehr
eindringliche) Belehrung, beim zweitenmal eine Abmahnung und beim
drittenmal die Papiere. Wenn ich nicht so verfahre kann ich meine
Papiere abholen.
Multimeter schrieb:> Wer sich also auf den Zettel verlässt, der läuft Gefahr eine gewischt zu> kriegen.
Schon etwas von den fünf Si-Regeln gehört? Eine davon: vor Arbeiten die
Spannungsfreiheit feststellen.
Messi schrieb:> Multimeter schrieb:>> Wer sich also auf den Zettel verlässt, der läuft Gefahr eine gewischt zu>> kriegen.>> Schon etwas von den fünf Si-Regeln gehört? Eine davon: vor Arbeiten die> Spannungsfreiheit feststellen.
Wie ich bereits sagte:
Wer sich auf den Zettel verlässt, der läuft Gefahr eine gewischt zu
bekommen.
Und die Laien kennen die Si-Regel sicherlich nicht, die gehen zum
Sicherungskasten und nach, wo Küche dransteht, legen den Schalter um und
schrauben die Leuchte an die Decke -> WATSCH!"
Multimeter schrieb:> Und die Laien kennen die Si-Regel sicherlich nicht, die gehen zum> Sicherungskasten und nach
Man möge das Wort "schauen" zwischen "und" und "nach" noch einfügen.
Multimeter schrieb:> Und die Laien kennen die Si-Regel sicherlich nicht, die gehen zum> Sicherungskasten und nach, wo Küche dransteht, legen den Schalter um und> schrauben die Leuchte an die Decke -> WATSCH!"
Deshalb steht bei jedem Elektroteil in der Anleitung drin das es nur
durch eine geeignete Elektrofachkraft angeschlossen werden darf.
Multimeter schrieb:> Und die Laien kennen die Si-Regel sicherlich nicht, die gehen zum> Sicherungskasten und nach, wo Küche dransteht, legen den Schalter um und> schrauben die Leuchte an die Decke -> WATSCH!"
Da liegt das Problem! Die Laien meinen, nur weil sie einen
Schraubenzieher und eine Lüsterklemme haben, dass sie automatisch damit
in der Lage sind eine Leuchte an-/abzuschließen. Nur weil ich ein Messer
in der Küche habe operiere ich mich trotzdem nicht selber.
Aber es hat halt Gründe, warum für sowas eine unterwiesene Person
zuständig sein sollte, da die Möglichkeiten für Fehler groß sind, denn
ein falscher Zettel im Verteilerkasten ist da noch der geringste. Und
wenn man schon heimwerkt, dann kann etwas Einarbeitung in die Materie
nie schaden. In Zeiten von Dot-it-Yourself-Videos und sonstigen Beträgen
im Netz, wird sich da auch was zum Thema Elektrik finden. Da findet sich
dann auch wieder, dass man sich versichern sollte, ob wirklich keine
Spannung mehr anliegt.
Zum eigentlichen Thema: Es ist genug spezifiziert, was 3x16A verträgt,
CEE wurde ja schon genannt. Das kein "Herdstecker" standardisiert ist,
ist ja klar, es gibt ja auch keinen "Kaffeemaschinenstecker". Wenn man
für solche Sachen eine Lösung sucht, dann sollte man wohl bei den
Herstellern von Herden suchen, schließlich müssen die es anbringen.
Multimeter schrieb:> Würde der Herdanschluss mit einem Stecker und einer Buchse> standardisiert sein, dann bräuchte man nicht jedes mal keinen> Elektriker, nur weil man einen neuen Herd gekauft hat.
Wie bereits gesagt: Solche Standard-Steckvorrichtibungen gibt es.
Aber ob eine Steckvorrichtung, die nur alle zehn Jahre benutzt
wird, wirklich sinnvoll ist?
