So lange man keine esotherische Hardware hat, die
- RAMs braucht, die hoehergetaktet werden, und hoehere Spannungen
brauchen
- ECC-RAM benutzt
- beengte Platzverhaeltnisse herrschen
- man nicht nur Benchmarks laufen lassen will
einfach den billigsten (in D) kaufen.
Hat bei mir bis jetzt immer bestens funktioniert.
./. schrieb:> einfach den billigsten (in D) kaufen.
Keine Zustimmung. RAM kauft man idealerweise von RAM-Herstellern, nicht
von 3rd-Party-Assemblierern.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Keine Zustimmung. RAM kauft man idealerweise von RAM-Herstellern, nicht> von 3rd-Party-Assemblierern.
Meinst du damit die IC-Hersteller? Versuch mal, bei den üblichen Quellen
von PC-Hardware solche RAMs zu finden.
Die miestesten RAM-Module, die ich je in den Fingern hielt, waren
übrigens von Samsung himself. Waren circa 50 oder 100 Stück aus zwei
Server-Chargen vor gut 10 Jahren, also statistisch schon leidlich
relevant. Die fingen nach 4-5 Jahren reihum zu verrecken an, was
irgendwann in einen Komplettaustausch durch Kingston RAMs mündete.
Mit Misstrauen darf man freilich den ganzen optischen Firlefanz
betrachten, der mit allerlei Blech und Farbe angerichtet wird. Wobei
nicht alles Blech für die Katz ist, aber das hängt z.T. vom Modultyp ab.
Wenn da ein schwer arbeitender Puffer drauf ist, dann kann einem auch
bei den Servertypen Blech begegnen.
> Keine Zustimmung. RAM kauft man idealerweise von RAM-Herstellern, nicht> von 3rd-Party-Assemblierern.
Dann duerfte man ja auch z.B. keine Kingston kaufen.
Mit "konfektioniertem" RAM als SIP/SIM 30 pol, PS/2, und Folgebauformen
habe ich seit mehr als 20 Jahren keine Ausfaelle gehabt...
Auf Riegel mit buntem Blech drumherum habe ich bislang verzichtet.
Einen echten Kuehlkoerper auf den Chips habe ich im Consumerbereich
noch nicht gesehen.
Ich kaufe aber auch eher selten.
./. schrieb:> Einen echten Kuehlkoerper auf den Chips habe ich im Consumerbereich> noch nicht gesehen.
Blech drauf ist im Komponenten-Einzelhandel eher die Regel als die
Ausnahme, weils peppiger aussieht. Ob das freilich mehr bringt als
sauerstoffreie SATA-Kabel...
Leidlich aktuelle Server-Riegel (registered) haben jedenfalls auch kein
Blech drauf. Das gabs aber zwischendurch mal bei FBDIMMs.
RAMBUS Speicher aus den ersten Pentium 4 Reihen dürften auch im
Consumer-Bereich Blech drauf gehabt haben.
> RAMBUS Speicher
habe ich im Leben nur einmal bei einer Fusi-Workstation gesehen.
Ob der gekuehlt war, weiss ich ehrlich gesagt nicht mehr :-).
Als Kuehlkoerper wuerde ich was aus Al/Cu gefraestes ansehen.
Der thermische Wirkungsgrad von etwas Blech waere mir da suspekt.
./. schrieb:> So lange man keine esotherische Hardware hat, die>> - RAMs braucht, die hoehergetaktet werden, und hoehere Spannungen> brauchen> - ECC-RAM benutzt> - beengte Platzverhaeltnisse herrschen> - man nicht nur Benchmarks laufen lassen will>> einfach den billigsten (in D) kaufen.>> Hat bei mir bis jetzt immer bestens funktioniert.
Bei mir nicht, RAM mit Fehlern nervt.
ECC schrieb:> Bei mir nicht, RAM mit Fehlern nervt.
ECC ist ein gutes Indiz dafür, ob Speicher in Ordnung ist. Denn bei
guten und intakten Modulen sind Bitfehler ausserordentlich selten. ECC
Module in Servern machen auch über korrrigierte Fehler Mitteilung,
wesshalb man das als Admin jedes Mal mitkriegt.
