Kingston RAM 8 GB

Gast #4032111
Für meinen neuen PC brauche ich 8 GB RAM, also mal umgeguckt: von 
Kingston gibt es KVR16N11/8 und KVR16N11H/8, die Datenblätter sind bis 
auf das "H" identisch, die Preise unterscheiden sich aber, zb: bei 
Reichelt

http://www.reichelt.de/index.html?&ARTICLE=136403
http://www.reichelt.de/index.html?&ARTICLE=136405

Weiss jemand, wo der Unterschied liegt???
Gast #4034023
So lange man keine esotherische Hardware hat, die

- RAMs braucht, die hoehergetaktet werden, und hoehere Spannungen 
brauchen
- ECC-RAM benutzt
- beengte Platzverhaeltnisse herrschen
- man nicht nur Benchmarks laufen lassen will

einfach den billigsten (in D) kaufen.

Hat bei mir bis jetzt immer bestens funktioniert.
#4034153
Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Keine Zustimmung. RAM kauft man idealerweise von RAM-Herstellern, nicht
> von 3rd-Party-Assemblierern.

Meinst du damit die IC-Hersteller? Versuch mal, bei den üblichen Quellen 
von PC-Hardware solche RAMs zu finden.

Die miestesten RAM-Module, die ich je in den Fingern hielt, waren 
übrigens von Samsung himself. Waren circa 50 oder 100 Stück aus zwei 
Server-Chargen vor gut 10 Jahren, also statistisch schon leidlich 
relevant. Die fingen nach 4-5 Jahren reihum zu verrecken an, was 
irgendwann in einen Komplettaustausch durch Kingston RAMs mündete.

Mit Misstrauen darf man freilich den ganzen optischen Firlefanz 
betrachten, der mit allerlei Blech und Farbe angerichtet wird. Wobei 
nicht alles Blech für die Katz ist, aber das hängt z.T. vom Modultyp ab. 
Wenn da ein schwer arbeitender Puffer drauf ist, dann kann einem auch 
bei den Servertypen Blech begegnen.
Gast #4034526
> Keine Zustimmung. RAM kauft man idealerweise von RAM-Herstellern, nicht
> von 3rd-Party-Assemblierern.

Dann duerfte man ja auch z.B. keine Kingston kaufen.

Mit "konfektioniertem" RAM als SIP/SIM 30 pol, PS/2, und Folgebauformen
habe ich seit mehr als 20 Jahren keine Ausfaelle gehabt...

Auf Riegel mit buntem Blech drumherum habe ich bislang verzichtet.
Einen echten Kuehlkoerper auf den Chips habe ich im Consumerbereich
noch nicht gesehen.

Ich kaufe aber auch eher selten.
#4034632
./. schrieb:
> Einen echten Kuehlkoerper auf den Chips habe ich im Consumerbereich
> noch nicht gesehen.

Blech drauf ist im Komponenten-Einzelhandel eher die Regel als die 
Ausnahme, weils peppiger aussieht. Ob das freilich mehr bringt als 
sauerstoffreie SATA-Kabel...

Leidlich aktuelle Server-Riegel (registered) haben jedenfalls auch kein 
Blech drauf. Das gabs aber zwischendurch mal bei FBDIMMs.

RAMBUS Speicher aus den ersten Pentium 4 Reihen dürften auch im 
Consumer-Bereich Blech drauf gehabt haben.
Gast #4034648
> RAMBUS Speicher

habe ich im Leben nur einmal bei einer Fusi-Workstation gesehen.
Ob der gekuehlt war, weiss ich ehrlich gesagt nicht mehr :-).

Als Kuehlkoerper wuerde ich was aus Al/Cu gefraestes ansehen.
Der thermische Wirkungsgrad von etwas Blech waere mir da suspekt.
Gast #4034663
./. schrieb:
> So lange man keine esotherische Hardware hat, die
>
> - RAMs braucht, die hoehergetaktet werden, und hoehere Spannungen
> brauchen
> - ECC-RAM benutzt
> - beengte Platzverhaeltnisse herrschen
> - man nicht nur Benchmarks laufen lassen will
>
> einfach den billigsten (in D) kaufen.
>
> Hat bei mir bis jetzt immer bestens funktioniert.