Gruss
Harald
klaus schrieb im Beitrag #4014085:
> Um Spannungsfeiheit festzustellen braucht man doch keine> Sicherheitsregeln. Das habe ich auch schon gemacht als ich die> Sicherheitsregeln noch nicht kannte. Allein der gesunde Menschenverstand> sorgt doch dafür dass man vor der Arbeit an elektrischen Anlagen die> Spannungsfreiheit prüft. Dass es Anwärter für den Darwinaward nicht tun> ist deren Problem.
Wetten das der Elektriker für die falsche Beschreibung im
Sicherungskasten haftet?
Multimeter schrieb:> Wetten das der Elektriker für die falsche Beschreibung im> Sicherungskasten haftet?
Noe, der jenige der an Elektrischen Anlagen arbeitet hat vorher die
Spannungsfreiheit festzustellen. An Elektrischen Anlagen haben nur dazu
befaehigte Elektriker zu arbeiten.
Helmut Lenzen schrieb:> Multimeter schrieb:>> Wetten das der Elektriker für die falsche Beschreibung im>> Sicherungskasten haftet?>> Noe, der jenige der an Elektrischen Anlagen arbeitet hat vorher die> Spannungsfreiheit festzustellen. An Elektrischen Anlagen haben nur dazu> befaehigte Elektriker zu arbeiten.
Im Rechtswesen richtet sich die Rechtsprechung durchaus nach der
Gewohnheit der Masse.
Wenn viele Menschen keinen Elektriker rufen um eine Leuchte an die Decke
zu schrauben und ich kenne keinen, der hierfür im Privatbereich einen
Elektriker ruft, dann wird der Elektriker in die Haftungsfrage kommen,
völlig egal, was die Elektriker dazu sagen.
Und sei es nur, dass er nur zu einem Teil haftet.
Multimeter schrieb:> Wenn viele Menschen keinen Elektriker rufen um eine Leuchte an die Decke> zu schrauben und ich kenne keinen, der hierfür im Privatbereich einen> Elektriker ruft, dann wird der Elektriker in die Haftungsfrage kommen,
An jeder Leuchte steht das sie nur eine geeignete Elektrofachkraft
anschliessen darf. Und wer so dämlich das ohne überprüfung der
Spannungsfreiheit zu tun ist selber Schuld und das wird dir der Richter
auch unter die Nase halten.
Helmut Lenzen schrieb:> Multimeter schrieb:>> Wenn viele Menschen keinen Elektriker rufen um eine Leuchte an die Decke>> zu schrauben und ich kenne keinen, der hierfür im Privatbereich einen>> Elektriker ruft, dann wird der Elektriker in die Haftungsfrage kommen,>> An jeder Leuchte steht das sie nur eine geeignete Elektrofachkraft> anschliessen darf. Und wer so dämlich das ohne überprüfung der> Spannungsfreiheit zu tun ist selber Schuld und das wird dir der Richter> auch unter die Nase halten.
Und der Elektriker haftet trotzdem zu 20 %, weil er eben ne falsche
Beschreibung in den Sicherungskasten gehängt hat.
Helmut Lenzen schrieb:> Träume weiter....
Tja, du hast den Sicherungskasten falsch gekennzeichnet und der andere
ist nur Laie, der sich auf dich verlässt und aufgrund seines Laienstatus
wird ihm dies als Bonus angerechnet, der dir zum Nachteil gerreicht
wird, insbesondere weil du ja den Sicherungskasten falsch beschriftet
hast.
Ein schwerwiegender Fehlder, der dir als Fachmann nicht passieren darf,
deswegen kriegst du eine Teilschuld und haftest mit.
Und das hat leider auch nichts mit Träumen zu tun, sondern eher mit
deinem Unverständnis bezüglich gängiger Rechtssprechung.
Es sind leider immer wieder die Handwerker die Gerichtsentscheidungen
nicht verstehen oder nicht verstehen wollen und dann aus allen Wolken
fallen, wenn sie das Urteil hören.
