> Das ist so richtig aber ohne STB darfst Du das auf keinen Fall sonst
> kann es bei zu hohen Temperaturen im Heizkreis zu Schäden an der Anlage
> und sogar zu schweren Bränden kommen.
Das war mir schon klar dass ich in dem Fall den Brenner einschalte,
unter Umgehung aller Übertemperatur-Schalter. aber der Kessel war ja eh
kalt (so wie die ganze Bude), und die Temperaturanzeige ist bei der
Anlage (Mitte 80er) rein mechanisch. Also gebrückt, 30 Schreck-Sekunden
Ölvorwärmen gewartet, dann: Brenner zündet und bleibt auch an.
Kesseltemperatur geht nach oben, Pumpe für den Warmasserspeicher lies
sich einschalten. Die Chefin des Hauses kann warm duschen, das nimmt der
Sache die Eile so dass ich in Ruhe mit dem Phasenprüfer suchen kann
warum die Brennersteuerung kein Startsignal bekommt.
Die Trimatik erweist sich als unschuldig, dort wurde das Signal (230V an
Pin T2 beim Stecker 41) noch geschaltet, an der Brennersteuerung war
davon aber nichts mehr zu sehen. Also Deckel auf und das Kabel
verfolgen. So'n Kabelverhau mit einfach zwischen die Kesselisolierung
und dem Blechdeckel geklemmten Kabeln und Steckerbindern hätte man jedem
Elekro-Lehrling um die Ohren gehauen... aber egal. Kabel rausziehen, und
ziehen. Aha was ist das für ein Stecker? Da hing noch die
Nebenluft-Klappe des Schornsteins dran. Die wird auch mit dem
Brenner-Startsignal auf dem Pin T2 gestartet, und gibt das Signal an den
Brenner weiter, aber mit einem Relais und Endschaltern soweit verzögert
dass der Brenner erst nach Endanschlag der Klappe startet. Sehr
umständlich und unzugänglich verbaut, das Teil. Eins Stunde geschraube
später haben wir das Teil in der Hand: ein Relais auf der Platine ist
kaputt. Zum Glück hatte ein großer, blauer Elektro-Einzelhändler mit
Filiale in der Nähe ein passendes Ersatzteil da.
Heizung geht wieder, nach 2x 8 Mannstunden schrauben und suchen, und 12
Euro Ersatzteilkosten. Zum Glück habe ich erst mal selbst geschaut und
nicht gleich einen Heizungsbauer angerufen. (Ich glaub kaum dass ein
Heizungs-Profi den Fehler großartig schneller gefunden hätte, da war zu
viel gebastel in der Heizung, zu wenig Doku, und viel umständlich zu
erreichende Teile).
Wenn was nicht geht:
Den Stecker 41 an der Brennersteuerung aufschrauben. Die Spannung an den
Pins L1,T1 und T2 prüfen, die müssen alle 230V haben damit der Brenner
anläuft. Sind sie nicht da, dann gibt die Steuerung kein Startsignal.
Zum Prüfen (wenn L1 die 230V hat, aber T2 nicht) kann man L1 mit T2
verbinden. Läuft der Brenner an (nach bis zu einer Minute Öl-Vorheizen),
dann funktioniert der Brenner und der Fehler liegt wo anders.
Bei dieser Heizung ging das Signal an den Brenner folgendermaßen:
Brenner hängt an der Trimatik an Stecker 41. Die Phase 230V liegt an
"L1" (wenn nicht, dann in der Trimatik suchen, warum), geht zur
Brennersteuerung, wird da auf den Pin "T1" gebrückt (es gibt
verschiedene Brenner, nicht alle machen das so). Dann gehen die 230V
wieder zurück in die Trimatik. Falls die Übertemperatursicherungen und
das Steuerrelais K1 in der Trimatik der Meinung sind dass der Brenner
laufen sollte werden die 230V die an T1 rein kommen an T2 wieder raus
gegeben (T1 und T2, alle an Stecker 41). Dort geht das Kabel bei meiner
Heizung erst mal an die Nebenluftklappe die bei anliegendem Signal bei
T2 erst mal die Klappe in Arbeitsposition fährt und bei erreichen des
Endanschlag das Startsignal an die Brennersteuerung weiter leitet (Der
Stecker dazu heißt auch 41, und der Pin auch T2, deswegen ist das etwas
verwirrend)
Ich hoffe dass zukünftige Fehlersucher mit der kurzen Beschreibung einen
schnelleren Einstieg finden in welchem Modul das Problem zu suchen ist.