> ECC ist ein gutes Indiz dafür, ob Speicher in Ordnung ist.
Ich hab hier auch ECC in meiner Workstation. Im Log steht aber nichts
:-)
Ok. Der war auch nicht gaaanz billig.
Vor 20 Jahren sagte man, dass ganz am Anfang gelegentliche
Einzelbitfehler
auf Grund der natuerlichen Radioaktivitaet der verwendeten Komponenten
normal seien und das mit Zeit immer besser wuerde.
Das muesste bei den heutigen Strukturbreiten ja noch viel erheblicher
zuschlagen.
./. schrieb:> auf Grund der natuerlichen Radioaktivitaet der verwendeten Komponenten> normal seien und das mit Zeit immer besser wuerde.
Die Hauptquelle der Radioaktivität war anfangs allerdings das
Gehäusematerial. Das bekam man durch besserer Fertigungsmethoden in den
Griff.
./. schrieb:> Dann duerfte man ja auch z.B. keine Kingston kaufen.
Richtig, bzw. nur mit leichtem Magengrimmen. Kingston ist noch einer der
erträglicheren 3rd-Party-Assemblierer, aber in der Tat zweite Wahl.
Und "Kühlbleche", am besten noch im Maschinengewehrdesign, lassen
deutlich erkennen, für welche Zielgruppe so ein Speichermodul gedacht
ist.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Kingston ist noch einer der> erträglicheren 3rd-Party-Assemblierer, aber in der Tat zweite Wahl.
Nicht nur erträglich, sondern erste Qualität. Seit es Infineon/Qimonda
RAMs nicht mehr gibt, verwende ich ausschließlich Kingston und hatte
noch nie, in Worten "NIE", Anlaß zur Kritik. Bei anderen
"Chipverwertern" dagegen schon. Allen voran Corsair, die sogar ECC
Serverriegel vermasselt haben und dann plötzlich von "lebenslanger"
Garantie nichts mehr wußten.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Richtig, bzw. nur mit leichtem Magengrimmen. Kingston ist noch einer der> erträglicheren 3rd-Party-Assemblierer, aber in der Tat zweite Wahl.
Mit Kingston gabs noch keinen Ärger und davon wurden auch schon viele
Module verbaut, in Servers und in Desktops.
Das goldene Prinzip "never touch a running system" gilt nach wie vor.
Warum sollte ich die zu 100% zuverlässigen Produkte eines "nur"
3rd-Party-Assemblierers gegen die eines "Original"-Herstellers
eintauschen? Die können genauso gut funktionieren, aber nicht besser.
Icke ®. schrieb:> Warum sollte ich die zu 100% zuverlässigen Produkte eines "nur"> 3rd-Party-Assemblierers
Wenn Du das große Glück hast, an welche gekommen zu sein, ist das schön
für Dich. Nur leider ist dieses Glück nicht reproduzierbar, wie die
Erfahrung zumindest mir mitteilt. Ich habe schon genügend "RAMsch"
gesehen, um von selbst zu meiner jetzt bereits mehrfach geäußerten
Meinung gekommen zu sein.
Und, um es nochmal zu wiederholen: Kingston ist unter den
3rd-Party-Assemblierern der zuverlässigste. Mit Speichermodulen von
Kingston hatte ich bislang auch keine Probleme -- mit Speichermodulen
von Speicherherstellern aber auch nicht, und die veröffentlichen sogar
Datenblätter. Richtige Datenblätter, nicht diese ... naja, das, was
Kingston halt "Datenblatt" nennt.
3rd-Party-Assemblierer können auch keine Datenblätter veröffentlichen,
weil das, was das wesentliche am Speichermodul ausmacht, keine Konstante
ist, nämlich die verbauten Speicherchips. Die kommen auch bei Kingston
mal vom einen, mal vom anderen Hersteller, und die werden bei den
richtig lausigen Assemblieren als nackte "Dice" auf dem Spotmarkt
gekauft, in irgendwelche Gehäuse mit Phantasiebeschriftungen geklatscht
und auf möglichst universell gehaltene Platinen gelötet, die dann
wiederum mit Blech in Maschinengewehr- oder Patronenform gehüllt werden.