An Elektrischen Anlagen haben Laien nichts verloren, machen sie es
trotzdem ist es ihr persönliches Pech wenn sie NICHT DIE
SPANNUNGSFREIHEIT überprüfen. Jedes Kind weiss ziehe vorher den Stecker
raus. Auch auf der Lampe steht ein Warnhinweiss.
Na, ob das Anhängen einer Leuchte als Erweiterung/Umbau der elektrischen
Anlage gilt (die i.d.R. tatsächlich nur der Elektriker durchführen darf)
oder ob das schlicht Wartungs-/Instandsetzungs-Arbeiten sind, die auch
eine "gewöhnliche" Fachkraft durchführen darf, daran scheiden sich die
juristischen Geister. Die gewöhnliche Fachkraft sollte aber auch die 3
Muscheln, äh, 5 Sicherheitsregeln kennen.
Der echte Laie sollte allerdings schon aus Selbstschutz die Finger davon
lassen, will das aber oft nicht wahrhaben...
Helmut Lenzen schrieb:> An Elektrischen Anlagen haben Laien nichts verloren, machen sie es> trotzdem ist es ihr persönliches Pech
Das mag der Elektriker so sehen, ist aber rechtlich eher Wunschdenken
des Elektrikers.
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__254.html> wenn sie NICHT DIE> SPANNUNGSFREIHEIT überprüfen.> Jedes Kind weiss ziehe vorher den Stecker> raus. Auch auf der Lampe steht ein Warnhinweiss.
Der Laie sagt, den Stecker hat er gezogen, weil er den
Sicherungsschalter* betätigt hat. Und nun?
* Der falsch war, aber so beschriftet war, als wäre er richtig.
Matthias L. schrieb:> Der echte Laie sollte allerdings schon aus Selbstschutz die Finger davon> lassen, will das aber oft nicht wahrhaben...
Was ein Gericht weiß, und allein deshalb, weil es gesellschaftlich
völlig normal ist, das Laien solche Hinweise ignorieren wird ein Gericht
den Laien nicht wie eine Fachkraft behandeln, die das ja wissen muss.
Multimeter schrieb:> Was ein Gericht weiß, und allein deshalb, weil es gesellschaftlich> völlig normal ist, das Laien solche Hinweise ignorieren wird ein Gericht> den Laien nicht wie eine Fachkraft behandeln, die das ja wissen muss.
Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand...
Der Laie darf an Elektro-Installation aber nicht herumbasteln,
genausowenig wie an leistungsstarken Lasern, Profi-Feuerwerk, Airbags
usw.
Und weil der Warnhinweis ja nun mal da ist, muss er das auch wissen.
Und wenn der Laie meint, die nötige Fachkunde zu haben, dann hätte er
auch die Sicherheitregeln kennen müssen - irgendwie beißt sich bei
dieser Argumentation die Katze selbst in den Schwanz.
Wenn hierzulande für den Vebraucher schon die Inhaltsstoffe-Deklaration
auf Lebensmittelverpackungen als zu kompliziert angesehen wird und über
eine RGB-Ampel nachgedacht wird, dann ist es aber durchaus möglich, dass
ein Gericht es dem Elektriker anlastet, wenn sich der Endkunde blöd
anstellt.
Die Warnhinweise machen heute schon gefühlte 80% jeder
Bedienungsanleitung aus, das lässt sich aber bestimmt noch steigern...
:-/
Die standardisierte Steckverbinder gibt es. Sogar für grössere Ströme.
Aber die sind gross und klobig. Hinter dem Herd ist aber nicht viel
Platz. Da ist der Schraubverbinder eleganter.
Das ganze ist also eine Frage der Architektur und nicht der
Elektrotechnik.
Wenn es eine Steckverbindung gäbe, müsste der Herd auch über FI laufen,
da meist unter 20A abgesichert. Da schreit gleich wieder der nächste,
dass die Lobby dahinter steckt.