Bei mir nicht, RAM mit Fehlern nervt.
#4034673
ECC schrieb:
> Bei mir nicht, RAM mit Fehlern nervt.

ECC ist ein gutes Indiz dafür, ob Speicher in Ordnung ist. Denn bei 
guten und intakten Modulen sind Bitfehler ausserordentlich selten. ECC 
Module in Servern machen auch über korrrigierte Fehler Mitteilung, 
wesshalb man das als Admin jedes Mal mitkriegt.
Gast #4034678
> ECC ist ein gutes Indiz dafür, ob Speicher in Ordnung ist.

Ich hab hier auch ECC in meiner Workstation. Im Log steht aber nichts 
:-)
Ok. Der war auch nicht gaaanz billig.

Vor 20 Jahren sagte man, dass ganz am Anfang gelegentliche 
Einzelbitfehler
auf Grund der natuerlichen Radioaktivitaet der verwendeten Komponenten
normal seien und das mit Zeit immer besser wuerde.

Das muesste bei den heutigen Strukturbreiten ja noch viel erheblicher 
zuschlagen.
#4034852
Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Kingston ist noch einer der
> erträglicheren 3rd-Party-Assemblierer, aber in der Tat zweite Wahl.

Nicht nur erträglich, sondern erste Qualität. Seit es Infineon/Qimonda 
RAMs nicht mehr gibt, verwende ich ausschließlich Kingston und hatte 
noch nie, in Worten "NIE", Anlaß zur Kritik. Bei anderen 
"Chipverwertern" dagegen schon. Allen voran Corsair, die sogar ECC 
Serverriegel vermasselt haben und dann plötzlich von "lebenslanger" 
Garantie nichts mehr wußten.
#4035162
Das goldene Prinzip "never touch a running system" gilt nach wie vor. 
Warum sollte ich die zu 100% zuverlässigen Produkte eines "nur" 
3rd-Party-Assemblierers gegen die eines "Original"-Herstellers 
eintauschen? Die können genauso gut funktionieren, aber nicht besser.
Persönliche Seite #4035299
Icke ®. schrieb:
> Warum sollte ich die zu 100% zuverlässigen Produkte eines "nur"
> 3rd-Party-Assemblierers

Wenn Du das große Glück hast, an welche gekommen zu sein, ist das schön 
für Dich. Nur leider ist dieses Glück nicht reproduzierbar, wie die 
Erfahrung zumindest mir mitteilt. Ich habe schon genügend "RAMsch" 
gesehen, um von selbst zu meiner jetzt bereits mehrfach geäußerten 
Meinung gekommen zu sein.
Und, um es nochmal zu wiederholen: Kingston ist unter den 
3rd-Party-Assemblierern der zuverlässigste. Mit Speichermodulen von 
Kingston hatte ich bislang auch keine Probleme -- mit Speichermodulen 
von Speicherherstellern aber auch nicht, und die veröffentlichen sogar 
Datenblätter. Richtige Datenblätter, nicht diese ... naja, das, was 
Kingston halt "Datenblatt" nennt.

3rd-Party-Assemblierer können auch keine Datenblätter veröffentlichen, 
weil das, was das wesentliche am Speichermodul ausmacht, keine Konstante 
ist, nämlich die verbauten Speicherchips. Die kommen auch bei Kingston 
mal vom einen, mal vom anderen Hersteller, und die werden bei den 
richtig lausigen Assemblieren als nackte "Dice" auf dem Spotmarkt 
gekauft, in irgendwelche Gehäuse mit Phantasiebeschriftungen geklatscht 
und auf möglichst universell gehaltene Platinen gelötet, die dann 
wiederum mit Blech in Maschinengewehr- oder Patronenform gehüllt werden.

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