Langeweile im Beruf

Gast #4036764
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Ich bin schon 50 und habe einen gut bezahlten Job in einem großen 
Konzern mit dem ich meine Familie sehr gut erhalten kann. Leider stelle 
ich immer mehr fest, dass ich eigentlich nur einen Bruchteil meiner 
Fähigkeiten einsetzen kann (meine ich jetzt aber nicht überheblich) und 
ich für meine Tätigkeit das Hirn beim Pförtner abgeben muss, um den Tag 
zu "überstehen".

Das Problem: Wenn ich wo anders anfange (was mir aufgrund mehrerer 
Bewerbungen sogar realistisch erscheint), müsste ich wahrscheinlich auf 
40-50% meines Gehalts verzichten. Ich habe außerdem die Befürchtung, 
dass ein anfangs toller Job nach drei Jahren wieder langweilig würde, 
und ich dann weder das eine noch das andere hätte...

Kennt jemand diese Situation? Mehr verdienen oder mehr Spaß an der 
Arbeit? Was zählt mehr?

;-)
Gast #4036827
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Leg dir ein Hobby zu. In deinem Alter, Stichwort "Midlife Crisis", kann 
das Hobby durchaus eine 20jährige Blondine sein. Die Work-Life-Balance 
und der Haussegen werden dadurch ungemein spannend, ebenso das Managen 
der finanziellen Ressourcen.
#4036833
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Tja so ist das nun mal,

Gehalt ist auch Schmerzensgeld. Ich war auch mal in einem großen 
Konzern, mich hat das Gehabe dort schon viel früher angek..tzt, also weg 
und eine Odysee durch private Mittelständische gemacht. Vieles lief hier 
besser, die Jobs waren durch die Bank interessanter, die Freiräume 
größer und die Kollegen nicht so zickig, sondern zogen alle am selben 
Strang in dieselbe Richtung. Aber die Knete war eben weniger. Es war 
trotzdem richtig! Denn Spaß an der Arbeit ist etwas supertolles, ein 
netter Umgang mit Kunden und Lieferanten auch.

Ciao
#4036836
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Jay schrieb:
> Leg dir ein Hobby zu. In deinem Alter, Stichwort "Midlife Crisis",
> kann
> das Hobby durchaus eine 20jährige Blondine sein. Die Work-Life-Balance
> und der Haussegen werden dadurch ungemein spannend, ebenso das Managen
> der finanziellen Ressourcen.


Für nicht so spannungsfreudige ist der übliche Weg: Kauf Dir ein 
schweres Motorrad (idealerweise Harley D., Moto Guzzi, BMW), und cruise 
damit durch die Gegend.

Kostet etwas weniger als Jay's Vorschalg, der Haussegen ist nicht ganz 
so stark aktiviert, und die finanziellen Resourcen werden  a bisserl 
weniger belastet.

Andere (ernstgemeinte !!) Vorschläge für dne TE: Mitarbeit in Projekten 
wie "Repair cafe", soziales engagement, etc. Es gibt in Deinem Umfeld 
definitv genug, wenn Du sinnvoll Deine überschüssige Energie einbringen 
willst.
Gast #4037124
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Willi Wacker schrieb:
> Tja so ist das nun mal,
>
> Gehalt ist auch Schmerzensgeld. Ich war auch mal in einem großen
> Konzern, mich hat das Gehabe dort schon viel früher angek..tzt, also weg
> und eine Odysee durch private Mittelständische gemacht. Vieles lief hier
> besser, die Jobs waren durch die Bank interessanter, die Freiräume
> größer und die Kollegen nicht so zickig, sondern zogen alle am selben
> Strang in dieselbe Richtung. Aber die Knete war eben weniger. Es war
> trotzdem richtig! Denn Spaß an der Arbeit ist etwas supertolles, ein
> netter Umgang mit Kunden und Lieferanten auch.
>
> Ciao

und was machst du jetzt?
Gast #4037282
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gelangweilter schrieb:
> Ich bin schon 50 und habe einen gut bezahlten Job in einem großen
> Konzern mit dem ich meine Familie sehr gut erhalten kann.

Dein Leben scheint ziemlich ok zu sein, also warum suchst du den Kick? 
Ich würde eher auf 80% reduzieren und einem schönen Hobby nachgehen, 
anstatt berufliche Abenteuer zu wagen. Der Gehaltsverlust ist dadurch 
auch weniger.
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