Auch müsste der Herd dann als ortsveränderliches Gerät gebaut und
geprüft werden, da reichen aber meine Kenntnisse nicht, inwieweit da
andere Regeln gelten, vielleicht ist der Herd dann teurer, deswegen
haben die Hersteller kein Interesse daran. Also nicht immer gleich alles
auf den Eli schieben.
Beim Lampen anbringen ist noch das Problem, dass der Schalter nur 10A
abkann, die Leitung aber meist mit 16A abgesichert ist. Wenn die 16A
nicht geschalten werden, stört das den Schalter nicht. Aber bei Licht
ist das was anderes, da wird geschalten. Es hat zwar so ziemlich niemand
2500W Lichtleistung im Wohnzimmer, aber ist immer schwierig, da eine
Grenze zu ziehen, schließlich gibts auch Außenlampen, die ordentlich
Leistung haben. Wenn es dort auch wieder eine weitere Ausnahme gibt,
bläht man die VDE's immer weiter auf und es nervt eh schon alle, für was
es alles eine Sonderregelung gibt. Deswegen heißt es, alles, was fest
angeschlossen wird, muss der Eli machen und gut. Auch weil man nicht
erwarten kann, dass jeder Laie ein Multimeter hat, der Lügenstift zählt
nicht als Messmittel.
Dennis
Sehr interessante Diskussion,
kann durchaus beide Seiten verstehen.
Laienbedienbar wurde ja schon genannt und das Bsp Gassteckdose auch.
Bei Gas sind die Leute vorsichtiger, bei Strom eher nicht, knallen kann
beides und tötlich sein auch.
Man kann im Möbelhaus einen Herd kaufen, eine Herdanschlussleitung nicht
- Begründung: den Herd muss eine Fachkraft anschließen.
Jetzt ist es wie schon so oft geschrieben, wer holt denn für einen
Lampenmonatge einen Elektriker? Für einen Herd holt man auch keinen,
wenn es eine Einbauchküche ist, dann macht das der Küchenbauer.
Der tut dies auch nur, wenn die Herdanschlussdose zum Zeitpunkt der
Küchenmontage schon in Betrieb ist, so weit okay.
Als der Küchenbauer dann sagte er prüft man alles, da war ich gespannt.
prüfen war mit dem ein poligem Phasenprüfer über das Gehäuse fahren und
schauen ob etwas leuchtet. Die Herdanschlussdose hat man vorher nicht
auf korrekten Anschluss geprüft.
Ich kenne mindestens zwei Leute, die sich im Altbau beim Herd
anschließen schon mal gewudert haben, da es 1. geknallt hat und zweitens
der Herd hinterher kaputt war, nach dem man Farbe auf Farbe geklemmt
hat.
Von dem her fände ich eine laienbedienbare Steckvorrichtung für den
dauerhaften Anschluss eines nicht ortsveränderlichen Gerätes durchaus
sinnvoll.
Steckt Ihr noch oder kocht Ihr schon?
Ich kann ja die Herren Elektriker hier im Forum verstehen, sie müssen
davon leben. Wo kämen wir hin, wenn jeder Dödel da am Klemmkasten
schraubt?
Bei einem Herd mag ich ja einigen Argumenten folgen, bei der immer
zitierten Lampe eher nicht. Wer gar nichts vom Strom versteht sollte die
Finger davon lassen. Das wird Derjenige in aller Regel auch.
Andererseits, die Kollegen, die in Elektronikforen schreiben (und
lesen), die werden zumindest in der Lage sen, eine Lampe an die Decke zu
häkeln oder gar einen Klingelknopf an den Türpfosten zu spaxen.
Natürlich gibt es immer Schrauber, die an grenzenloser
Selbstüberschätzung leiden, die soll es bei angelernten Elektrikern aber
auch geben ;-)
Old-Papa
Old Papa schrieb:> Steckt Ihr noch oder kocht Ihr schon?
Im Profibereich ("Döner-Bude") sind m.W. solche Steckanschlüsse
(CEEE) Standard. Aber vielleicht werden da die Geräte ja auch
häufiger gewechselt.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Im Profibereich ("Döner-Bude") sind m.W. solche Steckanschlüsse> (CEEE) Standard. Aber vielleicht werden da die Geräte ja auch> häufiger gewechselt.
oder öfter umgestellt. Bei meinem Lieblings-Kebab kann man das öfters
beobachten, je nach dem welche Gerichte gerade 'in' sind werden die
ensprechenden Geräte halt gut erreichbar aufgestellt.
Mit freundlichen Grüßen - Martin
Wie will man bei einer Steckverbindung das Problem dass ein Herd auf
1x63A oder 3x16A konfiguriert werden kann laiensicher berücksichtigen?
Wenn man es in der Steckdose brückt riskiert man dass jemand ein NICHT
für 1x63A ausgelegtes Gerät daran anschliesst (und Codiernasen sind
bekanntlich zum Abbrechen bestimmt), und höchstwahrscheinlich müsste
dann jeder einzelne Aussenleiterkontakt und auch jede Ader des
Anschlusskabels notfalls mit 63A umgehen können. Da braucht es doch
schon ein Kabel welches man mit dem Sparschäler abmanteln kann..
Dennis H. schrieb:> Auch müsste der Herd dann als ortsveränderliches Gerät gebaut und> geprüft werden, da reichen aber meine Kenntnisse nicht, inwieweit da> andere Regeln gelten, vielleicht ist der Herd dann teurer, deswegen> haben die Hersteller kein Interesse daran. Also nicht immer gleich alles> auf den Eli schieben.
was Unsinn ist. Ein Einbauherd kann durchaus eine Schuko Steckdose haben
(unserer z.B.) das Kochfeld eher weniger. Nur weil's einen Stecker hat,
ist's noch lange nicht Ortsveränderlich oder würdest du einen
Einbaukühlschrank als Ortsveränderlich ansehen? Der wird aber auch nicht
fest angeschlossen.
Der Herd sollte außerdem schon prinzipiell über den FI laufen, egal ob
Festanschluss oder Steckdose. Alles, wo Wasser und Strom eng beieinander
sind ist ein sicherer Fall für einen FI.
Andy D. schrieb:> Wie will man bei einer Steckverbindung das Problem dass ein Herd auf> 1x63A oder 3x16A konfiguriert werden kann laiensicher berücksichtigen?
In dem man das schon in der Steckdose macht, 3 unterschiedliche Phasen
oder 3 mal dieselbe Phase, der Herd muss dann gar nichts davon wissen
wie das Haus verkabelt ist.
GERADE das wäre also viel besser mit Perilex.
MaWin schrieb:> GERADE das wäre also viel besser mit Perilex.
und wenn aber nur ein Stift für N vorhanden ist, muss er weit mehr als
16A können.
Wenn du Zuleitung 3x6² wie willst du das auf Stecke übertragen?
Willst Du gar nicht haben.
Einen, den Vorschriften entsprechenden Stecker - und natürlich seinen
Widerpart - bekommst Du gar nicht (platzmäßig) hinter den Herd.
Schau Dir mal den "normalen" CE-Stecker (bzw. dessen Maße) an, dann
weist Du wovon die Rede ist.
Wenn man das wirklich wollte könnte man eine solche Steckverbindung wohl
so bauen dass die Steckerpins im gesteckten Zustand parallel zur
Herdfront liegen (wie beim alten und sicher nicht zu empfehlenden
Kragenstecker möglich)...
Aber eigentlich stimmt es schon... oft hat man im Laufe eines Umzugs
genug andere Dinge zu tun als auch noch eiligst einen Elektriker zu
organisieren (ausser man kann selbst auch keine Lampen vernünftig
anschliessen) ...
PS eigentlich müsste doch 3x Schuko (geht ja abgewinkelt sehr flach
herzustellen) für diese Anwendung legitim oder sogar ziemlich perfekt
sein WENN man die einzelnen Kreise innerhalb des Herdes in keiner Weise
miteinander verbindet (was ja auch fast nie notwendig ist, ausser
vielleicht bei Induktion mit gemeinsamer Steuerung). Wäre auch schön
flexibel, man könnte sich einen oldschool-Herd oder einen beliebigen Zoo
aus portablen Kochfeldern und Öfen dran anschliessen...
Andy D. schrieb:> PS eigentlich müsste doch 3x Schuko (geht ja abgewinkelt sehr flach> herzustellen) für diese Anwendung legitim oder sogar ziemlich perfekt
dann kommt bestimmt jemand schnell auf die Idee, sich einfach ein
Verteiler (für 1,99€ von OBI) unter den Herd zu legen, weil er nur eine
Steckdose hat.
@Peter II Ich wünschte mir du hättest nicht Recht... wobei dann
EIGENTLICH der LS zuständig ist (dass der Verteiler von Wan-Kenobi
wahrscheinlich vorher schmelzen wird ist mir bewusst)...
Multimeter schrieb:> Multimeter schrieb:>> Ja, aber die Hausverwaltung ruft dann den Elektriker und die Kosten>> werden auf die Mieter abgewälzt, weil das mit dem Elektriker ja schon>> länger her ist und das somit kein Gewährleistungsfall mehr ist.>> Und wenn, dann hätte ich das schon beim Einzug machen müssen. Dann hätte> man die Kosten eventuell nicht auf mich abwälzen können.
Das ist imho doch Vermietersache, egal wie lange es her ist ....
brutzler schrieb im Beitrag #4045906:
> Beispiel: Warum sind bei Festinstallationen im Haus keine flexiblen> Leitungen unter/im Putz erlaubt.
Sind sie, wenn du Leitungen findest, die gegen den ätzenden Putz
resistent sind. Z.B. H07RN-F, aber die sind dir zu teuer. In Spanien ist
Litze unter Putz Vorschrift.
MaWin schrieb:> Sind sie, wenn du Leitungen findest, die gegen den ätzenden Putz> resistent sind.
Alternativ kannst du jede beliebige flexible Leitung im Leerrohr
verlegen (Hab ich mit HDMI z.B. so gemacht)
Andy D. schrieb:> PS eigentlich müsste doch 3x Schuko (geht ja abgewinkelt sehr flach> herzustellen) für diese Anwendung legitim oder sogar ziemlich perfekt> sein WENN man die einzelnen Kreise innerhalb des Herdes in keiner Weise> miteinander verbindet
Das ist keine so gute Idee, denn
Peter II schrieb:> dann kommt bestimmt jemand schnell auf die Idee, sich einfach ein> Verteiler (für 1,99€ von OBI) unter den Herd zu legen, weil er nur eine> Steckdose hat.
hat damit vollkommen recht.
Bevor ein 16A LSS auslöst müssen schon dauerhaft mehr als 19A fließen.
klingt nicht so viel? Sind aber zu den zulässigen 3,7kW noch mal 700Watt
Solche eine Steckdosenleiste würde ja, damit man sie nicht sieht, am
besten hinter den Herd in einer, naturgemäß nur sehr schlecht
belüfteten, Ecke platziert werden. Bei der Konstellation ist ein
Schwelbrand nur eine Frage der Zeit.
der Topic ist eine relativ überflüssige Frage, wer braucht das?
Herde trägt man selten spazieren, bei den Laufzeiten (meiner) Herde ist
es eine seltene Aktion den mal ab und anzuklemmen und es ist
betriebssicherer als jede Dose.